profil-Chefredakteur Herbert Lackner:
Was vom Stapo-Akt Zilk zu halten ist

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Wer immer die Informationen geliefert hat, die in Helmut Zilks Stapo-Akt eingegangen sind – er hat es sehr gut mit Zilk gemeint. Der zentrale Punkt wird mit keinem Wort erwähnt, nämlich der Umstand, dass Zilk jahrelang auf der Payroll des tschechoslowakischen Geheimdienstes stand und regelmäßig Geld für seine Dienste bezog. Sein Status in der „Hierarchie“ des Geheimdienstes StB lautete „vertraulicher Informant“, das heißt er war - klarerweise - kein „Agent“ der nur zum Zwecke der Informationsbeschaffung eingeschleust wurde.

Die im Stapo-Akt enthaltene Darstellung: ....versuchte mit seinen Möglichkeiten den Prager Reformkommunismus zu fördern“ deckt sich nur in geringem Ausmaß mit dem, was in den Kontaktprotokollen des Geheimdienstes steht. Demnach hat Zilk zwar zwei oder drei mal solche Fragen angesprochen, die andere Seite zeigte sich an seinen Ansichten aber völlig desinteressiert. Auch die Angabe der „Stapo“-Quelle, wonach Zilk sich geweigert habe, etwas gegen österreichische Interessen zu tun ist überrschend. Im Geheimdienstakt finden sich allerlei Forderungen Zilks – Luster, Kuraufenthalte etc. – aber nicht jene nach Schonung der österreichischen Interessen. Sie wäre auch zu naiv gewesen.

lackner.herbert@profil.at

25.3.2009 20:33
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fred.fido, 04. 04. '09 16:32
Der Zilk
Der Zilk als Informant für Österreicher ist ein Journalist.
Der Zilk als Informant der Tschechen ist ein, nun ein was? Spion ist übertrieben. Ganz harmlos ist es auch nicht. Ich weis nicht, was ich davon halten soll.
Aber wie man anderen Wortmeldungen entnehmen kann hat der Wiener Wahlkampf begonnen und wir alle wissen wer da seine Leute mit Dreck schmeißen lässt.
secreto, 30. 03. '09 11:20
Zur Causa Zilk
Daß Herr Zilk lange vor seiner Zeit als sozialistischer Politiker Auslandsspion gewesen ist, ist schlimm . Daß faktisch jeder Wiener Bürgermeister der letzten Jahrzehnte - auch Herr Zilk - alkoholkrank im Rathaus residierte, nicht weniger schlimm. Darüber wird in den Medien leider nicht berichtet. Somit kann sich der Wähler kein objektives Bild davon machen, wer sich für dieses oder andere Amt eignet und wer nicht ! Helmut Zilk war im höchsten Grad ungeeignet, darüber gibt es heute keinen Zweifel mehr.
daemonstrateur, 31. 03. '09 23:02
Re: Zur Causa Zilk
Häupl steht kurz vor seinem "10.000-Liter-Service" und wetteifert in dieser Disziplin mit der Bezirksvorsteherin Ursula, die ja schon mehrmals auf Entwöhnung gewesen sein soll wie die Fama berichtet. (Sozusagen eine Alt-Kalksburgerin) Wenn Dagi so weitermacht kann sie es auch noch weit bringen.......
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