"profil": Ehemaliger Spitzenbeamter des Finanzministeriums belastet Grasser schwer

  • Skandal im Dunstkreis der Buwog-Privatisierung
  • Minister soll diese für Immofinanz manipuliert haben

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, erhebt ein früherer Spitzenbeamter aus dem Kabinett von Karl-Heinz Grasser schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Finanzminister. Demnach soll dieser die Privatisierung der Bundeswohngesellschaften 2004 zugunsten des Immofinanz-Konsortiums manipuliert haben.

Laut der "profil" vorliegenden umfangreichen Aussage wurde bereits die Auswahl der Investmentbank Lehman Brothers 2002 nicht von der damals zuständigen Vergabekommission, sondern auf Grassers ausdrücklichen Wunsch hin getroffen. Demnach soll der damalige Buwog-Aufsichtsratschef Ernst Karl Plech dem Zeugen unmittelbar vor der entscheidenden Sitzung der Vergabekommission im September beschieden haben: "Plech hat mir ausgerichtet, was der Minister will. Konkret hat er gesagt: ,Der Minister will Lehman Brothers.'" Auch der spätere Käufer Immofinanz soll damals bereits festgestanden sein. Noch im Herbst 2002, also Monate vor Beginn des eigentlichen Verkaufsprozesses, soll Plech den Zeugen ins Vertrauen gezogen haben: "Wir wissen doch, wohin die Reise geht. Es soll die Immofinanz werden."

Grasser wies die Vorwürfe gegenüber "profil" entschieden zurück, Plech wollte sich auf Anraten seiner Anwälte dazu gar nicht erst äußern.

Die ganze brisante Story lesen Sie im aktuellen "profil"!

3.10.2009 13:12
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Finanzbeamter, 04. 10. '09 11:10
Spitzenbeamter
Verwunderlich, dass in der oberen Etage einmal jemand redet. Mutig! Dorthin gelangen normalerweise nur "Wirbellose".
helfri, 03. 10. '09 20:03
ganove ?ist ein kosewort
ja bitte nein, kann denn diesem khg nicht jemand mal das handwerk legen. er kommt immer ungeschoren davon. zwar
bei allen gaunereien die er sich schon geleistet hat.
Vasant, 03. 10. '09 16:30
Sag mal ...
... ich trau mich das ja fast schon gar nicht fragen, aber
gibts noch Politiker die ihr Amt nicht für eigene und auch
persönliche Zwecke missbrauchen bzw. in die eigene
Tasche (Provisionen für nichts) wirtschaften?!

Unglaublich und eine tragische Tatsache, dass ja nur ein
Bruchteil davon auffliegt ... mich würde interessieren wie
viel Steuergelder jährlich "verschwinden",)

Wahrscheinlich hätten wir gar kein Defizit, sondern sogar
ein Plus;) Und einige "Stiftungen" in Österreich sollte man
auch schon längst genau durchleuchten!!!!
sidestep, 03. 10. '09 12:41
Wieder einmal
Wieder einmal verantwortet KHG sich nach dem alten Ganovensprichwort, das immer bei einer Einvernahme durch die Polizei von diesen verwendet wird: "Sagst du ja, bleibst du da, sagst du nein, gehst du heim!" Grasser hat nie etwas getan. Auch dann nicht, wenn er was getan hat. Deshalb gilt für ihn auch die Unschuldsvermutung, ha, ha, ha! Einmal aber, sg. Herr Ex-Traum-Schwiegersohn und Ex-Finanzminister geht das nicht mehr, einmal ist jeder dran, denn der Krug geht solange zum Brunnen, bis er bricht. Ihre Zeit scheint nun gekommen! Da werden Ihnen vermutlich auch noch so viele Anwälte, möglicherweise bezahlt durch ihre Ehefrau, nicht helfen. Aber wie gesagt: Bis zur Erlassung eines rechtskräftigen Urteils gilt selbstverständlich wie für einen Ganoven, auch für Sie die Unschuldsvermutung!
alpilili, 03. 10. '09 18:09
Re: Wieder einmal
ich glaube auch, dass er ein Ganove ist.
Sensor, 03. 10. '09 18:22
Re: Wieder einmal
Stimme mit allen Einträgen völlig überein. "Die" KHG könnte man auch mit "korrupter Handlungsgesellschaft" übersetzen. Als sich KHG im Stile eines Playboys mit nackter Brust in einer Schicki-Micki-Zeitschrift präsentiert hatte, waren selbstverständlich seine Einstiegs- bzw.Karrierechancen bei namhaften Finanz-Instituten aus.
Die wussten wahrscheinlich schon mehr, als wir heute. Immer, wenn es eine Schuldvermutung gibt, gilt bis zum Nachweis einer Schuld gesetzlich die Unschuldsvermutung; und ich halte mich an Gesetze!
allesw, 03. 10. '09 20:03
Re: Wieder einmal
jetzt seit´s nicht so negativ,vieleicht hat er wirklich nicht gewusst wie alle ihn benutzten das blauaugi
helfri, 03. 10. '09 20:07
Re: Wieder einmal
glaube nicht,dass die ehefrau seine gaunereien bezahlen soll.
er hat schon selbst genug beiseite geschafft.
den ehrlichen menschen abgeschmutzt.
Sensor, 04. 10. '09 10:55
Re: Wieder einmal
Damit es überhaupt zu einer „Unschuldsvermutung“ kommen kann, muss zuerst eine "Schuldvermutung" da sein. Diese beiden Vermutungen treten immer als Zwillinge auf. Wie Wellental und Wellenberg, oder Materie und Antimaterie. Wenn keine Schuld vermutet wird, braucht man auch keine Unschuld vermuten. Weil man aber eine Schuld vermutet, aber offiziell nicht vermuten darf, muss man das Gegenteil vermuten, nämlich eine Unschuld. Diese Unschuldsvermutung bewirkt eine kognitive Dissonanz, weil man in Wirklichkeit– wie bei der KHG – eine Schuld vermutet, was man aber nicht darf, weil der vermutlich oder wahrscheinlich Schuldige, aber möglicherweise Unschuldige, gesetzlich Anspruch darauf hat, dass man wider der eigenen Vermutung seine Unschuld vermuten muss., usw. usw.
Sensor, 04. 10. '09 10:56
Re: Wieder einmal
Damit es überhaupt zu einer „Unschuldsvermutung“ kommen kann, muss zuerst eine Schuldvermutung da sein. Diese beiden Vermutungen treten immer als Zwillinge auf. Wie Wellental und Wellenberg, oder Materie und Antimaterie. Wenn keine Schuld vermutet wird, braucht man auch keine Unschuld vermuten. Weil man aber eine Schuld vermutet, aber offiziell nicht vermuten darf, muss man das Gegenteil vermuten, nämlich eine Unschuld. Diese Unschuldsvermutung bewirkt eine kognitive Dissonanz, weil man in Wirklichkeit– wie bei der KHG – eine Schuld vermutet, was man aber nicht darf, weil der vermutlich oder wahrscheinlich Schuldige, aber möglicherweise Unschuldige, gesetzlich Anspruch darauf hat, dass man wider der eigenen Vermutung seine Unschuld vermuten muss., usw. usw.
Sensor, 03. 10. '09 10:10
Welche Gesellschaft ist die KHG?
Ich lese immer KHG. Welche Gesellschaft ist das? Warum hat man nicht gleich auch bei der KHG eine Hausdurchsuchung gemacht und PCs beschlagnahmt, wenn diese offensichtlich in den Skandal verwickelt oder gar dessen Urheber ist?
Hoffentlich bleiben die Staatsanwälte zäh und lassen sich von Politikern nicht einschüchtern bzw. manipulieren (siehe Fall Strasser).
BennoB, 03. 10. '09 12:46
Re: Welche Gesellschaft ist die KHG?
Ganz einfach eine egoistische Selbstbedienungslandschaft.
Nachdem unser Karl Heinzi ja nach seinem Ausscheiden ganz gross ins Investmentbanking-Geschäft einsteigen wollte, die erzählen im Prinzip ja auch nur heiße Luft, hat er sich halt eine Option für eine spätere Karriere bei Lehamnn Brothers sichern wollen. Schön blöd, dass Lehmann pleite ging. Nun ist die Investmentbankerkarriere halt nicht aufgegangen.
sidestep, 03. 10. '09 12:47
Re: Welche Gesellschaft ist die KHG?
Ganz einfach. Man macht bei gewissen hochgestellten Persönlichkeiten nicht sofort eine Hausdurchsuchung, damit sie Zeit haben, die Spuren der strafbaren Handlung zu beseitigen! Dann kann ihnen nichts nachgewiesen werden und sie stehen reingewaschen da? Alles klar? Unsere Justiz hat ja mit dem Übersehen des Amtsmissbrauches bei Strasser dies nicht nur einmal bewiesen? Die Herren Staatsanwälte wollen ja schließlich auch höher hinauf. Dies geht nur, wenn man den Machtträgern wie Ministern in den A.... kriecht. Dass man dabei braun wird, (manchmal schwarz) macht auch schon nichts mehr!
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