Was hat Fußball mit Banken-Affäre zu tun?
Verdacht auf dubiosen Deal um Hypo Arena

  • Verbindung zwischen Hypo-Verkauf & Sponsoring?
  • Razzia bei BayernLB-Tochter "Deutsche Kreditbank"

In der knapp 94.000 Seelen zählenden Kärntner Landeshauptstadt ein 32.000 Besucher fassendes Fußballstadion zu errichten, mag vielleicht nicht die beste Idee sein - das dürfte trotz aller Fußball-Euphorie selbst den Managern der Hypo-Eigentümerin BayernLB aufgefallen sein. Trotzdem soll dieselbe Bank im Jahr vor der EURO 2008 das fußballerische Prestigeprojekt mit einer siebenstelligen Summe unterstützt haben - offiziell für die Namensrechte der Klagenfurter Arena. Eine Transaktion, die jetzt die Münchner Staatsanwälte auf den Plan ruft: Es besteht der Verdacht, dass sich die Kärntner Landesregierung den Verkauf der Landesbank an die BayernLB mit genau diesem Zuckerl versüßen ließ.

Laut der "Passauer Neuen Presse" besteht nämlich ein Zusammenhang zwischen diesem Verdacht und einer Durchsuchung in der Deutschen Kreditbank (DKB), einer Tochter der BayernLB. Laut dem Medienbericht soll die DKB auf Weisung oder zumindest mit Kenntnis der Gremien der BayernLB einen siebenstelligen Betrag nach Kärnten überwiesen haben -für die Namensrechte der "Hypo Group Arena".

Das Büro von Landeshauptmann Haider hatte im November 2007 erklärt, der SK Austria Kärnten habe den Stadionnamen in einer vertraglichen Vereinbarung für die Dauer von zehn Jahren und für einen Gesamtpreis von fünf Millionen Euro an die Hypo Group Alpe Adria vergeben. Die fünf Millionen Euro der Hypo Group Alpe Adria stammten von der Hypo Group Alpe Adria selbst und nicht von der Bayern LB.

Die Münchner Ankläger ermitteln wegen Untreue gegen frühere BayernLB-Vorstände. Sie gehen dem Verdacht nach, dass die BayernLB beim Kauf der Hypo Group Alpe Adria bewusst einen zu hohen Preis gezahlt hat. Das Desaster hat die bayerischen Steuerzahler bereits 3,7 Milliarden Euro gekostet und soll von Februar an in dem Untersuchungsausschuss des Landtages aufgearbeitet werden.
(apa/red)

11.2.2010 18:56
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Laleidama, 29. 01. '10 11:54
bewußt zu hohen Preis gezahlt...???
...mich wundert nur eines...warum gibt ´s bei dieser story keine Verdunkelungsgefahr und niemand wird inhaftiert..???Insiderhandel gilt als möglich, Unterlagen wurden bei der Begutachtung der Bank ausgetauscht Boote gekauft, die es nicht gibt......
sidestep, 29. 01. '10 15:29
Re: bewußt zu hohen Preis gezahlt...???
Ja das ist ein Problem mit dem verhaften? Der Hauptschuldige, der diesen Deal damals durchzog, liegt nämlich, nachdem er besoffen und viel zu schnell gefahren ist, 2 Meter unter der Erde, denn für das Stadion ist ausschließlich er eingetreten und er schuldig. Tote kann man halt schlecht zur Verantwortung ziehen!
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