Giftmord an Palästinenserführer in Dubai: Profi-Killer telefonierten mit österreichischen Handys

Ein Auftragsmord versetzt die arabische Welt in Aufruhr: Am 19. Jänner war in einem Hotel in Dubai Mahmud al-Mabhuh vergiftet worden – ein hochrangiger Führer der radikalen Palästinenserorganisation Hamas. Die Tat wurde vermutlich von einem elfköpfigen, hochprofessionell agierenden Killerkommando begangen, dessen Mitglieder mit gefälschten Pässen aus verschiedenen europäischen Ländern in die Vereinigten Arabischen Emirate eingereist waren. Sicherheitsexperten vermuten, dass sie im Dienst des israelischen Geheimdienstes Mossad standen.

Von Martin Staudinger und Robert Treichler

Wie profil online exklusiv in Erfahrung bringen konnte, wird im Zusammenhang damit nun auch in Österreich ermittelt. Das bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums gegenüber profil online.
Der Hintergrund: Um miteinander zu kommunizieren, hatten sich die Killer mindestens sieben österreichischer Wertkartentelefone bedient – allesamt mit Nummern, die T-Mobile zugeordnet werden können, zum Beispiel 0043-676-50275XX oder 0043-676-43102XX (Anm.: die Endziffern wurden von profil online aus Datenschutzgründen unkenntlich gemacht).

Bereits im Zusammenhang mit den Terroranschlägen von Mumbai im Dezember 2008 war im Handy eines Attentäters eine österreichische SIM-Karte sichergestellt worden. Sie stammte aus einem Rufnummernpaket, das über Belgien ins Ausland verkauft worden war.
Ob die mutmaßlichen Auftragsmörder von Dubai auf ähnlichem Weg an ihre T-Mobile-Nummern herangekommen sind, wird derzeit überprüft. T-Mobile wollte auf Anfrage von profil online keine Stellungnahme abgeben.

18.2.2010 10:49
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zeitwort, 17. 02. '10 23:34
T-Mobile-Wertkarte in Dubai nicht möglich
Ich habe jetzt bei T-Mobile 0676 2000 angerufen und mich erkundigt, ob man mit der Wertkarte in Dubai telefonieren kann.

SORRY, LEIDER - ES GEHT NICHT

http://zeitwort.at/index.php?page=Thread&postID=166606#post166606
bpallmann@hotmail.com, 19. 02. '10 03:12
Geht nicht? Geht nicht! Denn auch in Bayerns CSU geht "alles"
"Wir haben keine Intensiv-Station, nie gehabt, sondern verlegen", sagte gerade ein Dr. Weiss von BKH Haar, Psychiatrie des Freistaates. Dass über 2000 Menschen dort arbeiten und da niemand mal kollabiert und komatös wird, ist eh ein Wunder. Dass jedoch keiner der oft vollgepumpten Psycholeichen wegen des "Mangels an Intensiv über die Wupper" geht, wollte der Arzt nicht ausschließen. "Wie oft so letzen Monat?" Hat er meiner Kollegin von "Reporter ohne Grenzen" in Paris nicht sagen wollen. Sie hatte ihn angerufen mit einem Mobil-Tel.-Chip, der eigentlich "gar nicht geht". In Dubai vielleicht nicht - in der CSU-Marionette und bei Ihren Puppenspielern (einer davon hat ein Betonwerk! gehabt, bekannt als Fries-Beton, pssst! GF Oliver Schulz, pssst, ganz ein Netter, puh, der schuftet!) schon...!
sliteeye, 17. 02. '10 23:33
Erinnert mich an Mumbai 2008
Es kann sich wirklich nur um eine Vermutung handeln, dass hinter diesen heimtückischn Mord der israelische Geheimdienst dahintersteht.
Dass sich in Österreich Terroristen und Mitläufer aufhalten, die Killern österreichische Telefonwertkarten zukommen lassen, lässt sich wohl nicht mehr lange verleugnen.
wiesengruen, 17. 02. '10 22:54
Wer ist Herr über das Leben ?
Sechs der Attentäter waren Israelis .
Und das rosa Blatt geht in Verteidigungsstellung
und legitimiert Mord :
"Dass der Mord in Dubai allerdings legitim war, bezweifelt keiner"
http://derstandard.at/1266279113525/Mord-an-Hamas-Waffenhaendler-Dubai-Killer-hatten-oesterreichische-Handys .
Und wer entscheidet über die Legitimität eines Mordes ?
Markus Bernath/Christoph Prantner/Michael Simoner, DER STANDARD, Printausgabe, 18.2.2010
AngelikaLancsak, 17. 02. '10 14:36
Giftmord / Palästinenserführer / Dubai
Wiederholt wurde in d. letzten Tagen in führenden VAE Medien (The National, Gulf News) die EU angegriffen, da die mutmasslichen Mitglieder des Killerteams mit europäischen Pässen unterwegs waren: "Die EU ist nicht in der Lage, "Fake" Pässe zu erkennen." Dubai war es auch nicht:)
Ein Mord ist ein Mord & bleibt eine verabscheuungswürdige Angelegenheit.
Man darf jedoch nicht vergessen, dass das Opfer ein Gründungsmitglied der sog. "Izz ad-Din al-Qassam Brigaden" ist, die als terroristische Organisation in der EU, den USA, Australien & Grossbritannien gelistet ist.
Solange Dubai kein Problem hat, solche Leute einreisen zu lassen, muss es damit rechnen, daß es "Vorkommnisse" geben kann - um es elegant auszudrücken.
http://video.gulfnews.com/services/player/bcpid4267205001?bctid=66672644001
wiesengruen, 17. 02. '10 18:32
Re: Giftmord / Palästinenserführer / Dubai
Wie elegant Mord letzten Endes doch wieder
gerechtfertigt werden kann , nicht wahr ?

"Solange Dubai kein Problem hat, solche Leute einreisen zu lassen, muss es damit rechnen, daß es "Vorkommnisse" geben kann "

"Gezielte Tötung" scheint als Kavaliersdelikt in der westlichen Welt Einzug zu halten .
Selbstverständlich nur gegen die Bösen und wer böse ist bestimmen wir .

Und Gnade uns Gott dieser Umgang mit Menschenleben breitet sich aus
conenorm, 17. 02. '10 18:37
Re: Giftmord / Pal�stinenserf�hrer / Dubai
Es klingt als eher unwahrscheinlich, dass der Mossad sich gefälschter Reisepässe mit den Namen israelischer Bürger bedient hätte. Haben zwei Hamas-Offiziere, die sich z.Zt,
wegen logistischer Beihilfe in Haft in Dubai befinden, nachdem sie von Jordanien ausgeliefert wurden, ausgerechnet für den Mossad gearbeitet ? Die Vermutung, dassder Mord von einer palästinensischen Terrorgruppe durchgeführt wurde und man ihn nun den Israelis anzuhängen versucht, ist zumindest nicht auszuschliessen.
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