Österreich und die Gleichberechtigung:
keine Erfolgsgeschichte

Macho-Paradies Österreich: Die Gehaltsschere ist größer als im Rest der EU, die Zahl der Frauen in Führungsfunktionen sinkt, statt zu steigen. Das Land fällt immer weiter zurück – und niemand redet darüber.

Von Eva Linsinger und Edith Meinhart

Die junge Tirolerin hielt die Luft an, als sie den Folder zur Wirtschaftskammerwahl umdrehte, der ihr vergangene Woche ins Haus geflattert war: 16 ÖVP-Wirtschaftsbündler standen zur Auswahl. Alle männlich. „Sehr geehrte Herren der Listenplätze 1 bis 16“, mailte sie noch am selben Tag: Sie würden doch nicht glauben, sie ziehe so eine Liste ernsthaft in Erwägung. „Haben Sie schon einmal was vom 21. Jahrhundert gehört? Viel Spaß bei der Recherche dazu.“

Bis heute hat die Herrenrunde nicht geantwortet. Was sollte sie ihr auch erklären: Dass sich im ganzen Bundesland für die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation der Wirtschaftskammer keine Frau gefunden hatte? So wird gerne begründet, warum Frauen es fast nie in Vorstandsetagen, an die Spitze von Universitäten und Gerichtshöfen schaffen. Heute sagt niemand mehr laut, dass sie für hohe Aufgaben zu dumm sind und an den Herd gehören. „Aber in den Köpfen wirken die alten Stereotype“, konstatiert Christiane Spiel, Bildungsforscherin an der Universität Wien. Kommende Woche, am 8. März, dem Internationalen Frauentag, wird kurz bejammert werden, dass sich an den Macho-Strukturen wenig ändert. Dann wird der Frauentag vorbei und alles wie immer sein. Also – verheerend.

In allen internationalen Studien sackt Österreich ab. Im „Gender Gap Report“ des World Economic Forum landet die Republik beim Kriterium der ökonomischen Teilhabe auf dem beschämenden 103. Rang unter 134 Staaten. Gerade Länder wie Nicaragua oder die Vereinigten Arabischen Emirate liegen hinter Österreich, das moslemische Indonesien aber davor.
Was die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen betrifft, lässt Österreich unter den EU-Staaten nur Estland hinter sich. 25,5 Prozent betragen hierzulande die Gehaltsunterschiede. Alle anderen 26 Mitgliedsländer erzielen bessere Werte, selbst die als klassische Macho-Regionen verschrienen Südländer wie Spanien oder Italien. Bei der Zahl der Forscherinnen ist Österreich Viertletzter. Und bis heute gibt es keine einzige Frau an der Spitze einer öffentlichen Universität.

Besonders dramatisch: Während von Lissabon bis Warschau die Unterschiede zwischen den Geschlechtern langsam geringer werden, geht in Österreich die Einkommensschere auseinander. Auch bei den Aufsichtsräten zeigt der Trend in die falsche Richtung: Im Rest Europas steigt der Frauenanteil, in Österreich sank er zwischen 2008 und 2009 von 9,1 auf 8,7 Prozent. In den Geschäftsführungen von Firmen im ATX-Börsenindex beträgt der Frauenanteil 3,5 Prozent. Noch ein Unterschied: Anderswo wird das nicht hingenommen. Immerhin vergibt der Staat 38 Milliarden Euro pro Jahr an Aufträgen. Selbst in der als besonders wirtschaftsliberal bekannten Schweiz ist die Auftragsvergabe an Gleichstellung in den Firmen gekoppelt.

Offenbar hat Österreich einige Routine entwickelt, sich von der OECD oder der EU schlechte Zeugnisse ausstellen zu lassen. Denn während etwa über das Pensionsantrittsalter der Eisenbahner hingebungsvoll gestritten wird, sind die miserablen Werte bei der Frauengleichstellung kaum eine Debatte wert. „Die Gefahr des Stillstands oder des Retourgangs wird zu wenig thematisiert“, bemängelt die frühere ÖVP-Außenministerin Ursula Plassnik.

Anzüge. Plassnik könnte vermutlich ein Lied von Stereotypen singen: Die Eliteuniversitäten Harvard und Princeton hatten sie nach ihrem Ausscheiden aus der Regierung als Gastvortragende geholt. Doch wenn beispielsweise Montag dieser Woche die Tageszeitung „Der Standard“ im Burgtheater zum Debattenabend „Europa im Diskurs – Debating Europe“ lädt, wird eine Frau zwar moderieren, doch zur Sache selbst reden nur Männer. Das ist kein Einzelfall.

Ob in Wien, in Brüssel, auf Podien oder im „Club 2“-Studio des öffentlich-rechtlichen Fernsehens: Wenn gewichtige Themen wie Europa, Demokratie, Wirtschaftsstandort und Bankenkrise erörtert werden, führen Männer in förmlichen Anzügen und fortgeschrittenem Alter das Wort. Erich Lehner, Psychoanalytiker und Männerforscher, war selbst einmal Gast in einer männerdominierten Runde. Als er sich bei den „Club 2“-Machern erkundigte, ob es nicht etwas ausgewogener gegangen wäre, erklärte man ihm, es sei „schwierig, geeignete Frauen zu finden“.

Die uniformen Herrenrunden sind für den Soziologen Harald Katzmair Ausdruck einer gesellschaftlichen Erstarrung. Die Stagnation hat auch ein weibliches Gesicht: Über Kindererziehung, Gewalt in der Familie und Rollenbilder reden mehrheitlich Frauen, beim Thema Gleichstellung sitzen sie allein am Podium. Kommunikationsstrategen nennen diese Methode „Framen“ (Rahmen): Ist ein Thema erst einmal als Frauenfrage geframt, schrumpft seine Bedeutung in der Sekunde. Katzmair: „Da tun plötzlich alle so, als wäre die Frauenfrage eine moralische und nicht eine zutiefst politische“.

Ist Österreich ein Macho-Land?
Tragen wir noch schwer am Erbe von katholischer Sozialisation? So einfach sei das nicht, sagt der Männerforscher Erich Lehner. Auch der Protestantismus sei eine patriarchale Religion, wie sich etwa bei Puritanern zeige. Allerdings sollten bei den Protestanten sowohl Männer als auch Frauen die Bibel lesen können. Lehner: „Das hatte den Effekt, dass Frauen schon früh Bildung hatten.“ Die Melange aus katholischer Tradition und NS-Mutterkult schuf eine Gemengelage, die nachwirkt.

Die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen sind heute jedenfalls wieder so groß wie 1980. Die Wiener Volkswirtin Christine Zulehner: „Höchstens die Hälfte der Einkommensunterschiede“ lasse sich rational erklären, der Rest sei reine Lohndiskriminierung. Selbst die Bruttostundenlöhne von vollzeitbeschäftigten Frauen sind um 22 Prozent niedriger.

Kroko-Handtasche. Maria Schaumayer hatte dieses Problem nie. Die 78-Jährige stellte ihre riesigen Kroko-Taschen schon unter viele Chef-Schreibtische: in der OMV, der Nationalbank und der Kommunalkredit. Die ÖVP-Politikerin ist überzeugt, dass ein Teil der Gehaltsunterschiede auf Aufholeffekten beruht: „Österreich war ein besonders ausgeprägtes Macho-Land.“ Die skandinavischen Staaten locken seit den siebziger Jahren Frauen gezielt auf den Arbeitsmarkt. Österreich warb damals lieber Gastarbeiter an, um die Job-Lücke zu füllen. Das prägte. „Bei uns gab es damals die Auffassung, dass Frauen nur Zuverdienerinnen sind. Wir sind 30 Jahre hinten“, konstatiert die SPÖ-Politikerin Sonja Ablinger bitter. Das dokumentieren auch die Kolumnen, die profil-Autorin Elfriede Hammerl seit 25 Jahren verfasst.

Die Lernkurve scheint besonders flach zu sein. Selbst bei Neulingen auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich keine Besserung: Laut dem Einkommensbericht des Rechnungshofs öffnet sich sogar bei den Lehrlingen die Gehaltsschere. Seit 2001 stieg die Differenz zwischen Mädchen und Burschen von 15,4 auf 21,3 Prozent.

Die Gleichbehandlungsanwaltschaft weiß von haarsträubenden Fällen zu berichten. Eine Frau hatte eine Abteilung aufgebaut und sollte einen Stellvertreter für sich einschulen. Der Mann weigerte sich, unter einer Frau zu arbeiten. Also bot die Firma der Frau an, doch unter ihm zu arbeiten – und lockte mit dem Angebot, dass sie auf sein Gehalt angehoben würde. Erst so bemerkte die Frau, dass der Mann mehr verdiente als sie als Vorgesetzte.

In Österreich sind selbst Frauendomänen von Männern besetzt: In Kärnten bekam bisher keine einzige Gynäkologin einen Vertrag mit der Gebietskrankenkasse. Quer durch Österreich ordinieren 407 Gynäkologen und nur 88 Gynäkologinnen auf Kasse. Auch die Wiener Frauenärztin Renate Kallo hätte ihre Kassen-Praxis an einen Mann übergeben müssen: „Meine Patientinnen gehen lieber zu Frauen und wollen nicht in Privatordinationen.“ Also geht Kallo nicht in Pension – obwohl sie fast 70 ist.
Traditionelle Vorstellungen wirken als Schere im Kopf. Therese Mitterbauer, 32, ist Vorsitzende der Jungen Industrie und geschäftsführende Gesellschafterin der Hightech Coatings GmbH. Das 36-Mitarbeiter-Unternehmen liefert Beschichtungen für die Automobilindustrie.

Mitterbauers Bruder interessierte sich für Technik, sie studierte Jus, weil sie „in die Diplomatie“ wollte. Als sie stattdessen in der industriellen Männerwelt reüssierte, zeigte sich, wie prägend ihre Kindheit war: „Meine Eltern haben nie einen Unterschied zwischen uns gemacht.“ Frauen, die diesen Rückhalt nicht hatten, hätten später eher Angst als Männer, an der Spitze zu stehen. Mitterbauers Rezept dagegen: „Wir müssen Frauen stärker fordern und fördern.“ Das gebiete schon die wirtschaftliche Vernunft: „Österreich braucht die besten Köpfe. Da kann man weder Frauen noch Migranten ausschließen.“

Vorbild Mutter. Diese brauchen noch mehr Zähigkeit, um sich aus patriarchalen Strukturen zu befreien. Asiye Sel, eine in der Türkei geborene Kurdin, kam 1977 mit ihrer Familie nach Österreich. Ihre Eltern waren Analphabeten. Sel heiratete mit 19, begann einen Job bei den Wiener Volkshochschulen und war schon als junge Frau für mehr als zwei Dutzend Mitarbeiter verantwortlich. Danach bekam sie zwei Kinder, beriet Migranten und absolvierte ein Soziologiestudium. Wäre nicht schon ihre Mutter aus alten Mustern ausgebrochen, wäre sie wohl nicht so weit gekommen: „Es muss einem vorgelebt werden.“ Am 8. März wird sie den „MiA 2010“-Award bekommen, mit dem her­ausragende Migrantinnen ausgezeichnet werden. Ein Beispiel, das Mut machen soll.

Sind Frauen selbst daran schuld, dass sie auf der Karriereleiter auf den unteren Sprossen hängen bleiben? Mangelt es ihnen an Selbstbewusstsein oder an Ehrgeiz? OGH-Präsidentin Irmgard Griss bekleidet eine der höchsten Funktionen in der Justiz. Fehlenden Aufstiegswillen kann sie bei ihren Kolleginnen nicht erkennen: „Vielleicht neigen Frauen eher dazu, sich ganz ihrer Arbeit zu widmen, und sind weniger daran interessiert, das auch nach außen hin sichtbar zu machen.“ Christian Friesl, Leiter der Abteilung Gesellschaftspolitik der Industriellenvereinigung, hingegen glaubt, dass „hinter der Zögerlichkeit von Frauen oft Bedenken stehen, ob sie alles auf die Reihe kriegen“.

Wenn Frauen einmal auf den Tisch hauen und sich über Ungleichbehandlung beschweren, verlieren sie oft ihren Job. Dann können sie zwar klagen, aber selbst ein gewonnener Prozess bietet nur wenig Entschädigung: Eine Betriebswirtin kann zum Beispiel für Benachteiligung mit einem Schadenersatz von 6000 Euro rechnen. Eine Formulierung zieht sich durch die Beschwerdefälle – „intransparente Gehaltsstruktur“. Gleichbehandlungsanwältin Ingrid Nikolay-Leitner: „Die Kriterien für die Bezahlung oder den Aufstieg sind oft nicht nachvollziehbar. Außerdem wird in Österreich bei Gehältern wahnsinnig viel gelogen.“

Das ist zwar ein Gesetzesbruch, der aber seit Jahrzehnten durchgeht. Weil Appelle nicht viel geholfen haben, plant Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek nun schärfere Instrumente. Sie will Unternehmen verpflichten, intern die Gehaltsstrukturen offenzulegen. Auch über eine Frauenquote für Aufsichtsräte nach dem Vorbild Norwegens und Spaniens verhandelt sie derzeit mit der ÖVP. Heinisch-Hosek hat aber selbst in der eigenen Partei Handlungsbedarf: Seit Anfang der neunziger Jahre steht die Frauenquote von 40 Prozent in den SP-Statuten – und wurde noch nie erfüllt. In Kärnten und Oberösterreich etwa schickte die SPÖ nur Männer in die Landesregierung. Nun droht Heinisch-Hosek mit Sanktionen. SP-Geschäftsführer Günter Kräuter will lieber „an das Verständnis“ appellieren.

Wie wenig das hilft, zeigt sich im Parlament. Vor zehn Jahren lag Österreich mit seinem Frauenanteil im Nationalrat auf Platz zehn im Ranking der „Parliamentary Union“. Mittlerweile beträgt der Frauenanteil im Nationalrat 27,3 Prozent, das ist Platz 30 zwischen Mexiko und Afghanistan. Nur die Grünen entsenden 50 Prozent Frauen, die SPÖ 36,8, die ÖVP 23,5, die FPÖ 17,6 und das BZÖ exakt zehn Prozent.

Bremsen im System. Zwischen dem, was Männer zu Protokoll geben, und ihren Handlungen klaffen Welten: Laut Umfragen unterstützen 80 Prozent der Männer die Berufstätigkeit von Frauen, 75 Prozent meinen, beide Elternteile seien für das Kind wichtig. Doch im System eingebaute Bremsen sorgen dafür, dass sich dies so gut wie nicht auswirkt. Nur drei bis vier Prozent der Männer bleiben zu Hause beim Kind.

Vor allem in Technik und Naturwissenschaften wird Mädchen nichts zugetraut. In den Pisa-Daten schlägt sich das nieder: In kaum einem anderen Land der EU glauben so viele Mädchen, diese Fächer seien für ihr Leben bedeutungslos.

Heidi Schrodt ist seit 18 Jahren Direktorin der AHS in der Wiener Rahlgasse und Vorreiterin des gendergerechten Unterrichts: „Es gibt Berge an Literatur dazu, doch die werden in der Praxis ignoriert.“ Schülerinnen ritzen sich die Haut auf oder magern bis auf die Knochen ab, weil sie wie Models aussehen wollen; Buben schlagen zu wie echte Kerle und versagen in der Schule, weil sie glauben, Vokabellernen sei für Weicheier – dennoch bleiben diese Dramen oft unbesprochen. In Schrodts Schule sind sie ein Schwerpunktthema. Die Lehrer sind geschult, Rollenklischees entgegenzuarbeiten, Buben für Sprecherrollen auszubilden und Mädchen für Naturwissenschaften zu entzünden. Die Mühe macht sich bezahlt. Schrodt: „Bei uns gehen genauso viele Mädchen wie Burschen ins Realgymnasium.“

Die Sozialisierung ist in der Berufswahl ablesbar. Vereinfacht ausgedrückt arbeiten Männer mit Maschinen und Frauen mit Menschen – vom Kfz-Mechaniker und der Friseurin bis zum Bau-Ingenieur und der Krankenschwester. Arbeit mit Maschinen wird dabei deutlich höher bewertet: Die fünf Branchen mit dem niedrigsten Durchschnittseinkommen (Gesundheitswesen, Unterricht, Handel, Beherbergungswesen, Dienstleistungen) sind weiblich geprägt. Es nützt den Frauen auch nichts, männliche Branchen zu erobern. „Dann sinken dort die Löhne“, analysiert ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser. Sie will bei der Bewertung von Arbeit ansetzen: „Warum soll es mehr wert sein, an einem Auto zu arbeiten statt an einem Kopf?“

Vereinbarkeitslüge.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde stets als Sache der Frau abgehandelt, und die war nach gängiger Vorstellung hauptsächlich Mutter. „Wir haben eine starke Mütterideologie, die nie aufgearbeitet wurde. Für Familien ist immer Geld da, für wirkliche Frauenthemen viel seltener“, analysiert Ingrid Moritz, die Leiterin der Abteilung Frau und Familie in der Arbeiterkammer.

Obwohl die Politik die Familien großzügig subventioniert, fehlen viele Kinderbetreuungsplätze. „Die Vereinbarkeitslüge“ nennt Familienforscherin Mariam Tazi-Preve das Phänomen. Der Effekt: In ländlichen Regionen mit schlechter Kinderbetreuung sinkt die Frauenbeschäftigung, im Traunviertel in Oberösterreich etwa auf dürftige 37 Prozent. Gut ist die Kinderbetreuungssituation außerhalb Wiens fast nirgends: In der Steiermark etwa sind die Kindergärten im Schnitt an 54 Tagen im Jahr geschlossen. Das übersteigt jeden Urlaubsanspruch.

Fast jede zweite Frau arbeitet Teilzeit, nur jeder zehnte Teilzeitarbeitsplatz ist von einem Mann besetzt. Margit Schratzenstaller ist eine untypische Vertreterin: Erstens analysiert sie am Wirtschaftsforschungsinstitut Budgets, zweitens hat sie ihre Arbeitszeit auf 80 Prozent reduziert. „Die Zahl der qualifizierten Teilzeitarbeitsplätze ist gering“, sieht sich Schratzenstaller selbst als Ausnahme.

Lange Zeit fand Österreichs Frauenpolitik aus der ideologischen Fallgrube nicht heraus. So bleiben viele Themen tabu. Etwa, dass der Sozialstaat auf männliche Erwerbsbiografien zugeschnitten ist: 12.000 Frauen pro Jahr wird die Notstandshilfe (die Folgeleistung des Arbeitslosengelds) gestrichen, obwohl sie in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt haben. Begründung: Der Partner verdiene zu viel.

Scheintriumph.
Das 1993 in die Verfassung geschriebene niedrigere Frauenpensionsalter (erst bis 2034 wird es schrittweise an jenes der Männer angeglichen) erwies sich als Scheintriumph der Frauenbewegung: Der Sozialforscher Bernd Marin weist in seinem neuen Buch „Women’s Work and Pensions“ nach, dass es Frauen eher schadet. In einem Arbeitsmarkt wie Österreich, der von Seniorität geprägt ist, verpassen sie wichtige Gehaltssprünge.

Beim privaten Konsum sind Frauen eine Supermacht. Laut einer Studie des Unternehmensberaters McKinsey entscheiden sie über drei Viertel der Haushaltsausgaben. Sie kaufen Autos, Bildung, Finanzprodukte. Doch zu den Werbemachern spricht sich das nicht durch: In TV-Spots treten sie hauptsächlich als Waschmittelkäuferinnen auf.

Frauen, die es geschafft haben, haben recht konkrete Vorstellungen, woran es mangelt. Monika Kircher-Kohl, Vorstandschefin der Kärntner Paradefirma Infineon (2550 Mitarbeiter), fordert etwa ganztägige Gesamtschulformen und mehr Frauen in technischen Berufen. Infineon bietet zu 95 Prozent technische Jobs, fast alle neu eingestellten Mitarbeiter haben akademischen Abschluss, rekrutiert wird weltweit. Die Infineon-Chefin hätte gerne mehr Auswahl an Technikerinnen, doch im Elektrotechnikstudium sind gerade einmal fünf von hundert Studenten weiblich: „Da fehlt es an der Basis.“ Seit Jahren gehört Kircher-Kohl zu den Frauen in Österreich, die dafür sorgen, dass Podiumsrunden nicht zu 100, sondern nur zu 80 Prozent männlich sind: „Ich muss neun von zehn Einladungen ablehnen.“

Freda Meissner-Blau erinnert sich, als wäre es gestern gewesen. Als sie 1986 ihre Kandidatur für die Hofburg bekannt gab, war die erste Frage, die ihr ein Journalist stellte: „Was sagt Ihr Mann dazu?“ Der Cartoonist Gerhard Haderer verewigte ihre ungehörige Kandidatur für profil. Viel habe sich seither nicht geändert, und das schade letztlich auch allen jenen Männern, „die sich mit den unerträglich erstarrten Zuständen in dieser Republik nicht abfinden wollen. Die werden ja auch von patriarchalen Strukturen blockiert.“

2.3.2010 14:43
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eulenauge, 03. 03. '10 03:20
Unterricht gehört zu den 5 Branchen mit den
niedrigsten Einkommen? Whow. Ist der Rest des Artikles auch so ein Blödsinn?
tyrol_dude, 02. 03. '10 22:56
es stimmt. österreich mag in frauenfragen nicht besonders gegenwärtig sein.
der feminismus hierzulande ist es meistens auch nicht. das ist die krux an der ganze sache mit der gleichberechtigung. über kampfrethorik im bauch zum einen und männerhass zum anderen, garniert mit einem schuss positiver diskriminierung, gefangen in detailstfragen geht es nicht hinaus. von männern wird zu recht empathie gefordert, feministinnen verweigern diese oft umgekehrt. mir kommt vor, der feminismus hierzulande orientiert sich eher an alice schwarzer - und pseudowissenschaftlichen ergüssen - als an notwendigkeiten; eben nach punkt und strich die gleichberechtigung einzufordern und umzusetzen. ab diesem zeitpunkt hätten sie aber keine existenzberechtigung mehr und deshalb begnügen sie sich lieber mit wohnungen nach frauenbedürfnissen und "diskriminierenden" pixibüchern.
tyrol_dude, 02. 03. '10 23:18
perfid, lächerlich und nicht gerade der sache dienlich:
http://www.youtube.com/watch?v=4DdN7g0MTqU

http://derstandard.at/1234508535137/Bauprojekte-in-Wien-Frauenwohnen-egal-mit-welchem-Lebensstil
harryhaller, 04. 03. '10 13:06
Re: es stimmt. österreich mag in frauenfragen nicht besonders gegenwärtig sein.
Ist es nicht wunderbar, wie sich hier einige Damen aufregen - anscheinend wurden wunde Punkte getroffen.
Aber nichts gegen den ehemaligen SPÖ Geschäftsführer Andreas Rudas, der zeigt, was eine Quotenfrau ist.
So gern es mir leid tut - ORIGINALZITAT!!!!!! KURIER!!!!
Kurier Seite 3 am 5.Sept. 2005:
"Ich mag die Prammer sehr, aber sie kann nicht einmal fehlerlos "Guten Tag" sagen." ( der ehemalige Geschäftsführer der SPÖ Andreas Rudas)
GilbertGrape, 02. 03. '10 15:36
Gleichberechtigung JA
Sollten wir nicht beim Thema Gleichberechtigung beide Seiten gleich behandeln? Seit Ewigkeiten wissen wir über die geschlechterspezifischen Vor- und Nachteile bescheid und setzen dieses Wissen nur sporadisch ein. Männer steigen meistens die Karriereleiter schneller hinauf, weil wir Männer stark von Freundschaften inkl. Verpflichtungen geprägt sind. Hierbei kann auch großer Schaden entstehen (Buwog, Hypo, etc.) Dies durch Frauen aufzulockern-hervorragend! Aber bitte gesteht uns Männer auch unseren Stellenwert bei der Erziehung unserer Kinder zu. Welchen Platz belegt Österreich im Familienrecht?? Gemeinsame Obsorge nach Scheidung (bei funktionierenden Elternteilen), von sämtlichen Psychologen empfohlen bleibt in Österreich eine zustimmungspflichtige Angelegenheit auf Widerruf. Gratuliere
Gleichsteller, 02. 03. '10 13:06
Der Feminismus hat die Deutungshoheit
Rund um den 8. März bricht alljährlich ein Bild des Jammerns aus. Tatsächlich würde keine Frau mit einem Mann tauschen wollen! Selbst in diesem Artikel steht: Frauen bestimmen über 3/4 des Haushaltseinkommens. Der Mann wird verflucht, weil er mehr verdient (einen, der weniger verdient, hätte Frau ja nicht geheiratet), aber in undankbarer Weise ausgenommen. Als es im "Club 2" um die Krise der Männer ging, leitete eine Frau die Diskussion und eine andere beschwerte sich, daß nicht die Hälfte der Diskussionsteilnehmer Frauen waren.Ein paar Monate später ein "Club 2" über die Lage der Frauen - selbstverständlich kein einziger Mann in der Runde. Die Bruchlinie in der Gesellschaft verläuft zwischen oben und unten, nicht zwischen den Geschlechtern, auch wenn Feminismus den Blick darauf verstellt.
sokrates311, 02. 03. '10 14:20
Re: Der Feminismus hat die Deutungshoheit
Bravo! Genau so ist es, mag ja sein, dass wir frueher, falscherweise natuerlich, eine patriarchalische gesellschaftsstruktur hatten, aber der mensch neigt dazu gegenmassnahmen uebertrieben zu setzen. Frauen werden aus rachegefuehlen, oder keine ahnung wieso, rechte zugestanden, die maenner nicht haben duerfen. Ich wuesste nicht wieso die motive der frauen edler wirken sollten. Ein skandal ist dieser uebertriebene feminismus.
sokrates311, 02. 03. '10 09:53
Zur "schweren Last" der Frauen
Männer müssen 6 Monate Wehr-bzw ) Monate Zivildienst leisten. Denken Frauen wirklich, das wäre ein Zuckerschlecken? Egoistisch ist es zu sagen , "na gut, ist ja auch ein Ausdruck unserer patriarchalischen Gesellschaft", für den Wehrdienst mag das gelten, Zivildienst ist hingegen ein Sozialdienst, ohne den viele Hilfsorganisationen ihren Personalbedarf nicht decken könnten. Somit ist solche ein Dienst, NICHT ausdruck einer von Männern dominierten Gesellschaft. Bedankt sich irgendjemand bei uns Männer dafür? Wissen Frauen eigentlich, dass man so schlecht bezahlt wird, dass es vl deswegen so ist, dass Frauen später MINIMAL weniger verdienen? Jedoch befürworte ich das natürlich nicht, denn das ist ebenso falsch. Frauen kritisieren nur, weil sie ein überentwickeltes falsches Ego haben.
abersicha, 02. 03. '10 10:45
Re: Zur
mir kommen gleich die tränen! ein halbes jahr zu wenig kohle! deutlich trauriger finde ich aber, dass frauen 30 - 40 jahre ihres lebens zu wenig verdienen, und zwar um statistisch erhobene durchschnittliche 27%.
anhand eines stark vereinfachenden rechenbeispiels ergeben sich da bei einem fiktiv angenommenen durchschnittlichen nettogehalt von EUR 2.000 über 35 erwerbsjahre eines mannes inkl. eines halben zivildienstjahres (nach adam riese: 6 monate * 400 eur + 414 Monate * 2000 eur =) EUR 830.400,- und bei einem fiktiven durchschnittlichen nettogehalt von EUR 1.460 über 35 erwerbsjahre einer frau (nach milchmädchen: 420 monate * 1.460 eur =) EUR 613.200.
danke für die ableistung ihres zivildienstes, aber mein überentwickeltes falsches ego ortet massive ungerechtigkeit, herr sokrates311!
sokrates311, 02. 03. '10 11:40
Re: Zur /
Hab ich nicht auch geschrieben, dass der Gehaltsunterschied auch meines Erachtens falsch ist? Die tränen sollten schon kommen, wenn man bedenkt wie wenig Achtung fast alle Frauen vor Wehr- und Zivildienst haben, man sitzt da nämlich nicht nur die ganze Zeit rum! Schon mal einen zerstückelten menschlichen Körper von der Fahrbahn aufgesammelt? Mit unbedachten Urteilen sollte man also aufpassen. Es ist nicht nur eine finanzielle, sondern auch eine Zeit und physische Belastung.

Dass die Reaktion auf etwas so hart ist, was auch ich selbst verurteilt habe, bestätigt die Annahme mit dem überentwickelten Ego. Weiter unten habe ich auch etwas zur Anhebung der Frauenqouto gesagt, worauf natürlich keine Resonanz kam.
mitdenkenerlaubt, 02. 03. '10 13:42
Re: Zur
Wie dumm kann man sein, sich über 6 monatige sozialarbeit zu beschweren - oft die einzigen 6 monate imleben eines mannes, in denen er sozialdienst leistet und noch dazu bezahlt!!!
schon mal drüber nachgedacht, wer zuhause schwerstarbeit leistet in der sorge um pflegebedürftige angehörige und das völlig unbezahlt?!?

mitdenken erlaubt, herr sokrates!

mit dem überentwickelten ego kann er hier wohl nur selbst gemeint sein, den unterentwickelten scharfsinn konstatiere ich dazu.
sokrates311, 02. 03. '10 14:09
Re: Zur
Also ich verstehe das jetzt richtig? Sie beschweren sich darueber, dass sich jemand ueber etwas beschwert, obwohl Sie selbst keine ahnung davon haben? Ja, das nenne ich selbstgefaellig. Es besteht ausserdem kein grund zur agression, da ich Ihnen ohnedies zugestimmt habe!

Im uebrigen, nicht alle maenner lassen den haushalt, oder krankenpflege den frauen ueber. Zu wenige? Mag sein, gehoert natuerlich verbessert.
sokrates311, 02. 03. '10 09:45
Liebe Frauen
Natürlich ist es unfähr, dass solche Zustände, va in der Privatwirtschaft bestehen. Aber ist es fair Frauenquoten mit absoluter Gewalt anzuheben, wie dies sehr wohl derzeit der Fall ist, insbesondere in den Ministerien? Ich kenne Fälle, bei denen sich hoch qualifizierte männliche Bewerber für Stellen bewarben und ihnen "unterm Tisch" folgende Antwort erteilt wurde: Die Frauenquote muss angehoben werden-Konsequwnz: weniger qualifizierte und ausgebildete FRAUEN erhielten den Posten.

Auch argumentieren Frauen gerne mit ihrem viel härteren Leben in Privatbereich. Natürlich gibt es mehr Frauen die in Karenz gehen und sich um die Nachkommenschaft kümmern, aber ist dies nicht auch der Wunsch der meisten Mütter?
Betti4, 02. 03. '10 08:41
Liebe Schwestern
grundsätzlich ist es untragbar, dass es in unserem land zuwenige frauen in führungspositionen gibt. andereseits ist es schon verdammt hart, mit frauen zu arbeiten. die eine oder andere war sicher schon mal von mobbing, intriegen usw,
betroffen. ja woran liegt es wohl, dass bei der frauenquote nichts weitergeht. vielleicht sollten die damen sich bei den herren ein wenig mehr toleranz und humor abschauen. denn wie wir alle wissen, stutenbissigkeit ist eine schlimme krankheit. da kann die qualifikation noch so gut sein, wenn die emotionale uns soziale kompetent nicht stimmt. also ladies in diesem sinne, reisst auch am riemen.
sokrates311, 02. 03. '10 14:53
Re: Liebe Schwestern
Wenn nur alle Frauen so gesprächsfähig wären wie sie, kompliment, sie üben zwar kritik, gestehen jedoch auch selbst fehler ein, das haben Sie vielen Frauen voraus!

Also an alle Frauen die das Lesen, sicher sind die Nachteile im Jon unfähr, aber es bringt nichts radikal etwas dagegen zu setzen, das wiederum auf der anderen Seite unfähr ist. Feuer bekämpft man nicht mit Feuer, nur wenn BEIDE Seiten konstruktive Kritik üben und auch selbst Fehler eingestehen kann man zu vernünftigen Ergebnissen kommen.
007renate, 01. 03. '10 12:48
bei
entlassungen werden verh. frauen immer noch zuerst freigesetzt

weil es immer noch den glauben gibt das ehe was mit versorgung zu tun hat ?
und/oder
weil das einkommen der frauen "taschengeld" ist

als ich das hörte wunderete ich mich das es keinen aufschrie gibt

wir die tollen liegen in der eu (obwohl wir eines der reichsten länder sind ) die einkommensunterscheide sind so gross wie nie und fast nirgens

heisst das nicht das in unsrerm land reichtum männlich ist !!!

liebe frau donal hum runter ..............
bpallmann@hotmail.com, 01. 03. '10 01:41
"Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine....?
Wenn sich in den kommenden Tagen die Bayrische CSU auflösen muss, wird das eine Frau verkünden: die Präsidentin des Bayrischen Landtags. Affären und unglaubliche Skandale, vor allem die jüngsten Faktenkaliber über ungeklärte Todesfälle in Bayr. Krankenhäusern, Folter, massenhafte Titelmissbräuche und andere Unglaublichkeiten haben die CSU atomisiert, ja geschockt. Nun ist Österreich sicherlich in Europa mit den tüchtigsten Madln und gestandensten Frauenzimmern gesegnet, die man sich vorstellen kann. Die sind klug, sagen manche, sie schicken ihre Männer ins Feuer - und machen die "Strategie". Der wieder einmal hervorragend recherchierte Artikel mag zwar manchen Insidern die Röte ins Gesicht treiben, mir nötigt er ein großes Kompliment an das "Profil" ab, heiße Themen anzupacken!
ronny16, 28. 02. '10 19:29
Nicht die erste Kanidatur einer Frau
In der Print-Ausgabe steht unter Freda Meissner-Blaus Bild der Kommentar "... die noch nie da gewesene Kandidatur einer Frau". Das stimmt so nicht, denn bereits bei der ersten Bundespräsidentenwahl 1951 kandiderte Ludovica Hanisch. Allerdings erhielt sie nur 2.132 Stimmen.
harryhaller, 28. 02. '10 09:55
Gefragt sind die BESTEN, nicht die Gequoteten im Sinne von Gendermainstream
Laut Österr. Verfassung sind alle Menschen gleich und das Recht geht vom Volk aus. Die Unsitte der "Genderei" ist nichts anderes, als das Ablenken von den Mechanismen des Marktes: Angebot und Nachfrage.
Frauen müssen keinen Militär.- oder Zivildienst leisten, 5 Jahre früheres Pensionsantrittsalter, 7 Jahre längere Lebenserwartung.
Doppelbelastung (Familie, Beruf) bei einer Vertilität von 1,3?
Bei der nächsten Bundespräsidentenwahl dürfte eine 10fache Mutter gegen einen Amtsinhaber antreten - nur - da wird es sich ja zeigen, ob selektiv diese Kandidatin die objektive mediale Unterstützung erhält, welche so vehement im Sinne der Genderei gefordert wird.
Wir werden es erleben!
Gleiches RECHT und gleiche PFLICHTEN - keine QUOTEN sondern Engagement!
007renate, 01. 03. '10 08:33
Re: Gefragt sind die BESTEN, nicht die Gequoteten im Sinne von Gendermainstream
gebe es nicht den vorteil für männliche bewerber - würde das stimmen

leider ist es aber so
im krankenpflegebereicht wird männern nicht nur teure vorbbildung schon beim einstieg angeboten auf die frauen jahre warten
es werden ihnen auch führungspos. schneller angeboten .....

es kommt leider zu selten auf engagement und qualifizierung an wenn eine frau die bessere wäre - dann kommt meist der mann zum zug ....

also her mit dem quoten bis männer begreifen das sie nur gegen quoten sind weil der ihren vorteil (die geschlechtliche bevorzugung) zurückdrängt .....
einesicht, 01. 03. '10 16:15
Re: Gefragt sind die BESTEN, nicht die Gequoteten im Sinne von Gendermainstream
wer hat jeden von uns 9 monate im eigenen körper genährt, wer gesäugt, gewickelt, gewaschen.... eine frau. wer macht mehrheitlich den haushalt, pflegt zu hause unentgeltlich und in den krankenhäusern mit geringem lohn - und zuhause und in altersheimen die alten? wer ernährt sich gesünder, lebt weniger riskant (auf kosten der allgemeinheit (rettungs-, versicherungs-, rehabilitationskosten etc.. ) - und lebt daher länger, geht nur wenig früher in pension als männer...?
gem. verfassung sind alle menschen gleich - aber eben nur rechtlich, nicht in der praxis. und ja, das recht geht vom volk aus (die mehrheit sind frauen!), daher müssen rechtliche regeln gesetzt werden, dass die jahrhundertealte praxis des selbstverständlichen patriarchats die gleichheit nicht weiter unterläuft.
abersicha, 02. 03. '10 09:24
Re: Gefragt sind die BESTEN, nicht die Gequoteten im Sinne von Gendermainstream
ojeh, unsägliche verständnisverweigerung der eigentlichen problematik und untergriffiges heruntermachen einer möglichen lösungsannäherung. harryhallers dieses österreichs, wir brauchen ihre kommentare nicht!
solange wir frauen die gleichen möglichkeiten verwehren, werden es vorrangig die männer bleiben, die bei der auswahl der besten überhaupt zur verfügung stehen: die frauen werden nämlich nach ihrem uniabschluss weiterhin das vorRECHT auf die betreuung ihrer 1,3 kinder haben, weil die männer nach absolvierung ihres präsenzdienstes beim schulterklopfen mit den männlichen chefs das bessere gehalt herausschlagen konnten und für diese PFLICHT daher nicht in frage kommen.
GLEICHES GEHALT FÜR GLEICHE LEISTUNG – damit gleichberechtigung und chancengleichheit möglich werden!!!
Simon.R., 27. 02. '10 20:58
Danke...
Selten so einen guten Artikel gelesen. Was mich aber am Gender- Trend so sehr stört ist, dass ständig darüber diskutiert wird wie man Frauen nun anzusprechen hat. Polizistinnen, Lehrerinnen, Burka- Trägerinnen, etc. Die wirklich wichtigen Dinge werden nicht nur nicht besprochen oder gar angeprangert, sondern totgeschwiegen, ignoriert und schon gar nicht geändert. Am ehesten stimme ich noch Frau Sabine Oberhauser zu, es hilft nicht wirklich Frauen in andere Bereiche zu bringen. Es muss und sollte über den Wert an der Menschheit und Allgemeinheit über die einzelnen Branchen diskutiert werden. Die Automobilbranche sackt ab und wir haben einen Pflegenotstand, wird Zeit einige Berufsbilder auf Ihren Wert zu überprüfen und gegebenfalls auf- oder abzuwerten. Egal ob dort nun vermehrt Männer oder Frauen arbeiten.
fammayer1, 27. 02. '10 20:18
Genial auch Brandeins dazu
Genial auch Brandeins dazu auf http://www.brandeins.de/archiv/magazin/wir-lieben-die-vielfalt/artikel/die-besserverdienerinnen.html

lg Moni
Gleichsteller, 03. 03. '10 10:32
Re: Genial auch Brandeins dazu
Eine sehr gute Analyse. Aber ich bezweifle, daß Feministinnen wirklich daran liegt, Wahrheiten ans Tageslicht zu befördern. Lieber stützen sie sich auf Vorurteile.
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