Der Horrortrip zurück
Vierzig Jahre lang schwieg Rudolf Vockner über Sackerlfolter, Deckentorturen und Engelsflüge. Während seiner Krebsbehandlung im Spital holte ihn die Vergangenheit ein.
Rudolf Vockner, 57, trägt einen blauen Trainingsanzug. Die Hose schlackert um seine Beine. Seine feinen, grauen Haare sind gelichtet, sein Gesicht, das einmal sehr schön gewesen sein muss, wirkt ausgezehrt. Früher turnte er auf Kirchengerüsten herum und spielte Fußball. Heute tragen ihn seine Beine kaum noch von der Küche zu seinem Platz am Fenster, wo er stundenlang sitzt und Milchkaffee mit einem Strohhalm schlürft.
Es hat ihn viel gekostet, seine Kindheit zu überstehen. Danach brauchte er vierzig Jahre, um zu vergessen, was er in Heimen und Erziehungsanstalten erlebt hatte. Nun holten ihn die Erinnerungen ein und zehren an dem bisschen Kraft, das ihm geblieben ist.
Lange Zeit hatte sein Schutzwall gehalten. Rudolf Vockner stürzte sich in seine Arbeit als Restaurator. Er wollte Geld verdienen, Familie haben. Ein einziges Mal versuchte er, seinen Akt einzusehen. Das war Ende der siebziger Jahre. Zwei Herren, von denen er nicht weiß, wer sie geschickt hatte, rieten ihm, die Finger davon zu lassen, es sei gesünder. Er hielt sich daran.
Tagsüber überfielen ihn manchmal Bilder. Aber sie verschwanden bald wieder. Allmählich hörten seine Albträume auf. Die Schrecken seiner Kindheit schienen gebannt. Und doch lagen sie bloß auf der Lauer, wie ein Tiger bereit, mit einem Satz ins Bewusstsein zurückzuspringen.
Es passierte im Spital. Vor wenigen Monaten hatten Ärzte hinter seiner Nase einen Tumor entdeckt. Rudolf Vockner lag auf einem Behandlungstisch und wartete auf seine Bestrahlungsmaske. Ich habe mit Gips gerechnet. Plötzlich spürte ich heißes Plastik im Gesicht. Der Geruch hat mich an etwas erinnert. Paff! Da war alles wieder da. Ich bin ausgezuckt.
Er riss die Folie herunter. Plötzlich war er nicht mehr der 57-jährige Krebspatient auf einer Spitalsliege, sondern der Zwölfjährige im Lindenhof in Eggenburg, der zur Strafe ein Plastiksackerl unter dem Kinn zusammenzwirbeln musste. Er hatte als Bub gelernt, die Tortur kurzzuhalten: Je schneller man zugedreht hat, umso früher ist man umgefallen und hatte es wieder hinter sich.
Flashback nennen Fachleute so ein Ereignis. Es ist furchtbar, weil es eine Hier- und-jetzt-Qualität hat und völlig unvorhergesehen auftritt, sagt die Notfallpsychologin Karoline Greimel. Ein Geruch, das Quietschen einer Tür, der Rhythmus von Schritten kann die Falltür in die Vergangenheit öffnen. Rudolf Vockner tobte, er wolle weder einen Arzt noch eine Behandlung noch einen Psychiater. Er wollte nur nach Hause.
Dann redete er doch. Zum ersten Mal ließ er die Erinnerungen von der Leine. Stundenlang erzählte er Greimel, was er bis dahin weder seiner Ex-Frau noch seiner Lebensgefährtin noch seinen Kindern zuzumuten wagte: von Sackerlfolter, Prügelexzessen, Deckentorturen, Engelsflügen, Schleifpapiermassagen Qualen, die selbst für die erfahrene Notfallpsychologin schockierend waren.
Vor zwei Wochen war Rudolf Vockner wieder auf der Bezirkshauptmannschaft in Hallein. Dieses Mal las ihm eine Beamtin aus seinem Akt vor und händigte ihm ein paar Zettel aus. Erst jetzt erfuhr der 57-Jährige, dass ihn seine Mutter drei Wochen nach der Geburt im Zorn gegen die Wand geworfen hatte und er nur durch Zufall unversehrt geblieben war. Als er drei Monate alt war, schritten die Behörden ein. Bis zum fünften Lebensjahr hatte er sieben Pflegeplätze hinter sich. Danach begann seine Tour durch die Heime: Bubenburg Fügen in Tirol, Kinderheim Wien-Hütteldorf, Erziehungsanstalt Lindenhof-Eggenburg, Sondererziehungsschule Jagdberg in Vorarlberg.
Erzählen reißt die Wunden auf. Es ist, als würde ich alles körperlich wieder spüren, sagt Rudolf Vockner. Wenn die Gefühle zu stark werden, krallt sich seine rechte Hand am Oberschenkel fest.
Zertrümmerte Schläfe. Es war Mitte der sechziger Jahre. Er war zwölf. Im Erziehungsheim Lindenhof-Eggenburg mussten sich die Buben am Boden hinkauern. Die Erzieher warfen ihnen schwere Wolldecken über, darunter war es stockfinster, und man hat keine Luft mehr gekriegt. Dann traten mehrere Erzieher gleichzeitig so lange auf ein Bündel ein, bis es keinen Mucks mehr machte. Eines Tages blieb ein Bündel liegen. Die Erzieher waren gegangen. Ein Kind sagte, schauen wir mal nach. Aber es wäre gescheiter gewesen, wir hätten es nicht gemacht. Acht oder zehn Decken lagen auf dem Buben. Ich habe eine nach der anderen weggenommen. Darunter lag ein schmächtiges Kind. Sein Kopf war auf einer Seite zertrümmert.
Die Rettung kam, und er hörte jemanden sagen: Der ist tot. Die Erzieher seien kreidebleich gewesen. Einer habe geantwortet: Red keinen Blödsinn. Der Bub mit der eingedrückten Schläfe sei weggebracht worden. Er habe ihn danach nie wieder gesehen.
Rudolf Vockner glaubt nicht daran, dass Worte dem Terror seiner frühen Jahre gerecht werden. Alles, was er bisher über katholische Internate und staatliche Erziehungsheime gelesen habe, seien Andeutungen: Nie lese ich, dass die Erwachsenen auf uns eingeschlagen haben, wie man eine Hacke ins Holz haut, um es zu spalten. Mit so einer Kraft. Da wird es finster. Und wenn ich finster sage, meine ich das so. Dabei zu sterben wäre normal gewesen, sagt Rudolf Vockner.
Neue Heime, neue Strafen. Wo fliegen wir heute hin?, fragten die Erzieher in Wien, wenn sie Kinder beim Fenster hinaushielten, hin- und herschwenkten und sich an ihrer Todesangst weideten. Ich habe hinuntergeschaut und gedacht: Wenn ich auf die eine Seite fliege, lande ich am Vordach und überlebe, auf der anderen Seite ist es aus. Später, in Eggenburg, begegnete ihm der Rundflug wieder. Darf ich bitten? war keine Aufforderung zum Tanz, sondern der Befehl, die Finger hinzustrecken, damit ein Erzieher mit einem Bambusrohr draufdreschen konnte, dass man geglaubt hat, alles ist kaputt. Befand ein Erwachsener: Die Sache ist erledigt für dich, wusste der erfahrene Zögling: Lauf um dein Leben.
In der Sondererziehungsschule Jagdberg/Vorarlberg, der letzten Station seiner Heimkindheit, gab es einen Spezialisten für Stoßwatschen. Ein Hühne von einem Mann. Der hat die Buben hochgenommen und ihnen den Brustkorb eingedrückt, bis sie in Ohnmacht gefallen sind. Rudolf Vockners rechte Hand krallt sich wieder am Oberschenkel fest: Der Nachteil war, dass man danach drei Tage nicht mehr gehen konnte. Die Bilder laufen wieder: Rudolf Vockner sieht ein dünnes Bürschchen von 14 Jahren, das von einem riesigen Kerl vergewaltigt wird: Das hat er nicht nur bei mir gemacht. Viele andere haben diese Scheiße auch genossen. Wut hilft ein wenig gegen die Ohnmacht: Wenn ich diese Drecksau erwischt hätte, ich hätte sie kaltgemacht.
Der sexuelle Missbrauch sei härter gewesen als alle anderen Strafen. In Eggenburg hätten sich zwei oder drei Erzieher an einem Zögling ausgetobt: Die Buben sind danach auf allen Vieren in den Speisesaal gekrochen und haben nicht gewusst, wie sie auf den Sessel kommen. Man hat ja gar nicht mehr sitzen können. In Wien hätten die Erzieher Zwölfjährige penetriert, die dasselbe bei Neunjährigen machen mussten: Hätte der Zwölfjährige etwas erzählt, hätte der Erzieher ihn daran erinnert, was er selbst gemacht hat.
In Kaiser-Ebersdorf gab es noch ein paar andere Strafen. Pseudohängen und Massagen mit dem Schleifpapier. Wir haben das gewusst, weil immer wieder Zöglinge von dort bei uns zu Besuch waren. Und damit hat man uns dann ständig gedroht. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich eine angebliche Geschichte von dem Erzieher in Kaiserebersdorf, dem Zöglinge die Höchststrafe verpasst hätten. Der Mann sei tot in der Kanalisation gefunden worden, ohne einen Fetzen Haut am Körper.
Der nie nachlassende Terror, die Angst, die nächste Strafe nicht zu überstehen, holte das Schlechteste aus den Zöglingen heraus. Im Heim wird man so bös, dass man knapp davor ist, jemanden umzubringen. Wir sind schon mit dem großen Messer und dem Bezinfeuerzeug dagestanden. Aber immer hat dann einer die anderen im letzten Moment abgehalten. Später kam Rudolf Vockner zum Schluss, sie hätten ihre Mordpläne ausgeführt, wären sie damals nicht Kinder, sondern erwachsen gewesen: Wir waren ja ständig am Limit.
Viele ehemalige Heiminsassen leben nicht mehr oder sind nervlich gebrochen. Rudolf Vockner sagt, er sei einer von den Zähen gewesen. Die zehn Jahre in Heimen prägten sein Leben: Er war ein guter Zeichner, hatte eine schöne Stimme, spielte begnadet Fußball. Keines seiner Talente entfaltete sich, weil er wie besessen arbeitete, um seinen Erinnerungen zu entfliehen. Heute bedauert er, dass sich die Opfer nicht früher auf die Füße stellten: Wir brauchen keine lapidaren Entschuldigungen von Kirchenleuten. Ich möchte eine Entschädigung für die Scheiße.
Horrorhaus. Rudolf Vockner weiß nicht, wie viel Zeit der Krebs ihm noch lässt. Manchmal spielt er mit dem Gedanken, noch eine Runde auf der Erde zu drehen: Würde er die Tritte, die Stoßwatschen, die Engerlflüge, die Torturen mit den Decken und den Plastiksackerln noch einmal durchstehen? Dann geht er die Galerie seiner Peiniger durch: Wer war das größte Krüppel? Der eine hat dir mit dem dicksten Bambusstab auf die Finger gedroschen, der andere hat dich mit dem Sessel fast totgeschlagen, bei dem dritten wär ich fast erstickt. Und jedesmal komme ich zum Schluss: Das Schlimmste war Fügen.
Hier bricht das Gespräch ab. Fügen ist die Tabuzone, der Ort des absoluten Horrors. Über Fügen kann Rudolf Vockner nicht reden. Die Frau auf der Bezirkshauptmannschaft hat gesagt, dass er zwei Jahre lang dort war: Das kann nicht sein. Es müssen drei Wochen gewesen sein, vielleicht drei Monate. Ich wäre nach einem halben Jahr mausetot gewesen.
Einschlag im Schotter. Er war fünf Jahre alt, als er im Juli 1957 an der Hand einer Fürsorgerin in der so genannten Bubenburg ankam. Ein Kapuzinerpater, zwei Köpfe größer als alle anderen, kam auf sie zu, wechselte ein paar Worte mit der Frau. Das ist der kleine Rudi, sagte sie. Er habe zu dem Riesen hinaufgeschaut, vielleicht frech gefragt: Wieso hast du so einen dicken Bauch?, vielleicht habe er das auch nur insgeheim gedacht. Der Mann in der braunen Kutte war freundlich. Er hielt ihm die Hand hin. Rudi ergriff sie. Plötzlich spürte er einen gewaltigen Zug und flog über die Schulter des Mannes durch die Luft: Ich habe gedacht, ich höre nicht mehr auf zu fliegen. Fünf, sechs Meter weiter schlug er in den Schotter ein.
Am 27. April 1959 wurde der Bub wegen Erziehungsschwierigkeiten in die heilpädagogische Station der Kinderklinik in Wien überstellt. Der Gutachter konstatierte recht nettes Aussehen, durchschnittliche Intelligenz sowie Zornanfälle und bockiges Verhalten. Kein Wort davon, dass der Kapuzinerpater dem Buben Schmerzen zugefügt haben soll, von denen der heute 57-Jährige sagt, er schaffe es nicht, darüber zu reden. Dann legt er den Kopf in die Hände und weint. Der nächste Satz kommt nach einer langen Pause. Er ist fast nicht zu hören. Können Sie sich vorstellen, dass ein 100-Kilo-Mann einen Sechsjährigen vergewaltigt? Der Pater sei Anfang der neunziger Jahre gestorben. Rudolf Vockner wüsste gerne etwas über die Umstände seines Todes: Vielleicht hat einer der Zöglinge zu Hause etwas erzählt, und jemand hat ihn umgebracht.
Rudolf Vockner hätte nie zugelassen, dass sich jemand an seinen Kindern vergreift. Wenn er auswärts war, sagte er zu seiner Frau: Wehe, du rührst sie an. Manchmal denkt er an die Zöglinge, die eines Tages einfach verschwanden. Niemand forschte nach ihnen: Wenn wir gefragt haben: Wo ist der Hansi, der Berli, der Olaf?, dann hat es geheißen: Zwei sind heimgegangen, einer ist adoptiert worden. Man konnte doch nicht sagen, das glaub ich nicht. Da wäre es eng geworden. Vielleicht habe es ja gestimmt. Aber Rudolf Vockner hatte seine Zweifel. Sie quälen ihn bis heute: Man soll mir einen Leichenhund geben. Ich bin sicher, ich finde Knochen von Kindern.
12.4.2010 17:16
Angel2010, 06. 01. '11 01:47
@Robwolf
Haben Sie nichts besseres zu tun, als so einen alten Artikel hervorzukramen? Ich glaub Ihnen gerne, dass sie meinen Vater in jungen Jahren gekannt haben, aber Sie wissen nicht, was aus ihm geworden ist! Ich schon! Er wurde genau so ein Monster, vor dem er sich als Kind gefürchtet hat. So war es leider!!!
Ihre Beschimpfungen machen mir nichts aus. Sie brauchen wohl jemanden bei dem Sie ihre Wut ablassen können. Ich bin aber die Falsche!
Aber lassen wir die Vergangenheit ruhen! Rudolf Vockner starb Anfang November und ich kann jetzt beginnen meine Vergangenheit aufzuarbeiten. Denn nicht nur Kinder, die im Heim aufwachsen, können Monstern ausgesetzt sein!
robwolf, 06. 01. '11 11:59
Re: @Robwolf
@angelo!
Sie müssen schon die Zeilen genau durchlesen, um dann feststellen zu können, ob ich Sie beschimpft habe.In keinem einzigen Wort ist ein Schimpfwort oder ehrenkränkende Ausdrucksweise gegen Sie gefallen.Schade um Rudi.Aber selbst wenn Sie schreiben, dass er ein Monster war. Ich glaube in Ihrem Schreiben spiegelt blanker Hass gegen Rudi wider. Meine Mutter hatte mich mit 2 Jahren ins Heim gesteckt, aber mir würde nie einfallen, dass ich ihr im Falle einer argen Krankheit nicht alles Gute wünsche Ich bin heute mit meiner Mutter noch immer nicht in Kontakt.Ich vermag schon nach-zufühlen, dass Sie verärgert sind,weil Ihr Vater eine andere Frau als Lebensgefährtin hatte.Aber den alten Artikel hatten Sie bereits voriges Jahr ausgegraben.Ich wünsche Ihnen trotzdem alles Gute.Robert Volek
robwolf, 06. 01. '11 12:59
Re: @Robwolf
@angelo!
Auch ich habe eine Vergangenheit zu verarbeiten. In meiner Vergangenheitsaufarbeitung bin ich auf diesen Artikel gestoßen und habe mich gefragt,was veranlaßt einen Menschen, so zu denken, und zu handeln, wie Sie es hier kundgetan haben. Glauben Sie nicht, dass Sie durch Ihre Artikulierung dazu beigetragen haben, Ihre Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen, als Sie die Öffentlichkeit wissen ließen, wie sehr Sie Ihren Vater hassten? Jeder Mensch hat Fehler, aus denen man lernen soll. Erst nach dem Tod eines Vaters festzustellen, dass dieser alter Artikel von einem anderen Mißbrauchten "ausgegraben" wird, reicht keine Rechtfertigung aus, sich als beschimpft zu betrachten. In diesem Sinne. Grüße Robert Volek
Angel2010, 06. 01. '11 15:04
Re: @Robwolf
Ich habe den Artikel letztes Jahr ausgegraben? Ha, der war doch da erst ein paar Tage alt! Warum ich diesen kommentiert habe, hab ich damals denk ich schon beantwortet. Es ging mir einfach gegen den Strich, wie er darin als armes Opfer gesehen wird. Ein armes Opfer, dass selbst keiner Fliege etwas zu leide tun kann. Er hat sich zumindest als solches präsentiert und da er dies niemals war, ist mir der Kragen geplatzt!
Warum sollte ich sauer sein, dass er eine andere Lebensgefährtin hatte? Sie machen Witze! Ich wollte diesen Typen aus meinem Leben haben seit ich sieben Jahre alt war und er meine Kindheit zu einem Alptraum hatte werden lassen!
Sehen Sie, Sie wünschen selbst keinen Kontakt zu ihrer Mutter. Dann müssten Sie ja annähernd verstehen, warum ich so fühle wie ich fühle!
Fürsorgezögling, 18. 04. '10 10:16
@angel2010
Danke für Ihre Antwort.Ich bin da jetzt schon gehörig durcheinander. Mit freundlichen Grüßen, Franz Josef Stangl, heimkind@chello.at
Angel2010, 17. 04. '10 16:17
Nicht alle Menschen haben Mitleid verdient!
Den Herren über den im Artikel so ausführlich berichtet wird und der es schafft, einen beinahe zu Tränen zu rühren, kannte ich sehr lange persönlich und so weiß ich, dass vieles davon nur den Fantasien des bewussten Herren entsprungen ist. Was er sich davon erhofft, darüber kann man nur spekulieren, aber ich finde es eine Frechheit! Er sagt, dass er die schlechten Erfahrungen, die er als Kind erfahren hat, nie weiter gegeben hat? Naja, einreden kann man sich vieles. Ich weiß es besser und während ich anderen, die an diesen oder anderen Krebsarten erkrankt sind, alles Gute wünsche, wünsche ich es diesem Mann nicht.
Unglaublich das jemand einen Artikel über den schreibt!
Es tut mir leid, dass sagen zu müssen, aber Frau Meinhart Sie haben damit wirklich ihre Zeit verschwendet!
donervino, 17. 04. '10 21:47
Re: Nicht alle Menschen haben Mitleid verdient!
Sich hinter einem "nick" zu verstecken, mag ja meistens ok sein; was SIE allerdings von sich geben, würde ein anständiger Mensch - falls er die Wahrheit sagt - höchstwahrscheinlich nicht anonym von sich geben. Also: treten Sie vor, mit geöffnetem Visier, sagen Sie, wer Sie sind, wie Sie heissen und warum Sie Herrn Vockner nicht mögen, aber verschonen Sie uns alle, bitte, mit Ihren anonymisierten "Ich-weiss-es-besser-Unterstellungen". Klar soweit!!?? Herzlichst Ihr Erwin Aschenwald
P.S: hab' mich auf Anfrage der Tiroler Jugendanwaltschafts-Hotline bereit erklärt, eine "Betroffenengruppe" ehemaliger Bubenburg-Zöglinge zu koordinieren.
donervino, 17. 04. '10 21:48
Re: Nicht alle Menschen haben Mitleid verdient! Fortsetzung
Heute war übrigens unser erster "G'ficktenstammtisch". Der bisherige Umgang mit ehemaligen Fürsorgezöglingen läßt die schockierenden Erlebnisse des Herrn Vockner wesentlich glaubwürdiger erscheinen, als die Behauptungen in Ihrem Posting. Sie 'Angel2010', Sie ...
Angel2010, 17. 04. '10 22:23
Re: Nicht alle Menschen haben Mitleid verdient!
Es ist verständlich, dass Sie R.Vockner verteidigen, vor allem, wenn Ihnen das selbe oder ähnliches zugestossen ist, aber ich bezweifle, dass Sie den besagten Herrn persönlich kennen. Übrigens, wurden Sie auch von Ihrem Vater missbraucht? Falls ja, können Sie vielleicht annähernd verstehen, wie es mir erging, als ich diesen Artikel las. Was meinem Erzeuger in den Heimen widerfahren ist, ist schlimm, aber wurde sicherlich auch reichlich von ihm ausgeschmückt. Er war und ist noch immer ein sehr guter Geschichtenerzähler. Warum er dieses Interview gemacht hat, liegt auf der Hand: Es geht ihm nicht darum Gleichgesinnte zu finden, mit denen er darüber reden kann, sondern nur darum irgendwie aus der Sache Profit zu machen. Menschen und deren Gefühle waren ihm doch immer schon egal.
Fürsorgezögling, 17. 04. '10 22:34
Re: Nicht alle Menschen haben Mitleid verdient!
Mein Name ist Franz Josef Stangl, ich war ebenfalls ein Jahrzehnt in äußerst brutalen Erziehungsanstalten, bin ein Jahr älter als Herr Vockner. "Was meinem Erzeuger in den Heimen widerfahren ist... .". Soll das jetzt heißen, sie sind eine Tochter von Herrn Vockner? Dann würde mich dies doch sehr sehr durcheinanderbringen was Sie hier behaupten.
Angel2010, 17. 04. '10 22:59
Re: Nicht alle Menschen haben Mitleid verdient!
@Fürsorgezögling
Ja, leider bin ich das. Wenn Sie sich jetzt fragen, warum ich keine Anzeige gemacht hab. Das habe ich, aber mir wurde vom Gericht ein Schreiben geschickt in dem stand, dass die Sache bereits verjährt wäre. Tja, Glück für Herrn Vockner! Aber ich bin davon überzeugt, dass er dennoch seine gerechte Strafe bekommen wird.
Meine negativen Kindheitserlebnisse, die ich ausschließlich Herrn Vockner zu verdanken habe, habe ich in Büchern niedergeschrieben. Meine Mutter war eine sehr gute Mutter und hat uns immer vor ihm beschützt. Nicht sie war diejenige die zu Gewalt neigte, sondern nur er!!! Warum er diese Tatsache im Artikel verdreht hat, darüber kann man wohl nur spekulieren. Haben Lügen doch sehr kurze Beine.
robwolf, 06. 01. '11 00:49
Re: Nicht alle Menschen haben Mitleid verdient!
@Angel! Teil 1
Ich kannte Rudolf persönlich! Jedes Wort, welches in diesem Artikel geschrieben wurde, kann ich ohne viel Wenn und Aber unterschreiben. Ich hatte mit Rudolf im selben Schlaf-Zimmer in Hütteldorf geschlafen (16 Kinder in einem Doppelzimmer im 2ten Stock in Hütteldorf), und musste auch solche Qualen über mich ergehen lassen, wenn einem Erzieher die sexuelle Mißhandlung durch irgend einem Umstand nicht "geglückt" ist, wurde mir ein Kopfpolster ins Gesicht gedrückt, um mein Atmen zu hemmen... Auch die sogenannte "Decke" war in diesem Heim gang und geben.
Ich verstehe daher nicht Ihre Zeilen nicht!!!
robwolf, 06. 01. '11 00:52
Re: Nicht alle Menschen haben Mitleid verdient!
@Angel Teil 2
Wissen Sie was Sie da eigentlich schreiben??? Ich muss annehmen, dass Sie auch so ein "Mensch" sind, der anderen Leid zufügt, um dann zu behaupten, dass das Erzählte dann im Hirngesprinst des Mißbrauchten entstanden ist.Diese Worte habe ich schon öfters gehört... Aber GSD ist die Zeit gekommen, wo man mit solchen Menschen, heute anders verfährt, die anderen Leid zufügen oder zufügen wollen nicht mehr mit weißen Handschuhen angreifen muss!Ich wünsche Ihnen trotzdem alles Gute, obwohl Sie so unverfroren sind und einem kranken Mitmenschen keine Genesung zugestehen...
robwolf, 06. 01. '11 00:57
Re: Nicht alle Menschen haben Mitleid verdient!
@Angel Teil 3
Ja selbst Sie stellen unqualifiziert fest, dass er seine wahre Vergangenheit in seinem Hirn zusammensponnen hat... Wissen Sie eigentlich wie wir uns damals gefühlt haben, immer nur Angst haben, was nun auf uns zukommen wird. Nein Sie wissen einen Dreck und verstecken sich hinter Ihrem Pseudonym.. Schämen Sie sich. So kann nur ein Mensch (leider betiteln Sie sich als einer) schreiben, der andere Menschen nur leiden sehen will...
Ich hoffe, Sie hatten wenigstens eine unbeschwerte Jugendzeit verbracht. Wir hatten uns nach einem Zuhause mit Geborgenheit gesehnt, und müssen uns heute solchen Quatsch und menschenverachtende Zeilen von Ihnen lesen, die Sie hier verzapfen. Robert Volek
Fürsorgezögling, 16. 04. '10 12:04
Lobend erwähnen mich ich hier Frau Krenn von der Caritas Linz,
die sich aufrichtig und auch mit Mitgefühl bemüht, den ehemaligen Insassen der Erziehungsanstalt Gleink zur Akteneinsicht zu verhelfen. Leider existieren nur mehr die Akten über Zöglinge aus den Jahren 1979-2009. Erst gestern hatte ich mit einem ehemaligen Zögling Kontakt der vor Ort in vierstündiger Arbeit alles erhalten hat was er wollte.
Fürsorgezögling, 15. 04. '10 23:22
@countdawn , Jüngster Tag
Ist so mein Wunsch als Agnostiker, dass dann doch jene Recht haben die sich auf ihren Gott berufen. Denn auf Erden werden sie keine Strafe erleiden. So wünsche ich mir,dass jene das bekommen, was sie anderen androhen. Ad Spezialgebiete, da hänge ich mich jetzt sicher nicht an die Skandale der r.K.Kirche an, da gibt es bereits sehr viel an Aktivitäten,und vor allem Vorarbeiter. Mich als ehemaligem Insassen beider Erziehungsanstalten-Systeme, radikal-katholisch, und zutiefst weltlich- staatlich-faschistoid, interessiert das Neuland als Herausforderung. So war ich schon immer, bin nie auf ein Trittbrett aufgesprungen, habe mich nie an einen bereits fahrenden Zug angehängt. Die ganze Thematik,all diese Verbrechen sind viel zu tragisch und ernst, als sie zur Kasperliade verkommen zu lassen.
Countdawn1, 15. 04. '10 19:09
Danke für diesen Artikel und der Jüngste Tag beginnt gerade
Einen RIESEN DANK für diesen Artikel an Frau Meinhart.
Und ein Gruss an "Fürsorgezögling":.
Ich war auch bei der Molnar Lesung im Parlament und ware tief betroffen, nicht nur durch die Lesung dort, sondern als Betroffener vor fast 50 Jahren in einen Grazer kath. Internat.
Seit 40 Jahren arbeite ich dran der Kirche den "Jüngsten Tag" zu bereiten, und nun ist er angebrochen und ich kann es euch sogar astronomiehistorisch belegen. Meine Rache wird schrecklich sein.
Bitte noch um etwas Geduld. Mehr auf
www.wir-offenbaren.com
Euer ABtUSUS, alias Conte Monte Antichristo
Fürsorgezögling, 15. 04. '10 19:44
Re: Danke für diesen Artikel und der Jüngste Tag beginnt gerade
Mit "schrecklicherRache" "Jüngsten Tag" und "astronomiehistorisch" werter S. fang ich aber schon gar nix an.Wie wäre es ernsthaft und ohne Aktionismus die Sache anzugehen? Doch doch, die Damen und Herren hören schon, sie sind a bissl schwerhörig,immer wieder versuchen. Wenn man es freundlich meint kann es es auch als "begriffsstutzig" bezeichnen. Mit Ihren im posting vertretenen Ansagen tun Sie der Sache nichts Gutes. Ein Landsmann, mit freundlichen Grüßen.
Countdawn1, 15. 04. '10 20:03
mit "Jüngsten Tag" fang ich nichts an ..
Lieber Fürsorgezögling, ich versteh Ihr Unverständnis vollkommen. Die Kirche hat ganze Arbeit damit geleistet, dass niemand merkt und versteht, wie sie den Menschen die Zeit einteilt.
Bitte um Geduld, oder wie ein Amerikaner zu mir sagte:
"OoooH, this is the business-plan of the church".
Zeit ist Geld, heißt ein Sprichwort, und mit de, Monopol irdischen Zeitrechnung gelang es der Kirche sogar Zeit durch Ablass im Jenseits zu buchen.
Wie das gelang, dafür bin ich Experte (ohne Runden Tisch)
Ich bin kein blinder Aktionist, sondern bei der RT-Kundgebung am Stubenring zum ersten mal im Leben auf einer Demo.
Sie können mich auch "Niemand" nennen ...
Sie werden aber noch erkennen, dass ich auf Ihrer Seite bin ... (nicht nur Sie kämpfen, sondern jeder auf seine Art)
Fürsorgezögling, 15. 04. '10 20:17
Re: Danke für diesen Artikel und der Jüngste Tag beginnt gerade
Sie haben eine seltsame Zeitrechnung. Meine Zeit teile ich mir selbst,und nicht "die" Kirche ein. Die tetzel'schen Ablaßbriefe sind mir bekannt. Ich werde Sie ganz sicher nicht ein "Niemand" nennen,denn das sind Sie als Mensch auch nicht. PolitikerInnen bezeichne ich als Niemands,aber auch nur in deren Funktion als Vertuscher und Mitläufer. The so called business-plan of...what ever, den einzigen Plan den die meisten von denen haben ist vertuschen,marginalisieren, Zeit schinden. Dass deren "Pläne" nicht aufgehen beweisen die USA,Irland, GB, Deutschland. In Ö ist es halt die unheilige Verflechtung zwischen Kirche und Politik die nie eine getrennte war. Aber mein "Spezialgebiet" ist ohnehin nicht "die" Kirche. Es sind die Bundes-und Landesprügelanstalten abseits des Klerus.
Countdawn1, 15. 04. '10 21:40
Aber mein "Spezialgebiet" ist ohnehin nicht "die" Kirche.
"Aber mein "Spezialgebiet" ist ohnehin nicht "die" Kirche. Es sind die Bundes-und Landesprügelanstalten abseits des Klerus." sagen Sie, lieber Fürsorgez.
so hat halt jeder sein Spezialgebiet ...
Ich hab nichts dagegen, dass Sie in Ihrem arbeiten, also lassen sie mich bitte in meinem werkeln.
Übrigens: sie brachen in Ihrem posting das Wort "JÜngster Tag" zu Sprache. siehe:
Fürsorgezögling, 12. 04. '10 18:14
Re: Diese Sonderausgaben an verantwortlichen Kreaturen
wiesengruen, 15. 04. '10 14:27
zu spät
Immer ist das Grauen normal , öffentlich , meist auch privat , nicht aussprechbar
und erst eine Generation später wird ein Verbrechen Verbrechen genannt .
Wie wird über die unter den Bedingungen der Gewinnmaximierung Entwurzelten , des Einkommens beraubten in Schulden erstickten Menschen berichtet werden ?
Fürsorgezögling, 15. 04. '10 15:06
Re: zu spät
Berichtet werden. (?). Gar nicht, die fallen unter das Entsorgungsgesetz für Sondermüll. Das ist eine trockene Materie, so etwas liest die Meute nicht gerne. Daher auch nur im profil zu finden.
eagerbeaver, 14. 04. '10 22:11
zusammenschluss
Warum kann das Profil sich nicht bemühen eine Plattform
zu gründen, damit diese Opfer mit einer Stimme zu sprechen,
es wäre hoch an der Zeit, dass man diesen Leuten hilft
sich zu organisieren,
ist das einmal geschehen, ist es nur mehr eine Frage der Zeit,
bis auch die noch lebenden Schweinhunde vor Gericht bringen kann,
Für diese Verbrecher, soll es keine Gnade geben, auch gegen ihren Familien, sie haben die leben, der ihnen anvertrauten Kinder zerstört
Fürsorgezögling, 14. 04. '10 23:33
Re: zusammenschluss
http://www.profil.at/articles/1011/560/266325_s1/die-gezeichneten-auch-heimen-zoeglinge
Eine Stellungsnahme der Herz Jesu Missionare die in der Erziehunganstalt Gleink ihr Unwesen trieben fehlt bis heute,trotz mehrmaliger Aufforderung, eine Stellungsnahme.Die Idee einer Plattform ist mir sehr sympathisch. Andererseits sind die Verbrechen von Gleink verjährt, oder die Täter tot.Für uns ist (Gott sei Dank) weder die Klasnic-Kommission "zuständig", wiewohl auch nicht mehr die Justiz, daher wäre für uns eine überparteiliche Plattform bitter notwendig um mit allem irgendwie fertig zu werden. Im Gegensatz zu D,Irland,USA,Holland etc., weigert sich die Bundesregierung eine Kommission einzurichten die diese Fälle aufarbeitet und dokumentiert. Für die sind wir immer noch kleine dreckige Zöglinge.