Ohne Namen des Vaters: Frauen und Kinder als Opfer des Zölibats

Priesteramt und Familie müssen kein Widerspruch sein – solange sich Frauen und Kinder mit einem Schattendasein arrangieren. Die Betroffenen leiden schwer unter der Existenz im Verborgenen. Die Amtskirche deckt die Priester und verleugnet die Opfer.

Von Tina Goebel, Angelika Hager und Sebastian Hofer

Und dann wurde einem die Decke über den Kopf geworfen“, erinnert sich die verheimlichte Tochter eines Priesters im profil-Gespräch an eine Situation ihrer Kindheit. Wenn das Auto in der Heimatgemeinde vor einer roten Ampel stand, bedeckten die Eltern schnell das Kind am Rücksitz – aus Angst, ein Passant könnte die Fahrgemeinschaft als Familie enttarnen. Versteckt, verheimlicht, verleugnet, abgewertet und entwürdigt sind die Wörter, die in den profil-Gesprächen mit Priesterkindern und ihren inoffiziellen Lebensgefährtinnen am häufigsten fallen.

In Österreich sollen mit Stand 2009 in den 45 Jahren davor rund siebenhundert Priester ihr Amt wegen eines Verstoßes gegen den Zölibat verloren oder freiwillig zurückgelegt haben. Laut einer Statistik des Vatikans suchten innerhalb dieses Zeitraums fast 65.000 Geistliche aus aller Welt um Rückversetzung in den Laienstand an – in den meisten Fällen mit der Begründung, in den Ehestand treten zu wollen. Wie viele der rund 3900 österreichischen Diözesan- und Ordenspriester tatsächlich in geheimen Beziehungen leben, ist natürlich nicht bekannt. Schätzungen gehen allerdings davon aus, dass mindestens die Hälfte des Klerus sexuelle Beziehungen pflegt, Theologen wie der Wiener Ex-Priester und Psychotherapeut Richard Picker meinen, dass höchstens 30 Prozent der geweihten Priester wirklich streng zölibatär leben. Österreich gilt übrigens im Vatikan neben den lateinamerikanischen Ländern als „bezüglich konkubinierender Priester besonders verrufenes Land“. Das stellte die italienische „La Stampa“ jüngst in einem Artikel fest, der den in Geheimplanung befindlichem Kurswechsel des Vatikans im Umgang mit von „untreuen“ Priestern gezeugten Kindern thematisierte. Durch die Möglichkeit des DNA-Tests und dem damit vereinfachten Nachweis einer Vaterschaft ist die Kirche in verschärften Handlungsbedarf geraten. Bestimmungen wären in Planung, wonach diese Kinder offiziell anerkannt werden dürften und somit den Namen und das Erbe des Vaters beanspruchen könnten. Ein Sprecher des Vatikans dementierte allerdings nach Erscheinen des Artikels jegliche Bestrebungen in diese Richtung. „Das Schweigen und Vertuschen zieht sich wie ein Leitmotiv durch die Kirche“, erzählt der Ex-Priester Martin F., der selbst das verheimlichte Kind eines Priesters ist, sich nach 14 Jahren Amtszeit für Ehe und Familie entschied und damals seine „Existenz völlig neu aufbauen musste“.

Neben dem schlechten Gewissen wegen des Verrats an der Institution regiert vor allem die Angst vor dem sozialen Abstieg jene Priester, die ein Doppelleben zu ihrem Lebenskonzept erhoben haben.

Für die solchen Schattenbeziehungen entsprungenen Kinder existieren natürlich auch keine Zahlen. Ein Schweizer Verein für vom Zölibat betroffene Frauen (ZöFra) hat eine Statistik über die Kinder von Priestern und Geistlichen in der Schweiz erhoben: Offiziell wurden 146 Fälle registriert. Die Dunkelziffer wird um ein Vielfaches höher geschätzt. Man kann davon ausgehen, dass Österreich als „notorisch untreues Priesterland“ („La Stampa“) eine wesentlich höhere Zahl von gottesverleugneten Kindern aufzuweisen hat, als die Schweiz.

Bei der deutschen Initiative „Menschenrechte für Priesterkinder“, die unter anderem um ein Unterhalts-, Besuchs- und Erbrecht für die Kinder katholischer Priester kämpft, geht man von etwa 3000 Betroffenen in Deutschland aus.

Der Wiener Ex-Priester Herbert Bartl von der Vereinigung „Priester ohne Amt“ prognostiziert, dass nach der aktuellen Missbrauchsdebatte die wachsende Zahl der „um ihre Rechte kämpfenden Priesterkinder“ die Kirche in den nächsten großen Erklärungsnotstand manövrieren wird: „Immer mehr werden an die Öffentlichkeit gehen, weil sie sich um ihre Kindheit und um ihr Erbe betrogen fühlen.“

Auch die Vorsitzende der österreichischen Plattform „Wir sind Kirche“, Sabine Bauer, ist sich sicher: „Nach den Missbrauchsopfern werden die verheimlichten Priesterkinder die Nächsten sein, die Anklage gegen die Kirche erheben.“

Schmerzvoller Austausch. Die ewige Geheimnistuerei – Priesterfrauen leben oft jahrzehntelang im Beziehungsuntergrund – blieb Herbert Bartls Frau Rosi erspart: Als die heute vierfache Mutter im Jahr 1968 – noch als Angestellte der Wiener Erzdiözese – von dem damals frisch geweihten Priester schwanger wurde, zögerte dieser nicht lang und suchte um Dispens von der Zölibatspflicht an. Ein Befreiungsschlag für Rosi Bartl: „Man schlich sich zuvor immer in den Pfarrhof und spätnachts wieder hinaus – das hat schon etwas Entwürdigendes.“ Kurz nach der Hochzeit gründete Herbert Bartl die Initiative „Priester ohne Amt“ (www.priester-ohne-amt.org). Mit Unterstützung des damaligen Kardinals Franz König nahm er Kontakt zu anderen verheirateten Priestern auf. 1989 gründete Rosi Bartl zusätzlich eine Selbsthilfegruppe für Frauen, die geheime Beziehungen zu Priestern haben. Rund hundert Betroffene haben sich seither bei ihr gemeldet, etwa zweimal im Jahr werden in intimer Runde meist schmerzvolle Erfahrungen ausgetauscht, aber auch zwischen den Treffen hält Bartl regelmäßigen Kontakt: „Die Frauen laden ihren Leidensdruck in den Gesprächen mit der Gruppe ab. Dann geht es wieder – zumindest für eine Zeit.“ Das bestätigt auch Herta Z. (Name geändert) im profil-Interview, die vor vier Jahren Rat in der Gruppe suchte: „In der Selbsthilfegruppe fühle ich mich ganz anders verstanden. Jede dieser Geschichten ist auch Teil meiner.“

Einige dieser Geschichten bewahrt Rosi Bartl – anonymisiert – in ihrem Archiv auf. Es handelt sich durchwegs um erschütternde Dokumente, die von Verzweiflung erzählen, von Erniedrigung und dem „eiskalten“ Unverständnis, das die Amtskirche den Frauen und ihren Kindern entgegensetzt: „Unser Lebensweg in den letzten Jahren war und ist geprägt von extremer Unmenschlichkeit, Intoleranz und Verlogenheit, was die Gesellschaft und die römisch-katholische Kirche betrifft“, schreibt eine Frau, die mit einem österreichischen Priester zwei Kinder hat. „Insbesondere meine Kinder müssen bitter bezahlen für diese unmenschliche, konservative Kirche, die ja die Verursacherin allen Leides ist. Sie wissen bisher noch nicht, wer ihr Vater ist, und müssen viel entbehren.“

Eine andere schreibt von ihrer Beziehung zu einem Priester, den sie noch als Studenten kennen gelernt hatte: „Die dunkelste Nacht war jene nach seiner Priesterweihe. In der Nacht kam ein Gefühl der Verlassenheit auf mich zu, das ich nie zuvor gekannt hatte. Ich fühlte mich weniger von E. verlassen als von Gott … Ich habe mir in dieser Nacht vorgenommen, auf diesen Gott zu verzichten, der so etwas zulässt, obwohl er angeblich die Liebe ist – alles nur Worte.“

Immer wieder kolportierten Gerüchten zufolge soll die Kirche über Geldkonten für Unterhaltszahlungen oder Abfindungen für Priesterkinder verfügen. Das konnten die „Spiegel“-Redakteure Annette Bruhns und Peter Wensierski nach langen Recherchen zu ihrem Buch „Gottes heimliche Kinder“ jedoch nicht bestätigen. Im Gegenteil, sie stießen auf zahlreiche schockierende Fälle, bei denen Frauen jahrelang und auf entwürdigende Weise um Unterhaltszahlungen kämpfen mussten. Rechtliche Schritte gegen die Kirche, so das Autoren-Duo, waren stets zum Scheitern verurteilt. Priester, die sich öffentlich zu Kindern bekannten, wurden plötzlich versetzt und waren laut offizieller Auskunft der Diözesen nie im Amt gewesen. „Es ist schon schwer genug, mit einem Priester ein Kind zu bekommen und dann einen entsprechenden Unterhalt einzufordern. Doch bekommen Sie nie ein Kind von einem Mönch, die beziehen kein Monatsgehalt wie ein Priester, und die Klöster selbst wälzen jede Verantwortung ab“, so Annette Bruhns. In ihrem Buch berichtet sie von Frauen, die mit Angstpsychosen in psychiatrische Kliniken eingeliefert wurden; Priestern, die ihren schwangeren Freundinnen mit Selbstmord drohten und sie zur Abtreibung zwingen wollten, und Kindern, die den Freitod einem Leben in der Abwertung vorzogen.

Die Belastung der Kinder
, die laut dem deutschen Jugendpsychiater Horst Petri in einem unerträglichen Schuld-Scham-Komplex aufwachsen, in den auch die Eltern eingebunden sind, führt häufig zu schweren Traumata, die mit den Leiden von gewöhnlichen Trennungs- oder Scheidungskindern nicht verglichen werden können. Ein Neunjähriger verlor sogar im wahrsten Sinne des Wortes die Sprache und verstummte, als er erfuhr, dass der Priester, den er immer für seinen Onkel gehalten hatte, in Wahrheit sein Vater war. „Ich habe auch festgestellt, dass Priesterkinder oft so belastet sind, dass sie im späteren Leben fast immer einen sozialen Abstieg erleben. Eine Karriere ist mit dieser biografischen Bürde in der Regel nicht möglich“, so Bruhns.

Das bei Priesterkindern am häufigsten benutzte Erklärungsmodell für einen abwesenden Vater seitens der Mutter ist dessen früher Tod. Auch die Onkel-Tarnung ist in diesen Lügenkonstrukten weit verbreitet: Der biologische Priester-Vater hat in dieser Rolle ungehindert und unverdächtig Zugang zu Frau und Kind. Dieses Phänomen verleitete die Britin Adrianna Alsworth, Aktivistin und Betreiberin einer Hotline für Priesterkinder und deren Mütter, zu der mittlerweile legendä­ren Aussage: „Ein Priester ist jemand, den alle Vater nennen – außer seinen Kindern, die nennen ihn Onkel.“

Meist verkümmern diese Kinder emotional hinter den Mauern des Schweigens. Explosionsartige Befreiungsschläge wie der eines 33-jährigen Franzosen, der in einem kleinen Normandie-Dorf jedem Einwohner einen Brief zukommen ließ, in dem er den lokalen Priester als seinen Vater „outete“, sind selten. „Ich habe es so satt, dass diese Person ruhig leben kann, während ich gelitten habe und noch immer unter der Situation leide“, schrieb der junge Mann in dem Brief – mit der Konsequenz, dass der Vater in die Frühpension geschickt wurde. Der zuständige Bischof hatte davon gewusst; ein Problem gab es erst, als der Fall publik wurde.

Frauen in die Sklaverei.
Sorgen um das Wohl und die existenzielle Absicherung von Priestern mit Frauen und Kindern hat sich die Kirche in den nun eintausend Jahren, seit der Pflichtzölibat in der römisch-katholischen Kirche eingeführt wurde, nie gemacht. Im Jahr 1022 ordnete Papst Benedikt VIII. auf der Synode zu Pavia gemeinsam mit Kaiser Heinrich II. an, dass Geistliche nicht mehr heiraten dürfen; Priestern mit Frauen und Kindern wurde das Amt sofort entzogen. Die Einführung sollte vor allem eine Vererbung von Kirchenbesitz an Klerikerkinder verhindern. In der Bibel ist hingegen keine einzige Stelle ausfindig zu machen, die Priestern eine Heirat explizit verbieten würde. Eine brutale Bestrafungsmethode für Zölibatsbrecher schlug Papst Urban II. im Jahr 1089 auf der Synode von Mlefi vor: „Wenn sie sich nach Ermahnung durch den Bischof nicht bessern, geben wir den Landesfürsten die Erlaubnis, ihre Frauen in die Sklaverei zu verkaufen.“

Dabei unterliegen keineswegs alle katholischen Priester der Zölibatspflicht. Die katholischen Ostkirchen, die den Papst zwar als ihr Oberhaupt anerkennen, aber nach eigenem Ritus feiern, kennen sehr wohl auch verheiratete Priester – lediglich Bischöfen und Mönchen ist auch in den so genannten unierten Kirchen die Ehelosigkeit vorgeschrieben. Durch den Priestermangel kommen schon jetzt immer häufiger solche Priester in Österreich zum Einsatz, deren Leben nicht vom Zölibat eingeengt wird.

Der Umgang der römisch-katholischen Kirche mit Priestern, die gegen den Zölibat verstießen, wurde selten im oberen Klerus kritisiert. Der Innsbrucker Altbischof Reinhold Stecher schrieb 1998 in einem öffentlichen Brief, dass es ihm schwerfallen würde, gleichgültig über die „kirchlich fast erzwungenen Wege der Entfremdung und Abstoßung“ hinwegzusehen. Die „gefallenen“ Priester wären „schlechter dran als Mörder. Bei aller Hochschätzung des Zölibatsversprechens, das ich nicht bagatellisieren möchte – Mord, Abtreibung und Glaubensabfall sind größere Sünden.“

Für die Menschen, die aufgrund dieses Versprechens ihre Kindheit über versteckt und ihrer Identität beraubt wurden, hat sich bislang noch kein Kleriker starkgemacht.

17.4.2010 16:41
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Tier55, 26. 04. '10 09:21
Haben nicht auch die Frauen sich ebenso schuldig gemacht? Teil 4
Und natürlich bin ich mir Bewusst dass sehr häufiger Kontakt mit dem anderen dazu führen kann dass man sich ineinander verliebt, aber vorbeugend hilft manchmal eine einfache Selbstreflektionen: Ist der Kontakt notwendig? Im Sinne von Quantität und Qualität. Kann er auch so Gestaltet werden dass wir nicht alleine sind?.....
Aus diesen Überlegungen heraus glaube ich dass auch die Frauen ihr gutes Maß dazu beitragen dass Existenzen zerstört oder beschädigt werden. Zurückhaltung ist manchmal mehr!
Tier55, 26. 04. '10 09:21
Haben nicht auch die Frauen sich ebenso schuldig gemacht? Teil 3
Wie die Tiere sich der Lust hingeben, aber dem anderen die Verantwortung in die Schuhe schieben. Wollen wir so leben? Ich denke nicht! Oben gesagtes gilt für beide: Männer und Frauen. Denn beide suchen die Beständigkeit einer Beziehung. Klar muss der Priester auch mit Frauen umgehen, beruflich wie auch im freundschaftlichen Bereich. Aber auch Frauen müssen mit einem Priester ebenso umgehen. Nicht asexuell. Frauen sollen sich Männer aus der Gemeinde suchen. Sie sollen sich immer im klaren sein dass der Priester mit dem sie Umgang pflegen in eine ebenso tiefe seelische und soziale Krise gestürzt wird, wie sie selbst wenn sie schwanger wird. Den Priestern empfehle ich gemäß dem Stundengebet: Handelt nach dem Motto: „in Gedanken, Worten und Werken.“
Tier55, 26. 04. '10 09:18
Haben nicht auch die Frauen sich ebenso schuldig gemacht? Teil 2
So sind meiner Meinung nach die einzig leidtragenden die Kinder; sofern sie von ihren Vätern nicht anerkannt werden. Alles was weitergehende Ansprüche betrifft ist klar zu sagen hier hat der Gesetzgeber klare Regelungen geschaffen. So sind meiner Meinung nach auch die Frauen ganz klar Mitschuldig an ihrer Situation und auch an der ihrer Kinder. Denn ich vergleiche den Zölibatsbruch mit dem des Treuebruchs in einer Beziehung. Treue ist heutzutage ein hohes Gut wenn es um Partnerschaft geht, aber wenn nur der kleinste Anlass vorhanden ist wird die Partnerschaft zugunsten einer anderen gelöst. Beliebigkeit, Offenheit, sich nicht mehr um etwas bemühen, schlafen mit wem man gerade Lust hat; dies scheint der Tenor in unserer Gesellschaft zu sein.
Tier55, 26. 04. '10 09:15
Haben nicht auch die Frauen sich ebenso schuldig gemacht? Teil 1
Ich denke vielen wird es nicht gefallen was ich nun schreibe, aber ich glaube es muss auch ausgesprochen werden:
In der heutigen Zeit wird nur vom Umgang der Kirche mit den Priestern und den "illegitimen" Verhältnissen und Nachkommen gesprochen. Natürlich ist der Umgang der Priester mit ihren Nachkommen und den Frauen ebenso verwerflich. Aber das Zölibat ist daran doch nicht schuldig. Diese Männer haben sich für ein Eheloses leben entschieden und sich dann, sicherlich nicht leichten Herzens, entschieden ihr Gelübde zu brechen. Ebenso haben aber sich auch diese Frauen, im Bewusstsein dass diese Männer das Ehelose leben Geschworen haben, darauf eingelassen ein Verhältnis mit eben jenen zu beginnen. Und wir wissen dass Kinder auch trotz Verhütung entstehen können.
derpradler, 24. 04. '10 15:35
So ein Jammer!
es zwingt ja niemand mehr die Menschen ins Priesteramt. jeder weiß was ihn dort erwarten. Und Frauen die sich mit einem Priester einlassen wissen das auch. Die katholische Kirche hat ihre Regeln, es braucht aber niemand dabei zu sein!
bpallmann@hotmail.com, 22. 04. '10 12:54
Vom Paulus zum Saulus: "Bischof" Walter Mixa vor Gericht
Die Weltgemeinschaft hat Walter Mixa am 21.4.2010 verurteilt. Am gleichen Tag wurde in London ein internationaler Haftbefehl gegen einen Joseph Ratzinger beantragt. Das sagt alles darüber aus, was das sog. "Weltgewissen" heute mit Verbrecherrn in Robe, Talar, Nadelstreifen oder Bischofsmützen macht. "Medienzuspruch" erhielt Mixa schon 2002, als der mazedonische Zoll am Flughafen von Skopje in seinem "Handgepäck" 205.000 € sicherstellte. Diese stammten angebl. von einem "mazedonischen Amtsbruder", der Mixa darum gebeten habe, das Geld in Deutschland auf eine kirchliche Bank einzuzahlen. "Jeder Polizist der Erde, dem der Ar...noch so tief hängt, kann heute Mixa oder den Papst sofort verhaften", kommentierte gerade bissig ein Sprecher der "zuständ". Staatsanwaltschaft in Ingolstadt. CSU tot.
bpallmann@hotmail.com, 22. 04. '10 15:54
Re: Vom Paulus zum Saulus: Deutsche Bischofskonferenz
Zwar war sich Herr Kopp, Pressesprecher der Deutschen Bischofskonferenz, heute am 22.4.2010 gegen 15 Uhr "noch unsicher, ob er eine kurze Presseerklärung zur Aussage der Staatsanwaltschaft Ingolstadt" (siehe oben) "jetzt schon machen möchte" - eine Dame seines "Umfeldes" meinte jedoch: "Ja, ich gebe Ihnen recht. Der Mixa Walter gehört vor ein ordentliches Gericht. Wie jeder, der sowas macht oder jahrelang gedeckt und vertuscht hat." Da es sich um die Presseabteilung der Deutschen Bischofskonferenz handelt, werden wir eine solche Aussage natürlich nicht unterschlagen. Was hiermit geschehen ist. Damit "relativiert sich" natürlich die reichlich naive Hoffnung mancher, Mixa gehe jetzt mal so in Pension, sei weiter "Seelsorger", halte Predigten und Messen, als wäre nichts geschehen. B.Pallmann
Fizicato, 19. 04. '10 11:37
Kein Mitleid
Natürlich ist der Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche erschreckend, denn es handelt sich ja um Schutzbefohlene, deren Vertrauen mißbraucht worden ist und die völlig hilflos ausgeliefert waren. Aber warum sollte die katholische Kirche Verantwortung für die Frauen übernehmen, die sich mit Priestern eingelassen haben? Diese Frauen sind erwachsen, großjährig und selbständig. Sie wussten, dass der Mann durch das Zölibat gebunden ist und eine normale Beziehung nicht möglich ist. Sie sind diese Beziehung auf eigenes Risiko eingegangen, dann müssen sie eben auch die Folgen tragen. Ich habe nicht das geringste Mitleid mit diesen Lebenspfuscherinnen. Was die Kinder aus diesen Beziehungen anlangt, so sollte die Kirche ihnen in Bezug auf das Erbrecht ihren gesetzlichen Pflichtanteil gewähren.
bpallmann@hotmail.com, 19. 04. '10 14:27
Re: Kein Mitleid mit Priesterfrauen!? Nein, nur normale Rechtspraxis!!
"Narürlich ist" gehts los bei Ihrem Kommentar. Und dann kommt "Lebenspfuscherinnen". "Der Mann", mein Lieber, ist erstmal an gar nichts gebunden, ausser an Recht und Gesetz. Wenn ein Geistlicher Geschlechtsverkehr ausübt und/oder mit einer(m) Lebenspartner(in) zusammenlebt und/oder sich dazu bekennt, handelt er nach Recht und Gesetz - und lebt nicht meit einer "Lebenspfuscherin" zusammen! Derartige Abscheulichkeiten können Sie in Zukunft entweder für sich behalten - oder Sie lüften ihre reichlich "verpfuschte" Anonymität. Dann schau mer mal! Es geht nicht um "Mitleid" oder nicht (das steht Opfern von Verbrechen(innen) + Angehörigen zu!), sondern um stinknormale Sozial- und Rechtsverantwortung gegenüber Lebensgemeinschaften und ggf. deren Nachkommen. Jeder könnte ein solches Kind sein..!
loveandpeace, 19. 04. '10 22:10
@ bpallmann
DANKE!!! Der richtige Kommentar zu abscheulicher Frauenverachtung!!!
Sensor, 20. 04. '10 10:28
Re: Kein Mitleid
Zu "Ficicato":
Die kath. Kirche mit ihrem bereits schimmeligen Balast des Zölibats ist die Ursache vieler Tragödien. Der Zölibat muss abgeschafft werden. Die Priester sollen frei wählen dürfen, wie sie ihr Leben gestalten wollen, ehelos oder verheiratet.
Ihre Stellungnahme betrachte ich als eine infame, zynische Gemeinheit!
hopeland, 21. 04. '10 11:36
Re: Kein Mitleid
"Und dann wurde einem die Decke über den Kopf geworfen“, erinnert sich die verheimlichte Tochter eines Priesters im profil-Gespräch an eine Situation ihrer Kindheit."
Das finden Sie auch nur als Schuld der Frau, obwohl der Priester mit im Auto saß?
Dieser ganze weltweite heuchlerische Verein mit seinen satanischen Umgangsformen sollte verboten und aus dem Vatikan vertrieben werden. Mir geht das scheinheilige Geschwafel mehr als nur auf den Nerv.
Sie haben kein Mitleid mit den Menschen.
Ich habe auch kein Mitleid mit ihnen!

http://www.hopeland.at
bpallmann@hotmail.com, 19. 04. '10 06:28
Dunkle Wolken - der Vatikan und die Polizei z.B. in Herrsching
Am Ammersee/Bayern werden von der dortigen Polizeiinspektion (PI) Anzeigen von Opfern wegen sexueller Gewalt "grundsätzlich", so vor wenigen Tagen drei unserer Informanten vor Ort, allesamt Polizei- bzw. Kripobeamte, "nicht von uns weiterverfolgt (strikte Dienstanweisung!), sondern müssen nach Fürstenfeldbruck weitergegeben werden. Dort versickert man sie dann alle!" Analog geht 's in Gautings PI und in Starnberg zu. Pikant ist, dass deren Leiter Norbert Reller (früher PI Herrsching) seit einiger Zeit neu verheiratet, sich selbst gerne zu Peter Maffays "Tabaluga"-Finca auf Mallorca "einlädt". Seine Frau Marina arbeitet gar in Tutzing schon länger als Sekretärin mit. Fragen Journalisten das näher nach, schweigt "alles". Ja, "Sehr Dunkle Wolken", Polizei Bayerns, zum Donnerwetter!!!
bpallmann@hotmail.com, 19. 04. '10 07:20
Re: Dunkle Wolken - Vertuscherstaat und seine Polizei
"Dunkle Wolken" gar mit Hakenkreuz(?), s. diese Ausgabe "profil"/Rosenkranz, über dem "Münchener Merkur", historisch in Bayerns CSU als "leichtere Variante des Bayernkurier" hat z.Zt. rechtsstaatliche Ladehemmung und zensiert en masse. Ein Hintergrund: Polizeisprecher "Andi" Ruch, einst Volontär beim "MM", dann in Münchens Ettstrasse 2 (Polizeidirektion), ist seit Herbst '09 bei der PI Starnberg (siehe oben), "weil dort der Hut brennt" und Polizisten sich von Journalisten "austrixen lassen, vor allem wegen der Skandal-Psychiatrie in Gauting+ LR Karl Roth" (ungekl. Todesfall einer "Ärztin" Okt. 2009, Titel- + sex. Missbräuche)". Reller, privat wh. Tutzing, wo auch die "Ludendorff e.V." haust (Vorstand in Dachau; Reg. AG Starnberg 0476, jetzt FFB), drohte tel. grad' mit "Einstweiliger"!
josberens, 18. 04. '10 20:20
Dunkle Wolken über dem Vatikan
Das Pflichtzölibat ist eine mit nichts zu begründende Menschseinsbechneidung, die nicht das Geringste mit Jesus und dem Evangelium zu tun hat, als aufgezwungenes Opfer nicht einmal gottgefällig sein dürfte, nur noch Priesterverhinderungsgesetz ist, sogar von Gott abgelehnt werden dürfte und so nur und ganz allein der Befriedigung derer Dient, die Priesteramtskandidaten diesen Unsinn aufzuzwingen versuchen.
Da das Pflichtzölibat nichts mit Gott, Jesus und dem Evangelium zu tun hat. kann es doch auch keine Versündigung vor Gott sein, wenn Priester sich nicht daran halten und versuchen ein ganz normales Mannsein zu leben.


Josef Berens
(als einfacher, selbst denkender Katholik
Sensor, 18. 04. '10 22:35
Re: Dunkle Wolken über dem Vatikan
Stimme "josberens" völlig zu.
Unlängst bemerkte ein deutscher Bischof im Fernsehen, der Zölibat wäre ein "großes Gut". In Wirklichkeit ist das "große Gut" ein schimmelig gewordener Balast, der überhaupt keine Begründung im Evangelium hat. Wie der große Theologe Hans Küng bemerkte, haben Jesus und Paulus die Ehelosigkeit zwar exemplarisch vorgelebt, dem Einzelenen diesbezüglich jedoch die volle Freiheit gewährt.
Bei der Einführung des Zölibats im 11. Jahrhundert haben sich in Deutschland nur drei Bischöfe getraut, das betreffende Dekret zu verkünden. Tausende Priester haben gegen das neue Gesetz protestiert. Bekanntlich waren Petrus und die anderen Apostel verheiratet. Dies blieb durch viele Jahrhunderte für Bischöfe und Priester.
Also weg mit dem unnötigen Balast!!!
Sensor, 18. 04. '10 19:24
Dunkle Wolken über dem Vatikan
Vertuschte sexuelle Gewalt an Kindern, vertuschte Kinder von Priestern. Diese beiden beschämenden Fakten brauen sich vermutlich zu einem riesigen Sturm zusammen, gegen den der Vulkanausbruch in Island ein Vorführeffekt in einem Naturkundemuseum ist.
Und hoffentlich hat der Sturm zur Folge, dass ein großer Kehraus stattfindet, der alles hinwegfegt - Unmenschlichkeit, Verlogenheit samt den Verantwortlichen der Skandale. Das Totalversagen eines Teiles des Bodenpersonals der Kirche Jesu, birgt jetzt wenigstens (ein schwacher Trost) den Start in eine neue Ära. Aufhebung des Zölibats, Frauen als Priesterinnen, Schluss mit der groben Fahrlässigkeit bei Bischofsernennungen, daher Verlagerung der Bischofsernennung weg vom Papst zu den
Metropoliten der Erzdiözesen,
Sensor, 18. 04. '10 19:38
Re: Dunkle Wolken über dem Vatikan
Fortsetzung:
Rücktritt der Päpste bei Erreichung des Alters von 75 Jahren (so wie es bei den Bischöfen schon lange geregelt ist), Lehrbefugnis für die theologischen Fakultäten nicht mehr vom Papst abhängig (siehe Skandal Hans Küng und etliche andere), keine skalvische Abhängigkeit der Bischofskonferenzen von den Kongregationen, keine Schläfrigkeit mehr im Vatikan, sondern möglichst rasche Erledigung der Aufgaben, z.B:: Beantwortung von Briefen und nicht jahrelanges Liegenlassen. Und besonders wichtig: Rückholung verheirateter Priester !!! Kein scheinheiliges Beten um Priesterberufe, wenn andererseits die Chance der Rückholung verheirateter Priester nicht ergriffen wird. Gott ist kein Lückenbüßer für die Versäumnisse der Menschen!!!
Sensor, 18. 04. '10 19:55
Re: Dunkle Wolken über dem Vatikan
Fortsetzung der Fortsetzung:

Schon jetzt sind Priester durch den Peronalmangel mit zwei oder gar drei Pfarren völlig ausgebucht und haben keine zeitlichen Reserven mehr, Vertreter und Klinkenputzer im Dienste einer Kirche, die unfähig ist ihre Probleme zu lösen.
Schluss mit Kriecherei und Scheinheiligkeit, Mut zu neuen Lösungen im Sinne des Evangeliums!
bpallmann@hotmail.com, 22. 04. '10 20:36
Re: Dunkle Wolken über dem Vatikan - Zwischenbemerkung
Bei all Ihrer Empörung und Kritik, die viele teilen, aber nicht verallgemeinert sein darf! Christliche "Tugenden" wie Barmherzigkeit, sich für die Armen und Verlassenen einsetzen, Sterbehilfe leisten etc. - ja, auch den sog. "Weltlichen Vergnügungen entsagen" lassen sich offebar nicht von oben wie beim "Zoelibat" verordnen. Wer als Mensch(in) ehelos und ohne erotisch-sexuell-zwischenmenschliche Beziehungen leben/büßen will, kann Moslem, Hindu oder Schamane einer Naturreligion sein. Das ist auch eine Faszination von Humanität! Weil manche Bosse der "Amtskirche" diese Ideale mit Füßen traten, hat die evtl.Nachwuchsprobleme! Also: jetzt, wo der 1. Dominostein mit "Erz"Bischof Mixa (Ausgsburg) umfiel, wird sich die Welle der Katharsis (Reinigung) ausbreiten! Dank Moderner Medien. Gebs Gott
Malmigatte, 18. 04. '10 15:57
Zweielei Maß
Priester mit Frauen und/oder Kinder verlieren ihre Existenz, Kinderschänder-Priester werden versetzt und bleiben ansonsten unbehelligt.
loveandpeace, 18. 04. '10 15:08
Wo das liebe Geld in Gefahr ist ...
Sobald ein Kind, angeblich stets durch Gottes Liebe entsandt, dem Kontostand der Amtskirche schaden könnte, werden sogar Abtreibungen angeordnet und wohl leider auch durchgeführt. Damit in späterer Folge nur ja niemand erbberechtigt ist ...

Dort, wo manchmal Frauen durch Gewalt zu einer ungewollten Frucht in ihrem Leibe kamen - selbst da gilt Abtreibung in orthodoxen Kirchenkreisen als Sünde.

Egal, wie ich es auch drehe und wende - die Familie galt immer als höchstes Ziel eines christlich orientierten Menschen!
Dass es in der angeblichen Heimat Gottes auf Erden, der Römisch-Katholischen Kirche, auch Kinder gibt, die nicht erwünscht sind, möge doch jedem zu denken geben.

Furchtbar, diese grausame Doppelmoral!
bpallmann@hotmail.com, 18. 04. '10 02:44
Ausgebremst durch Liebe und Respekt - diesmal die "Amtskirche"
Steinebach/Gemeinde Wörthsee, LK Starnberg hat einen katholischen Pfarrer, nein, viel mehr einen wirklichen "Seelsorger". Der Mann heisst Elmar Schnitzler. Ist schwer in den 80ern und verliebt! Nicht nur in das Leben - sondern auch seit vielen Jahren in eine Dame 1. Sahne. Schnitzler ist mutig, aufrecht und pfiff seinem Augburger Mixa-Bischof eins in die Bischofs-Mütze. Denn Mixa haut Kinder und predigte Christentum für die CSU. War immer gegen "alles", was ethisch ok ist. Elmar Schnitzler wird von Kindern an die Hand genommen. Immer, wenn ich ein Benefiz-Konzert in seiner Kirche organisieren durfte, kaum war der Rainer Unverdross im Paradies, Hand. Und auch sonst. Schnitzler sang - vorneweg - immer mit. Irgendwann vor einigen Monaten sagte ich seiner Liebe: "Danke, gnädige Frau!" BP.
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