Exklusiv: Haider soll 45 Millionen Euro nach Liechtenstein geschleust haben

Haiders zwölf Briefkästen: Der verstorbene Kärntner Landeshauptmann soll 45 Millionen Euro aus dunklen Kanälen nach Liechtenstein geschleust haben. Bei Kontoöffnungen stießen die Behörden auf ein dichtes Netz an Treuhandkonstruktionen.

Von Michael Nikbakhsh und Ulla Schmid

Die Geschichte war bisher nicht viel mehr als eine Zote. Aber sie ist so unterhaltsam, dass sie in politischen Zirkeln seit geraumer Zeit als Bonmot kursiert – und das weit über die Kärntner Landesgrenzen hinaus.

Sie geht so: Kurz nach dem Unfalltod von Jörg Haider im Oktober 2008 werden bei dessen Witwe Claudia zwei Herren vorstellig. Die Brüder Kurt und Uwe Scheuch. Der eine ist Klubobmann des BZÖ im Kärntner Landtag, der andere Landesrat. Die langjährigen Weggefährten des Landeshauptmanns plagt eine Frage, die sie der Hinterbliebenen ohne Umschweife stellen: „Claudia, wo ist das Geld?“

Frau Haiders Antwort wird in der Anekdote nicht überliefert. Heute, zwei Jahre später, verdichten sich die Hinweise, dass dahinter sehr viel mehr stecken dürfte.

Jörg Haider hat nach profil-Recherchen im Laufe seiner politischen Karriere ein weit verzweigtes Netzwerk von Treuhandkonten in Liechtenstein aufgezogen, über das er Millionen Euro verschieben ließ. Geld, von dessen Existenz nur ein handverlesener Kreis von Personen wusste. Jetzt beschäftigt es die Staatsanwaltschaften dreier Länder.

Liechtenstein war im Frühjahr Schauplatz einer konzertierten Aktion von Ermittlern aus Österreich, Deutschland und dem Fürstentum selbst. Unter strengster Geheimhaltung wurden die Bankverbindungen von 46 in Vaduz und Schaan eingetragenen Briefkastengesellschaften geknackt.

Die von lokalen Treuhändern aufgesetzten Vehikel – in Liechtenstein ist die Rechtsform der „Anstalt“ die gängigste – stehen möglicherweise in Verbindung zu gleich zwei Komplexen, welche die Behörden in München, Klagenfurt, Wien und Vaduz seit Monaten auf Trab halten: den Malversationen rund um den Kauf der Kärntner Hypo Alpe-Adria durch die Bayerische Landesbank 2007 auf der einen Seite; dem Skandal um den Verkauf der Bundeswohngesellschaften (Buwog) 2004 durch den damaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser auf der anderen.

Die Spuren führen in Liechtenstein zusammen:
Denn da wie dort vermuten die Behörden, dass über Bankkonten Schwarzgelder an Entscheidungsträger geflossen sind.

Womit die Beamten, darunter Spezialisten der Bundeskriminalämter Wiesbaden und Wien, eher nicht gerechnet haben dürften: Im Zuge der Amtshandlungen stießen sie wiederholt auf einen Namen – Jörg ­Haider.
Nach profil vorliegenden Informationen hatte der Landeshauptmann zu Lebzeiten über Treuhandkonstruktionen Zugriff auf ein Dutzend Liechtensteiner Briefkästen. Auf deren Konten waren nach vorläufigen Erkenntnissen vorübergehend nicht weniger als 45 Millionen Euro gebunkert, aktuell sollen allerdings fünf Millionen verfügbar sein. Diese Zweckgesellschaften wieder­um sollen vorwiegend im Umfeld der mittlerweile in Liquidation befindlichen Alpe Adria Privatbank mit Sitz in Schaan, einst eine Tochter der Klagenfurter Hypo Alpe-Adria, angesiedelt worden sein.

Woher das Geld kam, was damit geschah und wer davon profitiert hat, ist Gegenstand der Ermittlungen. So steht zwar unter anderem der Verdacht der Korruption im Raum, doch gegen Tote kann nicht ermittelt werden. Wohl aber gegen noch lebende Personen aus Haiders Umfeld, die involviert waren. Demnach sollen neben Haider drei profil namentlich bekannte Weggefährten bis heute Zugriff auf die Konten haben.

Es deutet vieles darauf hin, dass die Mittel weder der FPÖ noch dem BZÖ, sondern vielmehr Haider persönlich zur Verfügung standen. Schon als er die Führung der FPÖ-Bundespartei im Jahr 2000 abgab, sollen seine Nachfolger vor einem Rätsel gestanden haben: Die vermeintlich pralle Parteikasse war leer – von den Zuwendungen aus der öffentlichen Parteienförderung einmal abgesehen.

Die Behörden haben die Ermittlungsergebnisse zwischenzeitlich zur absoluten Verschlusssache erklärt. „Es wurden zahlreiche Unterlagen von Gesellschaften beschlagnahmt“, so der zuständige Vaduzer Staatsanwalt Robert Wallner in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber profil. „Welche Personen die Gesellschaften kontrollierten, geben wir nicht bekannt.“ Die involvierte Finanzmarktaufsicht Liechtenstein hält sich gleichfalls bedeckt, bestätigt aber immerhin: „Die Untersuchungen und Kontoöffnungen wurden vom Staatsanwalt beziehungsweise Gericht angeordnet.“

profil hat Ende vergangener Woche auch der Staatsanwaltschaft Klagenfurt einen entsprechenden Fragenkatalog übermittelt. Die Antwort von Mediensprecherin Gabriele Lutschounig fiel denkbar dürr aus: „Diese Fragen können derzeit nicht beantwortet werden.“ Auf Nachfrage hielt Lutschounig fest: „Es handelt sich hier um inhaltliche Fragen zu Ermittlungsergebnissen, die wir prinzipiell nicht kommentieren.“

Gerüchte um verdeckte Geldkreisläufe neben der offiziellen FPÖ- und später BZÖ-Buchhaltung hat es immer schon gegeben. Haider selbst hat das im kleinen Kreis augenzwinkernd gerne seinen „Notgroschen“ genannt, sei es für „Wahlkämpfe“, sei es für die „Gründung einer neuen Partei“.

Notgroschen. Erste Einblicke in das System Haider ergaben sich vor nunmehr zehn Jahren. Die später aufgelöste Wirtschaftspolizei vermutete damals, dass im Laufe der Jahre bis zu 60 Millionen Schilling, umgerechnet knapp mehr als vier Millionen Euro, an der österreichischen Finanz vorbei auf Auslandskonten in Haiders Einflussbereich geflossen waren – Spenden, die in keinem Rechenschaftsbericht der FPÖ verbucht wurden. Die Ermittlungen – ein Nebenschauplatz der so genannten Spitzelaffäre – wurden auf Weisung des damaligen Innenministers Ernst Strasser eingestellt, bevor es zu Kontenöffnungen kam.

Jörg Haiders politischer Aufstieg war jedenfalls geprägt von pompösen Auftritten, aufwändigen Wahlkämpfen, exotischen Privatreisen und kostspieliger Toilette. Bekannt war bisher nur, dass er lange Zeit auf das Wohlwollen potenter österreichischer Gönner, etwa des verstorbenen Industriellen Herbert Turnauer, zählen konnte. Spekulationen, wonach auch Libyens eigenwilliger Diktator Muammar al-Gaddafi auf Haiders Spenderliste stand, ließen sich dagegen nie festmachen. Gaddafis Sohn Saif al-Islam zählte bekanntlich zu Haiders Freundeskreis, Haider war zweimal Gast im Zelt des Revolutionsführers.

Ein langjähriger Vertrauter des Landeshauptmanns – profil nennt seinen Namen bewusst nicht – erzählt jetzt Erstaunliches: „Gaddafi hat uns vor Wahlkämpfen immer wieder Geld zukommen lassen, und zwar in bar. Das war fest in Plastik eingeschweißt.“ So sollen wiederholt Beträge zwischen 150.000 und 200.000 Dollar den Besitzer gewechselt haben. Haiders Entourage stellte das immer wieder vor organisatorische Herausforderungen. „Wir haben das anschließend in kleine Beträge von zirka 7000 Dollar aufgeteilt und sind quer durch Österreich gefahren, um das in Bankfilialen in Euro zu wechseln. Allein die Wechselspesen waren ein Wahnsinn.“ Geld in Plastik – das hatte bei Haider gleichsam Tradition. Auch Herbert Turnauer überließ ihm 1995 nach Augenzeugenberichten 500.000 Schilling – rund 36.000 Euro – in einem „Billa“-Sackerl.

Doch Peanuts allein machen noch keinen Millionär. Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt interessiert sich derzeit für eine Reihe von Immobiliengeschäften in Kroatien. Ehemalige Hypo-Manager sollen gemeinsam mit dem in Zagreb inhaftierten früheren stellvertretenden Verteidigungsminister Kroatiens, Vladimir Zagorec, Immobilien und Liegenschaften billig aufgekauft und mit beachtlichem Aufschlag an die Hypo weiterverkauft haben. Die Gewinne sollen zwischen den Beteiligten aufgeteilt worden sein. Ob, wie kolportiert, Haider auch hier seinen Schnitt gemacht hat, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Wie weit der Arm des Kärntner Landeshauptmanns wirklich reichte, belegen rezente Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft Wien in Zusammenhang mit der Privatisierung der Buwog. Im Oktober des Vorjahres stellte sich Willibald Berner, früher Kabinettschef bei FPÖ-Kurzzeitminister Michael Schmid, einer Einvernahme. Darin belastete er den Lobbyisten Peter Hochegger, einen der Buwog-Profiteure, schwer. profil berichtete bereits im April dieses Jahres über Berners Aussagen – was die Stadtzeitung „Falter“ vergangene Woche erneut als „Exklusivmeldung“ enthüllte.

Demnach soll Hochegger Berner bei einem Treffen im Jahr 2000 vorgeschlagen haben, bei Anschaffungen und Vergaben im Verantwortungsbereich von FPÖ-Ministern mitzuverdienen. Laut Berner präsentierte der Lobbyist, der damals auch über ein Beratermandat des Verkehrsressorts verfügte, anhand einer Skizze mögliche Provisionsflüsse über einen Liechtensteiner Briefkasten. Hochegger nannte auch Namen von potenziellen Empfängern: hier Grasser mit seinen Spezis Walter Meisch­berger, Peter Hochegger und Ernst Karl Plech; da Jörg Haider mit seinen Vertrauten Karl-Heinz Petritz, damals Pressesprecher, Gerald Mikscha, vormals FPÖ-Generalsekretär, der steirische Unternehmer Ernst Hofmann sowie Berner selbst. Dieser kündigte die Zusammenarbeit mit Hochegger daraufhin auf.

Bei einer seiner Einvernahmen durch die Staatsanwaltschaft im November 2009 kommentierte Hochegger das Organigramm so: „Von der Logik her ist es richtig, dass man die auf der Skizze angeführten Personen so zuordnen kann … Petritz war damals Pressesprecher von Haider. Soweit ich das mitbekommen habe, war auch Hofmann eng mit Haider … Dass Grasser damals politisch zu schwach eingeschätzt wurde und deshalb auch auf Haider zurückgegriffen wurde, wäre durchaus eine Überlegung. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass ich sie angestellt habe.“

Ein entschiedenes Dementi klingt ­anders.
Es deutet also immer mehr darauf hin, dass spätestens mit der Regierungsbeteiligung der FPÖ 2000 Verteilungsstrukturen geschaffen wurden, um ausgewählte politische Entscheidungsträger an Geschäften der Republik Österreich mitschneiden zu lassen. Im Fall Jörg Haiders – und wahrscheinlich nicht nur in seinem – lief das Geld nach Liechtenstein.

Spekulationsverluste.
profil-Recherchen zufolge lagen auf Haiders Briefkästen zwischenzeitlich bis zu 45 Millionen Euro. Nach seinem Tod 2008 sollen es aber nur mehr knapp fünf Millionen Euro gewesen sein. Der Verbleib der Differenz von immerhin 40 Millionen Euro ist vorerst ungeklärt.

Ein erheblicher Teil des Vermögens soll bei halsbrecherischen Veranlagungen verloren gegangen sein. Die Verantwortung dafür soll einer von Haiders Vertrauensleuten tragen. Im engsten Kreis habe Haider bereits um 2004 den Verlust von Millionen beklagt, berichtet ein Zeuge einer entsprechenden Unterredung: „Haider hat sich bitter beschwert, dass der Depp das Geld verspekuliert hat.“ profil kennt die Identität dieses Verfügungsberechtigten. Da dieser aber unauffindbar war – er gilt als verschollen –, nimmt das Magazin aus medienrechtlichen Gründen von der Nennung des Namens Abstand.

2004 stand die FPÖ – offiziell – mit dem Rücken zur Wand. Um den anstehenden Landtagswahlkampf in Kärnten finanzieren zu können, musste sie Kredite aufnehmen, die sie mit den Zuflüssen aus der Parteienförderung bis 2014 besicherte – natürlich bei der Klagenfurter Hypo Alpe-Adria.

31.7.2010 14:32
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bpallmann@hotmail.com, 05. 08. '10 13:51
"CEE-Wirtschaftsforum" Velden sagt "2010" ab...
...wo doch noch 2008 eine hochkarätige Veranstaltung in Velden stattfand und auch noch 2009 unweit vom TV-bekannten Schloss am Wörthersee "gut lief"... Hochkarätige Referenten von "Gentschman" (früh. Aussenminister Deutschlands) bis Peter Scholl-Latour und Top-Leute des "Ostens" pflegten da Kontakte bis zur csu nach München und "Berlin".

Dr. Haider J. + Dr. Th. Berlin gehörten zu den "Partnern der ersten Stunde", so cee noch '08 in der Vorankündigung zur Herbsttagung. Wenig später war Haider in der Nähe Veldens tot aufgefunden worden.

Im Nachclub kennt man einige Größen der "Alpen-Adria-Region" und bleibt diskret. Weniger diskret musste heute der Sprecher von cee einräumen: "2010 wird abgesagt und auf 2011 verschoben. Post geht am Monag raus!" Why? Gar mit "servus + kind regards"..?
hutterdesign, 05. 08. '10 12:20
Wie kommt man zu so viel Geld...
Not all spam is junk mail...

Greetings to you!

I am Lieutenant Colonel William Adams... a US MARINE in Iraq. However We managed to move funds belonging to some deceased persons who were attacked and killed through insurgent attacks.The total amount is € 45 Million Euro in cash!

We want to move this money to Liechtenstein so that you may keep our share for us untill when we shall come over to meet You. No strings attached. Just help us move it out of Iraq. Note that We plan to use the Austrian Diplomatic courier in shipping the money out in two large metallic Boxes, using diplomatic immunity. If you are interested I will send you the full details.

Respectfully,
Lieutenant Colonel Williams Adams
zappelzapp, 05. 08. '10 02:18
Ja, so was passiert halt
vor dreißig Jahren gabs auch bei jedem Verkauf eines Schlosses das Gerücht, dass der AKH-Androsch der Käufer gewesen wäre. Damals berichtet das Profil allerdings nicht ohne jede Recherche darüber.

Die Zeiten sind halt andere geworden.
bpallmann@hotmail.com, 04. 08. '10 18:05
Die "Staatsanwaltschaften der Länder" und ihre Politiker
"profil" blamiert sich wie einst der "Stern"? Oh, Wünsche der "alles in bester Ordnung"-Händefalter"! Während mache hier nämlich meinen, eine "Staatsanwaltschaft sage immer und überall die reine Wahrheit und nichts als die Wahrheit", der möge sich bitte auch im Fall des BayernLB-HAA-MKB-Desasters vor Augen halten, dass "alle Unternehmen mit ca. mehr als 500 Mitarbeiter", wie mir einst mein guter Aart Brouwer (Mit-Gründer von AMGEN) beibrachte, "alle Heiligen auf jeden Fall und fast alle Verbrecher der Erde aufweisen".

Haider-Huber&Co.-csu-FPÖ haben "Macht und Missbrauch" (v. Dr. W. Schlötterer, csu-Mitgl.+üb. 30 Jahre im Finanzwesen der csu beschäftigt) . "Gerüchteköder"? Vom 20.11.01-15.5.02 folterten mich csu-Spezl in Haar! Was glaubt ihr, mit wem ihr's hier zu tun habt??? B.Pallmann
Exilvorarlberger, 04. 08. '10 19:03
Schon mal verfolgt....
..wie schnell sich das Thema aus den Medien gerade jetzt verflüchtigt?

Da kein Komet im Anflug auf die Erde ist, keinerlei Ausserirdische im Stadtparkt gelandet sind und im Burgenland kein Vulkan ausgebrochen ist bzw. die Alpen in der Erde versinken, kann es wohl nur so sein, dass an der Story ausser einen tollen Phantasie der Redakteure nichts dran ist. ;-)

Sicher Korrupt sind sie ALLE, dass ist aber in Österreich doch nicht wirklich was neues oder aufregendes?
Exilvorarlberger, 04. 08. '10 16:53
Liebes Profil!
Wenn das wahr ist, was jetzt langsam herauskommt, dann habt ihr Euch mindestens so blamiert, wie damals "Der Stern" mit den Tagebüchern vom Adolf. :-)
bpallmann@hotmail.com, 04. 08. '10 18:18
Re: Liebes Profil!
Was kommt denn "raus", @Exilvorarlberger? Und wieso "langsam", mein Bester? Legen Sie offen für jeden hin, was Sie haben, dann "schau mer mal", Frechdachs!

Niemand, @Urbin & kirkfrank1, zieht "den" Haider durch die "Sch...". Der hat sich alles schön selbst einbebrockt, sauber überlegt - ging halt mit seinen csu-Bayern-Spezln nicht - und für ihn letztlich tödlich aus. Was meinen Sie, wie viele in der csu und "Ludendorff e.V." incl. der ultrarechten V-Leute bei uns heilfroh waren, als der "aushauchte"...! Ich war es nicht - sondern entsetzt! Er hatte ja wohl keinen "natürlichen Tod", oder? Im "Spieß umdrehen" sind Leute wie Sie noch ziemlich fortbildungsfähig, mit Verlaub. B. Pallmann + Freunde, p.s. ich hab auch n "Dr." und bedanke mich für Ihre Steilvorlagen!+"profil" für die Diskussion
bpallmann@hotmail.com, 05. 08. '10 19:18
Re: Liebes Profil! Ex-Vorarlberger kanns nicht lassen...
...uns und anderen einzureden, die Finger von Geld zu lassen, das zwar grad "irgendwo anders ist - aber nie verschwindet", wie das der csu-BayernLB irgendwo beim Haider Jörgl & Kärnten-Spezln und retour. Die tolle Phantasie der "profil"-Redakteure stellt sich "Ex-Vorarlberger wohl so vor, dass die tagelang an den Fingern lutschen, bis ihnen was einfällt.

Ganz sicher sind nicht "ALLE" korrupt, sondern erstaunlich wenige. Aufregend ist das überhaupt nicht, sondern strafwürdig. Da brauchts keinen "Kometen", der im Zentralfriedhof den "Ex-Vorarlberger" zufällig beim heimlichen Biesln trifft. Also regen Sie sich ab - und lassen Sie Leute wie uns oder die vom "profil" einfach brav Ihren Job machen. Ohne "Phantasie", sondern mit Spürnase.
B. Pallmann
Urbin, 03. 08. '10 22:44
Fakten statt Gerüchte
Bin schon gespannt, ob ihre Redaktion nach Gerüchten auch Fakten aufzuweisen hat. Die österreichische Medienlandschaft hat jedenfalls den Gerüchteköder bereitwillig aufgegriffen.
kirkfrank1, 03. 08. '10 17:04
Haider Jörg Dr
Des weiteren frage ich mich bitte schon welche Sinn es haben kann oder soll dass Gadaffi oder Saddam Hussein Geld anvertraut haben soll. wenn er das ins ausland verschieben will wird er nicht so blöd sein und einen so bekannten Politiker fragen oder bitten... Ganz nebenbei wäre das dann auch noch Geldwäsche noch ein Punkt wo man den Verstorbenen Dr. Haider so richtig schön durch die Sch.... ziehen kann.
kirkfrank1, 03. 08. '10 17:00
Haider Jörg Dr
Was sollen eigentlich diese ganzen Spekulationen ? Wenn die Staatsanwalt in Liechtenstein sagt, dass es diese ominösren Konten nicht gibt, bzw. diese Jörg Haider nicht zurechenbar sind, daann ist das so. Ach ja dann gehts spekulieren glecht weiter vielleicht in der Schweiz ? Haben sich die Herren Schreiberlinge die es ja so drauf haben schon mal mit dem Schweizer Geldwäschegesetz beschäftigt ? Oder mit dem Schweizer Bankgeheimnis ? Das soll noch seriöser Journalismuss sein ? Mir wird nur noch schlecht. Bei Zilk hats nicht funktioniert hoffentlich ist es bei Haider auch so.
solarius, 03. 08. '10 19:56
Re: Haider Jörg Dr
JA, genau so ist es. Das brustschwache Schmierenblattl Profil mußte wieder mal etwas vom Stapel lassen, um ein paar Exemplare mehr zu verkaufen. Ist ja ein durchschaubares Spiel, das hier getrieben wird, um den maroden roten und schwarzen Chaoten bei den nächsten Wahlen zu helfen, weil die schwimmen den Bach runter.
bpallmann@hotmail.com, 03. 08. '10 14:43
FPÖ- "geschmiert" von der csu-Bayern: für Haider+ csu tödlich
"Nachdem im Oktober 2008 bekannt geworden war, dass die BayernLB Hilfen des Bundes in Höhe von über 5,4 Milliarden Euro beantragen werde, kündigte Huber(csu) seinen Rücktritt als bayerischer Finanzminister an", so "Wikipedia".

Oben im "profil"-Artikel steht: "2004 stand die FPÖ – offiziell – mit dem Rücken zur Wand. Um den anstehenden Landtagswahlkampf in Kärnten finanzieren zu können, musste sie Kredite aufnehmen, die sie mit den Zuflüssen aus der Parteienförderung bis 2014 besicherte – natürlich bei der Klagenfurter Hypo Alpe-Adria."

So "schmierte" also die csuLB, die Eigentümerin der HAA. den FPÖ-Wahlkampf. Vor kurzem sagt der Untersuchungsbericht: "BayernLB hat HAA "blind" ohne Banker-Kontrolle gekauft." Haider tot, csu dito(t). Nennt man "Fakten+Indizienketten". B.Pallmann
chaneu, 03. 08. '10 11:34
ha
das find ich nun aber mal wirklich gut. man höre und staune, .....Die vermeintlich pralle Parteikasse war leer – von den Zuwendungen aus der öffentlichen Parteienförderung einmal abgesehen..... weil das ist ja der wirkliche witz an der sache, gestern der uwe in der zib 2 ich dachte ich lach mir einen fleck.... der aufrechte lederhosenträger, der leichflederer der mitn aufrichtigen blick.... ich glaubs einfach nicht, die beklauen sich gegenseitig.

im nachhineine dank an alle, die so geduldig und beharrlich daran gearbeitet haben den wi.... das handwerk zu legen.

der strache wird sich nach der rosenkranzpleite und den verwicklungen in buwog und hypo nach der publicity richtig auf die wahlen freuen

die glorreichen sieben und das dreckige dutzend
Köppel, 03. 08. '10 10:52
Warum bekommt ein Mann wie Haider 45 Millionen?
Ich glaube Frau Ulla Schmid jedes Wort, nur die Frage warum Herr Haider 45 Millionen gebunkert hat beschäftigt mich mehr wie Frau Schmid. Man bekommt nicht so mir nix dir nix soviel Geld. Vielleicht war er nur ein simpler Geldwäscher. Ich glaube es kommt nichts heraus, oder es geht uns so wie den Schweizern.
Herr-Paul, 04. 08. '10 07:59
Re: Warum bekommt ein Mann wie Haider 45 Millionen?
Warum gab ein Herr Turnauer dem Haider ein Plastiksackl mit lauter 5000er Bündeln drin?

1) Sadam und Gadafi waren international höchstgeächtet, keiner wollte an ihnen anstreifen.

2) 50 Mio oder so sind/waren für einen Gadafi oder Sadam wie für uns ein Hunderter - also fast gar nix. Die haben sich wahrscheinlich gedacht: So billig machts uns keiner mehr - Lobbyismus nämlich.

3) Diesen Diktatoren ist ja urfad, weil sie niemanden zum spielen hatten. Denen ist ja vor Freude einer in ihren Teppich abgegangen, als sich Regierungsparteimitglieder in ihre Zelte verirrt hatten.

4) Na stellen Sie sich vor, Sie hätten was zu sagen in diesem Furzland, und jemand druckt Ihnen 50 Mio in die Hand - da habens die heimischen Schranzen ja schon für viel weniger gemacht.

5) Freundschaft
entekabuk, 03. 08. '10 10:40
Entenhausen
Danke für diesen köstlichen Artikel aus Entenhausen, :)

Kabuk, Grönland
Exilvorarlberger, 03. 08. '10 08:49
Liebes Profil!
Gestern Abend sah ich den Auftritt von Frau Ulla Schmid in der ZIB. Als jemand der jahrelang mit Menschen gearbeitet hat und der darauf angewiesen war, Ihre Reaktionen auf bestimmte Fragen zu beurteilen, nehme ich mir einmal folgendes Recht heraus: Irgendwie waren Ihre Reaktionen, für einen Menschen der die "Wahrheit" spricht nicht ganz schlüssig. Haufenweise Unsicherheit, teilweise Ausflüchte und Behauptungen, die sich zwar am Papier als "Sommerlochreisser" ganz gut machen, jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht verifizierbar sind. Wir alle wissen, das dieses Jahr noch Wahlen zu schlagen sind, bei denen einer SPÖ ein fortgesetztes Wahldesaster vorausgesagt wird. Wir wissen auch, das die SPÖ von Ihrem Magazin eher gestreichelt wird.......
ehrlichjohann, 02. 08. '10 16:26
Widerruf
Jetzt wäre es an der Zeit das Profil ein Dementi bringt und sich für ihre erfundene Geschichte bei allen zu entschuldigen! Für mich ist es von unterstem Niveau und grenzt an Leichenschändung, Haider zu unterstellen er hätte Millionen Konten in Lichtenstein, obwohl von Profil alles erfunden wurde. Alls Haider noch lebte konnte man ihm nie Unredlichkeiten beweisen, jetzt versucht Profil sogar einen Toten noch schlecht zu machen. Das ist wirklich schäbig.
milieubedingterunmut, 02. 08. '10 18:12
@ ehrlicherjohann
gemach, gemach!
ich glaube, profil weiß schon, was es macht.
tennisplatzis, 02. 08. '10 14:05
Aus aktuellem Anlass:
Profil:
"Nach profil vorliegenden Informationen hatte der Landeshauptmann zu Lebzeiten über Treuhandkonstruktionen Zugriff auf ein Dutzend Liechtensteiner Briefkästen"

Aus dem heutigen Ö1 Mittagsjournal und derstandard.at:
"Die Liechtensteiner Staatsanwaltschaft dementiert, dass Unterlagen über hohe Vermögenswerte des früheren Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider im Fürstentum entdeckt wurden"

Liebes Profil, wäre es im Sinne Eurer Glaubwürdigkeit jetzt nicht höchste Eisenbahn, die Quelle für die Euch vorliegenden Informationen offen zu legen? Dieses Thema ist zu wichtig um einen Kujau II daraus zu machen.
bpallmann@hotmail.com, 02. 08. '10 15:44
Re: Aus aktuellem Anlass - Treuhänder???"
) Wer meint, dass alle sog. "Treuhänder" dieser Erde ohne Fehl und Tadel wären, der ist noch nie bei so einem "Treuhänder" gewesen, wie wir sie kennen.

2) @tennisplatzis darf sich gerne mit mir mal hinsetzen und sich eine simple Treuhandkonstruktion überlegen, bei der es jedem Staatsanwalt schwerfällt, den/die eigentlich Zugriffsberechtigten jemals zu entdecken. Drum macht man das ja so..!

3) Die Dementis der Liechtensteiner Staatsanwaltschaft sagen nur, wenns denn stimmt, dass da nirgendwo bisher "Haider Jörg" draufstand - aber schon rein gar nichts darüber aus, dass er nicht eben durch diese schon etwas geschickten Konstruktionen der Zugreifer war.

"Kujau II" war ne gaaanz andere Nummer damals mit den gefälschten angebl. "Hitler-Tagebüchern", die "Stern" verhökert wurden. B. Pallmann
bpallmann@hotmail.com, 02. 08. '10 11:13
Von der Tugend zu "Macht und Missbrauch" - CDU geht nach Bayern?
Lesenswert: "Macht und Missbrauch" von Dr. W. Schlötterer, der jahrzehntelan als Finanzmann Bayerns csu auf dem Weg von der Macht in den Abgrund begleitete. Die Lesungen sind gut besucht - von der csu läßt sich "niemand blicken", schon vor Monaten die "Süddeutsche". Beim "Münchner Merkur" werden diesbezgl. Kommentare gelöscht. Schnell, ohne Hinweis, dass da mal was stand...

Den "Größten Skandal-Tsunami der Nachkriegsgeschichte" beanspruchen lt. bundesdeutschen Medien wie dem "Handelsblatt" eher die Bayern - und nicht die Austrianer. Oder gar dank "Liechtenstein", Eurofighter"+"profil" beide?

Folter-Tote in csu-Psychiatrien, 65 Jahre "Amigos und Omerta" hat schon Schlötterer gebeutelt - man wollte ihn zum "Psycho" stempeln. Jetzt soll "CDU in Bayern" mit Guttenberg die csu einsargen. BP
marcelus, 02. 08. '10 10:43
Liechtenstein CD
Eine viel spannendere Frage: wie bei allen großen Finanzskandalen (BAWAG, AMIS, Madoff/Primeo, Hypo Alpe Adria etc.) werden diese vom Ausland aus aufgedeckt und im Inland... hmmm - aufgearbeitet ?

Auf der sog. Liechtenstein-CD befanden sich einen Vielzahl sog. "Leistungsträger", kurz: jene etwa 200 Persönlichkeiten, die immer wieder in Finanzskandalen auftauchen, ohne dass man dann noch etwas hört, geschweige, dass sie wegen Steuerbetrugsdelikten verurteilt würden (obwohl wir als Steuerzahler hiezu sicherlich ein berechtigtes Interesse hätten). Nun fragt sich aber, ob diese - eben aufgedeckten - Konten schon zum Zeitpunkt der Übermittlung der CD an das österreichische Finanzministerium bekannt waren ? Wäre dies nämlich so, dann würde es dem Fass fürwahr den Boden ausschlagen!
P.Galjasevic, 02. 08. '10 10:19
Zitat J. Haider:
"Was wir brauchen, ist eine klare und ehrliche Rückbesinnung auf jene Werte und Tugenden, die uns im Wohlfahrts- und Wachstumstaumel der Vergangenheit ein bisschen abhanden gekommen sind. Ich meine Werte wie Fleiß, Leistungswillen, Arbeitsmoral, Disziplin und Ordnung. Ich meine Tugenden wie Bescheidenheit, Gemeinsinn, Sparsamkeit und vor allem Anständigkeit." (in Zeit im Bild II vom 5. September 1994)
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