Homöopathie: Die Methode wirkt manchmal – als teures Placebo

Der Glaube an die Homöopathie ist ­ungebrochen. Die Wissenschaft sieht in der Methode nichts weiter als den praktizierten Placebo-Effekt. Auch wenn ­konkrete ­Wirkungsbeweise nach wie vor ausstehen, sind ­positive ­Aspekte keinesfalls ausgeschlossen. Dennoch ­reagiert die Zunft der Homöopathen beleidigt auf Kritik.

Von Bert Ehgartner

Anfang März lud die deutsche Bundesärztekammer (BÄK) zu einer recht ungewöhn­lichen Pressekonferenz nach Berlin. Es ging um die Neubewertung eines Phänomens, das bislang eher den Ruf einer medizinischen Störgröße hatte: Auf mehr als 200 Seiten präsentierte der wissenschaftliche Beirat der BÄK seine Vorstellungen zu einem neuen und offensiven Umgang mit dem „Placebo in der Medizin“. „Placebos wirken stärker und sehr viel komplexer als bisher angenommen“, verkündete BÄK-Geschäftsführer Christoph Fuchs. „Ihr Einsatz ist von enormer Bedeutung für die ärztliche Praxis.“

Robert Jütte, Medizinhistoriker und Leiter des Beirats, ergänzte: „Mit dem Einsatz von Placebos lassen sich erwünschte Arzneimittelwirkungen maximieren, unerwünschte Wirkungen von Medikamenten verringern und Kosten im Gesundheitswesen sparen.“ Falscher Hochmut sei deshalb in Zeiten knapper Sozial- und Gesundheitsbudgets fehl am Platz: Überall dort, wo bei der Behandlung von Krankheiten klinisch relevante Placebo-Effekte beobachtet werden, müsse künftig danach getrachtet werden, diese im Sinne der Patienten zu nutzen. „Bereits in der Ausbildung junger Mediziner an den Universitäten sind tiefer gehende Kenntnisse zu vermitteln, wie die Wirkung der Placebos in der therapeutischen Praxis bestmöglich eingesetzt werden kann.“

Ganz besonders widmen sich die BÄK-Wissenschafter der Komplementärmedizin – und hier im Speziellen den klinischen Effekten der Homöopathie, genießt sie doch in der Bevölkerung als „sanfte Alternative“ zur „Schulmedizin“ besonderes Ansehen, obwohl die „klassische Homöopathie“, wie sie vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann Ende des 18. Jahrhunderts formuliert wurde, auf drei recht eigenartigen Grundprinzipien beruht:
• dem Ähnlichkeitsprinzip („Simile-Regel“), nach dem eine Krankheit mit jenem Mittel behandelt werden soll, das bei einem Gesunden ähnliche Krankheitserscheinungen hervorruft,
• der Arzneimittelprüfung an Gesunden, welche der Bestimmung der Symptome dient, die ein Mittel bei Gesunden auslösen kann,
• der Erhebung des individuellen Krankheitsbilds durch eine ausführliche Anam­nese.

Zum einen erzeuge die Homöopathie über die intensive Befassung mit dem Patienten einen beträchtlichen Placebo-Effekt, zum Zweiten, so die Analyse der BÄK-Wissenschafter, stelle sie selbst einen dar. „Rein pharmakologisch gesehen, handelt es sich bei den homöopathischen Hochpotenzen um reine Placebos.“ Um innerhalb der eigenen Klientel nicht für Verärgerung zu sorgen, schlagen die Ärztekämmerer deshalb vor, diesen Graubereich zu meiden und die Diskussion über Placebos getrennt von der Diskussion über die Wirksamkeit der Homöopathie zu führen.

Öffentlicher Selbstversuch.
Dass Homöopathie auch außerhalb der medizinischen Zunft immer noch für Emotionen sorgt, bewies eine aus Großbritannien stammende Initiative, die im vergangenen Februar in 53 Städten zu einem gemeinsamen öffentlichen Selbstversuch einlud. Unter dem Motto „Nichts drin – nichts dran“ trafen sich auch in Wien etwa zwei Dutzend Homöopathie-Skeptiker und nahmen eine „Überdosis“ Globuli. Sie schluckten dafür gleich ein ganzes Glas der homöopathischen Zuckerkügelchen – um auf die „völlige Wirkungs­losigkeit“ der alternativmedizinischen Arzneimittel hinzuweisen.

Der Zeitpunkt des Selbstversuchs – exakt um 10.23 Uhr – diente als Anspielung auf die so genannte Loschmidt’sche Zahl, wonach spätestens ab einer Verdünnung von 1023 kein einziges Molekül der Ausgangssubstanz mehr in der Arznei enthalten ist. In der Homöopathie sind jedoch noch viel stärkere Verdünnungen gebräuchlich, durch „Verschütteln“ wird angeblich die Information des Wirkstoffs „potenziert“.

Ulrich Berger, Mathematiker und Organisator der Wiener Kundgebung, bemerkte von dieser Potenz der Arznei wenig. „Gut is’ gangen, nichts is’ geschehen“, bestätigte er auf Nachfrage der Austria Presse Agentur (APA) am Nachmittag der Aktion sein nach wie vor gutes Befinden. Mit Nebenwirkungen durch die „Überdosis“ von „Glaubuli“ sei nicht mehr zu rechnen. Doch wenn man den Wert des Inhaltsstoffs hochrechne, komme man auf „reinen Zucker zum Kilopreis von rund 600 Euro“, den die Homöopathen hier feilbieten. Für den Skeptiker Berger, welcher der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften angehört, ist Homöopathie demnach eine „letzte Bastion modernen Aberglaubens“.

„Das Problem bei diesen Placebo-Therapien ist ja, dass eine wirksame Therapie möglicherweise versäumt wird“, argumentiert Werner Gruber vom Institut für Experimentalphysik der Universität Wien. „Und das kann fatal enden.“ Gruber gestaltet gemeinsam mit dem Kabarettisten Martin Puntigam und dem Physiker Heinz Oberhummer die Veranstaltungsreihe „Science Busters“, mit dem Ziel, Naturwissenschaft verständlich und spannend einem breiten Publikum zu vermitteln.

In ihrem aktuellen Buch „Wer nichts weiß, muss alles glauben“ (Ecowin, 2010) befasst sich das Trio speziell mit Pseudo-Wissenschaft. Die Tatsache, dass es sich bei den meisten professionellen Verfechtern der Homöopathie um ausgebildete Ärzte handelt, sieht Gruber als Besonderheit der Branche: „Mediziner sind halt meist keine Naturwissenschafter, sondern haben einen eher handwerklichen und intuitiven Zugang zu ihrem Beruf.“ An sich sei gegen den fachgerechten Einsatz des Placebo-Effekts nichts zu sagen, meint Gruber, „doch leider gibt es halt relativ viele Krankheiten, wie Krebs oder Lungenentzündung, wo der Placebo-Effekt versagt“.

Der Diskussionsbedarf zwischen den Fraktionen scheint gering. Gloria Kozel, die Grazer Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Homöopathische Medizin (ÖGHM), erklärt, es bereite ihr schon starke Kopfschmerzen, wenn Homöopathie und Placebo innerhalb eines Satzes vorkommen. „Von der ÖGHM gibt es dazu deshalb überhaupt keine Stellungnahme.“ Michael Frass, Präsident des Dachverbands für Ganzheitsmedizin und Leiter der Spezialambulanz Homöopathie bei Krebserkrankungen am Wiener AKH, lehnt es ab, in einem Artikel vorzukommen, wo sich „diese medizinfremden so genannten Skeptiker über Homöopathie auslassen dürfen“. Er selbst, sagt Frass, verspreche dafür, niemals ein Hochhaus zu konstruieren. „Denn davon verstehe ich ebenso wenig wie diese Leute von Medizin.“

Die Protestaktion der Homöopathie-Skeptiker ist Auswuchs eines seit vielen Jahrzenten laufenden Dauerstreits über die Frage, ob homöopathische Arzneien eine Wirkung haben, die über den Placebo-Effekt hinausgeht. Selbstverständlich, lautet die Ansicht der Homöopathen. „Ich beschäftige mich seit 25 Jahren mit klinischen und experimentellen Studien zum Wirknachweis der Homöopathie, die insgesamt eindeutig positiv sind“, erklärt der niederösterreichische Homöopath Friedrich Dellmour, nicht ohne eine Warnung auszusprechen: „Recherchen über den Placebo-Effekt oder psychosomatische Fragen stellen keinen wissenschaftlich gangbaren Weg dar, um etwas über die Homöopathie herauszufinden.“ Das wäre, so Dellmour, „eine glatte Themenverfehlung“.

Edzard Ernst, der sich an der britischen Universität Exeter mit der wissenschaftlichen Erforschung komplementärmedizinischer Methoden befasst, hält derartige Pauschalurteile für ebenso verfehlt. Studie sei nicht gleich Studie, es komme ganz wesentlich auf deren Methoden an. „Schlecht gemachte Studien zeigen viel eher ein positives Ergebnis der Homöopathie als gut gemachte.“ Und seit mehr als zehn Jahren sei der Trend bei den gut gemachten Arbeiten weitgehend einheitlich: „Wir überblicken mittlerweile rund 200 Studien – und die zeigen: Homöopathie funktioniert auf klinischer Ebene nicht.“ Den Einwand, die Homöopathie sei eben eine sehr individuelle Therapie, lässt Ernst nicht gelten: „Das ist ein typisch unwissenschaftliches Argument von Gläubigen.“

Schwer zu prüfen ist demnach wohl auch der Erklärungsansatz des Grazer Homöopathen und Sachbuchautors Klaus Bielau („Zur Kunst der Selbstheilung“, Verlag ­Zeitenwende, 2010). Dass ein Zuckerkügelchen außerhalb einer therapeutischen ­Situation seine Wirkung entfaltet – wenn man das Mittel beispielsweise jemandem heimlich in den Tee streut –, glaubt er nicht. Homöopathie wirke stattdessen „wie ein Tröpfchen Öl in schwergängiger Mechanik“. Krankheit, so Bielau, sei ein ­Reinigungs- und Ausscheidungsprozess. „Und Homöopathie bricht die Widerstände des Körpers, sodass die vorhandenen Lebenskräfte im Sinne der Selbstheilung wirken können.“

Wie prüft man derartig lyrische Wirkkonzepte? Im Einzelfall komme es wohl wirklich darauf an, welche konkrete Reaktion die Intervention des Arztes beim Patienten auslöst. „Das Gehirn ist der universelle Apotheker des Organismus“, erklärt der britische Placebo-Experte Irving Kirsch. „Es kann über Botenstoffe, Stresshormone oder opiatähnliche Wirkstoffe überall im Körper punktgenau seine Arzneien einsetzen.“ Zuwendung materialisiert sich demnach, und der Patient ist nach der Therapie nicht mehr derselbe wie zuvor. „Homöopathen sind Meister darin, den Placebo-Effekt zu maximieren“, sagt Rainer Wolf vom Biozentrum der Universität Würzburg. „Das Problem dabei ist nur, dass man das sehr schwer normieren und zielgerichtet einsetzen kann.“

Ein weiteres Rätsel ist der Effekt, den Homöopathie auf Kleinkinder und Haustiere ausübt. Selbst beobachtete Heilerfolge werden hier oft als Beweis dafür vorgebracht, dass es sich ja wohl dabei keinesfalls um einen Placebo-Effekt handeln könne. „Doch“, sagt Placebo-Experte Wolf. „Gibt man Placebos unter liebevoller Zuwendung und in Erwartung ihrer Heilkraft, nehmen sowohl Babys als auch Tiere intuitiv das Vertrauen der Bezugsperson in die Behandlung wahr, und sie gesunden schneller.“ Falls sie das doch nicht tun, so Wolf, helfe noch ein zusätzlicher psychologisch wirksamer Effekt. „Und das ist die therapeutische Illusion: Heiler oder Angehörige erwarten eine Besserung und neigen dazu, diese auch als real wahrzunehmen.“

Placebo bei Demenz-Patienten.
Lediglich wenn der Patient auf den Therapeuten überhaupt keine Reaktion mehr zeigen kann – weil er beispielsweise an fortgeschrittener Alzheimer-Krankheit leidet –, ist auch mit dem Placebo-Effekt Schluss. Hier wird die Frage diskutiert, ob diese Patienten, die sich kaum mehr mitteilen können, eventuell ­höher dosierte Schmerzmittel erhalten sollten. Fällt doch bei ihnen auch der Placebo-Effekt weg, der auch bei einem pharmazeutisch eindeutig wirksamen Mittel Teil der Wirkung ist.

Eine Befragung bayrischer Hausärzte führte kürzlich zu dem überraschenden Ergebnis, dass bis zu 90 Prozent der Schulmediziner regelmäßig zu Placebos greifen. Die Mittel können, je nach Zusatzausbildung des Arztes, genauso gut Homöopathika sein. Im Normalfall handelt es sich aber – so die Auskunft der Mediziner – um so genannte Pseudo-Placebos.

Darunter versteht man Mittel, die beispielsweise von Patienten verlangt werden, aber in Wahrheit für die Behandlung der betreffenden Krankheit nicht geeignet sind. Wenn sich die Nebenwirkungen aus medizinischer Sicht in Grenzen halten, geben die meisten Ärzte dem Drängen der Patienten nach, wohl auch deshalb, weil sie fürchten, die Kundschaft würde ansonsten zur Konkurrenz laufen. Auf einen ähnlich hohen Wert kommt eine aktuelle Schweizer Studie. Nur 28 Prozent der eidgenössischen Ärzte geben an, dass sie prinzipiell niemals zu Placebos greifen.

Diese Aussage kann aber auch auf Selbsttäuschung beruhen, weil die Mediziner häufig gar nicht merken, wenn sie ein vollständig unwirksames Mittel einsetzen. Min­destens 20 Prozent der Ärzte, schätzen Experten, verschreiben etwa bei eindeutig viralen Infekten regelmäßig Antibiotika, die bekanntlich nicht gegen Viren wirken.

Jürgen Windeler, der Leiter des Kölner Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, bringt ein Beispiel aus der Praxis: „Wenn ich einem Kind mit Mittelohrentzündung Antibiotika gebe und nach einem halben Jahr sagt mir die Mutter: ‚Jaja, das ist alles gut geworden.‘ Dann ist die Versuchung groß, diese Art der Behandlung für den richtigen Weg zu halten.“ Kindliche Infekte, sagt Windeler, „heilen eben Gott sei Dank fast immer aus“, egal welche Therapie verwendet werde. „Um zu wissen, ob ein Arzneimittel tatsächlich etwas beigetragen hat, braucht man dann allerdings die Vogelperspektive – und das ist eben die evidenz-basierte Medizin.“

Zu dem nicht vorhandenen Nutzen kommt bei falsch eingesetzten Antibiotika auch noch eine Reihe von Nebenwirkungen. Aktuelle Studien zeigen, dass es dabei längst nicht mehr nur um das Resistenzproblem und um die Angst vieler Mediziner geht, ihre „Wunderpillen“ könnten durch Überverschreibung im Ernstfall nicht mehr wirken, sondern auch um klare gesundheitliche Schäden durch die Fehlanwendung der Antibiotika. Bei Mittelohrentzündung steigt etwa das Risiko des Wiederauftretens dieser lästigen und schmerzhaften Erkrankung um fast ein Drittel, wenn ohne Not Antibiotika verschrieben wurden.

Genauso problematisch ist es, wenn trotz eindeutiger Indikation für pharmazeutisch erwiesenermaßen wirksame Arzneimittel auf die Kraft homöopathischer Hochpotenzen vertraut wird. „Dabei handelt es sich um eindeutige Fehldia­gnosen, von denen ein enormer Schaden ausgeht“, schimpft der Wiener Pharmakologe Michael Freissmuth. Ihm drehe sich schon der Magen um, wenn er die Legenden von der „ganzheitlichen Sichtweise“ der Homöopathie höre. Wahr sei eher das genaue Gegenteil: „Von Ursachenforschung ist hier keine Spur: Hahnemann hat stattdessen die Behandlung der Symptome gepredigt.“

Homöopathie sei in diesem Sinne eine „extrem dogmatische Medizin, die seit 200 Jahren kein einziges Brösel eines Beitrags zu irgendeinem Fortschritt der Wissenschaft geleistet hat“. Oder, fragt Freissmuth, „kennen Sie irgendeine vergleichbare Erkenntnis wie jene, dass die Betazellen der Bauchspeicheldrüse das Insulin erzeugen, aus der Homöopathie“?

Vom Placebo zum Nocebo.
Ein weiteres Problem, so der Biologe Rainer Wolf, sei die negative Einstellung, welche von Homöopathen oft gegenüber der „Schulmedizin“ weitergegeben werde. „Da heißt es oft gleich zur Begrüßung eines neuen Patienten: ,Was, das hat Ihnen dieser Arzt verschrieben? Das ist ja die pure schädliche Chemie.‘“ Derartige Aussagen verderben das Vertrauen in wirksame Therapien oft gründlich: Das Placebo (von lat. „ich werde gefallen“) wandelt sich dabei ins Gegenteil und wird zum Nocebo („ich werde schaden“). „Und sogar wenn dann später im Ernstfall doch die richtigen Pillen genommen werden, wirkt noch immer dieser Nocebo-Effekt nach, und die Wirksamkeit verringert sich stark.“

Derselbe Effekt, so IQWiG-Chef Jürgen Windeler, gehe oft von einem allzu intensiven Studium der Gebrauchsinformation eines Medikaments aus, wo mögliche Nebenwirkungen penibel aufgelistet sind. „Ein gar nicht kleiner Teil der Patienten nimmt diese Nebenwirkungen dann bei sich wahr.“ Die Homöopathie selbst entzieht sich diesem Problem einfach dadurch, dass sie zwar Wirkung verspricht, aber keine möglichen Nebenwirkungen angibt. Aus wissenschaftlicher Sicht ist das logisch: Wo keine Wirkung, gibt es auch keine Nebenwirkung. Aber zweifellos hat die Homöopathie darin einen Marketingvorteil, der für die Schulmedizin nicht gelte, so Windeler. „Denn die Patienten fordern mit der gleichen Vehemenz ein, dass sie über alle Risiken ordentlich informiert werden.“ Es gelte eben, das richtige Maß zu finden. „Eine Zweitmeinung einzuholen ist meistens sinnvoll, zehn Ärzte zu fragen hingegen weniger.“

Wie sehr alternativmedizinische Verfahren – entgegen allen wissenschaftlichen Vorbehalten – in der Bevölkerung geschätzt werden, zeigt das Beispiel Schweiz. Der frühere Gesundheitsminister Pascal Couchepin hatte im Jahr 2005 fünf komplementärmedizinische Behandlungsmethoden – darunter die Homöopathie und die Traditionelle Chinesische Medizin – aus dem Leistungskatalog der obligatorischen Krankenversicherung gestrichen. Deren Anhänger wollten das nicht akzeptieren und legten eine so genannte Komplementärmedizin-Initiative vor, die im Jahr 2009 in einer Volksbefragung von nahezu 70 Prozent der Bevölkerung unterstützt wurde.

Wie allerdings die konkrete Umsetzung des Volksentscheids aussehen soll, ist noch unklar. Denn nach dem Schweizer Krankenversicherungsgesetz müssen medizinische Methoden und Verfahren die Kriterien der Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit erfüllen, um in den Leistungskatalog aufgenommen zu werden. Andernfalls wäre die wissenschaftliche Medizin, welche diesen Nachweis zu erbringen hat, im Nachteil.

Das Prüfverfahren endete im vergangenen Dezember mit der Empfehlung der Eidgenössischen Kommission für Leistungen und Grundsatzfragen (ELGK), alternative Heilverfahren entgegen dem Volkswillen doch nicht wieder in den Leistungskatalog der Krankenversicherung aufzunehmen, weil maßgebliche Kriterien der Wirksamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit eben nicht erfüllt seien. Der neue Gesundheitsminister Didier Burkhalter will nun die offenen Fragen bis 2015 noch einmal prüfen lassen und dann entscheiden, wie mit den alternativen Behandlungsmethoden umgegangen werden soll.

In Österreich steht Vergleichbares überhaupt nicht zur Debatte, ein Kostenersatz für komplementärmedizinische Therapien ist nur in privaten Zusatzversicherungen ­inkludiert. Dass es – über die Erforschung des Placebo-Effekts – nun aber durchaus in Mode kommt, mit den Patienten mehr und intensiver zu reden, dieser Effekt sei zweifellos positiv. „Die Homöopathen bringen sich selbst ganz intensiv als Droge ein“, sagt Christian Euler, Präsident des österreichischen Hausärzteverbands: „Davon können wir uns zweifellos eine Scheibe abschneiden.“

Mitarbeit: Tina Goebel

Lesen Sie im profil 15/2011 ein Interview mit dem Medizinprüfer Jürgen Windeler, der für ­einen rationalen Umgang mit Patienten plädiert

9.4.2011 15:22
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Kunzgu, 25. 04. '11 15:56
Der Pharmazie Schmaeh - Teurer Unsinn oder praeventive Vergiftung?
Ich habe den Eindruck, es handelt sich hierbei um eine gemeinen Versuch der Pharmazie, die Homoepathie schlecht zu machen.
Nur - so dumm sind die Oesterreicher nicht mehr, die Umfrage-Zahlen ergeben ein sehr erfreuliches Bild: mehr als 50% von Herr & Frau Oesterreicher haben Vertrauen in die HM.
Damit ist die kritische Zahl erreicht und der Artikel fuehrt nur zur Befremdung - also ein Eigentor der Pharmazie.
Jeder gebildete Mensch kann die billigen Argumente als Schmutz-Kampagne identifizieren und aergert sich, dass soviele Steuern in die Kassen der Pharmakonzerne fliessen - einer der Gruende warum das Gesundheitssystem bankrott ist.
Ausserdem sind immer weniger Leute bereit, sich praeventiv vergiften zu lassen. Und auch immer weniger, wenn sie eine 'Krankheit' ausgeweisen bekommnen.
Rovaniemi, 23. 04. '11 13:58
Potenzierungsunsinn
Kein Homöopath der Welt weiss was er so alles potenziert. Denn sowohl in der "Wirksubstanz" (Ursubstanz) als auch im Lösungsmittel (Wasser, Alkohol) befinden sich stets wechselnde Verunreinigungen (organische und anorganische Substanzen in grösseren und kleineren Mengen), die ja "mitpotenziert" werden und - besonders als Hochpotenzen - Wirkungen (bzw. Nebenwirkungen) auslösen müssten, vorausgesetzt das Potenzieren ist mehr als nur Fantasie. Wenn ein Homöopath z. B. Hepar sulfuricum anwendet, dann verwendet er zerriebene Austernschalen. Dass in ihnen unzählige Verunreinigungen (auch Schwermetalle) eingelagert sind weiss aber jedes Kind. Glücklicherweise bewirkt aber das Potenzieren absolut nichts (siehe öffentliches Experiment der Skeptiker), denn aus Nichts wird Nichts.
hesmira, 16. 04. '11 10:38
placebo?
Wenn Homöopathie nur Placebo ist, warum gibt es dann in der Schweiz eine homöopathische Klinik, die sich auf die Behandlung von Krebspatienten spezialisiert hat?
scio, 15. 04. '11 21:23
und wie viel profil hat ihre meinung?
mit placebo und homöopathie kann man nicht wirklich die große kohle verdienen, und um nichts anderes als um die große kohle geht es in unserem hochgelobten gesundheitssystem in wirklichkeit: wie kann man vom arzthörigen patienten über den umweg kranke(n)kasse soviel geld wie möglich rausholen? naturheilmethoden sind allein schon deshalb unter ärzten verpönt, weil sie nicht z.b. mit einer lukrativen chemo mithalten können und weil bei naturheilverfahren dummerweise auch keine nebenwirkungen zu erwarten sind die in der folge weiteren profit bringen werden. vielleicht ist das auch der grund warum anständige ärzte immer wieder opfer von infamen kampagnen werden und sich von absoluten medizinischen laien wie besagten herrn ulrich berger noch betrügerische absichten anhängen lassen müssen.
Rovaniemi, 23. 04. '11 16:12
Re: und wie viel profil hat ihre meinung?
Völliger Unsinn: Ärzte verdienen nicht an der "Chemo" die sie verordnen, daran verdienen die Firmen und Apotheker.
Dass Naturheilverfahren keine Nebenwirkungen auslösen können glaubt nur der kleine Moritz. Denn jede Substanz die eine Wirkung erzielt, kann auch Nebenwirkungen auslösen. Beispiele Aristolochia (einst in der Chinamedizin viel verwendet) erzeugt wie man heute weiss Nierenkrebs und viele in der Homöopathie verwendeten Substanzen sind in Niedrigpotenzen hochgiftig.
Francisdrake61, 14. 04. '11 12:54
Zuwendung
...Der s.g.erweiterte Placebo-Effekt ist ein wichtiger Bereich, es sollte jedoch zumindest der Anwender zwischen Methode und pharmakologisch nachweisbarem Effekt unterscheiden können, also ich sollte als Arzt schon weitgehend danach trachten, zu wissen was wirkt. Zuwendung wirkt, Glaube wirkt auch und ist wichtig, aber die Gesellschaft braucht klare Kriterien bei den Methoden, die von der Allgemeinheit aufgebracht und auch bezahlt werden sollen
Francisdrake61, 14. 04. '11 12:54
Zuwendung
Zeit und Zuwendung, Empathie in der Medizin werden zunehmend dem Zeitdruck und der Ökonomie geopfert. Das Ergebnis sind unzufriedene Patienten, die sich (zu Recht) nicht ernst genommen fühlen.
Im alternativmedizinischen Bereich wird durchwegs diese Zeit und Empathie geboten. Das ist auch gut so. Trotzdem sollte dies auch in der (Schul)-Medizin nicht fehlen. Und trotzdem müssen medizinische Methoden zum Schutz der Pat. ausreichend evidenzbasiert sein, das gilt für die gesamte Medizin und für Gesundheitsprodukte............
kanndenken, 12. 04. '11 22:54
Es wird langweilig
Nun muss sich das Profil schon wieder mit den Scharen Globuli-schluckender Dummies herumschlagen, die in verantwortungsloser Manier ihre Kinder mit Milchzucker-Kügelchen voll stopfen statt sie von den Segnungen der Pharma-Industrie profitieren zu lassen.
Meine Familie und ich sind solche. Dank konsequenter homöopathischer Behandlung seit Jahren weitgehend gesund, verursachen wir - im Gegensatz zu früher - dem Gesundheitssystem zur Zeit keine großen Kosten, zahlen aber brav unsere Beiträge. Wer hat da bitte ein Problem?
Die Political Correctness (wir sind ja ach so aufgeklärt) oder doch die Pharmaindustrie?
Vollstes Verständnis für Frau Dr. Kozel - eine äußerst kompetente Ärztin - die offenbar ihre Energien nicht mehr für diese Art der Auseinandersetzung aufwenden möchte.
einesicht, 12. 04. '11 15:17
wer am lautesten schreit...
..das sind die kritiker. das stimmt bedenklich. und auch der hinweis auf die vielen, die sich für dumm "verkaufen" lassen, oder das herbeizitieren der hohen beträge für diese art der behandlung (weniger als für herkömmliche..) oder den kilobetrag für "nur" milchzucker. da kommt der neid hervor, oder täuscht mich der hausverstand?
warum muss sich werner gruber von den science busters ausgerechnet auf die homöopathie stürzen, gibt`s nichts interessanteres?
und zum placeboeffekt, dem auch die schulmedizin nachweislich viel vom erfolg verdankt: wer, wenn nicht der herr professor mit strengem blick, oder mit gütlicher stimme - ja nach patient - vermittelt kompetenz und heilung? da sind die homöopathen nichts dagegen, dach der negativen presse, die sie tagtäglich erfahren....
Palmström, 12. 04. '11 14:30
Hallo im Zeilinger-Land, ... schon von Quanten und Information gehört ?!
Man sollte sich nicht im Sog angeblich schlauer Oberhummer-Bücher dazu hinreissen lassen, Themen zu behandeln, die schnell zur Überforderung führen. Was etwa ist das "recht eigenartiges Grundprinzip der Homöopathie", wenn sie sich um eine ausführliche Anamnese bemüht ?! Und der "Humbug, den Homöopathen glauben müsse" entpuppt sich schnell als jener Humbug, den ihre Kritiker glauben, was wohl angeblich Homöopathen glauben müssen. Was das Massenwirkungsgestz mit der Übertragung von Information zu tun hat - und um die geht es in der Homöopathie - ist so eine Fehlfrage der Kritiker. Eines ist evident : das neue physikalische Paradigma weiss bereits von Quanten, Information und deren Fernübertragung ... und Menschen mit z.B. telepathischer Erfahrung wußten das schon immer ... so schaut's aus !
mitdenkerin, 11. 04. '11 10:25
sowohl - als auch
mir hängt die immer wiederkehrende "entweder-oder"-diskussion zum hals heraus, wo es doch ohnehin eine ganze menge schulmediziner gibt, die "sowohl - als auch" arbeiten und so pragmatisch zum wohle ihrer patienten agieren.
tavipec ist übrigens kein homöopathisches sondern ein pflanzliches heilmittel - klare definitionen in dieser hinsicht wären hilfreich.
suelkei, 11. 04. '11 10:00
Alle Jahre wieder.......
Ich verstehe die Aufregung nicht *kopfschüttel*
Es wird doch Niemand gezwungen, sich homöopatisch behandeln zu lassen und die "teueren nutzlosen" Globuli zu kaufen! Mein Sohn wird seid Jahren überwiegend von seiner Ärztin homöopatisch behandelt - nur einmal musste sie ihm ein AB verschreiben - und es kann mir keiner sagen, dass eine Mittelohrentzündung abgeklungen ist, eine Polypen-OP abgesagt werden konnte und vieles mehr, obwohl es ja angeblich nur Zuckerkugeln sind.
Selbst wenn es angeblich "nur" der Placeboeffekt und meine vermehrte Fürsorge waren, die mein Kind gesund gemacht haben ist mir das tausendmal lieber, als wenn ich ihm lauter Chemie reingestopft hätte.
suelkei, 11. 04. '11 10:00
Forsetzung....
Warum will man uns, die überzeugt sind, dass man Krankheiten ganzheitlich behandeln sollte, immer wieder belehren und aufzeigen, dass die Homöopathie nur Humbug ist?
nra4ever, 11. 04. '11 16:01
Ist halt alles sehr individuell ...
... bei meinem Sohn (6) wurde eine Mittelohrentzündung mit Homöopathikatherapie so lange verschleppt (plus Schmerzen, Fieber, etc.), dass er dann einige Jahre auf dieser Seite fast Taub war. Schreib-/Leseschwäche war eine "Langzeitfolge". Mit Antibiotika die eine andere Ärztin nach ein paar Wochen Alternativmedizin dann verschrieben hat war's erwartungsgemäß nach ein paar Tagen gut (abgesehen von den Langzeitfolgen). Echte Medikamente werden u. a. doppelblind getestet. Alternativmedizin nur doppelblöd! Jeder soll sich umweltfreundlich selbst entsorgen, aber nicht auf Kosten von Abhängigen und nicht auf Kosten der Allgemeinheit.
suelkei, 11. 04. '11 16:36
@nra4ever
Leider kennt sich nicht jeder Arzt, der Homöopathie auf seinem Schild stehen hat, auch wirklich damit aus.
Mein Kind war auch sehr geplagt mit Mittelohrentzündung. Als einmal unsere Ärztin auf Urlaub war, gingen wir zu ihrer Vertretung, die ihm ein Mittel nach Lehrbuch geben wollte. Als ich erklärte, dass mein Sohn für das linke Ohr ein anderes Mittel hat als für das Rechte, zeigt mir der Vertreter (in Gedanken) bestimmt den Vogel ;-) Sein Mittel hat natürlich nicht geholfen - das unserer Ärztin sehr schnell.
Es ist halt seeeehr schwierig, den richtigen Arzt zu finden. Nämlich diesen Arzt, der sich nicht scheut, trotz Homöopathie auch ein AB zu geben, wenn es der Umstand erfordert!
nra4ever, 12. 04. '11 15:22
Warum sollte ich .......
oder sonst jemand bei gesundem Verstand die seeeeehr schwierige Suche nach dem richtigen Arzt der fürs richtige Ohr das richtige Wässerlein findet überhaupt auf sich nehmen (und ein Kind so lange unnötige Schmerzen leiden lassen)? Nur aus borniertem Aberglauben? Es gibt zum Glück getestete, wirksame, auch bei weniger transzendenten Ärzten erhältliche Antibiotika die diese Krankheit rasch heilen. Gibt's wirklich! Und die paar Euro für die Pharmaindustrie sind mir wurst wenn's um das Leiden eines Kindes geht. Und die Nebenwirkungen sind sicher nicht schlimmer als eine Krankheitsverlängerung wegen Hokuspokus.
suelkei, 13. 04. '11 09:29
@nra4ever
Gottseidank kann man selbst entscheiden, ob Schulmedizin oder Homöopathie ;-)
Ich weiss, dass wir dank der Homöopathie fast nie krank sind.
Es erstaunt mich nur immer wieder, wie intolerant die "Gegner" der Homöpathie sind oder seid Ihr schon einmal von uns beschimpft worden, weil Ihr Euch schulmedizinisch behandeln lasst?
muttutgut, 10. 04. '11 23:03
Was nicht hilft und dennoch heilt...
Die "Schulmedizin" hat große Erfolge und so manche Behandlung führt dennoch nicht zu einer Besserung beim Patienten. Das gilt auch für die Homöopathie. Wenn an der homöopathischen Behandlung wissenschaftlich gesehen nichts hilft und dennoch ein Heilungseffekt auftritt, dann sollte jeder Arzt schleunigst die Ausbildung zum Homöopathen machen. So mancher Arzt würde dann seinen Blick vom Computerbildschirm abwenden, den Patienten anschauen, das Erstgespräch würde ca. eine Stunde dauern, die Arzthände würden den Kranken "behandeln", das Seelische hätte in der Therapie seinen Platz. Dann könnte man auch noch ein paar Kügelchen gezielt verabreichen und man hätte damit Erfolg oder nicht, wie in der Schulmedizin auch.
Es geht in erster Linie um den Patienten, ums Rechthaben geht es nur am Rande.
narthex, 11. 04. '11 02:18
Re: Was nicht hilft und dennoch heilt...
Dann hoffe ich mal, dass meine Krankenkassenbeiträge an die zuhörenden Ärzte gehen und nicht an die Homöopathieindustrie die Zucker teuer verkauft!
primat, 10. 04. '11 16:28
Video...
...mit Kommentar zur 10*23 Aktion in Wien - war ganz nett.
http://diewahrheit.at/video/1023-homoopathie-nix-drin-nix-dran
saxolady, 10. 04. '11 15:06
Seltsam ist das schon
der Inhalt des Artikels ist wesentlich differenzierter, als man vom reisserischen Titelblatt erwarten könnte. Dazu mal meine Gratulation.

Dennoch: Warum werden immer Dinge miteinander verglichen, die nicht vergleichbar sind? Das ist in etwa so, als würde die Entfernung zum Mond in Litern berechnet...und dann darüber debattiert, dass da etwas nicht stimmt.

Die Homöopathie geht von einem grundsätzlich anderem Weltbild aus, als die traditionelle Schulmedizin. (Wobei auch diese ihre Wichtigkeit hat. Warum reagieren manche Schulmediziner immer so beleidigt, als würde die Homoöpathie sie ersetzen wollen? Kein seriöser Homöopath würde das jemals tun.)
saxolady, 10. 04. '11 15:10
Re: Seltsam ist das schon
Die Traditionelle Schulmedizin hat ein mechanistisches Weltbild. Da ist was kaputt, anschrauben, hinzufügen, weggeben, passt wieder. Nebenwirkungen? Dann was weiteres hinzufügen, wegnehmen.... Entspricht dass unserem heutigen Wissen?
Die Homoöpathie geht von einem Weltbild aus, in dem der einzelne nicht "repariert" werden kann. Sondern davon, dass er sich selbst in die Pflicht nehmen muss und bereitschaft zum Wachsen zeigt. Hier ein paar Kugerl, da ein paar Tropferl....das ist eine sehr billige Reduktion der Homöopathie.

Es geht hier um Wirkungen. Wenn man die Zahlenkolonnen an Börsen mit den selben Maßstäben betrachten würde wie die Homöopathie würde man wohl auch annehmen, dass es das garnicht gibt, alles virtuell...dennoch werden in der Realität Länder in den Bankrott getrieben...
nra4ever, 11. 04. '11 08:33
Es stehr ja eh im Untertitel
des Artikels:
"Auch wenn ­konkrete ­Wirkungsbeweise nach wie vor ausstehen, sind ­positive ­Aspekte keinesfalls ausgeschlossen. Dennoch ­reagiert die Zunft der Homöopathen beleidigt auf Kritik." - Das gilt genau so für alle Religionen (incl. Scientology) und den ganzen metaphysischen Unsinn. Unbestritten das manche(r) sich einbildet "da werden Sie geholfen" - es ist trotzdem Deppensteuer.
coda, 10. 04. '11 13:25
homöopathie _ placebo
hier noch ein link zur erweiterung des gesamtbildes dieser untersuchung/diskussion

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,673239,00.html
Systemanalytiker, 10. 04. '11 11:59
Korrupte Pharmawirtschaft
Die korrupte Pharmawirtschaft hat ein ökonomisches Interesse an der Systemerhaltung ihres Systems. Kleine Erkältungen sollen schon mit schweren Medikamenten behandelt werden. Homöopathische Kugeln werden als Placebo verteufelt. Die Menschen sind klüger als man denkt und verwenden immer mehr homöopathische Salben und Kugeln, weil sie helfen und heilen.

Ein Teil der Ärzteschaft - gedeckt von Politik, Medien und Justiz - hat Interesse am Konsum von Schmiergeldern beim Einkauf von Medikamenten.

Medikamente mit einem Volumen von mehr als 3 Milliarden Euro werden pro Jahr eingekauft. Die erforderlichen Ausschreibungen werden unterlassen um einen preissenkenden Wettbewerb zu verhindern, damit Ärzte und Politiker mit Deckung der Justiz und der Medien sich persönlich bereichern können.
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