Ich war der Antichrist
- Groer-Opfer attackiert Klasnic-Kommission
- Hartmann: Kirche will die Wahrheit vergraben
Josef Hartmann, Urheber der Causa Groer, in seinem ersten Interview seit 1995 über die Folgen seiner Enthüllung, die Klasnic-Kommission und den neuen Schönborn.
Interview: Emil Bobi
profil: Herr Hartmann, sind Sie eigentlich religiös?
Hartmann: Es gibt kaum Begriffe, die mehr missgedeutet werden können als dieser. Wie viel Schindluder schon damit getrieben wurde. Er kommt in meinem Wortschatz gar nicht vor.
profil: Anders: Sind Sie Kirchenmitglied?
Hartmann: Nein, aber mich haben schon Leute gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, wieder einzutreten, wenn ich eine richtige Entschädigung bekommen würde. Nachdem Geld eine so große Bedeutung hat im Leben
profil: Gegen Geld würden Sie wieder eintreten?
Hartmann: Ja, warum nicht?
profil: Wie viel?
Hartmann: Nicht unter zehn Millionen Euro, wie ich bei einem Wiener Rechtsanwalt deponiert habe.
profil: Obwohl profil niemals für Informanten bezahlt, legen Sie Wert auf die Feststellung, dass dieses Interview unentgeltlich ist. Warum?
Hartmann: Es gab nicht nur ein Mal Unterstellungen, ich würde mit meinen Stellungnahmen Geld machen, ja sogar dass ich meine Gelder in der Schweiz horte.
profil: 1995 haben Sie Kirchengeschichte geschrieben, als Sie via profil die Causa Groer ins Rollen brachten. Seither sind Hunderttausende aus der Kirche ausgetreten. Was war damals Ihre Intention?
Hartmann: Ich wollte Gerechtigkeit. Erst viel später ist mir bewusst geworden, dass diesbezüglich weltweit bereits eine gewisse Stimmung geherrscht hat. Ich war da in einem Strom von Aufdeckungen. Diese Fälle haben sich ja schon durch die Jahrhunderte gezogen. Selbst die so genannten Hexenverfolgungen trafen genau ¬diesen Kern, wo ein Umkehrspiel getrieben wurde. Denn diese Frauen wussten sehr genau, was bestimmte Geistliche mit Kindern trieben. Geistliche Machthaber haben das auf die Frauen zurückgewälzt.
profil: Wie sind Sie nach Ihrer Enthüllung mit dem Medienrummel zurechtgekommen?
Hartmann: Ich war damals wie in einer Arena des öffentlichen Interesses. Die haben sich europaweit auf mich gestürzt. Ich konnte nicht mit einem Aufzug fahren, ohne beim Aussteigen in eine Kamera zu blicken. Ich hatte gewagt, diese Kardinalsautorität mit seiner Vergangenheit zu konfrontieren. Ich war gar nicht in der Lage, diesen vielen Medieneinladungen nachzukommen. Ich konnte nicht nach New York fliegen und in die Schweiz ins Studio, zum Interview nach Schweden und so weiter.
profil: War die Reaktion der Öffentlichkeit unangenehm?
Hartmann: Eine gemischte Sache. Ich hätte das nicht machen können, wäre mein Vater nicht schon tot gewesen. Der hätte das nicht verkraftet, weil er zu stark in das dörfliche katholische Leben integriert war. Auch durch den Tod meines Bruders ist da viel aufgebrochen. 2003 ist das Ganze noch einmal durch die Angriffe von Bischof Kurt Krenn hochgeschwappt, der es verstanden hat, mich als paranoid hinzustellen. Er handelte mit Rückendeckung des Vatikans, weil man Angst vor den finanziellen Folgen durch drohende Kirchenaustritte und mögliche Schadenersatzzahlungen hatte, wie sie in Amerika Praxis geworden waren. Bezeichnend war auch, dass der Staatsanwalt nie eingegriffen hat, weil angeblich alles nur kirchenrechtlich zu behandeln gewesen sei. Obwohl Groer als Direktor eines Aufbaugymnasiums in einer weltlichen Position war.
profil: Strafrechtlich war das verjährt.
Hartmann: Das sind meine Lieblingsausdrücke: verstorben, verjährt, vergraben. Man will die Wahrheit vergraben.
profil: Anfangs wurden Sie von Bischöfen als sehr kranke Seele bezeichnet und profil als Nazi-Blatt, dass im Stil der NS-Prozesse gegen Geistliche agiert
Hartmann: Ja, Hans Dichand meinte sogar, ich war der Antichrist in Person.
profil: Hat sich irgendjemand von der Kirche je bei Ihnen entschuldigt?
Hartmann: Nein. Man muss Kardinal Schönborn schon anerkennen, dass er mir zumindest zur Hälfte eine Therapie in der Schweiz ermöglichte. Ursprünglich wollte ich einen öffentlichen Zivilprozess gegen Groer. Es gibt Dokumente, dass Groer auch reden wollte, es ihm aber von irgendeiner Seite nicht erlaubt wurde.
profil: Es gibt nicht viele Seiten, die ihm das verbieten konnten. Wer war es?
Hartmann: Ich weiß nicht. Mir ist das nur gesteckt worden.
profil: Haben Sie diesen Schritt an die Öffentlichkeit jemals bereut?
Hartmann: Ja und nein.
profil: Warum ja?
Hartmann: Weil es mich in einen Kardinalseffekt, wie ich das nenne, hineingetrieben hat. Ich habe mich in eine moralische ¬Rolle hineingespielt, die ich nicht einfach ablegen kann. Ich habe auch schmerzhaft miterlebt, wie meine Familie, auch meine Tochter, leiden musste. Sie lebt ja noch ¬immer in Hollabrunn, wo die Ereignisse bis heute nicht aufgearbeitet wurden. Noch im Vorjahr hat Bischof Andreas Laun -öffentlich gesagt, die Groer-Sache sei unbelegt.
profil: Ist das der Grund, dass Sie sich überlegen, Ihre Identität zu ändern?
Hartmann: Ja. Als Josef Hartmann ist es heute noch sehr schwierig, Arbeit zu finden. Weil die Sache nie wirklich aufgearbeitet und geklärt wurde.
profil: Welche Auswirkungen hatte die Affäre insgesamt auf die Kirche? Was hat sich seither geändert?
Hartmann: Unglaubliches. Es kam zum Kirchenvolksbegehren mit 500.000 Unterschriften. Es wurden Gruppen gegründet, die Aufklärungsarbeit leisten.
profil: Hat sich während der vergangenen zwei Jahre kirchenintern nicht zumindest die öffentliche Performance geändert? Kardinal Schönborn hat sich entschuldigt, Opfer sollen entschädigt werden, Vorwürfen wird nachgegangen, Personen, die Vorwürfe erheben, werden nicht mehr ¬herabgewürdigt
Hartmann: Ob das nicht der Erfolg von ¬Public-Relations-Beratung ist? Man hängt sich hier ein neues Mäntelchen um, ohne in der Substanz etwas zu ändern.
profil: Es wird also nach wie vor gemauert und gelogen?
Hartmann: Absolut.
profil: 2003 hat Ihnen die Kirche an die 40.000 Euro überwiesen. Dafür mussten Sie schriftlich garantieren, nicht mehr an die Öffentlichkeit zu gehen?
Hartmann: Ja, das war ein Teufelspakt. Es war Schweigegeld. Ein sittenwidriger Vertrag. Der Betrag war ein Hohn verglichen mit international üblichen Entschädigungssummen.
profil: Mittlerweile gibt es die so genannte Klasnic-Kommission.
Hartmann: Ich war dort mittlerweile dreimal vorstellig, erstmals im Oktober des Vorjahres. Ich hab mich gefreut, dass so was überhaupt ins Leben gerufen wird. Dass versucht wird, die Vorfälle zu sichten. Doch im Vergleich zu Irland etwa gibt es in Österreich keine nennenswert ehrliche Aufarbeitung durch den Staat. Und man bietet Beträge im Cent-Bereich.
profil: Die Klasnic-Kommission behauptet, unabhängig und nicht kirchlich zu sein.
Hartmann: Sie agiert im Interesse der Kirche und des Staates. Einfach, um die Sache möglichst schnell und möglichst billig vom Tisch zu bekommen.
profil: Wie waren Ihre Gespräche mit Frau Klasnic?
Hartmann: Sie ist ja eine charmante Dame und verfügt über politische Erfahrung. Sie zeigt durchaus Mitgefühl. Aber der Fonds und die Leute, die ihn verwalten, sind eine höchst undurchsichtige Sache. In der Kommission sitzen lauter weltliche Leute. Aber immer wieder sieht man Fotos mit einem Klaus Küng, der dabeisitzt. Da frage ich mich schon, warum.
profil: Wie geht die Klasnic-Kommission nun mit Ihrer Causa um?
Hartmann: Ich habe das Gefühl, sie hat ¬Interesse, dass ich wieder in das Arbeitsleben eingegliedert werde.
profil: Sie will Ihnen Arbeit beschaffen?
Hartmann: Das hat sie anklingen lassen.
profil: Zum Umgang der Kirche mit Macht und Sexualität: Glauben Sie, dass Groer selbst ein Opfer des Pflichtzölibats war?
Hartmann: Ich kenne seine Kindheit zu wenig. Er war ja selbst im Knabenseminar Hollabrunn. Ich habe da gewisse Vermutungen, aufgrund der Literatur, die ich studiert habe. Aber ich kann das nicht beantworten. Ich weiß nur, dass Hitler katholisch erzogen wurde, nie aus der Kirche ausgetreten ist und dass Pius XII. ihn nie exkommuniziert hat für seine Sauereien. Und das reicht mir.
10.5.2011 15:49
Hugoport, 30. 08. '11 08:56
aber aber Herr Hartmann ?
Viele Christen glauben, daß Sie von angehenden Bischöfen verwendet wurden, um Groer zu stürzen ? Ob Groer der richtige Erzbischof war, darüber läßt sich streiten , aber diese gelungene Situation zu erzeugen, um Groer, Krenn zu stürzen und andere ehrenwerte Priester , die Abhängige der Bischöfe sind, läßt viele Zweifel offen ? Sie werden dies ja vor IHREM Gewissen verantworten müssen, da kann IHNEN niemand helfen !
niemand666, 12. 05. '11 10:20
ein "golden handshake" wäre billiger gewesen
Was die kath. Kirche mit der Klasnic-Kommission als Verhöhnung der Betroffenen aufführt, wird ihr noch entsetzlich leid tun. Was sich Klasnic und die Stiftung Opferschutz in ihrem Hochmut leistet wird vor den Fall kommen. Wenn man vergleicht, was die Telekom Austria als "Golden Handshake" zahlt (350.000 € pro Person) um Mitarbeiter abzufertigen, so sind die Entschädigungen der KK um ihre ausgebeuteten, vergewaltigten und geschändeten einstigen "Liebesdiener" loszuwerden nicht einmal ein Almosen.
So ein Verhalten wird rächen!
Der Mühlstein liegt bereit! Lk 17,1-2; Off 18,22
Niemand kennt die Stunde und den Tag! Off 13,18
Josef Hartmann wurde von der Kirche als ANTICHRIST verleumdet. Inzwischen ist dies sein Ehrentitel geworden!
JHA statt IHS!
Fürsorgezögling, 10. 05. '11 18:52
Und d a s soll einer Aufarbeitung dienlich sein ??
Wer je die Apokalypse des Johannes gelesen hat und den zeitlich-astronomischen Hintergrund, d.h. die Ankündigung der Endzeit des Christentums verstanden hat, sieht im Antichrist das nächste Sternbild das durch die Präzession nach den Fischen (ICHTYS) kommt. Hartmann läutet gewissermaßen eine neue Zeit ein, vor der sich niemand zu fürchten braucht, sondern die schon lange mit Sehnsucht erwartet wird.
Tfirst, 09. 05. '11 19:02
Aufklärung?
Der Vater von Monsignore Helmut Schüller (ehemaliger Leiter der Ombudsstelle für sexuellen Missbrauch der Erzdiözese Wien), Herr Hofrat Dr. Emil Schüller, war von 1967 – 1985 Sicherheitsdirektor in NÖ. Es hätte schon in den 70er Jahren erste Anzeigen gegen Groer gegeben, aber die wurden durch Hofrat Dr. Schüller in seiner Position als Sicherheitsdirektor verhindert. Aber der Sohn will auch immer Licht ins Dunkel bringen, ich meine, er hätte es auch seit Jahrzehnten tun können, denn er was sicher auch lange bevor alles in der Öffentlichkeit aufbrach, informiert bzw. teilinformiert.
Countdawn1, 10. 05. '11 10:12
Re: Aufklärung?
Und Schüller trat am Sonntag in der ORF-Sendung im Zentrum mit dem Insert auf: Stiftung WELT-ETHOS!
Wie traut sich dieser Mann sich so darstellen, und ist auf der anderen Seite so ein feiges Arschloch, dass es sich nicht mal dazu was zu sagen traut.
Es geht wohl auch ihm um das Ansehen der Kirche, damit die Glaubwürdigkeit nicht leidet ...
Was ist da noch glaubwürdig, wenn nur gelogen und vertuscht wird ..., um ja das Ansehen nicht zu schädigen.
Mir wird schlecht beim Satz: In der Kirche ist Wahrheit ...
Man wird noch bitter bereuen ...
Aber der Zug ist schon abgefahren, und Reue kommt jetzt zu spät ...
Countdawn1, 10. 05. '11 15:32
Re: Aufklärung?
Und Schüller trat am Sonntag in der ORF-Sendung im Zentrum mit dem Insert auf: Stiftung WELT-ETHOS!
Was maßt sich Schüller da an, im Namen von WELT-ETHOS im ORF aufzutreten und für Gerechtigkeit zu plädieren?
Ist Groer Gerechtigkeit widerfahren? Ist irgendeinem der von Klerikern geschändeten Kinder und Jugendlichen durch Schönborns Klasnic-Kommission Gerechtigkeit widerfahren? Oder einem der Täter?
Ist der neue WELT-ETHOS, den Schüller vertritt seine Art des Handels, die "Weisheit der drei Affen" (blind, taub, stumm). Ist Hans Küng noch bei Stiftung Welt-Ethos oder hat diese auch schon Klaus Küng übernommen, wie die Stiftung Opferschutz?
Herr Schüller, packen Sie aus, oder verschwinden Sie!
loveandpeace, 14. 05. '11 10:18
Re: Aufklärung?
Helmut Schüller des Mitwissens zu beschuldigen, ist meiner Meinung nach nicht dadurch zu rechtfertigen, dass er als Sohn seines Vaters im Detail wissen MUSSTE, was dieser beruflich betrieb.
Wenn er es jedoch gewusst hat, heißt dies noch lange nicht, dass er die Handlungen des Vaters gut geheißen hat.
Vielleicht ist es ihm erst jetzt möglich, zu handeln.
Er arbeitet doch schon seit Jahren daran, Licht ins Dunkel zu bringen und ich halte seine Bestrebungen für ehrlich.
Vor einer "Sippenhaftung" möchte ich warnen, denn ich möchte auch nicht dafür verantwortlich gemacht werden, was eventuell meine Eltern in ihrem Berufsleben versäumt haben. Ich glaube, man soll Menschen nur an den eigenen Taten messen!
Die Bezeichnung "ANTICHRIST" halte ich persönlich auch für einen Ehrentitel.
Hugoport, 30. 08. '11 09:01
Re: Aufklärung?
Sie sollten sich alles nochmals genau überlegen ? Es gibt viele Studenten aus Hollabarunn, die genau das Gegenteil bezeugen können. Groer war ein ehrlicher anstädniger Religionslehrer, der korrekt getadelt und gelobt hat ! Wer hier Mißverstanden wurde ? na ja ?
Tfirst, 09. 05. '11 18:12
Groer Vertuschungs Komplott begann 1975, siehe mein Posting unten: Trauerspiel
Etliche Jünger von Groer sind heute noch in Psychotherapie. Groer hatte im Knabenseminar Hollabrunn alleine während seiner Aufsicht beim gemeinsamen Duschen hunderte perverse Hygieneuntersuchungen an Zöglingen an deren Geschlechtsteilen vorgenommen. Er alleine bringt vermutlich als Serientäter so viele Opfer zusammen, wie die gesamte Klasnic-Kommission bis jetzt zusammen hat. Er hat sich aber auch privat bei Familien herumgetrieben, als fördernder Kinderfreund und in vielen Familien eine Spur des Grauens hinterlassen.
Vieles war Abt Lashofer bekannt, doch dann half er noch mit, dass Groer Kardinal werden konnte. Und der Herr Kurienkardinal Ratzinger hob ihn auch mit auf den Kardinalstrohn, eisern.....Kinderschänder Vertuscher und NAZI
Pfui Teufel!
Tfirst, 09. 05. '11 17:30
Auch das war schon seit 1991 in der Erzdiözese Wien bekannt
Eine Tante eines Groeropfers wandte sich schriftlich an den Abt und auch an Kardinal Groer selbst, weil dieser dem Missbrauchsopfer damals noch zusätzlich 100.000 Schilling (ungefähr € 7.000) abgenommen hat. Geld, das die Mutter für ihren Sohn zusammengespart hat. Ich habe diese Korrespondenz in der auch steht, welche sexuelle Abartigkeiten Groer mit dem Mönch machte, und dass der Mönch darauf für Jahre ins Irrenhaus kam.
In der Korrespondenz steht auch, dass sich die Schwester des Opfers aus lauter Gram über diese Sache umbrachte. Doch Abt Lashofer zeigte sich, obwohl er die Briefe kannte (es waren einige an ihn adressiert), in der Öffentlichkeit immer erstaunt, wenn Vorwürfe über Groer laut wurden.
Tfirst, 09. 05. '11 17:59
Re: Auch das war schon seit 1991 in der Erzdiözese Wien bekannt
Ich sagte vor einem Jahr zur Kommission, dass sie Göttweiger Mönche einladen sollen, denn im Stift laufen weitere Missbrauchs- und Prügelpatres frei herum. Die Opfer haben Angst, wenn sie darüber reden sollen, weil bei den meisten Opfern oder deren Familienangehörigen eine wirtschaftliche Abhängigkeit zum Stift besteht, sondern dass die Kommission auch P. Udo Fischer einladen (Vorladen) soll, der selber auch ein Missbrauchsopfer von Groer ist, aber vermutlich durfte auch er nie öffentlich darüber reden. So wie Groer sich selbst nicht offen dazu bekennen durfte, sondern von oben verordnet bekam, zu schweigen. Ich bin sicher Groer wollte reden, er litt unter seiner Veranlagung, die ihm bewusst war. Er würde also nicht zu den anderen 99% der uneinsichtigen pädophilen Klerikern zählen.
Hugoport, 30. 08. '11 09:13
Re: Auch das war schon seit 1991 in der Erzdiözese Wien bekannt
offensichtlich leiden Sie unter einer Psychose ! Ich würde IHNEN rasche ärztliche Hilfe empfehlen ? Es gibt unzählige Hollabrunner Absolventen, die genau das Gegenteil aussagen können. Die Erzeihungsmethoden, ob richtig oder falsch wird sich noch herausstellen, waren damals halt etwas härter und anders ! Zucht und Ordnung waren selbstverständlich ! Offensichtlich haben Sie darunter gelitten und Wahnvorstellungen erzeugt !
Tfirst, 09. 05. '11 17:25
Groer Vertuschungs Komplott
Seit Papst Benedikt XVI. im Amt ist, fordere ich dessen Rücktritt, denn im Vatikan war er seit 1981 als Kurienkardinal für Fälle von sexuellem Missbrauch, die während der Beichte passierten, als Sachbearbeiter zuständig, doch auch er deckte Groer. Ich sagte schon als Kandidat von Göttweig (ich war von 1974 – 1979 Kandidat) zu Abt Lashofer, dass mit Groer bei den Beichtgesprächen etwas nicht stimme, weil er sexuell abartig veranlagt sein dürfte. Und ich bin mir ganz sicher, dass Abt Lashofer mit Kurienkardinal Ratzinger darüber sprach, waren die beiden doch befreundet.
Ganz sicher war Kardinal Schönborn auch über Groer informiert, seit er an Groers Seite gestellt wurde.
MfG
Michael Tfirst
Tfirst, 09. 05. '11 17:17
Ein ewiges Trauerspiel
Hartmann machte aus der Sicht als Hollabrunner Knabenseminarist 1995 öffentlich, was ich als Göttweiger Kandidat schon im Jahr 1975 machte, als ich das erste Mal mit Abt Lashofer daüber sprach, dass Groer sexuell abnorm ist. Dann war ich einmal mit Groer allein, ich spürte er will was von mir, er kam auch nahe…., aber ich wehrte mich dann, zu Groer in sein neu gegründetes Hollabrunner Aufbaugymnasium zu gehen. Blöderweise machte ich damals wegen Groer im Stift zwei Selbstmordversuche.
Und schon vor einem Jahr, im Mai 2010 sprach ich vor einigen Kommissionsmitgliedern der Kommission, dass endlich in der Sache Groer etwas unternommen gehört und dass sie Göttweiger vorladen sollen…..
Leider ist seitens der Kommission gar nichts geschehen!
http://www.michaeltfirst.blogspot.com/
Tfirst, 09. 05. '11 17:22
Re: Ein ewiges Trauerspiel
Wegen Groer sprangen im Lauf der Zeit, und ich möchte fast sagen mich nachahmend, noch mindestes vier weitere junge Mönche aus dem Turmzimmer des Rekreationsraumes, einer überlebte den Sturz aber nicht. Ich habe diese Seite für meinen Sprung gewählt, wo man in den Innenteil des Konventgartens fällt und auf weichem Boden und Gestrüpp landet. Das dürften die anderen auch so gemacht haben. Ein junger Pater aber wählte die andere Seite des Turmes, wo es tief den Abgrund entlang der Festungsmauer hinunter geht und es zerriss ihn in Stücke.
Countdawn1, 09. 05. '11 11:11
Soll Hartmannn jetzt für die Kirche arbeiten? Teil 1
Zu Zitat Hartmann: Ich habe das Gefühl, sie (Klasnic) hat Interesse, dass ich wieder in das Arbeitsleben eingegliedert werde.
Josef Hartmann hat durch seinen Mut und seine Überlebenskraft all das zu überstehen, was man ihm angetan hat, genug geleistet. Er sollte nie mehr wieder finanzielle Sorgen haben und von der Kirche entsprechend entschädigt werden.
Countdawn1, 09. 05. '11 11:17
Re: Soll Hartmannn jetzt für die Kirche arbeiten? Teil 2
Es erregt Brechreiz (auch in Hartmann?), wenn ich mir vorstelle stelle, ich bzw. er müsste als Entschädigung für das angetane Unrecht nun eine von Klasnic angebotene Arbeit annehmen und nun sogar für die Kirche arbeiten. Wie sollte Hartmann so eine Arbeit ihn erfüllend machen können und zufrieden sein?
Will man so Hartmann, der sich freigekämpft hat, nun wieder in Abhängigkeit und an das kirchliche Gängelband binden? DI Hartmann, dem die Kirche seine berufliche Karriere als Diplomingenieur gründlich versaut hat, ist sicher clever genug, diesen giftigen Köder zu meiden.
Die Kirche wäre gut beraten, seine finanzielle Forderung zu erfüllen.
Ich weiß: Josef wird sich auch anders zu wehren wissen, und es liegt an uns alllen, ihm dabei nicht im Weg zu stehen, sondern ihn dabei zu unterstützen.
Countdawn1, 09. 05. '11 10:37
Hartmann der Antichrist
Josef HARTMANN als den ANTICHRIST zu bezeichnen, betrachte ich als EHRENTITEL für ihn und bringe ihm dafür die höchste Anerkennung dar. Wer je die Apokalypse des Johannes gelesen hat und den zeitlich-astronomischen Hintergrund, d.h. die Ankündigung der Endzeit des Christentums verstanden hat, sieht im Antichrist das nächste Sternbild das durch die Präzession nach den Fischen (ICHTYS) kommt. Hartmann läutet gewissermaßen eine neue Zeit ein, vor der sich niemand zu fürchten braucht, sondern die schon lange mit Sehnsucht erwartet wird. Apokalypse heißt schließlich Offenbarung, Aufdeckung!
Jetzt ist Zeit dass die Verbrechen der Kirche endlich ans Licht kommen!
DANK HARTMANN!
Fürsorgezögling, 07. 05. '11 18:36
Kirchlicher Missbrauch, nichts spezifisch "österreichisches",
sehr wohl aber der Umgang der Kirche und des Bundes mit den Missbrauchten. Die Verhöhnung Hr. Hartmanns steht mir heute noch vor Augen und Ohren, die Kronenzeitung hetzte gegen den Frechling der einen Kardinal anschüttet, Bischof Schönborn kam damals zur Einsicht einer "moralischen Gewissheit", Herr Schüller ein Kündigungsbrieferl unter der Türtacke. Es sollte wiederum 15 Jahre dauern bis die Thematik dieser Verbrechen abermals angegangen wurde, bis der Dreckhaufen unter den Teppichen der kirchlichen und weltlichen Erziehungsanstalten etc., so kompakt war, dass kein neuer Dreck mehr darunter passte.Danke an das profil welches sich nie gescheut hat, dieses Thema schonungslos anzupacken.