Traumberuf Hausfrau?

  • • Jede zweite Österreicherin könnte sich ein Leben als Hausfrau vorstellen
  • • Die Ursachen dafür sind so schockierend wie facettenreich

Jede zweite junge Österreicherin kann sich ein Leben als Hausfrau vorstellen. Ursache für die schleichende Reanimierung der Traditionsrolle ist jedoch kein neuer Konservativismus, sondern die Wirtschaftskrise, erschöpfte Emanzen-Mütter und das Versagen des Staats bei der Kinderbetreuung.

Von Angelika Hager und Sebastian Hofer

Wenn die Maturantin Tina M. von der Zukunft träumt, wirkt das, als ob sie einem feministischen Schwarzbuch entsprungen wäre. Vier süße Kinder, abends kommt der Ehemann nach einem erfüllten Arbeitstag nach Hause, es wird frisch Gekochtes gemeinsam gegessen, wobei Berufsstress und Doppelbelastung in Tinas Weltbild definitiv nicht auf dem Menüplan stehen. Doch, doch, sie möchte nach dem Schulabschluss schon studieren, vielleicht sogar kurz arbeiten gehen, aber, wenn alles gut läuft, sich in ihrer Lebensvision nicht durch Dinge wie Selbstverwirklichung und Karriere unnötig irritieren lassen.

Die achtzehnjährige Tina M. ist jedoch kein Phantom, das als Warnsignal vor einem beginnenden Backlash von der linksradikalen Genderpolizei erfunden wurde: Tina M. lebt – und zwar im oberösterreichischen Wels. Sie ist eine der 800 Jugendlichen zwischen 14 und 24 Jahren, die im Rahmen der vierten Ausgabe des „Jugendmonitors“, einer Studie des Familien- und Jugendministeriums, kürzlich zu ihrer Einstellung zu den Themen Familie, Kinder und Beruf befragt wurden. Auftraggeber war Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, der sich auch noch mit den Ressorts Familie und Jugend herumschlagen muss.

Das wohl spektakulärste Ergebnis der Studie, das ihren Leiter Peter Filzmaier selbst überraschte: Mehr als die Hälfte der befragten Mädchen und Frauen zwischen 14 und 24 Jahren können sich vorstellen, der Familie zuliebe auf eine Karriere zu verzichten. 55 Prozent bejahten die Aussage: „Wenn mein Partner so viel verdient, dass unser Lebensunterhalt gesichert ist, möchte ich Hausfrau sein.“

„Ein ganz klares Ergebnis der Erhebung war, dass die Rollenbilder der Jugendlichen weit klassischer ausfallen, als man gemeinhin annehmen würde“, kommentiert Filzmaier den Befund. „Mit einer wichtigen Einschränkung: Der Begriff der Familie ist dabei nicht zwangsläufig mit einem Trauschein verknüpft.“ Als Reaktion auf allgemeine ökonomische Unsicherheiten – schließlich ist der Auftraggeber der Wirtschaftsminister – will Filzmaier diese Tatsache freilich nicht sehen: „Meine These wäre, dass das Familienleben – mit ganz unterschiedlichen, auch modernen Familienbegriffen – in Österreich einen grundsätzlichen gesellschaftlichen Wert darstellt und Jugendliche sich in dieser Hinsicht nicht sehr von der restlichen Bevölkerung unterscheiden.“

Die junge bis mittelalterliche österreichische Hausfrau des 21. Jahrhunderts hat viele Gesichter, wie profil bei den Gesprächen mit zahlreichen „Betroffenen“ herausfand. Das Spektrum reicht von der Top-Managerin, die durch Dauer­erschöpfung an ihrem Teilzeitkonzept scheiterte und Fulltime-Mutter wurde, bis zur jungen Bobo-Psychologin, die sich auf ein 20-Stunden-Homeoffice pro Woche einpendelt, weil ihr Mann seine Versorgerrolle ernst genug nimmt. Oder eben der Supermarktkassiererin, deren Gehalt eine Doppelbelastung ohnehin nicht rechtfertigt – ganz im Sinne der früheren Kanzlergattin Christine Vranitzky, die Mitte der neunziger Jahre ihr Unverständnis darüber äußerte, dass „Frauen wegen fünftausend Schilling überhaupt arbeiten gehen“.

Dass der Geschlechterkampf zunehmend zum Klassenkampf werden wird, darüber sind sich sowohl die französische Paradeintellektuelle Elisabeth Badinter, 66, als auch die deutsche Starfeministin Katja Kullmann („Generation Ally“), 41, einig. „Natürlich gibt es auch die jungen, gut gebildeten Macchiato-Mütter, die vom Geld ihrer Eltern leben können und sich in eine neue Bürgerlichkeit flüchten, weil der Neoliberalismus ihnen wenig zu bieten hat“, so Kullmann, die eben mit ihrem neuen Buch „Echtleben“ die Generation der mitteljungen Krisenverlierer porträtierte, „aber innerhalb der Gruppe der brutal ökonomisch Abgehängten verlieren die Frauen natürlich immer mehr.“ Deprimierend sei, dass „wir bei allen Genderdebatten seit zehn Jahren auf der Stelle treten und noch immer die alten Fragen stellen müssen, ohne auch nur irgendwie weiterzukommen“.

Dass „Babykarenz einem Karriereknick“ gleichkommt und „Teilzeitarbeit zum Karrierekiller“ wird, muss auch Frauenministerin ­Gabriele Heinisch-Hosek zugeben. In Österreich bleiben die Frauen noch dazu überdurchschnittlich lang in Karenz: Von den knapp 150.000 KinderbetreuungsgeldbezieherInnen (davon weniger als 7000 Männer) entscheidet sich der überwiegende Teil, nämlich fast 100.000, für die längste, dreijährige Variante, weitere 28.000 für die zweijährige.

Das hat entscheidende Auswirkungen auf die Lohnschere zwischen Männer- und Frauengehältern, die europaweit zu den größten zählt: Laut Arbeiterkammer verdienen Frauen in Österreich im Schnitt 41 Prozent weniger als Männer, und selbst bei vergleichbaren Branchen, Berufen und Qualifikationen beträgt die Differenz immerhin 15 Prozent. Das Frauenministerium geht davon aus, dass Kinderbetreuungsaufgaben zu fast einem Drittel das geringere Durchschnittseinkommen bei Frauen verursachen. Das deckt sich auch mit einer Untersuchung des Arbeitsmarktservice, nach der die Dauer der Elternkarenz das Gehalt nach dem Wiedereinstieg durchaus negativ beeinflusst: Nach weniger als einem Jahr Karenz liegt das durchschnittliche Bruttoeinkommen von Frauen bei 1500 Euro, nach zwei Jahren verringert sich dieser Wert um 21 Prozent, nach drei Jahren um 30 Prozent, und wer sich länger als fünf Jahre ausschließlich der Kinderbetreuung widmet, hat Gehaltseinbußen von bis zu 60 Prozent zu erwarten. Nach dem Wiedereinstieg findet, laut Frauenministerium, jede fünfte Frau keine Vollzeitbeschäftigung, die ihrer Ausbildung entspricht. Und Teilzeitkräfte verdienen pro Stunde rund ein Drittel weniger als Vollzeitbeschäftigte. „Es ist so traurig“, klagt Elisabeth Badinter, die mit ihrer Polemik „Der Konflikt“ die „süße Tyrannei der Mutterschaft“ als größtes Emanzipationshindernis ausrief, im profil-Interview, „ich sehe auch in Frankreich so viele junge Frauen, die erfolgreiche Ärztinnen, Journalistinnen oder Anwältinnen sind und sich dennoch zu Hause mit ihren Kindern verkriechen.“ Zusätzlich käme es zu einem „beunruhigenden sozialen Bruch“, denn diejenigen, „die unterprivilegiert und schlecht bezahlt sind, denken sich, bevor ich hier länger in einem miesen Job herumsitze, bekomme ich doch lieber ein paar Kinder“. Die wirtschaftlich motivierte Flucht in die Mutterschaft innerhalb der Unterschicht würde gleichzeitig die Weichen für eine massive Verarmung stellen.

In Österreich sind besonders Alleinerzieherinnen von einem sozialen Abstieg bedroht: Laut Mikrozensus 2006 machten Familien mit nur einem Elternteil zehn Prozent der armutsgefährdeten Haushalte aus; insgesamt repräsentieren Alleinerzieher(innen)-Familien jedoch nur vier Prozent aller Haushalte. Ab drei Kindern können es sich die wenigsten Mütter leisten, ganz zu Hause zu bleiben: Denn kinderreiche Familien sind mit zwölf Prozent überproportional armutsgefährdet. Die verheiratete Mittelschichtmutter, die in Österreich ein bis zwei Kinder hat, kann es sich am ehesten leisten, dem Arbeitsmarkt fernzubleiben, da die Re­publik mit dem Kinderbetreuungsgeld mehr in die häusliche Pflege als in Kindergärten und Krippen investiert und somit die Frauen auch indirekt aus dem ökonomischen Kreislauf zieht. Viele der profil-Interviewpartnerinnen beharrten auf Anonymität. „Es ist eben nicht modern und cool, Hausfrau sein zu wollen“, begründet diese Bitte eine 33-jährige Akademikerin, die erst gar nicht ins Berufsleben eingestiegen und mit ihrem dreijährigen Sohn – auf unbestimmte Zeit – gerne zu Hause ist, „aber ich kenne viele Mütter, die das Bedürfnis hätten und sich nicht trauen, das zuzugeben“.

Ihre eigenen Erfahrungen in „einem Ganztagskindergarten und einer Ganztagsschule“ seien aber so negativ prägend gewesen, dass „ich meinem Sohn das nicht antun wollte“. Laut den jüngsten OECD-Daten befindet sich Österreich, was die Kinderbetreuungsquote und die dazugehörige pädagogische Qualität betrifft, im beschämenden Hinterfeld Europas. Noch beim EU-Kongress 2002 in Barcelona hatten sich alle teilnehmenden Staaten darauf geeinigt, dass bis 2010 mindestens so viele Betreuungsplätze geschaffen werden sollen, dass die Altersgruppe der Drei- bis Fünfjährigen zu 90 Prozent und die der bis zu Dreijährigen zu 33 Prozent versorgt werden können. Österreich hat zwar durch das Gratis-Kindergartenjahr aufgeholt, ist aber dennoch von den EU-Vorgaben meilenweit entfernt: Insgesamt müssten mehr als 700.000 neue Betreuungsplätze geschaffen werden. Auch das Niveau der Frühbetreuung ist dramatisch: Oft kommen auf eine Pädagogin bis zu 25 Kinder in der Altersgruppe der Drei- bis Sechsjährigen. Als Mindestforderung gilt für die Unesco jedoch ein Betreuungsschlüssel von eins zu fünfzehn. Nach dem Bildungsvolksbegehren sollten die Wutbürger und -bürgerinnen ihre Protestenergie dringend einer hochqualitativen Frühbetreuung zuwenden.

„Man fühlt sich vom Staat schon sehr alleingelassen“
, so die 37-jährige Vollzeitmutter Eva Wolfsgruber, die plant, mit ihrer heute einjährigen Tochter Sarah für insgesamt drei Jahre zu Hause zu bleiben, „das Kinder­kriegen wird einem sehr schwer gemacht.“ Die Studienabsolventin, die sich dem Arbeitsmarkt zugunsten ihrer Mutterschaft freiwillig entzieht, ist eine statistisch belegbare Facette. Obwohl jährlich deutlich mehr Frauen als Männer in Österreich maturieren und auch an den Universitäten ihre Studien schneller und mit besseren Noten abschließen, haben diese Voraussetzungen auf dem Arbeitsmarkt alles andere als positive Konsequenzen. „Frauen geben vermehrt an, dass sie ihr Studium einfach aus­probieren wollten“, so der Soziologe Martin Unger, der als Experte für die Chancengleichheit im Bildungswesen gilt, „wohingegen Männer schon neben dem Studium intensiver arbeiten und auch mit mehr Ansehen und Einkommen rechnen.“

Was die Evolutionsbiologie sich vor geschätzten 10.000 Jahren ausgedacht hat, ist offensichtlich noch immer fest im Verhaltenskodex zementiert. Die Geburt der Hausfrau setzt die US-Anthropologin Helen Fisher mit dem „Beginn von Ackerbau und Sesshaftigkeit“ gleich: „Zu diesem Zeitpunkt entstand auch die patriarchalische Gesellschaftsstruktur. Im Nomadendasein war die Menschheit nämlich noch gleichberechtigt organisiert.“

Die schleichende Rückkehr der Hausfrau, die in liberalen Kreisen bis vor zehn Jahren noch als anachronistische Repräsentantin eines reaktionären und unter allen Umständen zu vermeidenden Wertesystems galt, ist keine Konsequenz eines wieder aufflammenden Neokonservativismus, wie ihn die deutsche Ex-Fernsehsprecherin Eva Herman vor fünf Jahren losgetreten hatte. Oder ihn die erfolgreiche US-Fernsehserie „Desperate Housewives“ nahezu ebenso lang parodiert. Herman erklärte damals mit ihrem Buch „Das Eva-Prinzip“ den „durchorganisierten Superweibern“ den Kampf, die sich viel besser um die „Rehabilitierung des ­eigentlichen weiblichen Schöpfungsauftrags“ kümmern sollten. Die Debatte rief den Feminismus auf den Plan, der diese „zwischen Steinzeitkeule und Mutterkreuz“ liegende Herman-Schlacht zum „Knochenkotzen“ fand, wie es die Schriftstellerin Karin Duve formulierte.

Inzwischen hat sich die Welt radikal verändert
– mit harten wirtschaftlichen Konsequenzen. Die Motive für die „Cocooning“-Welle im Wertekatalog der österreichischen Teenager klassifiziert Manfred Zentner, Geschäftsführer des in Wien und Hamburg stationierten Jugendmarktforschungsinstituts t-factory, als klare Reaktion auf die allgemeine wirtschaftliche Verunsicherung. Bei den qualitativen Interviews seiner Jugendlichen dominiert der Wunsch nach Familie klar jegliche Karriereambitionen, das sei ein eindeutiges Resultat der verschärften Wirtschaftslage und der damit flächendeckend um sich greifenden Resignation: „Die Realität zeigt den Jugendlichen, dass ihre Ambitionen, was Ausbildung und Einsatz im Berufsleben betrifft, nicht belohnt werden. Der Rückzug in die Häuslichkeit entspringt keineswegs einem ideologischen Backlash, sondern einem pragmatischen Zugang. Sie sehen einfach keine Chancen auf Anerkennung ihrer Bemühungen und klinken sich deswegen lieber aus dem System aus.“ Die erschöpften, doppelbelasteten Mütter, die diese Generation von Frauen großgezogen haben, wirkten zusätzlich prägend: „Die Töchter haben hautnah miterleben können, dass die gelebte Verbindung von Beruf und Familie für Frauen nicht gerade lustig ist. Und jede Jugendgeneration möchte ihr Leben einfach anders und besser gestalten als das ihrer Eltern. Die Parole lautet: Diese Art von Leben möchte ich mir einfach nicht antun.“

Eine Beobachtung, die auch die deutsche Feminismus­ikone Alice Schwarzer in einem profil-Interview teilt: „Es ist eine bittere Ironie der Frauenbewegung, dass wir es mit einer vollends erschöpften Generation zu tun haben. Während wir damit beschäftigt waren, nach der Welt zu greifen, haben die Männer nicht die Hälfte des Hauses übernommen. Man schafft 5000 Jahre Patriarchat nicht in dreißig Jahren ab. Darüber haben sich die jüngeren Frauen Illusionen gemacht, und jetzt sitzen sie erst recht in der Falle.“

Wie anstrengend die Gratwanderung zwischen einer Existenz als Powerfrau, die sich frech die Hälfte der Welt krallt, und einem Mutterleben, in dem das Rosinenverbot im Kindergarten zum Tagesthema wird, sein kann, demonstriert Sarah Jessica Parker zurzeit in den Kinos in der Verfilmung des britischen Bestsellers „Working Mum – der ganz normale Wahnsinn“. In Hollywood hat man trotz eines Lebens unter Dauerstrom auch noch Zeit für eine ­prickelnde Affäre mit Pierce Brosnan, und die Frisur sitzt auch dabei. Die Realität zeigt sich wesentlich grauer.

Die heute 42-jährige Margit K. schaffte es mit knapp dreißig in das Top-Management einer internationalen Logistikfirma. Nach der Geburt ihrer Kinder (heute elf und acht) versuchte sie es nach einer viereinhalbjährigen Karenz zunächst mit einer 20-Stunden-Lösung und arbeitete zusätzlich noch von zu Hause aus. Nach zwei Jahren entschied sie gemeinsam mit ihrem Mann, endgültig zu Hause zu bleiben: „Es blieb zu viel auf der Strecke, ich war einfach nur noch geschlaucht.“ Die Entscheidung war auch biografisch bedingt: „Meine Eltern hatten nie Zeit, ich empfand das als schwierig.“ Sorgen macht sie sich allerdings um ihre finanzielle Zukunft: „Da braucht es Vertrauen in die Partnerschaft.“ Lassen ihre Klientinnen den Begriff „Hausfrau“ fallen, schlagen Wiens renommierteste Scheidungsanwältinnen nur die Hände über dem Kopf zusammen. „Ins sichere finanzielle Verderben fallen bei einer Scheidung die Hausfrauen“, weiß Helene Klaar, „die totale Unterwerfung ist nicht die Garantie, dass eine Ehe hält. Mit 30 können sie noch im Job wieder einsteigen, mit 50 ist der Zug abgefahren.“ Andrea Wukovits warnt auch vor der Teilzeitfalle, die sich nach der Pensionsreform zusätzlich negativ niederschlägt: „Ich kann nur raten, sich nie abhängig zu machen und auch nicht auf Teilzeit zu gehen, sondern voll erwerbstätig zu bleiben.“ Im internationalen Vergleich liegt Österreich mit einer Frauenerwerbsquote von 66,4 Prozent zwar deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 58,2 Prozent, dennoch täuscht diese Statistik: Denn die österreichischen Frauen haben eine viel höhere Teilzeitquote und bleiben viel länger in Karenz als anderswo. Die Erleichterung der Rahmenbedingungen seitens des Staats ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten; es bleibt nur „die Kampfindividualität“, so Katja Kullmann.

Was rät Frankreichs Paradedenkerin Elisabeth Badinter jungen Frauen? Die dreifache Mutter sieht aus dem hohen Fenster ihres eleganten Pariser Appartements mit Blick auf den Jardin du Luxembourg, wo viele Mütter neben ihren spielenden Kindern auf Bänken sitzen: „Es ist sicherlich langweilig, den ganzen Tag mit einem Kleinkind zu verbringen. Ich kann den jungen Frauen nur sagen: Seid mittelmäßige Mütter! Und lasst euch unter keinen Umständen aus dem ökonomischen Kreislauf drängen! Denn vergesst nicht: Durch die Verlängerung der Lebenserwartung wird das Muttersein nur einen kleinen Teil eurer Biografie ausmachen!“

Mitarbeit: Tina Goebel

Lesen Sie außerdem im profil 47/2011 ein Interview mit Marie Theres Kroetz-Relin, die vor zehn Jahren die Internet-Plattform "Hausfrauenrevolution" gründete.

19.11.2011 14:36
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ewoewo, 02. 12. '11 20:37
...
ich find die sollten zuhause bleiben da koennen sie sich das geschwafel der peer group live gegen und die kosten die die verursachen zahlen. bin voll fuer so eine gleichberechtigung.
Seneca22, 24. 11. '11 14:11
Mich wundert, dass das Umfrageergebnis jemanden verwundert
Die Generation der 20 bis 25jährigen hat mitbekommen:
1) Berufstätige Mütter, die erschöpft und "zerrissen" zwischen Erwerbstätigkeit und Abholen / Betreuung der Kinder ihr Leben fristen.
2) Konflikte zwischen den Eltern Haushaltsführung und Kinderbetreuung betreffend
3) Scheidungen mit vorhergehenden "Rosenkriegen"
4) Eine Wirtschaft und Gesellschaft, in der kein "Wert" ausser der des Geldes zählt....
Dass diese Generation sich "abkehrt" vom Lebensstil ihrer Eltern kann doch nicht wirklich jemanden verwundern...
takecare, 23. 11. '11 10:42
Schlechtes Licht
Die Journalistin, Frau Goebel, ist leider sehr schlecht drauf, was Kinderkriegen und Hausfrauendasein betrifft. Eine offenene und kritische Art allen gegenüber wäre im Journalismus wünschenswert. Ich bin Mutter von 2 wunderbaren Kindern und (fast 100%) Hausfrau. Ich habe nicht das Gefühl, etwas falsch gemacht zu haben, dass ich auf meine Karriere wegen meiner Kinder verzichtet habe. Ich bin jung genug (40), um in ein paar Jahren wieder voll im Berufsleben einzusteigenzu können...
takecare, 23. 11. '11 10:48
Re: Schlechtes Licht - 2. Teil
...Mit ein bisschen Flexibilität und Managementkompetenzen und unbezahlten Überstunden und Nachtschichten, bin ich im Mutter- und Hausfrauenleben bestens auf die Wirtschaft vorbereitet worden. Was jedoch wünschenswert wäre ist, dass meine sehr gute Arbeit zu Hause auch wertvoll, deshalb mit Entgelt vom Staat anerkannt werden sollte. Es gibt über die Finanzierbarkeit bereits realisiebare Konzepte, die Politiker müssten sich nur einmal drüber trauen. Und es gibt gute Vertretungen von Hausfrauen wie die Österreichische Hausfrauenunion - HeRa, die für die gute Sache arbeitet. Leider gibet es aber heutzutage wenige Frauen (Männer) die sich als Hausfrau (-mann) outen dürfen bzw. können, denn sonst werden sie von Frau Goebel in der Luft zerrissen, wie oben zu sehen...
angnaria, 21. 11. '11 15:34
Zitat
"Die achtzehnjährige Tina M. ist jedoch kein Phantom, das als Warnsignal vor einem beginnenden Backlash von der linksradikalen Genderpolizei erfunden wurde".

Warum sollte es per se schlecht sein, wenn eine junge Frau sich in die Mutterrolle sehnt und diese auch zu 100% ausfüllen will?
100% Mutter geht eben nur mit einem / einer PartnerIn der/die das Geld verdient - alternativ bleibt nur noch der soziale Abstieg.
lurkerabove, 22. 11. '11 10:24
panische Angst vor Abhängigkeit
Ist das wirklich so schwer zu verstehen? Weil die meist kinderlosen Frauen die diesen Diskurs führen, eine panische Angst haben, irgendwie abhängig zu werden, und gar nicht verstehen, wie sich Mütter in diese "Falle" begeben können.

"Ich kann nur raten, sich nie abhängig zu machen und auch nicht auf Teilzeit zu gehen, sondern voll erwerbstätig zu bleiben."

Dass es für Männer wie für Frauen immer einen signifikanten Verlust an Unabhängigkeit bedeutet, sobald sie Eltern eines Kindes werden, wird in diesem ideologischen Weltbild einfach ausgeblendet. Denn sonst wäre das Weltbild nicht mehr haltbar.

Gestern Abend im ARD bei Frank Plasberg konnte man das wieder gut beobachten. Dort durften aber zumindest auch die Familienmenschenzu Wort kommen:

http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/
takecare, 23. 11. '11 10:17
Re: Panische Angst vor Abhängigkeit
Warum muss immer alles 100% sein: 100% erwerbstätig oder 100% Mutter? Kann es nicht ein miteinander sein, indem ich einen Teil auswärts verdiene, aber den Teil, den ich zuhause mache (Erziehunge und Pflege der Kinder, Pflege der älteren Generation...) auch wertvoll ist und demnach bezahlt wird. Bezahlt wird vom Staat, denn dann ist sicher, dass es wertvolle - wertschätzende Bürger geben wird.
takecare, 23. 11. '11 10:18
Re: Panische Angst von Abhängigkeit
....Der Begriff Ganzheitlichkeit wird heutzutage leider zu wenig auch in Beziehung mit der Kindererziehung in Zusammenhang gebracht. Sieht man sich das fraktionierte (Kinder-)leben an, ist es nicht wunderlich, so viel verhaltensauffällige, verhaltensgestörte Kinder zu sehen. Es ist doch krank, wenn eine fremde Person (Tagesmutter etc.) Geld vom Staat erhält um mein Kind zu erziehen und ich selbst für die gleiche Tätigkeit leer ausgehe...
Ich weiß als Mutter aber besser, was mein Kind braucht und das ist sicherlich nicht eine 20igste Frühförderung oder der 10. Musik-, Turn- oder Sprachunterricht. Kinder wieder Kinder sein lassen, das wäre mein Wunsch für unsere Zukunft und die unserer (meiner) Kinder!
lurkerabove, 21. 11. '11 11:56
Nicht sein kann, was nicht sein darf
Interessanter Artikel, der zeigt, wie eine ideologische Wunschvorstellung and die Realität knallt.

Auch deswegen interessant, weil verzweifelt an der Wunschvorstellung festgehalten wird, obwohl "das dumme Volk" etwas anderes will.

Gerade der Sieg des Feminismus (am Ende der "Dissidentin" Eva Herman abzulesen, die von den Massenmedien "sozial hingerichtet" wurde) hat die jetzige Situation geschaffen: Die Alt-68ger Frauen wollen heute keine "Grossmütter" mehr sein (obwohl sie selbst ihre eigenen Mütter ausgebeutet haben, um sich "die Hälfte der Welt zu krallen") und deswegen sehen die jungen Mütter, dass Familie a la rot-grün einfach nicht funktioniert. Kinderkrippen müßten einen Betreuungsschlüssel von 4:1 haben. Dann gäbe es aber nur mehr Aristokratinnen und Kinderfrauen....Deja vu
Seneca22, 22. 11. '11 23:03
Re: Nicht sein kann, was nicht sein darf
Tatsächlich hat die Emanzipationsbewegung - wie meines Erachtens die 68er Bewegung überhaupt- ihre Ziele weiträumig verfehlt, um nicht zu sagen das Gegenteil bewirkt:
- gewollt war eine Verbesserung der Stellung der Frauen z.B. Gleichberechtigung zu verschaffen, herausgekommen ist eine Dreifachbelastung durch Beruf, Haushalt und Kinder und dies zeitweise ohne Unterstützung eines Partners
- gewollt war eine Abkehr vom reaktionären Wertesystem, herausgekommen ist eine wert(e)lose Gesellschaft, deren einziger Maßstab Geld ist (...daher die Gier, daher auch die meines Erachtens wachsende Korruption....)
Tja und die 68er als Großeltern erlebe ich auch als vielreisende Genießergeneration mit überschaubarem Interesse an Enkelbetreuung.....
HSpieler, 21. 11. '11 09:22
Tatsache ist nun mal
dass es die Frauen sind die Kinder bekommen und damit auch die Zukunft Aller garantieren. Solange diese Rolle nicht auch auf Männer ausgeweitet werden kann wird die Verteilung der Aufgaben nicht gleichgewichtig sein. Nur weil es "politisch korrekt" ist beide Geschlechter ausnahmslos gleich zu stellen ändert man keine Naturgesetze, trotz grosser Töchter und Söhne.
Herr-Paul, 22. 11. '11 16:47
Re: Tatsache ist nun mal
Wieso "garantieren Frauen die Kinder kriegen die Zukunft Aller?"
HSpieler, 22. 11. '11 17:47
Herr Paul
Wer wird in Zukunft wohl Ihre Pension bezahlen?
Herr-Paul, 24. 11. '11 08:25
Re: Tatsache ist nun mal
... ergo "brauchen" wir Kinder nicht um der Kinder willen, sondern um das Pyramidenspiel Rentenversicherung aufrechtzuerhalten? Das heute schon vorne und hinten kracht?

Wie armseelig und superegomanisch ist das denn gedacht. ("Setzt gefälligst ordentlich Kinder in die Welt, ich will nämlich meine Pension! Und das garantiert! Mit Rechtsanspruch!")

Und stellen Sie sich vor: Meinen Lebensabend finanziert sicher kein anderer als ich selber. (Ja, auch sowas solls geben. - Sollte eigentlich normal sein, seine eigenen Zwetschken zuerst selber zusammenzuklauben und nur in Ausnahmefällen Unterstützung von 3. Seite zu nutzen. Weil stellen Sie sich vor: Die 3. Seite ist nämlich eh schon vorne und hinten mehr als pleite, weil alle irgendwas "garantiert" haben wollen - wurscht wer blutet.
TristeViajero, 21. 11. '11 07:06
!! karenz gesetzlich für beide elternteile !!
bin ich einzige dem dieser teil in der debatte komplett fehlt?
ich glaube die sache lässt sich ausschließlich fair so lösen, dass man endlich verpflichtende karenz für beide elternteile und beispielsweise diese auch in drei unterschiedlichen längen mit kurze zeit + höherer betrag bis hin zu lange zeit + geringer betrag aufteilt.

die vorteile liegen klar auf der hand:

- männer müssen in karenz gehen,
- firmen wissen, dass männer von 15 - 55 jahren potentiell bzgl. karenz 'ausfallen' können,
- frauen werden besser gestellt, weil ihre karenzzeit anteilig sinkt.

anschliessend wären 'modellfirmen' notwendig die die arbeit so aufteilen, dass 20-30 h - anstellungen für beide geschlechter zur norm werden können, so dass sich beide die berufstätigkeit und haushaltsaufgaben fair teilen können. c
Kritikos, 21. 11. '11 08:16
das wäre der idealfall: karenz gesetzlich für beide elternteile !!
Aber die Wirklichkeit ist anders.
Kinder werden vom Staat als Privatvergnügen der Eltern betrachtet.
Sonst gäbe es längst Ganztagsschulen, wie in Frankreich.

Der Mann ist in seiner wichtigeren Arbeit unabkömmlich, außerdem verdient er meistens doppelt so viel, wie die Frauen, darum bleiben die Frauen beim Kind.

Wenn die Frau ihre Babytochter betreut und aufzieht, entwickelt sich die weibliche Identität der Tochter schlechter, als bei Vatertöchtern. Sie hat später weniger Selbstbewusstsein, als der Mann, der vom ersten Augenblick seines Lebens an von Frauen betreut wird und als Kleiner Prinz erzogen wird. Da liegt der Hund begraben, im Patriarchat.

Auch das Wirtschaftssystem ist total verrückt und menschenfeindlich, nicht nur frauenfeindlich. Vielleicht hilft die Krise den Babygirls!
Kritikos, 21. 11. '11 08:17
Re: !! karenz gesetzlich für beide elternteile !!
Ja ja
TristeViajero, 21. 11. '11 08:23
für mich der tausendste grund ...
... unsere gesellschaft für uns so zu ändern wie wir sie wollen und sinnvoll erachten.

spar mir jetzt die einzelnen themen aber bin immer mehr und fix der meinung wir sollten eine partei gründen (!) - einige davon dann mit entsprechlichem fachlichen hintergrund das ganze auch hauptberuflich anstreben um eine gesellschaft nach unseren - zukunftsfähigen vorstellungen zu gestalten.

so gehts nicht mehr weiter und wenn jeder immer nur argumentiert dass die derzeit gewählten verantwortlichen wegen abhängigkeiten etc. das nicht oder nur eingeschränkt umsetzen können bzw. meist gar nicht bringt das nichts.

lg,
c
Kritikos, 21. 11. '11 08:29
Re: !! karenz gesetzlich für beide elternteile !! die Realität sieht anders aus
wir sind nicht in Skandinavien und auch nicht in Frankreich, wo die Geburtenrate stimmt, weil Kinder nicht als Privatvergnügen der Eltern angesehen werden.

Wir verteidigen unser Kastensystem - wozu soll der kleine Türke ins Gymnasium, wenn mein österreichischer Bankert es nicht schafft?

Gesetzliche Karenz für beide ist erst möglich, wenn Frauen mehr Selbstbewusstsein haben. Das bekommen sie, wenn sie von einem Vater betreut und aufgezogen werden. Vatertöchter entwickeln eine starke weibliche Identität beschreibt Christiane Olivier in JOKASTES KINDER.

Solange wir alle von Hebammen, Kindergärtner.innen, Lehrerinnen und Müttern betreut werden, werden beide Geschlechter frauenfeindlich: Männer, weil sie sich gegen die Mutter wehren müssen, Frauen, weil sie zu wenig beachtet werden!
angnaria, 22. 11. '11 16:08
Re: !! karenz gesetzlich für beide elternteile !!
So ein Nonsens. Die Geschlechter sind nicht gleich und Frauen sind in ihren Anlagen einfach besser für die Kinderbetreuung geschaffen - dafür haben die letzten 80 Mio Jahre Evolution seit auftreten der ersten Säuger gesorgt.
An der von Ihnen vorgeschlagenene Massnahme würden viele Männer psychisch scheitern da sie ganz andere Problemlösungsstrategien haben die für die Babybetreuung nicht geeignet sind.

Psychische Krankheiten gibt es heute schon zu Hauf, da die Biologie des Tieres Mensch nicht mehr mit den Anforderungen unserer Gesellschaft klar kommt.
Wir sind nur die intelligentesten Tiere auf diesem Planeten nicht mehr und nicht weniger.
bosposrus, 20. 11. '11 22:00
endlich geben sie Ruhe, die aufmüpfigen Frauen, die meinen, sie hätten auch. ..
was zu sagen, nur weil sie eigenes Geld verdienen.

Die Frauen machen 75% der Arbeit auf der Welt und bekommen 10 % (zehn Prozent) der Gehälter auf der Welt weil die unwichtigennArbeiten wie Kinderaufzucht, Nahrungszubereitung und Hausratinstandhaltung nicht bezahlt werden.

Leider vererben auch die Väter ihre Firmen und Häuser lieber an den Sohnemann statt an die Tochter, die sich dann auch meistens um die alten Eltern kümmert, wogegen der Sohn seine Mutter ins Altersheim steckt.

In matrilinearen Systemen geht es auch den Männern gut, weil die Frauen nicht auf Kosten der Männer leben. (Die Moso in China)

In unserem patriarchalen System geht es beiden schlecht, weil die Männer auf Kosten der Frauen leben und die Frauen zu wenig Selbstbewusstsein haben und es sich gefallen kassen.
Herr-Paul, 20. 11. '11 15:26
Scheint doch nicht so schwer nachvollziehbar.
Sind ja vielfach Schlüsselkinder, weil ihre Eltern sich in den 60ern und 70ern emanzipieren und dann formvollendet in den 80ern und 90ern selbst verwirklichen mussten. Die jetzige junge Generation scheint sich danach zu sehnen, was sie selber größtenteils vermissen mussten (Ordnung, Heim, klarere Strukturen, etc.).

Klingt nach keinem großen Mysterium.

Wirklich verstörend ist der Umstand, dass Frauen (sich selbst) immer noch übers Kinderkriegen zu definieren und "bewerten" scheinen. (Kinder kriegen weil es dazugehört? - Kümmern sollen sich der Staat, der daran "Schuld ist", weil er nicht genug Kinderinfrastruktur zu Verfügung stellt?)

Wenn eine Frau (Paar) Kind(er) kriegen will - fein.
Falls nicht - genauso fein.

Dass man darüber 2011 überhaupt noch diskutieren muss?
frage, 20. 11. '11 18:28
Re: Scheint doch nicht so schwer nachvollziehbar.
und was wenn eine frau (paar) kinder kriegen, aber finanziell nicht abhängig sein will, muss sie dann auf den mond auswander?
ja, es is nicht gerade erfreulich, dass wir 2011 immer noch darüber diskutieren müssen, weil sich noch viel mehr ändern müsste, damit frau nicht sofort eine benachteiligung erfährt, bloß weil sie sich zu einem kind entschließt.
im übrigen kenn ich auch viele junge frauen, die keine schlüsselkinder waren, sondern in ganz traditionellen familien groß geworden sind und ihre eigenen mütter frustriert als hausfrauen erlebt haben und jetzt trotzdem diesem schicksal hinterherjagen und hausfrauen werden wollen, weil ihnen nach 4,5 jahren im job das traute heim plötzlich wieder verlockender scheint... ich sage nur, die werden sich wundern, wenn sie plötzlich finanziell abhängig sind...
frage, 20. 11. '11 18:29
Re: Scheint doch nicht so schwer nachvollziehbar.
jede soll ruhig hausfrau sein, wenn sie hausfrau sein will, aber sich dann beschweren, wenn ihr ihre finanzielle abhängigkeit irgendwann auf den kopf fällt... is dann bisschen zu spät...
und was macht die andere, wenn sie 40h woche und kind nicht schafft? und sie den vater der kinder auch nicht wieder sieht? dann is natürlich auch nicht der staat schuld, dass sie dieses kind bekommen hat, aber wohl is der staat mitverantwortlich, dass die sozial schwächeren nicht auf der strecke bleiben.
scheinbar scheint doch manches für manche schwer nachvollziebar.
Herr-Paul, 20. 11. '11 19:00
Ich stimme Ihnen in allem zu.
Ich tue mir nur ein bissl schwer, wenns um Kinder-(nicht)-leisten-können-und-deshalb-Lebenskrise geht. Zwischen Mondauswandern und Vollkaskostaat müsste es ja vernünftige Schattierungen geben.

Einerseits sehe ich im Job und meiner Umgebung, dass schwangere Frauen knapp vor einer gesellschaftlichen (ziemlich penetranten) Seligsprechung zu stehen scheinen (was vor allem den Nichtmamas unendlich auf die Eier geht), .... und andererseits hätte ich mir auch gerne manche Herzenswünsche im Leben erfüllt (u.a. spezielle Auslandssemester) - und konnte es mir schlicht nicht leisten. Also hats es nicht gegeben. Ist zwar schade, aber so ist das Leben. Auch fürs Kinderkriegen sollte ähnliches gelten. Unterstützung gerne, aber grundsätzlich müsste man sich kids schon selber "leisten" können.
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