AAAlbtraum

  • Schuldenbremse: Die Details des Sparprogramms sind völlig unklar

In panischer Angst vor den Ratingagenturen ­beschloss die ­Regierung eine Schuldenbremse: Das Triple-A, die Bestnote für die ­Kreditwürdigkeit, soll unbedingt ­erhalten werden. Doch die Details des Spar­programms sind völlig unklar. Selbst wenn Österreich ab sofort ­alles richtig macht, droht ein böses Erwachen.

Von Rosemarie Schwaiger

Viel Zeit zum Sightseeing bleibt den Gästen nicht, sie absolvieren ein dichtes Programm. Seit Dienstag der Vorwoche sind Mitarbeiter der Ratingagentur Moody’s in Wien. Sie haben Termine in der Oesterreichischen Nationalbank, der Bundesfinanzierungsagentur, der Finanzmarktaufsicht und bei den Chefvolkswirten der großen Banken. „Wir reden über die wirtschaftliche Lage im Allgemeinen, die Aussichten in den Schlüsselbranchen und natürlich das Risikomanagement“, erzählt ein österreichischer Banker. Die Besucher seien gut informiert und sattelfest in den Details.

Gespräche mit Politikern stehen zwar nicht auf dem Programm, die österreichische Regierung hatte dem Besuch der Moody’s-Leute trotzdem hochgradig nervös entgegengefiebert. Schließlich geht es um die Kreditwürdigkeit des Landes – und damit um die Höhe der Zinsen, die Österreich für seine Schulden zahlen muss. Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny soll die Regierungsspitze in den Tagen zuvor heftig gedrängt haben, der Ratingagentur mehr zu bieten als trübes Novemberwetter. Auch Bernhard Felderer, Präsident des Staatsschuldenausschusses, hatte noch einmal nachgelegt und vor einem möglichen Verlust des Triple-A, der besten Bonitätsstufe, gewarnt, wenn die Politik nicht ein wenig guten Willen zeige.

Schon am Montag der vergangenen Woche einigten sich deshalb SPÖ und ÖVP auf die Einführung einer Schuldenbremse in der Verfassung. Am gleichen Abend stellten sich Kanzler Werner Faymann und Vizekanzler Michael Spindelegger vor die Kamera der „ZiB 2“ und waren erkennbar um die Demonstration großkoalitionärer Harmonie bemüht. Österreich müsse schauen, „nicht in die Gefahrenzone zu kommen“, sagte der Kanzler. „Es ist gut, wenn die Politik auch mit Überraschungen aufwarten kann“, fand der Vizekanzler. Beide entschuldigten sich jedes Mal, wenn sie dem anderen versehentlich ins Wort fielen. So liebevoll gehen Politiker üblicherweise nicht miteinander um. Geht es uns so schlecht, dass die Regierungsspitze gemeinsam zur Ausgabe von Durchhalteparolen antreten muss?

Wenn mindestens eine Oppositionspartei zustimmt, bekommt das Sparen demnächst also Verfassungsrang. Ab 2017 darf der Staat dann nur mehr ein jährliches Defizit von höchstens 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) erwirtschaften. Die Gesamtverschuldung muss bis 2020 von derzeit 72 auf 60 Prozent des BIP sinken. Um das zu erreichen, werden in den nächsten Jahren umfangreiche Sparpakete notwendig sein. Es gilt, die Ausgaben pro Jahr um rund zwei Milliarden Euro zu senken.

Ein schöner Plan, für den sich die Regierung in den vergangenen Tagen ausgiebig loben ließ. Dass er funktionieren wird, muss leider bezweifelt werden. Noch weiß niemand, woher das Geld kommen soll. Die Schuldenbremse ist bis dato bloß eine Überschrift, über inhaltliche Details wird bereits gestritten (siehe Kasten). Und selbst im unwahrscheinlichen Fall, dass der rot-schwarzen Koalition ein großer Wurf gelingt, wäre Österreichs Top-Bonität damit noch lange nicht gesichert. Am meisten verunsichert internationale Investoren nämlich die starke Präsenz der heimischen Banken in Osteuropa. Dort ächzt die Wirtschaft in manchen Ländern wie die Dielen eines alten Plattenbaus. Sollten weitere Rettungspakete notwendig sein, kann Finanzministerin Maria Fekter ihren Sparplan umgehend archivieren. Außerdem wurde Österreich mittlerweile vom Sog der Eurokrise voll erfasst und ist längst nicht mehr allein Herr der Lage. Wie es weitergeht, wird dieser Tage in Rom und Madrid entschieden – den Hauptstädten der aktuell am meisten gefährdeten Euroländer. Kommt es dort zum Showdown, hilft auch die flotteste Pensionsreform in Österreich nur wenig.

Selbst Bernhard Felderer, ein vehementer Befürworter der Schuldenbremse, kann nicht versprechen, dass die Maßnahme mehr bewirken wird als ein paar positive Schlagzeilen: „Wenn wir hohe Glaubwürdigkeit ausstrahlen, werden wir vielleicht verschont bleiben“, sagt er.

In den vergangenen Wochen wurde deutlich, wie hilflos die Politik den Finanzmärkten ausgeliefert ist. Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hatte im Lauf seiner langen Karriere gerichtliche Ermittlungen und Bunga-Bunga-Partys schadlos überstanden. Doch als die Renditen für italienische Staatsanleihen zu steigen begannen – ein Indiz für das Misstrauen der Investoren –, musste er seinen Sessel räumen. Ein ähnliches Blutbad vollzieht sich gerade in ­Spanien. Wenige Tage vor den Parlamentswahlen schossen die Renditen für Staatsanleihen durch die Decke. Fast sieben Prozent Zinsen musste das Land den Käufern von Staatsanleihen bei der letzten Auktion bieten – ein Wert, der langfristig nicht darstellbar ist. Die bis Sonntag regierenden Sozialdemokraten werden von den Anlegern regelrecht aus dem Amt gesprengt.

Die Renditen österreichischer Anleihen stiegen im gleichen Ausmaß wie jene von Frankreich und erreichten kurzfristig fast 3,7 Prozent. Das ist noch keine gefährliche Höhe, zumal Österreich in nächster Zeit wenig frisches Geld aufnehmen wird. Bemerkenswert ist allerdings der große Abstand zu Deutschland, das seinen Gläubigern immer weniger Zinsen bezahlen muss. Mit realen Wirtschaftsdaten habe das kaum etwas zu tun, sagen Experten. Es handle sich wohl hauptsächlich um psychologische Effekte, meint etwa Marcus Scheib­lecker, Konjunkturexperte beim Wirtschaftsforschungsinsitut (Wifo). ­Peter Brezinschek, Chefanalyst der Raiffeisen Zentralbank (RZB), stößt mit seiner Expertise dieser Tage ebenfalls an Grenzen: „Nicht alles, was passiert, ist rational erklärbar“, sagt er, „in manchen Fällen handelt es sich um Marktverwerfungen oder sogar Marktversagen.“ Dennoch ortet er die Hauptschuld bei der Politik. Großen Ankündigungen seien einfach zu oft keine Taten gefolgt. „Jetzt ist das Vertrauen erschüttert.“

Wie absurd es im Finanzsektor derzeit zugeht, zeigt das Beispiel Slowenien. Österreichs kleiner Nachbar bekam Anfang vergangener Woche vom angesehenen Brüsseler Think Tank „Lisbon Council“ noch sehr gute Noten für seine wirtschaftliche Verfassung und erreichte im Ranking Platz fünf unter den 17 Euro-Staaten. Zeitgleich kletterten die Renditen slowenischer Anleihen auf über sieben Prozent.

Auch wenn der Auftritt von Kanzler und Vizekanzler im TV-Hauptabend anderes befürchten ließ: Österreich geht es im internationalen Vergleich eigentlich noch recht gut. Die nackten Zahlen rechtfertigen jedenfalls keine Kurzschlussreaktionen. Zwar sind die Schulden hoch, aber in den meisten anderen EU-Staaten sind sie deutlich höher. Deutschland etwa kommt derzeit auf Schulden in der Höhe von 81,7 Prozent des BIP, der EU-Schnitt liegt bei 82,5. Österreich bringt es nur auf 72,2 Prozent. Die heimische Arbeitslosenquote gehört europaweit zu den niedrigsten, die Regierung mag nicht sonderlich tatkräftig sein, aber ­dafür ist sie stabil. Das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr wird mit prognostizierten 2,9 Prozent fast doppelt so hoch sein wie im Durchschnitt der Euro­zone. Auch die für 2012 vorhergesagten Werte sind deutlich besser als in den meisten anderen Ländern.

Dennoch titelte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vor ein paar Tagen mit dem Satz „Misstrauen gegenüber Frankreich und Österreich wächst“ und begründete diese Feststellung für Österreich mit dem extrem hohen Ostanteil des heimischen Bankgeschäfts. Österreichische Geldinstitute sind derzeit mit über 220 Milliarden Euro in Osteuropa engagiert. Was lange tolle Gewinne abwarf, ist seit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise eine Zeitbombe. Heimische Banken hätten sich in Ungarn, Rumänien, Serbien und Kroatien „ein Klumpenrisiko“ eingehandelt, kritisierte der ehemalige Finanzminister und Industrielle Hannes Androsch jüngst. Die Gefahr geht vor allem von den Fremdwährungskrediten aus, die in besseren Tagen großzügig an private Haushalte vergeben wurden. Nach der Abwertung einiger Landeswährungen stöhnen die Schuldner jetzt unter explodierenden Kreditkosten. Die Erste Bank musste bei ihrem Ostgeschäft vor Kurzem Abschreibungen und Risikovorsorgen in der Höhe von fast 1,4 Milliarden Euro vornehmen. Die Raiffeisen Bank International (RBI) gab bekannt, dass ein Drittel ihrer Kredite in der Ukraine und fast ein Fünftel der Kredite in Ungarn „notleidend“ seien – ein Euphemismus der Banker-Sprache, der bedeutet, dass Schuldner mit ihren Zahlungen in Verzug geraten sind.
Noch ist nicht klar, ob heimische Banken die jüngst verschärften Eigenkapitalvorschriften aus eigener Kraft stemmen können. Wenn nicht, muss wohl wieder der Staat einspringen. Aus dem ursprünglich 15 Milliarden Euro schweren Rettungspaket für die Banken sind noch sechs Milliarden übrig. Die Steuerzahler können nur hoffen, dass diese Summe ausreicht.

Sämtliche jetzt diskutierten Sparideen wirken angesichts solcher Beträge schnell ein wenig lächerlich. Was hilft es, die steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuung wieder abzuschaffen, wenn das nicht einmal 200 Millionen Euro bringt? Doch letztlich schließt sich an dieser Stelle der Kreis: Europäische Politiker müssen heute auch deshalb zur Musik der Finanzmärkte tanzen, weil sie zu lange Politik auf Pump gemacht haben. Wer sich Geld ausleiht, wird mit jedem Euro ein Stück unfreier. Häuslbauer wissen das.

So gesehen wäre es trotz aller Unwägbarkeiten eine gute Idee, den österreichischen Förder-Urwald zu lichten, unsinnige Pensionsprivilegien zu beseitigen und das Steuersystem zu reformieren. Denn an ein paar Stellen laufen die Kosten aus dem Ruder. Allein der Bundeszuschuss zu den Pensionen beträgt heuer schon 9,6 Milliarden Euro – ein Wert, der laut ursprünglicher Planung erst 2014 erreicht werden sollte. Die Zinszahlungen des Bundes verschlingen nächstes Jahr über acht Milliarden Euro und würden, wenn nicht ­gegengesteuert wird, 2015 an der 10-Milliarden-Grenze kratzen. Länder und Gemeinden sitzen auf einem Schuldenberg von rund 23 Milliarden Euro – ausgelagerte Gesellschaften noch gar nicht mitgerechnet. Und trotz Hochkonjunktur wird das Defizit 2011 wieder bei rund 3,4 Prozent des BIP liegen. Deutschland fand dieses Jahr mit einem Minus von 1,3 Prozent das Auslangen.

Ein ernst gemeintes Sparprogramm könnte die verunsicherten Anleger vielleicht ein wenig beruhigen. Es wäre schon viel gewonnen, wenn sie Deutschland nicht mehr als einzigen Hort der Stabilität in Europa sehen. SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter fasst die Motivlage zusammen: „Objektiv sind wir kein Wackelkandidat. Aber die Märkte sind hysterisch. Wir demonstrieren mit der Schuldenbremse die Entschlossenheit, als Musterschüler der EU dazustehen.“

Die Ankündigung alleine half bisher nicht, der Markt für heimische ­Anleihen blieb angespannt. Bleibt zu hoffen, dass die Mitarbeiter der drei großen Ratingagenturen die innenpolitische Berichterstattung in Österreich nicht allzu genau verfolgen. Zeitgleich mit der Schuldenbremse wurde am Montag vergangener Woche nämlich noch eine Maßnahme beschlossen, die eher nicht nach rigorosem Knausern aussieht: Der erst vor Kurzem gestrichene Alleinverdienerabsetzbetrag für Kinderlose kann nun wieder bis zu ­einer Pension von 1750 Euro geltend gemacht werden. Geld auszugeben ist einfach so viel netter, als Geld einzusparen.

Mitarbeit: Eva Linsinger

23.11.2011 12:16
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Gegenstrom, 26. 11. '11 08:55
warum geben wir die Konzession ab?
Eine verkehrte Welt zum Wohle der Spekulanten:
1. Nur ein Staat hat die Konzession zum Gelddrucken und nicht private Banken!
2. Der Staat hat dazu eine Zentralbank, überantwortet aber das Geld den privaten Banken, die damit der Wirtschaft oder an Private Kredite vergeben können.
3. Die Banken nehmen für diese Kredite Zinsen
4. Braucht allerdings der Staat für Investitionen oder andere Verpflichtungen Bargeld, dann muss er von den allgemeinen Privatbanken und nicht von der Zentralbank Geld leihen mit einer Verzinsung über dem Zinssatz wofür diese Banken das Geld von der ZB leihen können..
5. Die Zentralbank legt ja nur die Geldmenge fest und die Verzinsung mit der die "privaten" Banken Geld bekommen

Ein "Geschenk" für Spekulanten diese Zinszahlungen
kolovrat, 25. 11. '11 04:41
Eine Abschaffung
des teuren und verfassungswidrigen Hitler-Dollfuß-Konkordates mit dem "Heiligen Stuhl" und eine massive Verwaltungsreform würde massive Einsparungen bringen,ohne die Bevölkerung durch ein grausliches Sparpaket belasten zu müssen.

Warum soll der reichste Konzern auf diesem Planeten mit Firmen-Zentrale am Mons Vaticanus in Roma nicht selbst für die Ausbildung und Lehrtätigkeit seiner Glaubens-Vertreter(innen) in den Schulen selbst zahlen.

Warum müssen wir Steuerzahler(innen) die religiöse Werbetätigkeit der Katholischen Kirche finanzieren?

Warum hat dieser RELIGIÖSE Verein auch massive Steuer-Privilegien?

Schotter-Mizzi bitte melden!!!!!!
ewoewo, 23. 11. '11 19:49
...
nacheem die banken aus sich selbst short sind sind es die akteure nun, klare von oben nach unten terrorveranstaltung, zu jeder zeit waere es oeglich gewesen die funktionsteile des marktes auszusetzen bzw umzugestalten wenn es erwuenscht gewesen waere, das ist es aber nicht, weil sklaverei und betrug grant fuer die sicherheit des marktes und staates sind, scheinbar, kurz, unverfolgt...
kirkfrank1, 20. 11. '11 19:42
Schuldenbremse
Jetzt rächt sich halt der Reformstau den diese tolle Regierung von Fischer Heinzi Gnanden verursacht hat. Das gegenseitige blockieren geht munter weiter . Die bringen nichts zusammen so wie bisher . Und die Länder wollen eh nicht sparen also ist alles wiedermal für die Katz. Ein Gack mehr nicht.
tompirker84, 22. 11. '11 18:54
Re: Schuldenbremse
man stelle sich nur vor,schüssel und grasser währen noch am ruder mit gorbach und bartenstein.die haben doch alles was nicht niet und nagelfest war verschleudert
die övp hat eben keine besseren leute(siehe schotter mizi) denen ist nur wichtig das den beamten und bauern nichts weggenommen wird
und vorallem die parteisteuern an die övp darf nicht aufgedeckt werden
auer47, 20. 11. '11 13:56
Griechenland grüßt Österreich
Wenn wir uns nicht selber anstrengen und reformieren, werden es andere für uns tun. Siehe Griechenland. Wer das noch immer nicht kapiert hat (ÖGB, AK, GRÜNE, FPÖ, Teile der SPÖ, die meisten Journalisten...), soll auf den Praxistest warten und zwischenzeitlich in GR, P, E, I Anschauungsuntzerricht nehmen.
gurgiser, 20. 11. '11 09:58
Peinliches Desaster.
Eine "Schuldenbremse im Verfassungsrang" anzukündigen, die ab 2017 (!) wirken soll, damit man zeigleich mit der vollmundigen Ankündigung wieder eine Neuverschuldung "beschließen" kann, ist wohl mehr als peinlich. Zu glauben aber, dass sich mit so einem Schwindel Ratingagenturen positiv in ihrer Bewertung beeinflussen lassen, scheint mir mit Verlaub eine mehr als grobe Fehleinschätzung zu sein. Es erinnert an den Maastricht-Schwindel der Republik, als man Schulden einfach ausgegliedert hat, die uns allen heute auf den Kopf fallen. Dass bei allen sogenannten "Einsparungen" das österreichische Tunneldesaster Semmering, Koralm und Brenner ausgeklammert wird, welches 1:1 den ÖBB angelastet werden soll, ist der größte Betrug an den nächsten Generationen. LG, Fritz Gurgiser . www.transitforum.at.
südösterreicher, 20. 11. '11 08:55
Wir sind gerettet!
Endlich - die Schuldenbremse ist da. Unsere Kinder werden es Faymann und Spindelegger danken, obwohl die beiden Helden dann nicht mehr da sein werden. Doch da fällt mir ein, wie werden sie das Neugebauer beibringen? Der ist angesichts der steigenden Lebenserwartung vielleicht noch im Amt!
upton, 20. 11. '11 07:40
Rating-Agenturen
Diese "Schuldenbremse" (der Staat nimmt sich dadurch jeder wirtschaftlichen Aktivität!) ist ein Beispiel dafür, dass das Primat der Politik längst dem Primt der Konzerne, Multis und Banken gewichen ist. Naja, bei Politkern-Innen wie Merkel, Sarkozy, Cameron oder Berlusconi kein Wunder - sie "dienen" sich ja entsprechend an! (Merkel hat ja Ackermann eine große Geburtstagsparty geschenkt!!!)
Aber es ist auch ein Beispiel wie die neoliberale ÖVP den Koalitionspartner am Nasenring durch die Gegend führt, trotz Politiker wie Spindelegger (Marionette E.Prölls), Berlakovich, Fr. Karl und den Angstgespensterinnen Fekter und Mikl-Leitner!
Trauriges Österreich und Strache wird sich freuen!
Mardi, 20. 11. '11 11:58
Re: Rating-Agenturen
Na, ja die Volksschulen lehren nur ein bischen Basismathe und die wird oft nicht verstanden, sodass alles was mit Zins und Zinseszins zu tun hat für viele eben schon höhere Mathematik ist. Da haben natürlich die Ackerls, Gewerkschafter und AKler leichtes Spiel.
Ich würde vorschlagen es mal selbst auszuprobieren, genau so zu (mis)wirtschaften wie der Staat. Aber dann sind es wahrscheinlich wieder die bösen Banken, wenn der Geldhahn abgedreht wird, weil man nicht einmal mehr die Zinsen der Altkredite vom neuen Kredit zahlen kann.
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