Umfrage:
Wer hat mehr Macht in der Eurokrise
- 62% der Befragten glauben, die Ratingagenturen hätten das Sagen in der Eurokrise
Die Mehrheit der Österreicher (62%) glaubt, die Ratingagenturen gäben in der Eurokrise den Ton an. Laut der im Auftrag von profil vom Meinungsforschungsinstitut Karmasin Motivforschung durchgeführten Umfrage meinen nur 23% der Befragten, Politiker hätten die größte Macht. 14% hatten dazu keine Meinung.
Sophie Karmasin, Karmasin Motivforschung
Die Machtverhältnisse zwischen Politikern und Ratingagenturen werden von der Bevölkerung mit einer eindeutigen Gewichtung wahrgenommen. Die Mehrheit ist der Meinung, Agenturen hätten in der Eurokrise mehr Einfluss als Politiker. Das ist aufgrund der aktuellen Ereignisse um die hastig entworfene Schuldenbremse und die mögliche Abwertung durch die Ratingagenturen mehr als nachvollziehbar. Diese Einschätzung der Bevölkerung ist ein weiterer Mosaikstein im ständig bröckelnden Vertrauen in die Politik. Es macht eine schlechte Optik, wenn sich die österreichische Bundesregierung nur dann in Bewegung setzt, wenn Ratingagenturen Druck ausüben. Es stimmt schon nachdenklich, dass unser hoher Verschuldungsgrad ohne Anstoß von außen gar nicht zur Diskussion gestanden wäre.













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