Nächstenhiebe
Ein Pater, der wegen sexuellen Missbrauchs verurteilt wurde, durfte weiter als Lehrer und Erzieher arbeiten. Eines seiner Opfer will nun, dass das Kloster sich dafür vor Gericht verantwortet.
Nach 25 Jahren forderte Carl Plötzeneder eine Antwort des Zisterzienser-Paters, der ihn missbraucht hatte. Der Mann war sein Biologielehrer, unberechenbar und gewalttätig. Man sollte euch den Arsch aufreißen, Dynamitstange rein, zunähen und zünden!, brüllte er oft. Doch für den jungen Carl war er auch eine Vaterfigur, und so komisch das klingt, irgendwie habe ich ihn gemocht.
Vielleicht fiel es ihm deshalb so schwer, die richtigen Worte für das zu finden, was Pater J. ihm, dem damals 13-Jährigen, auf einem Skikurs angetan hatte, als er sich an ihn drückte und sich an ihm zu befriedigen suchte. In dem E-Mail nannte er es einen großen Verrat: Als Kind braucht man Menschen, denen man vertrauen kann. Pater J. hat nie zurückgeschrieben.
Nun ist der Ordensmann abgetaucht und sein Kloster wegen verjährter Missbrauchsvorwürfe unter Druck. Abt Anselm van der Linde sagt, er habe den Pater kirchenrechtlich suspendiert, er lebe nicht mehr im Kloster.
Vor zwei Wochen klagte ein anderer Ex-Zögling auf Schmerzengeld und Verdienstentgang. Es ist die erste Klage gegen einen Orden in Österreich. Der heute 58-jährige Mann, der seine Identität mit dem Pseudonym Christian C. schützt, will, dass das Stift für das geradesteht, was ihm als Bub dort widerfahren war. Laut Klagsschrift vom 19. Jänner 2012 habe Pater J. ihn zwischen 1968 und 1972 unzählige Male vergewaltigt.
Das Collegium Bernardi in Bregenz-Mehrerau, ein Privatgymnasium mit Öffentlichkeitsrecht, galt als strenge Ausbildungsstätte für Buben. Namhafte Familien und Unternehmer aus Vorarlberg, Tirol, der Schweiz und Liechtenstein schickten ihre Sprösslinge ins Eliteinternat am Bodensee. Was sie nicht wussten: Pater J., der hier Biologie und Chemie unterrichtete, hatte sich 1967 an einem 13-Jährigen vergangen und war dafür verurteilt worden. Trotzdem durfte er ohne Auflagen in der Mehrerau als Jugendbetreuer und Lehrer arbeiten.
Es dauerte vierzig Jahre, bis dem ehemaligen Schüler Christian C. dämmerte, welche Folgen das für ihn hatte: Ich habe die Erlebnisse so tief in mir vergraben, dass ich sie selbst nicht mehr gefunden habe. Als 2010 Missbrauchsvorwürfe gegen Pater J. öffentlich wurden unter anderem durch Carl Plötzeneder , bekam der Panzer, den C. sich zugelegt hatte, Risse: Ich bin seit zwei Jahren dabei, meine Vergangenheit aufzuarbeiten. Es ist immer noch alles am Bröckeln.
Er habe sich unter anderem als Schlosser, Tischler und Lawinenverbauer verdingt, sei zweimal verheiratet gewesen und jetzt geschieden, habe mit seiner Familie gebrochen und wie ein Vagabund gelebt, sagt C., aber ich habe all die Jahrzehnte nicht gemerkt, wenn ich mich tot stellte, so wie damals mit 14, bei der ersten Vergewaltigung. Meine Beziehungen sind alle zum Teufel gegangen. Jetzt stehe ich wie vor vierzig Jahren ungelebten Lebens. 2010 vertraute C. sich dem Altabt von Wettingen-Mehrerau an und verlangte Wiedergutmachung.
Kassian Lauterer verwies ihn an seinen Nachfolger. Dann hat man mich ein Jahr lang hingehalten, sagt C. Im April 2011 steckte der Ex-Zögling bei einer Messe in der Mehrerau dem Prior einen Brief zu. Er war an Anselm van der Linde, den neuen Abt, adressiert. Dieser drängte C., sich bei der Klasnic-Kommission zu melden.
Das Opfer aber pocht auf ein Gerichtsverfahren. Dazu kommt es nur, wenn das Kloster auf Verjährung verzichtet und danach schaut es nicht aus. Pfarrer Helmut Schüller, ehemals Leiter der Missbrauchs-Ombudsstelle der Erzdiözese Wien, forderte die Kirche auf, sich einem Prozess zu stellen: Ich habe selbst erlebt, wie lange es dauert, bis Opfer über Missbrauch sprechen können. Im profil-Gespräch wich Abt Anselm aus: Er habe C. intensiv und eindringlich empfohlen, sich an die Opferschutzkommission zu wenden.
Strafrechtlich ist ein Delikt verjährt oder nicht. Der Weg zum Zivilgericht hingegen steht immer offen. Das macht die Causa so delikat, sagt Sepp Rothwangl, Sprecher der Plattform Betroffene von Missbrauch in der Kirche: Gesetzlich darf die Kirche sogar noch kurz vor der Urteilsverkündung die Verjährung einwenden. Doch es wäre anständig, vorher zu sagen, wie man es damit halten will. Den Opfern auszurichten, sie können zu Gericht gehen, und sie dann ins Messer rennen zu lassen ist zynisch.
Offenbar fürchtet sich die Kirche davor, die Frage, ob der Orden für das Fehlverhalten ihrer Patres verantwortlich ist, vor einem weltlichen Gericht auszufechten. Pater J. hatte trotz einschlägiger Verurteilung nicht nur unterrichtet und als Freizeitbetreuer gearbeitet, er wurde 1981 sogar zum Regens befördert. Kurz darauf war er wie vom Erdboden verschluckt. In den Osterferien 1982 schrieb der Orden an die Eltern, Pater J. sei aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Mehrerau.
Was man damals aus Rücksicht auf den Ruf der Schule verschwieg: J. war mit einem Schüler in ein unbewohntes Bauernhaus gefahren. 2004, als die Polizei den Ordensmann zu diversen Missbrauchsvorwürfen befragte, gestand er, was in dem Anwesen passierte: Er habe den Jugendlichen dort ausgezogen und zum Analverkehr gezwungen. Der Bube war vom Charakter her ein schwächlicher Typ, und das habe ich ausgenützt (
), gab Pater J. zu Protokoll. Und er räumte ein, er habe gehofft, sein Opfer werde niemandem etwas davon erzählen. Doch der Bub vertraute sich seinen Eltern an.
Laut Abt Anselm hätten die Eltern bloß Konsequenzen gefordert und dafür auf eine Anzeige verzichtet. Pater J. wurde ins Kloster nach Stams versetzt. Dort soll er eine Psychotherapie gemacht und seine Neigung nach eigenem Bekunden vollends geheilt haben. Wer das überprüfte, ist unbekannt. Ich muss zugeben, wir wissen nicht einmal, ob eine Beurteilung eingeholt wurde, sagt Abt Anselm im profil-Interview. Im Herbst 1982 hielt es der Orden für vertretbar, Pater J. wieder auf Kinder und Jugendliche loszulassen.
Bis 2010 war er Pfarrer in Sautens, einer Gemeinde im Ötztal, die von seiner Vorgeschichte nichts ahnte. Bürgermeister Fredi Köll sagt, Pater J. habe den Ort inzwischen verlassen, er sei ein guter Pfarrer gewesen, mehr gäbe es nicht zu sagen: Gott sei Dank ist bei uns nie etwas passiert. Ob das mehr ist als ein frommer Wunsch, lässt sich schwer sagen, weil Opfer manchmal Jahrzehnte brauchen, um ihr Schweigen zu brechen. Laut Auskunft des Landespolizeikommandos Vorarlberg sind bis dato keine Vorwürfe aus J.s Ära als Pfarrer in Sautens bekannt.
2004 erzählten Ex-Zöglinge aus der Mehrerau der Polizei in Feldkirch von sexuellen Übergriffen. Die Ermittler nahmen den Beschuldigten ins Kreuzverhör. Pater J. gestand, sich zwischen 1970 und 1982 an fünf bis zehn Schülern vergangen zu haben, an einem bis zu zwanzigmal. Trotzdem wurde der Akt 2009 geschlossen. Die Vorwürfe reichten zu weit zurück. Als Anselm von der Linde 2009 mit großem Pomp zum Abt von Wettingen-Mehrerau geweiht wurde, saß Pater J. in vollem Ornat keine zwei Meter von ihm entfernt.
Im März 2010 versprach der neue Abt kompromisslose Aufklärung. Kurz darauf betraute er einen Experten für Krisenkommunikation. Dieser richtete vergangene Woche aus, weder Altabt Kassian noch Pater J. nähmen zu den Vorwürfen Stellung. Der amtierende Abt weilte im Ausland. Er kommunizierte mit profil per E-Mail.
Carl Plötzeneder brauchte dreißig Jahre, um öffentlich über den sexuellen Missbrauch zu reden: Ich wusste, dass die Vorwürfe verjährt waren. Wenigstens konnte ich den Opfern eine Stimme und ein Gesicht geben. Wenn er heute zurückdenkt, dann waren die sexuellen Übergriffe nur ein Teil des Schreckens. Da gab es noch Heimweh, Einsamkeit, ständige Angst, das Wissen, dass einem niemand half: Ich denke oft an die Buben, die in der Nacht, wenn das Licht gelöscht war, wie die kleinen Kinder geweint haben. Auch in der vierten Klasse noch.
Am öftesten aber denkt er an F. Er war schmächtig, trug eine Brille und hatte ein Faible für klassische Musik. In der Hackordnung war er der Letzte. Plötzeneder erinnert sich nicht, dass jemand F. etwas richtig Schlimmes angetan hätte. Es habe ihn nur wirklich jeder immer und überall sekkiert, geboxt, auf ihn hingetreten. Als sie in der vierten Klasse waren, zerbrach F. vor seinen Augen. Der Bub hatte ein paar Schläge von Schülern eingesteckt, eine Ohrfeige von Pater J. Es war nicht schlimmer als sonst. Als ihm Carl die Hand auf die Schulter legte: Na, F., wie gehts?, legte der Bub seinen Kopf auf das Pult und schlug wie verrückt mit dem Deckel so lange gegen seine Stirn, bis sie blutete. Dann rannte er gegen den Kleiderständer und ging zu Boden. Dort lag er, zitternd, mit einem Weinkrampf. Ein Erzieher trug ihn hinaus. Ich habe ihn nie mehr gesehen, sagt Carl Plötzeneder.
In der Mehrerau gab es bald einen neuen Letzten in der Hackordnung.
6.2.2012 14:33
bpallmann@hotmail.com, 29. 04. '12 17:17
Naechstenhiebe und Schlagzeilen
Ohne "Freie Medien" ware jede Demokratie zum Scheitern verurteilt, jede Rechtstaatlichkeit perdu und jede Bekanntmachung der hier geschilderten Vorgange laengst irgendwo in Papierkoerben verschwunden.
Ich koennte auch darueber schlimme Witze machen, doch sind die Gefolterten und Vergawaltigten, Missbrauchs-Opfer und ihre Hinterbliebenen wohl zu keinerlei Scherzen aufgelegt.
Medien wie "BILD", deren Gruender Axel Springer am 2. Mai 100 Jahre alt geworden waere, koennen heute weltweit jeden Unschuldigen zu einem der "meistgesuchten mutmasslichen Verbrecher" machen - oder eben tatsaechliche Verbrecher in Politik, Wirschaft und Gesellschaft dadurch schuetzen, dass sie NICHT berichten, was "profil" schildert: das Verbrechen von sog "Seelsorgern" an ihnen anvertrauten Schutzbefohlenen. bp
buji2011, 28. 04. '12 21:38
38er vs 68er Witze 3
Was ist der Unterschied zwischen einem 38er-Philosophen (also einem Nazi oder Stalinisten samt ihren Klons bis Heute) und einem 68er-Philosophen (also so einem typischen Friedensphilosophen von Heute samt seinen Klons)?
Der 38er hat kein Problem mit einem Genozid (Völkermassenmord), er begeht ihn einfach, wenn er für ihn von Vorteil ist!
Der 68er diskutiert mit seinesgleichen darüber so lange und schaut ihm, dem 38er-Klon von Heute, dabei auch so lange zu, bis der Genozid auch tatsächlich perfekt ist!
Hahaha! Es darf gelacht werden!
Verdammt! Wieso lacht da heute schon wieder einmal Niemand?
Meine Witze sind doch sau-geil!
buji2011, 28. 04. '12 21:35
38er vs 68er Witze 2
2. Witz:
Was ist der Unterschied zw einem 38er-Philosophen (also einem Nazi oder Stalinisten) und so einem typischen 68er-Gutmenschen-Philosophen von Heute?
3 Buchstaben! M und I und T!
Die 38er waren schon vom philosophischen Ur-Standpunkt her perfekte Täter, Massenmörder! Man braucht bloß "Mein Kampf" zu lesen!
Die 68er haben dann die Mit-Täterei perfektioniert! Wir sind heute ALLE perfekte Massen-Mit-Mörder! Wir schauen heute überall brav zu!
Wieso lacht da heute kaum Jemand? Aber, ich weiß es heute schon, die nächste Katastrophen-Generation wird über meine Witze von Heute lachen, und zugleich weinen, weil es ihnen wegen unserer Zuschauerei beim Bösen so schlecht geht.
Sie werden über uns 68er einst genau so schlecht urteilen, wie wir heute über die 38er! Ich werde mir immer sicherer!
buji2011, 28. 04. '12 21:27
38er vs 68er Witze
1. Witz:
Was ist der Unterschied zw einem 38er-Nazi-Richter von Dazumal und einem so typischen 68er-Gutmenschen-Richter von Heute?
Der 38er-Richter lässt selber foltern und verurteilt den Gefolterten dann zum Tode!
Der 68er-Richter schaut einem Folterer selbst beim Foltern zu und spricht ihn dann auch noch frei!
Es darf gelacht werden!
buji2011, 28. 04. '12 21:23
Kindesmissbrauch vs Verjährung
Es wird Zeit, dass dieses juristische Gutmenschen-instrument der Verjährung nicht bloß im Falle von Gewaltakten und Kindesmissbrauch endlich abgeschafft wird! Da hat sich die Intelligenzia einer einst jungen 68er-Generation einen jur. Ausweg geschaffen, wohl wissend, dass sie bis ins Alter noch straffällig werden könnte, manche wussten wohl schon, dass sie es mit Sicherheit werden würden, sie kannten schließlich ihre Vorlieben. Dass dabei auch auf der rechten Seite viele Schweine straffrei ausgehen würden, nahmen sie dabei wohl in Kauf.
Anders kann man sich unser heutiges Rechtssystem nicht mehr vorstellen. Da haben Polit-Arschlöcher in ihrem Sinne weit voraus gedacht!
Sie haben uns anständige Bürger mit ihrer Beschwichtigungsphilosophie eingelullt! Was für eine Riesen-Sauerei!
bregenz58, 17. 02. '12 14:46
Mehrerau / Nächstenhiebe V
... Teil V ...
Der deutsche ehemalige Koster Birnau Ministrant liess mich noch wissen, dass er auf dem Wege der Zivilklage versuchen werde, dass Finanz-Vermögen des Gregor Müller zu zerstören.
In Vorarlberg ist ein grosser Teil der heute 30-70jährigen wirtschaftlichen und politischen Elite durch die Mehrerau gegangen. Alle wissen, was dort jeden Tag von Leuten wie Johannes Briegel, Gregor Müller, .... getan wurde. Auch die Schüler selbst waren tyrannisch und saditisch den schwachen Mitschülern gegenüber. ES IST EIN TIEFER SUMPF VOLLER GEWALT UND SCHAM GEBLIEBEN. UND SCHWEIGEN!
Und ie damalige und heutige Zisterzienser Führungsriege der Mehrerau? Verbrecher in ganz grossem Stil vielleicht?
bregenz58, 17. 02. '12 14:43
Mehrerau / Nächstenhiebe IV
... Teil IV ...
Die Sache sei womöglich nicht verjährt, da die Straftat des Pater Gregor Müller weiterhin vakant sei sofern er sich im jetzt laufenden Verjährungszeitraum erneut eine einschlägige Straftat begangen habe. Ich antwortete, dass die Vorfälle des Jahres 1968 nun 42 Jahre vergangen seien. Ich hatte damals das Klosterinternat verlassen, da die schulischen Leistungen völlig zusammengebrochen waren. Für mich sei vorläufig die Sache beendet, da es sich ja nun bei Gregor Müller um einen vollends am Leben und in der Gesellschaft gescheiterten Sexual-Straftäter handle, der vor seinem verpfuschten Leben Rechenschaft ablegen muss.
... weiter im Kommentar .../Nächstenhiebe V
bregenz58, 17. 02. '12 14:40
Mehrerau / Nächstenhiebe III
... Teil III ...
worauf dieser sofort untertauchte und von einem im Besitz des Klosters Mehrerau befindlichen Hauses untergebracht wurde.
Der Fall weitete sich aus, da immer mehr Mehrerauer Missbrauchsopfer sich entweder sofort an die Behörden in Vorarlberg, oder per vol.at Kommentar an die Öffentlichkeit wandten.
Ich wurde von vol.at zum Fall Gregor Müller interviewt und der Artikel erschien hauptseitig an einem Samstag noch im selben Monat März 2010. Kurz darauf erhielt ich den Anruf eines ermittelnden Vorarlberger Polizeibeamten, der mir mitteilte, dass meine "Anonymisierung" von der Redaktion der vol.at nicht aufrechterhalten worden sei und ich deshalb der Polizei als plausibles Opfer bekannt sei.
... weiter im Kommentar .../Nächstenhiebe IV
bregenz58, 17. 02. '12 14:37
Mehrerau / Nächstenhiebe II
... Teil II ...
Parallel und im Gleichklang mit den Missbrauchs-Delikten des deutschen Pater J. (Johannes Briegel) verging auch Gregor Müller sich an den Schwächsten!
Als mich nun im März 2010 der einstige Ministrant aus Kloster Birnau kontaktierte, teilte er mir mit, dass Pater Gregor Müller seit vielen Jahren in der Schweiz in einer kleinen Ortschaft am Zürcher Obersee als Pfarrer tätig war. Abgestellt vom Abt des Klosters Mehrerau. Denn diesem Kloster gehörte Gregor Müller, ebenso wie Johannes Briegel, bis heute an!
......Weiter im nächsten Kommetar: Mehrerau / Nächstenhiebe III
bregenz58, 17. 02. '12 14:35
Mehrerau / Nächstenhiebe / I
Vor genau 2 Jahren kontaktierte mich ein Deutscher Kriminalbeamter, der als Kind Ministrant im Zisterzienser Kloster Birnau (deutsche Seite Bodensee) war und im Jahr 1967 von einem Pater Gregor Müller missbraucht worden war.
Er hatte meine Kommentare auf vol.at gelesen, wo ich ebenfalls unter dem Namen "bregenz58" mit meiner eigenen erlebten Geschichte - im Kloster Mehrerau des Schuljahres 1968/69 - an die Öffentlichkeit gegangen war.
Dieser Pater Gregor Müller war mit sexuellem Kindesmissbrauch also ein Jahr vor seinen dann in der Mehrerau geschehenen Missbrauchsfällen der Kosterleitung (Abt Kassian Lauterer) bekannt. Seine Versetzung nach Mehrerau hatte seinen sofortigen Einsatz als Erzieher der 1.Klasse, also uns 10-jährigen - zur Folge.
...weiter im nächsten Blog...
Tfirst, 14. 02. '12 10:17
Die liebe Kirche
Der Vatikan soll schleunigst auch in Wien eine Kommission einrichten, es wäre bereits die zigste Kommission in Österreich, denn das Kinderheim Pressbaum Sacre Coeur war Vorreiter des staatlichen Spezialkinderheims in Wien.
120 Kinder - dort genannt Idioten - wurden vom Sacre Coeur in den Spiegelgrund verlegt, als das Sacre Coeur als Kriegslazarett gebraucht wurde.
Bei der Kirche läuft die Postenvergabe nach Korruptionsmustern des Vertuschens seit Jahrhunderten ab, aber in der heutigen Zeit ist die Verbindung der Alt- und Neonazis mit der Kirche dichter als zuvor. Kein Wunder, ist Herr Ratzinger seit 1981 der zweite Mann und seit 2005 der erste Mann im Vatikan.
Die Missbrauchskirche
http://kunstvonmichaeltfirst.blogspot.com/
MfG
Michael Tfirst
loveandpeace, 11. 02. '12 10:21
Wenn die Wahrheit keine Konsequenzen nach sich zieht
„Ich bin davon überzeugt, dass die Wahrheit eine Wahrheit bleibt, bis man sie kategorisiert hat und dann zur Lüge wird.
Ich glaube nicht, dass Jesus den christlichen Glauben gelehrt hat, Jesus lehrte Güte, Liebe, Mitgefühl und Frieden.
Was ich den Leuten sage ist, seid nicht Christen, tut es Jesus nach.
Seid nicht Buddhisten, tut es Budda nach.“
(Wayne W. Dyer, amerikanischer Psychotherapeut)
Ich frage mich, wie es Menschen, die es Jesus nachtun wollen, in dieser Kirche überhaupt noch halten können?
Vor meinem eigenen Austritt habe ich mich gründlich mit der Vergangenheit der Amtskirche befasst und so viel Schmachvolles gefunden, dass ich bedauert habe, nicht früher meinen Schritt getan zu haben.
Wie die Verantwortlichen mit Missbrauch umgehen, hat keinen Funken
loveandpeace, 11. 02. '12 10:24
Wenn die Wahrheit keine Konsequenzen nach sich zieht
Nächstenliebe oder Mitgefühl in sich, sondern nur den Wunsch nach Machterhalt.
Auch, wenn diese schrecklichen Verbrechen aus juristischer Sicht verjähren können - aus menschlicher Sicht tun sie das nicht, denn niemand kann einem dermaßen geschändeten und gequälten Menschen ihr Leben zurückgeben.
buji2011, 09. 02. '12 19:56
Missbrauch in der Kath. Kirche
Das Problem mit dem Missbrauch durch Katholische Priester liegt ja schon in der Ausbildungszeit. Da fängt nämlich der Missbrauch schon an, siehe St. Pölten. In den Priester-Seminaren gab es sogar Orgien untereinander. Und wer wird denn schon Priester? Doch meist nur ein junger Mann, der mit seiner Sexualität nicht zu recht kommt, aus welchen Gründen auch immer. Oft handelt es sich ja um schon als Kind Missbrauchte!!!
Die kath. Kirche war schon immer ein Sammelbecken für rückständig denkende und vor allem fühlende Männer mit einem Problem mit Frauen!
Wenn man sich die Geschichte des Christentums ansieht, dann handelt es sich dabei ja um den schlimmsten Massenmörder-Verein aller Zeiten, evt noch gleichzusetzen mit dem Islam.
robzma, 08. 02. '12 15:41
3.Hagenmüllergasse
Mitte der ´70er, Pater Ernst K. , wie sich die Geschichten doch gleichen. K.S. wurde den Gang rauf und runter geprügelt, wer nicht einschlafen konnte wurde in seinem Zimmer "gekitzelt" und am Ende legte man mir nahe aus zu treten, da ich ohnehin nicht gern im Internat wäre. Der Rest ist gleich wie im Artikel, 8 verschiedene Jobs, Beziehungschaos usw. und E.K. wurde nach St.Pölten versetzt. Verantwortung ?
Danke für den Artikel
bpallmann@hotmail.com, 08. 02. '12 00:00
..vor Gericht verantworten...
..ja, das wuenscht man sich. Meist vergeblich. Noch. Wir machen das - wie viele "wikileager" langst - inzwischen gezwungenermassen anders, wenn "das Gericht" selbst nichts macht: wir brandmarken solche Verbrecher weltweit im Internet. Das sind keine "Padres" der Nachestenliebe, oder wie in vielen unserer Faelle "Politiker, Aerzte" oder Pfleger", sondern Soziopathen. Bisher haben wir noch keinen "Unschldigen falschbeschuldigt". Gut recherchiert mit Fachexperten. Gestern sagte mir Herr Vogel vom Generalbundesanwalt H. Range in Karlsruhe: "Aber passen Sie auf, dass Sie niemanden beleidigen, Herr Pallmann". Darauf ich: "Ja, klar, ber bei vielfachem Mordverdacht, erdrueckendem, darf man schon etwas "beledigen", oder? Wenigstens etwas."Alex Zouras Medienpreis-Sprecher
Fürsorgezögling, 07. 02. '12 11:25
Danke für den Bericht,
und das online-stellen desselbigen. mfG Franz Josef Stangl
ewoewo, 07. 02. '12 14:39
Re: Danke für den Bericht,
als ich geschrieben hab, dass die zeitungen sich jahrelang ueber die leute die sich an die redaktionen gewandt haben lustig gemacht haben und die staatlich zustaendigen stellen mit den infos zu den straftaten befoerderung erpresst haben war der beitrag doch eher schnell geloescht. gsd haben es die leute heute oft per email belegt.
ewoewo, 07. 02. '12 14:54
Re: Danke für den Bericht,
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,813719,00.html