Warum die Jungen im Alter kein Geld haben werden

24.10.2012, 15:16
Lebensstandard • Warum die Jungen im Alter kein Geld haben werden
 

Es war ein Versprechen, das für alle Zeit gelten sollte: Die Kinder werden es einmal besser haben als ihre Eltern. Doch für heute 20-Jährige stimmt das nicht mehr, und selbst deren Eltern kämpfen gegen den sozialen Abstieg. Spätestens in der Pension werden sie ihren Lebensstandard zum Teil drastisch senken müssen.

Von Rosemarie Schwaiger

Österreich geht es gut, darüber lässt sich nicht streiten. Wann immer die heimische Politik für ihre Lethargie kritisiert wird, können Bundeskanzler Werner Faymann und sein Vize Michael Spindelegger mit Zahlen kontern, die den Erfolg des Landes beweisen: Österreich kam bisher besser, also mit weniger Schulden, durch die Krise als die meisten anderen EU-Staaten.

Österreich hat mit 4,5 Prozent die niedrigste Arbeitslosenrate in der Europäischen Union. Österreichs Wirtschaft wird nach Prognosen des Internationalen Währungsfonds heuer um 0,9 Prozent und kommendes Jahr um 1,1 Prozent wachsen – stärker als die Ökonomie in den meisten anderen Ländern Europas. Und Österreich ist jenes Mitglied der EU, das Kinderarmut am wirksamsten bekämpft, stellte die EU-Kommission vor Kurzem fest.

Angesichts solcher Zahlen wirkt jede Widerrede wie Jammern auf hohem Niveau. Doch volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen erzählen wenig über die Lebenssituation des Einzelnen. Und schon ein Blick in die Prognosen von Pensionsexperten dämpft den Optimismus merklich. In ganz Europa müssen sich die Menschen von der Vorstellung verabschieden, dass ihr Lebensstandard ständig wachsen werde. Österreich macht da keine Ausnahme. Heute 20-Jährige finden einen sehr viel schwierigeren Arbeitsmarkt vor als ihre Eltern. Auch eine gute Ausbildung garantiert keinen gut bezahlten Job mehr, schon gar nicht auf Dauer. Geschützte Bereiche wurden weniger, dafür boomen Leiharbeit und Teilzeitverträge. Die nächste Generation wird es aller Voraussicht nach nicht mehr besser haben, sondern hart darum kämpfen, wenigstens einen Teil des Erreichten zu erhalten.

Billige Genies
Die Einkommen stagnieren, obwohl die Qualifikation steigt.

Ein ganz normales Stelleninserat in einer österreichischen Tageszeitung: „Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt einen Junior Controller.“ Die Anforderungen an den neuen Mitarbeiter: abgeschlossenes Studium, gute Buchhaltungskenntnisse, Berufserfahrung, sehr gute Englisch- und EDV-Kenntnisse, Durchsetzungsvermögen, Kommunikationsstärke, sehr gutes Auftreten und hohe Reisebereitschaft.

Gesucht wird offensichtlich eine Spitzenkraft. Bezahlt wird ein Bruttojahresgehalt von 35.000 Euro – das sind 2500 Euro im ­Monat. Dem Nachwuchsgenie bleiben nach Abzug von Steuern und Abgaben nicht einmal 1700 Euro. Davon kann man leben, natürlich. Aber stimmt die Relation zwischen Gehalt und Anforderungsprofil wirklich noch? „If you pay peanuts you get monkeys“, lautet ein amerikanisches Sprichwort. Doch die Lektüre einer ganz normalen Wochenend-Karrierebeilage zeigt, dass viele Arbeitgeber nur den ersten Teil des Spruchs verinnerlichten. Sie zahlen schlecht – und erwarten dafür Top-Qualifikationen.

Florens Eblinger von der Wiener Personalberatung Eblinger und Partner empfiehlt zwar, die offiziell angegebenen Gehälter nicht ganz ernst zu nehmen. „Meistens gibt es noch Spielraum nach oben.“ Die gestiegenen Anforderungen muss der Fachmann aber bestätigen: „Das ist eine sehr gut ausgebildete Generation, von der man viel verlangen kann.“

Es war das große Versprechen in den 1970er-Jahren:
Lernt etwas, dann wird es euch gut gehen – und auf jeden Fall viel besser als euren Eltern. Die Österreicher glaubten daran. 1970 bestanden etwa 16.000 junge Menschen pro Jahr die Matura, 2010 waren es über 42.000. Die Zahl der Studienabschlüsse hat sich im gleichen Zeitraum fast verfünffacht. Aber zumindest in den vergangenen 15 Jahren brachte das Pauken nicht sehr viel. Die realen Nettobezüge der unselbstständig Erwerbstätigen stiegen laut einer Wifo-Studie seit 1995 im Schnitt nur um 0,2 Prozent pro Jahr.

Von der Bildungsoffensive profitierten nicht zuletzt die Arbeitgeber: Sie bekommen heute billige Akademiker für Jobs, die früher mit Handelsschulabsolventen besetzt wurden. Gar nichts lernen ist allerdings auch keine Lösung: Am unteren Ende der Einkommenspyramide (bis zu 1100 Euro brutto) waren die vergangenen 15 Jahre ein finanzielles Blutbad. Das Wifo errechnete Reallohnverluste von bis zu einem Viertel.

Österreich hat im europäischen Vergleich eine niedrige Jugendarbeitslosigkeit, aber fast zehn Prozent sind es dennoch. Und wer Arbeit hat, kann oft nicht davon leben. Die so genannte „Generation Praktikum“ hat auch hierzulande regen Zulauf. In manchen Branchen gelten ein paar Hungerjahre zu Beginn als selbstverständlich. Der finanziell holprige Berufseinstieg mag zuerst nicht sehr wehtun – vor allem dann nicht, wenn die Eltern aushelfen. Doch die Gratis-Fron rächt sich, spätestens in der Pension.

Das Ende der goldenen Jahre

Die Pensionen werden sinken – und zwar noch stärker als befürchtet.

Wenn Karl Blecha und Andreas Khol zu einer Pressekonferenz einladen, darf man getrost auf ein paar flotte Sager und geharnischte Schimpftiraden hoffen. Die beiden Chefs des überparteilichen Seniorenrats neigen nicht zur Zurückhaltung. Am Montag vergangener Woche wetterten sie über eine „Kampagne von neoliberalen Interessengruppen“ und einen „Angriff auf die soziale Sicherheit in Österreich“. Gemeint war ein von zahlreichen Experten vorgestelltes neues Pensionsmodell, nach dem künftig jeder Rentner nur noch – allerdings verzinst – das ausbezahlt bekäme, was er zu aktiven Zeiten eingezahlt hat.

Blecha (79) und Khol (71) klagen stets am lautesten, wenn von Pensionsreformen die Rede ist. Dabei sind Angehörige ihrer Generation ohnehin auf der sicheren Seite. Kaum ein Politiker traut sich, in bestehende Pensionen einzugreifen oder das auch nur zu fordern.

Für die Alterskohorten davor gibt es deutlich weniger Mitgefühl. Wenn heute 47-Jährige im Jahr 2030 ihren Ruhestand antreten, können sie die Auswirkungen der Pensionsreform 2003 bereits in ihrer vollen Pracht genießen. Sämtliche Deckelungen und Übergangsregelungen sind bis dahin ausgelaufen. Zur Berechnung der Pensionshöhe werden ab dann alle 45 Berufsjahre herangezogen. Rentner in den 1990er-Jahren konnten noch die besten 15 Jahre geltend machen.

Das hört sich gar nicht so schrecklich an, kann aber ordentlich ins Geld gehen. Für ein paar Jahre mit schlecht bezahlten Aushilfsjobs oder längere Phasen von Teilzeitbeschäftigung kommt Jahrzehnte später die Quittung in Form einer reduzierten Rente. Außerdem ist der volle Pensionsanspruch erst nach 45 Arbeitsjahren erreicht – nicht wie bisher schon nach 40 Jahren. Macht in Summe einen erheblich weniger goldenen Lebensabend als bei heutigen Pensionisten. Ulrich Schuh, Leiter des Wirtschaftsforschungsinstituts EcoAustria, rechnet mit einem Minus von bis zu 25 Prozent allein durch die bisher beschlossenen Maßnahmen. „Erwerbsarbeit ist heute nicht mehr so angelegt, dass man 40 Jahre lang durchgehend gut verdient“, sagt auch Christine Mayrhuber vom Wirtschaftsforschungsinstitut.

Das Gros der Experten rechnet damit, dass weitere Einschnitte nötig werden, weil sich das Pensionssystem sonst einfach nicht mehr finanzieren lässt. In dem von Finanzministerin Maria Fekter vor ein paar Tagen präsentierten Budget für 2013 machen die Bundeszuschüsse zu den Pensionen bereits 18 Milliarden Euro aus – ein Viertel der Gesamtausgaben.
Es scheint also äußerst ratsam, selbst noch ein wenig für den Ruhestand vorzusorgen. Aber auch das ist nicht so einfach. Wegen der Finanzkrise werfen private Pensionsversicherungen derzeit kaum Renditen ab. In vielen Fällen wäre es klüger, das Geld unter den Kopfpolster zu legen; dabei fallen wenigstens keine Gebühren und Provisionen an. Auch die einst von Finanzminister Karl-Heinz Grasser eingeführte und heftig beworbene Zukunftsvorsorge erweist sich als schlechtes Geschäft. Die Renditen bleiben weit hinter den ursprünglichen Annahmen zurück. Beim jüngsten Sparpaket halbierte Maria Fekter die staatliche Förderung auf nur noch 4,25 Prozent. So etwas wie Vertrauensschutz, ansonsten das Zauberwort bei Pensionsdebatten, dürfen die Privatvorsorger nicht erwarten.

Um wie viel erfreulicher die Aussicht auf den Lebensabend früher war, lässt sich – auf hohem Niveau, aber deshalb umso anschaulicher – an den Beispielen heimischer Politiker studieren: Ex-Innenminister Karl Blecha kassiert rund 15.000 Euro pro Monat, Staatssekretär Sebastian Kurz, 26, wird eines Tages wohl nicht weit über 2500 Euro hinauskommen.

Wenigstens machen sich die Menschen keine Illusionen über ihre finanzielle ­Zukunft. Auf die Frage „Werden Sie von Ihrer Pension einmal leben können?“ ­antworteten in einer Karmasin-Umfrage für profil 59 Prozent mit Nein. Am zuversichtlichsten sind die über 50-Jährigen, am meisten Angst haben Menschen unter 30.

Die Burn-out-Gesellschaft

Angst, Druck, Sparzwang: Die Arbeitswelt ist ungemütlich geworden.

Gibt es schon Kandidaten für die Unverfrorenheit des Jahres? Hier ein Vorschlag: die jüngste Kreation von H&M. Der Textilkonzern erklärte vor ein paar Tagen, es sei dem Unternehmen „wichtig, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag zu bieten“. Das wäre ja an sich lobenswert. Nur der Anlass dieser Klarstellung war es nicht. Laut Gesetz müssen Kassenkräfte mehr verdienen als das normale Verkaufspersonal. Um das zu umgehen, hält H&M seine Mitarbeiter an, nebenbei noch T-Shirts zu falten, den Boden zu fegen und Kleiderbügel zu sortieren. Hauptberufliches Kassenpersonal gebe es somit nicht, die Kritik der Gewerkschaft an dessen zu niedrigen Gehältern sei also völlig unbegründet, erklärt H&M. Die Mitarbeiter kriegen ihre Abwechslung, das Unternehmen spart 50 Euro pro Nase und Monat. Alle sind glücklich. Oder etwa nicht?

Es ist oft pure Nostalgie, wenn Menschen davon schwärmen, dass in der Vergangenheit alles besser war. Doch verglichen mit dem aktuellen Hauen und Stechen in vielen Unternehmen muss Erwerbstätigkeit früher ein wahres Vergnügen gewesen sein. In einer Meinungsumfrage des Instituts Karmasin für profil finden 81 Prozent der Österreicher, dass die Arbeitswelt heute härter sei als vor 20 Jahren; nur neun Prozent sind anderer Ansicht. Sie arbeiten vermutlich bei einer Sozialversicherung oder im Wiener Rathaus. Und selbst dort gelten die Privilegien nur noch für Altverträge.

Die neue Ungemütlichkeit hat Gründe: Durch die Globalisierung ist der Konkurrenzdruck größer geworden. Aktionäre und Investoren pochen auf Renditen, und jeder Mitarbeiter zu viel stört da bloß. In der Krise stieg europaweit die Arbeitslosigkeit – in der Eurozone liegt sie derzeit bei über elf Prozent. Das schwächt die Verhandlungsposition von Gewerkschaften und macht auch jenen Menschen Angst, die noch einen Job haben.

So mancher versucht sein Glück da lieber ohne Chef. Die Zahl der Einpersonenunternehmen stieg auf mehr als 240.000. Aber das Geschäft ganz alleine ist hart: Ein Fünftel dieser Solisten macht weniger als 10.000 Euro Jahresumsatz.

Von allen im Vorjahr genehmigten Frühpensionierungen ging ein Drittel auf psychische Erkrankungen zurück. Die Krankenstandstage aus demselben Grund haben sich seit 1995 mehr als verdoppelt. Burn-out mag, in gewisser Weise, auch eine Modeerscheinung sein. Aber es sagt über das Klima in einer Gesellschaft doch einiges aus, wenn Depressionen, Schlafstörungen und völlige Überforderung gesellschaftlich anerkannte Konsequenzen von Berufstätigkeit darstellen.

„Jede Zeit hat ihre Regeln“, meint der Personalberater Florens Eblinger. Er warnt davor, die Schuld an den veränderten Rahmenbedingungen nur bei den Unternehmern zu suchen. „Auch die Loyalität der Mitarbeiter zu ihren Arbeitgebern ist nicht mehr so groß, wie sie einmal war.“

Besser wird es nicht
Wer jetzt nichts hat, wird vermutlich auch nichts mehr bekommen.

Ist alles verloren? Nicht unbedingt. Man kann die Lage auch positiver sehen. ­Wifo-Expertin Christine Mayrhuber gibt etwa zu bedenken, dass die Ausgangssituation eine durchaus komfortable sei. „Den meisten Kindern und Jugendlichen geht es heute materiell viel besser, als es ihren Eltern in diesem Alter ging.“ Dadurch sei die Aufstiegsperspektive natürlich eine andere geworden. Auch die Arbeits- und Einkommenssituation von Frauen habe sich verändert, weshalb die Pensionistinnen in 20 Jahren besser dastehen werden als ihre Geschlechtsgenossinnen heute. „Die Lebensentwürfe sind unterschiedlicher als früher. Man kann schwer sagen, wer zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern zählen wird“, meint Mayrhuber.

Auch Reinhold Popp, Leiter des Zentrums für Zukunftsstudien an der Fachhochschule Salzburg, möchte nicht zu sehr schwarzmalen. „In 20 Jahren werden die Folgen der Krise überwunden sein. Dann kann sich wieder sehr viel Neues entwickeln.“ Außerdem sei schon der Umstand erfreulich, dass die Menschen immer älter werden. „Dieser Zeitwohlstand ist ja auch etwas wert.“

Das gewichtigste Argument liefert Optimisten aber schlicht der in den vergangenen Jahrzehnten angehäufte Reichtum im Land. Laut einer aktuellen Studie der Nationalbank haben 35 Prozent der Haushalte bereits von einer Erbschaft oder einer Schenkung profitiert. Das durchschnittliche Vermögen eines heimischen Haushalts liegt bei 265.000 Euro. Zig Milliarden werden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten also noch von einer Generation zur nächsten wandern. Und mit einer begüterten Erbtante in der Verwandtschaft lässt sich die Angst vor dem Pensionsschock doch erheblich reduzieren.

Allerdings erhob die Nationalbank auch, dass die Vermögen in Österreich ungleich verteilt sind. Zehn Prozent haben so gut wie gar kein Geld, zehn Prozent verfügen über Reserven von mehr als einer halben Million Euro. Ge- und vererbt wird zumeist innerhalb dieser Vermögensklassen. Wer jetzt noch nichts hat, wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch nichts bekommen.
Und für den sozialen Aufstieg aus eigener Kraft sind die Bedingungen derzeit leider ungünstig.

BertelMann, 27. 10. '12 10:49
Pensionen sind eine Frage der Verteilung und sonst nichts
Es wird mehr als genug für alle erwirtschaftet - allerdings profitieren immer weniger Leute davon.

Deshalb sind Artikel und KommentatorInnen in denen die Behauptung nachgeplappert wird "die Pensionen sind nicht mehr leistbar" nicht ernst zu nehmen.
Tingulv, 27. 10. '12 12:42
Re: Pensionen sind eine Frage der Verteilung und sonst nichts
Genau, denn laut OECD fließen in Österreich schon jetzt 42,1 von 100 erwirtschafteten Euro in den Sozialabgaben- und Steuertopf. Das ist deutlich über dem OECD-Schnitt von rund 34%.
Tingulv, 27. 10. '12 12:46
Ich empfinde es als zu tiefst ungerecht, dass...
heute ein Nettotransferzahler für 3 Bezieher zahlen muss, und diese Zahl wird durch die Überalterung noch rapide steigen.
Von 8,4 Mio. Österreichern sind 46% erwerbstätig und daher leben 54% von dem Geld das andere erarbeiten. 39% der Einkommensbezieher sind vollkommen von der Lohnsteuer befreit. 2,6 Mio. Personen mit Einkommen zahlen laut Lohnsteuerstatistik keine Steuer bei 2,25 Mio. Pensionisten im Land. Da sind dann die 170.000 Mindestsicherungsbezieher eh schon ein Klacks.
Insgesamt zahlen 1,9 Mio. Österreicher mehr in das System ein als sie bekommen, wobei hier das Kinderbetreuungsgeld ausgeklammert ist. Dem gegenüber stehen 6,5 Mio. Österreicher, die wenig bis gar nichts beitragen.
ewoewo, 25. 10. '12 21:52
...
bissi zu stark der leverage, bissi zu viele todesopfer wo sich die medien debil gestellt haben - so schade!
bösedummemama, 25. 10. '12 20:47
Warum kein Geld da ist?
Weil die Eltern noch zu Lebzeiten die No Future-Generation mit dem eigenen Vermögen erhalten müssen - die Kinder kriegen später wenig Erbschaft.
Weil viele Eltern sich scheiden lassen und daher vorwiegend Väter aber auch Mütter in finanziellen Engpässen kommen - die Kinder kriegen weniger Mitteln.
Weil tausende Eltern von Betrügern wie AWD, Immofinanz, AvW, Meinl, etc. das eigene Vermögen bereits ganz od. teilweise verloren haben - die Kinder kriegen nichts.
Was zum Teufel bleibt diesen Kindern über?
einhorn01, 25. 10. '12 20:28
Pensionen nicht im Durchschnitt oder gesamt betrachten
Ich habe als Privatangestellter 45 Beitragsjahre. Meine Pension habe ich mir verdient. Die Angestellten haben einen Deckungsgrad von 95%. Anders schaut es bei Bauern, Selbständigen und Beamten aus. Wenn die Beamten fast genauso viel Zuschuss brauchen als die ASVG-Pensionisten so muss das einmal konkret gesagt werden. Ich habe zwei Kinder die ich trotz Hochschulausbildung unterstützen muss weil die Unternehmen so schlecht zahlen und ständig drohen. Wir haben Österreich aufgebaut. Ich bin nicht bis 30 zu Hause gehockt und habe die Eltern ausgebeutet. Die ÖVP spielt die Jungen gegen die Alten aus, ein schändliches Spiel, wohlwissend dass ihre Klientel die meisten Zuschüsse brauchen.
Herr-Paul, 27. 10. '12 13:21
Oje, das wird schwer:
Ohne persönlich zu werden: Sie haben sich mit xy Beitragsjahren GAR NIX verdient (ausser Sie habens privat angelegt). Sie haben brav ein Umlagesystem bedienen müssen, das schon seit Jahrzehnzen pleite ist. Und nun dürfen Sie "hoffen", dass dasselbe System auch ihre Rente etc. finanziert - na wie wird das wohl ausgehen? Und Sie brauchen auch gar nicht über die VP schimpfen, Sie können gleich alles Roten und Schwarzen in einen Sack und immer feste druff! Es erwischt dann schon die richtigen!
chaneu, 24. 10. '12 11:56
alles ändert sich.
ob zum guten oder schlechten, ist noch nicht wirklich klar. eines kann ich aber jetzt schon sagen.
wir haben das gesellschaftliche gegengewicht zum kapitalismus - den kommunismus abgeschafft. dieser war auch ein regulativ für den kapitalismus. nachfolger als gegengewicht wurde der islam. welchen vor- oder nachteil das gesellschaftspolitisch hat, soll jeder für sich beurteilen.
Wir haben die familie als fundament des staates abgeschafft. mütter MÜSSEN heute arbeiten gehen, damit eine familie überhaupt leben kann. nachfolger der familie ist der konsum, und der indiviualismus. es gibt keine alternative zur familie.
wir haben geschützte bereiche (geldwirtschaft, staatsgrenzen) abgeschafft.
wir haben grundlegende moralbegriffe abgeschafft
ein krieg nennt sich heute friedensmission
Tingulv, 23. 10. '12 22:24
2050: Hungertote in Österreich
Laut dem „World Energy Outlook 2010“ [1] der Internationale Energieagentur (IEA) liegt der Peak-Oil bereits hinter uns. Von nun an überschreitet die Ölnachfrage das Angebot, das trotz Krise allein durch das Wachstum der Weltbevölkerung nach oben getrieben wird. Überschreitet die Nachfrage das Angebot, dann stehen uns höhere Preise ins Haus. In einer Welt mit 6,5 Mrd. Menschen benötigt man eine industrielle Landwirtschaft mit entsprechenden Treibstoffe und Alternativen sind und werden bei weitem noch nicht im notwendigen Umfang verfügbar sein, denn sonst werden Nahrungsmittel unbezahlbar.
Außerdem gehen wichtige Ausgangsstoffe zur Düngemittelherstellung wie Phosphor zu neige [2].
Tingulv, 23. 10. '12 22:26
Massive Beeinträchtigung der natürlichen Funktionen von Böden und Gewässern
Es sollte bereits allgemein bekannt sein, dass im Zuge der Klimaerwärmung mehr Unwetter auftreten werden, die einen hohen Anteil der Ernten vernichten werden.
Auch in Österreich sinken die Erträge der Böden [3] durch die intensive Landwirtschaft immer mehr und es kommt zur Bodenerosion.

Hunger in Mitteleuropa ist Mitte dieses Jahrhunderts kein so absurdes Szenario mehr.

[1] http://www.heise.de/tp/artikel/33/33646/1.html
[2] http://www.news.de/gesellschaft/855048501/erwartet-uns-die-phosphor-krise/1/
[3] http://idw-online.de/pages/de/news331138
Marius123, 22. 10. '12 23:26
Elendes Gejammere!
Dieses wehleidige Gesudere kann ich nicht mehr hören!
Noch nie ging es den Jungen so gut. Keiner muss hungern oder Angst um sein Leben haben, außer wenn er zu schnell mit seinem BMW fährt.
Die kostenlose Ausbildung war noch nie so gut wie heute. Es stimmt, die Arbeitsstelle ist nicht mehr so sicher wie früher. Aber dafür muss man nicht für alles und jedes ein Parteibuch haben und hat Eltern, die einem unterstützen weil sie selbst Geld haben.
Die Pension müssen sich die Jungen schon selbst sichern.
Um sinnvollsten in dem man Kinder kriegt. Das ist die einzig sinnvolle Methode, war immer schon so und wird immer so bleiben.
Dafür sind aber viele zu feig und zu faul. Da kann man ja nicht auf Urlaub fahren.
Also auf, nicht jammern, Kinder machen!
Nur das sichert die Pension.
Franz061977, 23. 10. '12 17:18
Re: Elendes Gejammere!
Na bitte, mutige vor!
Zeuge am Besten 10 Kinder zahl 10 mal Unterhalt und erkläre ihnen dann ein Leben lang wie gut es ihnen im Vergleich früher in Afrika geht! Hoffentlich erben sie auch Ihren Optimismus daß sie den Arbeitsdruck dauerhaft ertragen können!
Ich persönlich finde es problematisch die eigene Pension auf hohem Niveau dadurch zu behaupten indem man unschuldige hilflose "Sklaven" zeugt
Das Spielchen lautet also: "Wer seine Pension noch gesund erlebt hat gewonnen - Alle anderen werden auf dieses Ziel vertröstet"
So jetzt muß Vorsorge treffen und ein paar Kinder machen gehn ;-)
Tingulv, 23. 10. '12 22:08
Re: Noch nie ging es den Jungen so gut.
Am Gipfel war man auch noch nie so hoch oben, aber es geht hat mit jedem Schritt weiter nur noch bergab.
Tingulv, 23. 10. '12 22:40
Was früher die Adeligen mit ihren Leibeigene waren, sind heute die Pensionisten
Wer früh ohne körperliche Gebrechen in Pension geht, der lässt sich sein Einkommen von der Arbeiten Bevölkerung durch Staat stehlen. Ein heutiger Frühpensionist unterscheidet sich dadurch prinzipiell durch nichts von einem Sklavenhalter auf seiner Plantage oder mittelalterlichen Adeligen mit seinem Leibeignen, denn auch ihnen wird unter der Androhung von Gewalt das weggenommen, was sie erarbeitet haben, ohne das sie davon jemals einen Nutzen haben werden.
Wie im obigen Artikel haben sich die heutigen Pensionsten niemals das verdient oder kalkulatorisch angespart, was sie heute als Pensionen kassieren. Sie konsumieren ihre Pensionen auf Staatsschulden und beuten damit zukünftige Generationen aus, die solche Pensionen einmal nur vom Hörensagen kennen werden.
Tingulv, 23. 10. '12 22:50
Zum Kinderkriegen sind aber viele zu feig und zu faul (1)
Feiger und fauler als ihr werden wir kaum noch sein können, als jene die ihr Einkommen gerade mal teilweise selbst erarbeitet haben und es via Staatsschulden von zukünftigen Generationen stehlen und uns einen ausgebeuteten und zerstörten Planten hinterlassen. Das von euch verursachte globale Artsterben steht jenem beim Aussterben der Dinosaurier um Nichts nach – DANKE, DANKE!!!
Wie kann man in diese abgefuckte Welt als verantwortungsvolle Eltern noch Kinder setzen!!!
Tingulv, 23. 10. '12 23:00
Zum Kinderkriegen sind aber viele zu feig und zu faul (2)
Wer hat den bitte so wenige Kinder in die Welt gesetzt, dass wir jetzt ein Problem haben? Wer war denn da bereits zu feig und zu faul?
Wer zieht denn mit seinen Pensionszuschüssen das gesamte Geld aus dem Bildungssystem, dass die Analphabetenrate hier in Österreich beständig steigt? Wer zwingt denn mit seinen Pensionszuschüssen beide Eltern zum Arbeiten, damit sie sich nicht mehr um das Lernen mit den Kindern kümmern können?
Wer fordert denn zur weiteren Ausbeutung der Jungen Erbschafts- und Vermögenssteuern, die dann mittels der Kalten Progression in der Hyperinflation über die Gesamtbevölkerung rutschen?
he23, 24. 10. '12 11:32
Die kostenlose Auzbildung ist sehr gut im KaGa und Volkschule teilweise geworden
aber bis auf ein par wenige neue Mittelschulen und private AHS, wo man entsprechend viel zahlt ist die Ausbildung katastrophal schlecht im Vergleich zu Shanghai, Peking, Sydney, Frankfurt, Schweiz, USA Privatschulen. Selbst in Polen und der Slowakei setzt man auf höheres Niveau.
Gut etwas besser als Griechenland, Spanien ist Österreich allemal, aber mit der Türkei spielen wir hier in einer Liga!
baumisms, 24. 10. '12 16:51
Wie gut das "Kindermachen" hilft, sieht man ja in Afrika, Indien,...
Denn die beste Pensionsvorsorge sind ja möglichst viele Kinder, die nie einen anständigen Arbeitsplatz kriegen.
Tingulv, 22. 10. '12 20:26
Das sozialistische System frisst sich selbst.
Im 19. Jhd. siegte der Wirtschaftsliberalismus über den Feudalismus und die Jahrhundertelange Krise des Mittelalters mit nur wenig Wirtschaftswachstum wurde beendet. Zum ersten Mal arbeiteten die Massen nicht mehr für einen Herrscher, sondern für sich selbst, denn sie wurden die Kunden ihrer eignen Waren. Heute lebt ein Arbeiter besser und komfortabler als die Könige des Mittelalters.
Unter dem Kommunismus in China herrschte dort Hunger, als jedoch die Liberalisierung begann, dann begann auch Chinas rasanter Aufstieg.
Bergab ging es erst in den 1970ern, als die Sozialdemokratie in Europa und mit Jimmy Carter in den USA die Macht übernahm. Hohe Inflationsraten waren die Folge, denn man glaubte so die Arbeitslosigkeit senken zu können, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Phillips-Kurve
Tingulv, 22. 10. '12 20:31
Der Neoliberalismus hat uns nach dem 2. Weltkrieg wieder hochgeholt!
Als das wohl bedeutendste Beispiel neoliberaler Politik gilt die Politik in der Bundesrepublik Deutschland unter Ludwig Erhard (1949–1963 Bundeswirtschaftsminister, 1963–1966 Bundeskanzler). Erhard und sein Staatssekretär Alfred Müller-Armack, der den Ausdruck „Soziale Marktwirtschaft“ prägte, waren beide Wirtschaftswissenschaftler und hatten regelmäßigen Kontakt zu den führenden Vertretern des Neoliberalismus wie Rüstow, Röpke, Eucken, Böhm und Hayek.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Neoliberalismus
Tingulv, 22. 10. '12 21:11
Starke Gewerkschaften haben die Staatsschulden- und Eurokrise verursacht.
Spanien oder Italien haben mit dem Euro-Beitritt ihre alten Weichwährungen mit hohen Zinsen (über 10%) in eine Hartwährung mit niedrigen Zinsen (2%) getauscht. Damit wurden Staatsschulden günstig und die Beamtengewerkschafter haben gleich entsprechende Lohnerhöhungen herausgeschlagen. Dem konnten natürlich die Gewerkschafter der Privatangestellten nicht nachstehen. Mit den Lohnerhöhungen wurden aber auch die Produkte der Unternehmungen teurer und die Preise stiegen im Inland, während die Unternehmen im Ausland an Wettbewerbsfähigkeit verloren, bis ganze Industrien kollabierten und diese Länder vom Export abhängig wurden, doch wo sollten die Menschen arbeiten?
Tingulv, 22. 10. '12 21:16
Re: Das sozialistische System frisst sich selbst.
Derzeit haben jene Länder eine hohe Jugendarbeitslosigkeit die traditionellerweise starke Gewerkschaften aufweisen wie z.B. Italien, Spanien aber auch Griechenland, denn die Gewerkschaften haben eine Zweiklassengesellschaft geschaffen. Sie haben erreicht, dass fixe Angestellte quasi unkündbar sind. Deshalb trauen sich die Unternehmen in den von den Gewerkschaften verursachten schwierigen Zeiten keine neuen Mitarbeiter mehr aufnehmen. Der Jugend bleiben nur noch wenn überhaupt prekäre Arbeitsverhältnisse, sofern sie nicht arbeitslos sind. Damit verbauen sie den Jungen die Zukunft und verschärfen die Pensionsproblematik. Junge die im Berufsleben nicht fußfassen, verschieben ihren Kinderwunsch immer weiter nach hinten, bis die biologische Uhr für neue Beitragszahler abgelaufen ist.
nra4ever, 24. 10. '12 08:35
Re: Das sozialistische System frisst sich selbst.
Ist ja eh alles bestens: Sozialismus nur eine Worthülse, Gewerkschaft pleite und diskreditiert, Kommunismus ausgestorben, ... darum ist alles super und jeder neue Tag beginnt mit einem ausgeglichenen Budget - das wissen wir ja alle noch - oder?
baumisms, 24. 10. '12 16:54
ZWEI Bitten: Schreiben Sie bitte keine endlosen Sermone,
und schreiben Sie bitte darin auch nicht so viel Schwachsinn!
BEIDES vergällt einem die Lust, die Leserkommentare zu lesen!!!
Tingulv, 26. 10. '12 22:01
@baumisms: ZWEI Bitten
Im Gegensatz zum allgegenwärtigen sozialistisch-kollektivistischen Neusprech in Schule, Medien und Politik erscheinen meine Beiträge, die dazu im Kontrast stehen, natürlich leicht als Schwachsinn.
Daher ist es mir auch nur schwer möglich mich kurz zu fassen, denn ich kann mich nicht, im Gegensatz zu den hierpostenden Linken, auf allgegenwärtige sozialistische Gesellschaftsmythen beziehen, die diese sofort oder mit wenigen Worten abrufen können.

Extra



TwitterFACEBOOKNewsletter Anmeldung
pixel