Elfriede Hammerl
Den Herrn zeigen

3.11.2012, 08:49
Elfriede Hammerl Den Herrn zeigen
 

Es sollte uns zu denken geben, wie die rechten Populisten mit JournalistInnen umgehen.

In letzter Zeit häuften sich bizarre Interviews in Radio und Fernsehen. Denn die FPÖ-Politiker und Herrn Stronach eint unter anderem auch der gleiche Ton im Umgang mit halbwegs kritisch fragenden JournalistInnen: Sie fahren ihnen übers Maul. Sie behandeln sie mit verächtlicher ­Herablassung. Sie kommen ihnen autoritär. Sie haben keinen Respekt vor den Fragenden, verlangen ihn für sich aber im Übermaß.

Jetzt rede ich. Lassen Sie mich ausreden! (Nach ausuferndem Geschwafel.) Sie haben sich nicht gut vorbereitet, sonst wüssten Sie, dass ich … Das sind schlechte Manieren. So fragt man nicht. Ich habe Ihnen schon gesagt, dass ich dazu nichts sagen werde. Wenn ich sage, das ist so, dann ist es so. Warten S’ a bissl! Sie sind zu stürmisch. Ich werde Ihnen das gleich ­erklären. (Als wäre die fragende Journalistin ein Tepperl, das spezielle Erklärungen braucht. Erklärt wird dann im Übrigen nix.)

Frauen gegenüber sind die Herren dabei immer noch ein Stück respektloser als zu Männern. (Ein gutes Beispiel war die „Pressestunde“ in ORF 2 am 30. September, in der der Kärntner Landeshauptmann Dörfler die ORF-Journalistin Susanne Schnabl permanent abkanzelte wie ein Oberlehrer alter Schule eine vorlaute Schülerin.)

Hinter diesem Benehmen steht eine deutliche Geringschätzung der Medien, die die selbst ernannten Anführernaturen nur in der Rolle serviler Handlanger sehen wollen. Vierte Macht im Staat? Nur, wenn sie uns dient. Aufklärung? Was Aufklärung ist, bestimmen wir. Die Medien haben in ihren Augen die Aufgabe, ihnen Gelegenheit zur „Aufklärung“ in ihrem Sinn und nach ihrem Geschmack zu geben.

Kusch. Platz. Aus. Bring ’s Apportl! Redaktionsstuben ­auf­­räumen. Meinungsfreiheit ausmisten. Dahinter steht wiederum eine tiefe Missachtung demokratischer Prozesse. Anschaffen statt nachdenken. Machen (lassen) statt nachfragen. Drüberfahren. Niederbügeln. Das Recht des Stärkeren.

Alle sind sie für die direkte Demokratie. Das Volk soll abstimmen. Allerdings erst, nachdem sie es manipuliert haben. Manipuliert werden kann es nur mit willfährigen Medien. Nicht willfährige Medien sind daher unerwünscht. Nicht willfährige MedienvertreterInnen sollen eingeschüchtert, lächerlich gemacht, mundtot gemacht werden. Man zeigt ihnen den Herrn, und man zeigt, dass man ihnen den Herrn zeigt. Das ist die Strategie. Es ist zu hoffen, dass sie nicht aufgeht. Allerdings trifft die Geringschätzung, die diese rechten Populisten den Medien entgegenbringen, auf bereitwillige Zustimmung in der Bevölkerung. JournalistInnen werden ja gern unterschiedslos Journaille genannt und gelten als Gelichter und Gesindel, dem man nicht trauen und nicht glauben kann. Diese Haltung findet man auch unter ansonsten differenzierenden, gebildeten Menschen. Verächtlich tun sie so, als existierten weltweit ausschließlich Skandalmedien, deren skrupellose MitarbeiterInnen ihre Seelen an das jeweilige zwielichtige Unternehmen verkauft haben.

Nun gibt es tatsächlich bedauerlich viele Schmierblätter sowie Fernehsender, die Trash am Fließband produzieren, und wer dafür arbeitet, darf moralisch nicht zimperlich sein. Und dass die so genannten Qualitätsmedien immerzu hochkompetent und absolut seriös unterwegs sind, kann man durchaus in Abrede stellen.

Aber trotzdem: Tagtäglich setzen auch Journalistinnen und Journalisten in aller Welt ihr Leben aufs Spiel, um ihrer Informationspflicht nachzukommen und anzukämpfen gegen Korruption, Heuchelei, Desinformation, Manipulation. Sie in einen Topf zu werfen mit den VertreterInnen der Yellow Press, indem man den Sammelbegriff Journaille anwendet, wenn man von den Medien spricht, ist ungerecht, verletzend und gefährlich. Gefährlich, weil es denen in die Hände arbeitet, die tatsächlich auf eine – ihnen nützliche – Journaille setzen möchten und ehrenwertes journalistisches Arbeiten am liebsten verbieten würden.

Nein, das ist kein Appell, dass Sie als LeserInnen unser empfindliches Ego hätscheln sollen. Vielmehr geht es darum, unser aller Recht auf umfassende Information zu verteidigen und darauf, dass uns Menschen, die sich um öffentlichen Einfluss bewerben, Rede und Antwort stehen.

Themawechsel: Der Einführung eines Berufsheers kann man eine Reihe von Bedenken entgegenhalten. Mich beispielsweise beunruhigt die Gefahr, dass potenzielle BewerberInnen mehrheitlich aus dem Rambo-Eck kommen könnten. Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller allerdings hat Anfang Oktober die untauglichste aller Begründungen für die Beibehaltung der Wehrpflicht aus dem Hut gezogen: Den jungen Männern würden ein paar Monate Bundesheer oder Zivildienst sicher gut tun. Ärgerlicherweise wurde das als feministischer Standpunkt gesehen und gegeißelt. Ist aber keiner.

Militärischer Drill mag von manchen als Erkenntnisgewinn betrachtet werden, grundsätzlich gut tut er jedenfalls nicht, und schon gar nicht ist seine Wirksamkeit unter geschlechtsspezifischen Gesichtspunkten zu bewerten. Den Zivildienst könnte man als Ausgleich dafür sehen, dass soziale Dienstleistungen im weiteren Leben meist an den Frauen hängen bleiben. Aber gerade wenn das nicht so bleiben soll, muss uns mehr einfallen, als junge Männer zu ein paar Monaten Dienst an anderen zu verdonnern.

elfriede.hammerl@profil.at

www.elfriedehammerl.com

derpradler, 10. 11. '12 11:43
Der angepaßte Journalismus
verträgt wohl keine Gegenrede. Wie lange glaube Sie können Sie im Namen des Systems die Menschen noch belügen?! Es ist höchst an der Zeit, daß mit diesem System aufgeräumt wird
!
Tingulv, 09. 11. '12 12:54
Keine Lust auf erneut 1000 Jahre Krise
Nach dem DiePresse und Wirtschaftsblatt die einzigen Qualitätsmedien in Österreich, die Meinungen die sich nicht nur linker Indoktrination verpflichtet fühlen transportieren, daher wäre es an der Zeit auch ein entsprechendes Privatfernsehen zu gründen, damit alternative Sichtweisen auch in Reportagen und Magazinsendungen gezeigt werden können. Auch im Radiobereich sollte es ein Gegengewicht zum marxistischen Ö1 geben, denn wir wissen nicht mehr wie viel Zeit uns bleibt, bis uns die Sozialisten aller Parteien das Jahr 410 n.Chr. wiederholen lassen, nur diesmal ist Washington das neue Rom.
Video-Tipp: "The Dark Ages"
http://www.youtube.com/watch?v=KsHSbBxjAOk
bpallmann@hotmail.com, 09. 11. '12 13:49
Re: Keine Lust auf erneut 1000 Jahre Krise
..dann gruenden Sie mal Ihr "Privates". Ich bin weder Sozi noch sonst ein "..ist". Aber das Thema heisst hier nicht "Linken-Schelte", sondewrn einigermassen wohlerzogen Rede und Antwort stehen - und nicht Werbung machen fuer DiePresse und "Wirtschaftsblatt" oder sonstwas. Muss ich mir "The Dark Ages" unbedingt ansehen? Oder doch besser "Good News" vom profil-Mitarbeiter? Bernhard Pallmann
Tingulv, 10. 11. '12 02:11
Re: Keine Lust auf erneut 1000 Jahre Krise
Ein Sozialist ist einer, der dem Irrtum aufsitzt, dass durch die Eingriffe einer Elite in die Wirtschaft die Güter dieser Welt gleichmäßiger verteilen ließen.
Beispiele: Ein Sozialist ist…
- wer die Existenz einer Notenbank befürwortet, wo eine nicht demokratisch legitimierte Finanzelite, versucht die Wirtschaft zu steuern. Das Ergebnis ist ein blasenbildender Finanzsektor, der Lebensmittel und Rohstoffe verteuert. Letztendlich ist diese Finanzkrise ein Zusammenwirken der Politik und der Notenbanken also pures Staatsversagen.
- aber auch ein ÖVPler, der Agrarförderungen (oder Wirtschaftsförderungen allg.) für eine gute Idee hält, wodurch die Weltmarktpreise ruiniert werden, was den Hunger in die Welt bringt.
Tingulv, 10. 11. '12 02:12
DiePresse: "SuperMarkt: Hungern für die Chefideologen"
http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/supermarkt
/1308440/SuperMarkt_Hungern-fuer-die-Chefideologe
Tingulv, 10. 11. '12 02:28
Re: Wohlerzogen Rede und Antwort stehen
Herr Pallmann, ich weiß sie sind Journalist, aber können Sie überhaupt nicht die andere Seite verstehen? Als Medienprofi können Sie natürlich ein Thema auf den Punkt bringen, aber was ist, wenn Sie darin nicht geübt sind. Mir hat der Herr Stronach richtig leid getan, wie ihn diese Lou L. da vorgeführt hat und die wertvolle Sendezeit mit Fragen verbraucht hat, die dazu dienen, sein Ansehen in der Öffentlichkeit zu ruinieren und ihn lächerlich zu machen. Insofern fand ich seinen Ansatz kreativ.
Tingulv, 10. 11. '12 02:39
DiePresse und "Wirtschaftsblatt"
Die Journalisten Ortner, Schellhorn, Unterberger und Urschitz sind leider in Österreich die eine alternative Sichtweise einbringen. Wenn sie die positiven Kommentare im Profil lesen, dann ist das, wie wenn Sie in den indischen Straßen die neuen Wolkenkratzer und Limousinen bewundern und achtlos über die Hungernden und Sterbenden hinweg steigen.
Tingulv, 10. 11. '12 02:41
Re: Muss ich mir "The Dark Ages" unbedingt ansehen?
Ich empfehle Ihnen ab 0:09:00 die nächsten 3 min, denn das ist nicht nur unsere Vergangenheit, sondern, wenn wir die Sozialisten weitermachen lassen, die Zukunft Ihrer Kinder und Enkel.
Tingulv, 10. 11. '12 02:45
Qualitätsmedien
Weil im obigen Artikel die Qualitätsmedien so gelobt werden, hier noch ein passende URL, denn der ORF soll ja definitionsgemäß auch ein Qualitätsmedium sein:
http://www.andreas-unterberger.at/2012/11/fusnote-375-jetzt-haben-wir-wieder-etwas-zu-bewaeltigen/
angnaria, 08. 11. '12 17:07
Beispiel Sportkommentatoren
Einige deutsche Sportkommentatoren haben schon Interviews abgebrochen, wenn sich der/die Gegenüber ungebührlich verhalten haben. Daran sollte man sich vielleicht mal ein Beispiel nehmen.

Ich glaube mich dunkel erinnern zu können, dass Armin Wolf auch mal eines abgebrochen hat oder zumindest mit der Androhung für ordentliche Antworten gesorgt hat.

Ist meiner Meinung nach ein legitimes Mittel um Respekt einzufordern, denn schließlich vertritt der oder die InterviewerIn auch die Zuhörer - im Falle des öffentlich-rechtlichen Rundfunks den Steuerzahler.
Tingulv, 08. 11. '12 00:39
Respektlosigkeit österreichischer JournalistInnen gegenüber dem Seher/Höhrer
Wer frägt der führt. Seriöser Journalismus bedeutet, dass ein gut vorbereiteter Journalist Fragen stellvertretend für die Zuhörer oder Leser stellt. Die Fragen sollen oder müssen sogar kritisch sein, aber es darf nicht sein, dass die Botschaft des Gastes unterdrückt wird, denn gerade jene ist es, die den Leser/Hörer interessiert. Es ist gerade eine besondere Spezialität österreichischer JournalistInnen, gezielt zu versuchen, durch irrelevante Fragen zum Lebenslauf und unglückliche Aussagen in der Vergangenheit, die eigentliche Botschaft zu unterdrücken denn auch ein Schwerkrimineller kann in der Analyse der Wirtschaft und Gesellschaft richtig liegen.
Tingulv, 08. 11. '12 00:44
Man viel eher den Eindruck eines stalinistischen Schauprozesses,
wo versucht wird das Ansehen des Interviewten öffentlich zu zerstören, oder eines mittelalterlichen Prangers wo der interviewte durch peinliche Frage verspottet werden soll. Am Ende ist das vor allem auch eine Missachtung des interessierten Leser/Hörer zugunsten eines verbalen Hinrichtungsspektakels, das nur niedrige Instinkte bedient.
nonoo, 08. 11. '12 00:58
Re: Respektlosigkeit österreichischer JournalistInnen gegenüber dem Seher/Höhrer
sie irren, journalismus und publizistik gehoeren zur soziologie. wenn man alle fremden und alle intelligenz zuerst gehirnwaschen muss um sie wegsperren zu versuchen wie das derzeit der fall ist und das kann ich leicht nachwiesen, dann ist es nicht nur eine schande journalist zu sein, sondern auch die herangehensweise einen vorplapperer zu suchen unter mindestbezahlun damit man selbst nicht denken und sich umsehen muss eine grosse schande fuer jede demokratie (ich muss nicht erwaehnen wie sehr mich das anekelt).
nonoo, 08. 11. '12 00:59
Re: Respektlosigkeit österreichischer JournalistInnen gegenüber dem Seher/Höhrer
es ekelt mich sogar an das aufschreiben zu muessen, weil es sonst keiner tut.
nonoo, 07. 11. '12 19:32
vielleicht doch nicht
dem leser gibt eher zu denken wo diese nazijournaillie zb ihren titel her hat, wenn sie 1500 missbrauchsopfer in 20 jahren nicht finden koennen, wenn die sogar zu ihnen kommen. aber es gibt noch hunderte andere solcher beispiele pro woche. wieso also sich nicht freuen, wenn die wegschauer und dummsteller zurecht gewiesen werden und dorthin wo sie hin sollen gebracht werden, so macht es der staat vermittels polizei und justiz tauschenmal pro woche, waehrend die journaillie die opfer vermittelt missbraucht fuers dummstellen und wegschauen und dummschwaetzen.
bpallmann@hotmail.com, 07. 11. '12 15:12
Rede und Antwort
Ohne nachfragende, recherchierende und veroeffentlichende Medienvertreter, freie, halb-fest angestellte und sonstige Reporter funktionert keine Demokratie. Wenn Frage/innen, ganz gleich von wem, behandelt werden, als waere sie stoerendes Beiwerk, gar bloss zum Fussabstreifen geeignet eines in sich geschlossenen Macht-Polit-Systems, dann gibts hinterher das, was heute in der Hamburger "Zeit-online" ueber die Aera von J. Haider und danach steht.

Was Kommentator "Tingulv" allerdings da noch draufsetzt, ist Oel ins Feuer. Denn es geht erstmal schlichtweg um die ganz normalen, einigermassen respektvollen Umgangsformen. "Wer sich um oeffentlichen Einfluss bewirbt - der hat mehr und umfassender als alle anderen -Rede und Antwort zu stehen!" Richtig. Bernhard Pallmann
Tingulv, 08. 11. '12 00:48
Medienprofi Haider ist gerade in diesem journalistischen Biotop groß geworden.
Letztendlich hat gerade dieser falsch verstandene Journalismus (und die Ausgrenzung durch die SPÖ) dazu geführt, dass sich Haider als Märtyrer stilisieren konnte. Quasi als Robin Hood im Kampf gegen Großkoalitionären Filz und Postenschacher.
Tingulv, 03. 11. '12 20:43
Große Empörung, wenn einer die Hetzkampagne der Roten ORFler pariert
Hier hat sich auch ein wenig medienerprobter, dafür in Wirtschaftsfragen umso kompetenterer Österreicher, der sich ehrlich um die Zukunft des Landes Sorgen macht, nicht am verbalen Nasenring zu bester Sendezeit durch die Arena des ORF schleifen lassen. In weiterer Folge gibt es eine riesen Aufregung, wenn er sich erfolgreich dagegen wehrt, sich dem öffentlichen Spott und Hohn ausliefern zu lassen, denn von serösem Journalismus haben diese Linken ja nicht einmal eine Idee.
TristeViajero, 04. 11. '12 08:51
Re: Große Empörung, wenn einer die Hetzkampagne der Roten ORFler pariert
amüsiert verfolge ich ab und wann ihre verbalen ergüsse hier und frage mich in welch dunkler höhle rechter gesinde sie wohl sonst so ihre tage verbringen.

was frau hammerl wohl hier anspricht ist nicts weiter als ein korrekter umgang in diesem fall von männlichen interviewten mir ihren weiblichen pendants - nichts weiter.

dazu allerdings braucht es umgangsformen, die jedoch in zeiten einer oberflächlichen mainstreamisierung weiter daseinteile offenbar zusehends als störend gesehen werden.

100%ige zustimmung zum kommentar!
eulenauge, 04. 11. '12 20:37
Das eigentliche Problem ist ja, daß er von Wirtschaft
noch weniger Ahnung hat als von mitteleuropäischen Umgangsformen.
Tingulv, 04. 11. '12 20:56
Re: Große Empörung, wenn einer die Hetzkampagne der Roten ORFler pariert
Ich kann mir gut vorstellen, dass es einem unangenehm aufstößt, dass der allseits geliebte Wohlfahrtsstaat, worin 2/3 der Bevölkerung Nettoempfänger sind, eigentlich auf Staatsschulden und damit auf der Ausbeutung der Jungen und zukünftiger Generationen basiert.
@Eulenauge: Die mangelnde Ahnung von Wirtschaft merkt man besonders daran, dass du noch nie ein sachliches Gegenargument gefunden hast. Da verstehe ich dann deinen Ärger.
Tingulv, 04. 11. '12 23:53
Gerade weil wir so wenig von Wirtschaft verstehen,...
dürfen die Eliten des Staates nicht in die Wirtschaft eingreifen, denn damit machen sie alles nur Schlimmer. Lediglich die Schwarmintelligenz der Massen wird optimale Lösung finden, denn kaum schlägt die Politik Alarm, weil sie die akute Gefahr eines Zusammenbruchs des Finanzsystems höher einschätzt als die schleichende Gefahr eines chronisch kranken Geldsystems – schon sind die Zentralbanker nicht mehr präventivmedizinisch für die Gesundheit der Währung unterwegs, sondern als Notärzte im Dauereinsatz, um eine schwerverletzte Oligarchie von Investmentbankern vor sich selbst und dem Massenexitus schuldenkomatöser Staaten zu retten.

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