Österreichs Millionäre fordern Vermögensteuern

24.5.2014, 10:18
Österreichs Millionäre fordern Vermögensteuern
 

Österreich, Land der Millionäre. Österreich, Land der Ungleichheiten. Nirgendwo in Europa wird Arbeit so hoch besteuert und Vermögen ähnlich geschont. Eine Schieflage, die selbst vielen Vermögenden untragbar erscheint. Sie fordern jetzt in profil höhere Steuern auf Vermögen – und niedrigere auf Arbeit.

Der Stoff, aus dem der Klassenkampf gemacht ist: Da ein kleines Kollektiv von Menschen, das es auf einen sehr großen gemeinsamen Nenner bringt – Reichtum. Dort die andere, ungleich größere Gruppe, deren gemeinsamer Nenner überproportional kleiner ist …

Lesen Sie die Titelgeschichte von Christina Hiptmayr, Eva Linsinger und Michael Nikbakhsh in der aktuellen Printausgabe oder als E-Paper (www.profil.at/epaper)!

Tingulv, 25. 05. '14 00:27
Vermögensaufstellung eines typisch österreichischen Millionärs:
Grundbesitz................................270.000
Betriebsgebäude........................650.000
Maschinen u. Werkzeuge...........330.000
Material u. Lagerbestände.........365.000
Fuhrpark.......................................58.000
Büromaschinen u. -ausstattung...22.000
Offene Forderungen.....................74.000
_________________________________
Gesamtvermögen.....................1.769.000


Dabei handelt es sich um einen Tischlereibetrieb:
- Beheimatet im ländlichen Raum
- 12 Mitarbeiter
- 4 Lehrlinge
- Betriebsfläche: 1.100 m²
- 3 Fahrzeuge

Quelle: WB-Broschüre "Im Fokus"
Tingulv, 25. 05. '14 00:30
Das katastrophale an Vermögenssteuern ist,...
...dass sie im Gegensatz zu Gewinnsteuern gerade während der Krise die Unternehmen besonders belasten und Arbeitsplätze vernichten, denn sie werden unabhängig von der Ertragslage anhand der Substanz berechnet.

Erbschaftsteuern geben der neuen Unternehmergeneration sogar noch zum Start einen Ballast mit, der dann vom Unternehmen erst verdient werden muss, statt dass der Jungunternehmer Geld für neue Ideen bekommt, und Arbeitsplätze schaffen kann.
Tingulv, 25. 05. '14 00:31
1,5% Vermögenssteuer => bis zu 35% zusätzliche Steuer auf den Jahresgewinn
http://www.youtube.com/watch?v=RHM8GOyo0Ss
Außerirdischer, 27. 05. '14 10:58
Re: Vermögensaufstellung eines typisch österreichischen Millionärs:
tingulv: kann es sein, dass Sie "Betriebsvermögen" und "Privatvermögen" und noch ein paar andere Dinge einfach wild durcheinanderwürfeln?
Tingulv, 27. 05. '14 22:26
Unterscheidung: Betriebsvermögen und Privatvermögen
Privatvermögen besitzen nur Lohnsteuerempfänger, daher wird dann die Vermögenssteuer zur Operation Linke-Tasche-Rechte-Tasche.

Wenn man sich die Milliarden ansieht, die sich die Roten erwarten, dann wird die Vermögenssteuer eine echte Massensteuer und die Steuerquote wird noch mehr erhöht.
Tingulv, 25. 05. '14 00:26
Erträge aus Vermögen werden bereits besteuert!
- Sparbücher und Bankeinlagen werden mit 25% auf Bank- und Sparzinsen besteuert.
- Wertpapiere wie Anleihen, Aktien und Investmentfonds werden mit 25% Wertpapiersteuer besteuert.
- Immobilienvermögen wird mit bis zu 50% Einkommenssteuer auf Vermietung und Verpachtung besteuert.
- Verkauf von Immobilien wird mit 25% besteuert.
- Auf Grund und Boden wird beim Erwerb 3,5% Grunderwerbsteuer eingehoben. Danach muss jährlich Grundsteuer bezahlt werden, deren Höhe sich aus dem Wert des Grundstücks berechnet.

Quelle: http://www.wirtschaftsbund.at/Content.Node/bundesleitung/service/Mythos--In-oesterreich-gibt-es-keine-Vermoegenssteuern---DA.php
bisamberg, 24. 05. '14 23:53
Wie kommen die zu diesen Zahlen ????
Mich würde interessieren wie diese "Fachleute" diese Zahlen ermitteln.
Können die Kaffesud lesen ???
Das die Reichen immer reichen werden ist ja unbestritten, aber mit solchen "konkreten" Zahlen dies zu untermauern ist mehr als unseriös.
Am unseriösesten finde ich jedoch Journalisten und deren Zeitungen, wenn sie solche Hausnummern abdrucken.
Bei Profil ist diese Art von Berichterstattung leider sehr oft zu lesen.
mnikbakhsh, 26. 05. '14 09:43
Re: Wie kommen die zu diesen Zahlen ????
Da bin ich ganz bei Ihnen. Nur: Auf welche Fachleute nehmen Sie Bezug und welche "Hausnummern" meinen Sie?



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