„Badeschiff“: Ausnahmekoch Christian Petz geht von Bord

„Badeschiff“: Ausnahmekoch Christian Petz geht von Bord

Vor wenigen Tagen wurde Christian Petz für eine kulinarische Neuausrichtung des „Badeschiffs“ am Wiener Donaukanal medial gelobt. Und gekocht wird wohl auch weiter, was der Ausnahmekoch entwickelt hat. Allerdings nachgekocht. Petz hat nämlich beschlossen, sich zurückzuziehen.

„Ich bin gerade 50 geworden“, sagt er, „und an einem Punkt angelangt, wo ich noch einmal etwas anderes machen möchte.“ Für die Zukunft hat er, nach einer kurzen Auszeit, „schon ein paar Sachen im Auge“.
Das „Badeschiff“ befand sich zuletzt, von der Küche abgesehen, in einer schwierigen Phase. Bauarbeiten rund um den Kahn störten den Betrieb für längere Zeit empfindlich. Petz, der im „Palais Coburg“ vier Hauben erkocht hatte, kam 2010 und verblüffte mit einem für Österreich pionierhaften Konzept, das die Bewegung „Le Fooding“ in Frankreich schon länger propagiert: legeres Ambiente und aufregend gutes Essen. Auf dem „Badeschiff“ hieß das: Shabby Chic, der mittlerweile in der Möbelbranche sündteuer gehandelt wird, gepaart mit einer leistbaren Küche, die in vielen Details mindestens drei Hauben wert war. Einzigartig in Wien.

Derzeitiger Stand: Petz bleibt Gesellschafter und steht weiterhin als Consulter zur Verfügung.