Khaled Jarkas: "Ohne Sport kann ich nicht leben."

Check-In: Khaled Jarkas aus Syrien

Flüchtlinge erzählen ihre Geschichte. Diese Woche: Khaled Jarkas, 18, aus Syrien.

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Ich bin vor zwei Jahren mit meinen Eltern aus Syrien nach Österreich gekommen. Meine fünf Geschwister leben in der Türkei und sind verheiratet. Ich bin der Jüngste in der Familie und besuche die VHS in Wien, um meinen Hauptschulabschluss nachzuholen. Danach möchte ich eine Lehre mit Matura machen und anschließend Ingenieur werden. Da meine Eltern in Baden leben, wohne ich in Wien in einer WG mit zwei Mitbewohnern. Die beiden helfen mir dabei, meine Deutschkenntnisse zu verbessern. Zusätzlich besuche ich einen Deutschkurs. Vor ein paar Tagen habe ich den Sprachtest für Niveau B1 bestanden.

In meiner Freizeit mache ich sehr viel Sport. Ich trainiere drei Mal pro Woche je zwei Stunden im Rugby Club Donau. Ich bin Udo Richson, dem Gründer der Initiative Rugby Opens Borders (ROB), sehr dankbar, dass ich mit offenen Armen aufgenommen wurde. Denn ohne Sport kann ich nicht leben. Am Samstag helfe ich Udo beim Training mit den Anfängern. Jeden Donnerstag gehe ich in die Tanzschule Svabek. Mein Lieblingstanz ist der Boogie. Ich habe erst heuer angefangen, Tanzstunden zu nehmen. Trotzdem durfte ich den diesjährigen Opernball eröffnen. Das hat mir großen Spaß gemacht. Ich lese auch gerne historische Romane in meiner Freizeit. Geschichte interessiert mich sehr. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass ich meine Ausbildung erfolgreich abschließe.