Q-Tip hat sich mit seinen drei Bandkollegen wieder zusammengetan

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Kultur

Yes, they can! A Tribe Called Quest sind mit politischem Album zurück

A Tribe Called Quest, die Jazz-Botschafter des HipHop, überraschen mit einem politischen neuen Album.

Als die totgeglaubten HipHop-Klassiker A Tribe Called Quest vor einem Jahr in Jimmy Fallons „The Tonight Show“ noch einmal ausnahmesweise ihren ersten Hit „Can I Kick It?“ (1990) performten, waren neue gemeinsame Aufnahmen so wahrscheinlich wie Donald Trumps Hausschuhe auf Barack Obamas Schreibtisch. Ein Jahr später (und 18 Jahre nach „The Love Movement“) erscheint nun aus heiterem Himmel „We Got It From Here …“. Die gute Nachricht: Q-Tip, 46, Phife Dawg, 45, Ali Shaheed Muhammad, 46, und (wieder) Jarobi White, 45, haben noch viel zu sagen. Ihr sechstes Album ist ein starkes Statement gegen Trumps Polemik, nimmt die Ausgrenzung von Schwarzen, Mexikanern, Muslimen ins Visier.

Ein Schicksalsschlag überschattete die Produktion des Albums. Rapper Phife Dawg erlag im März seiner langjährigen Diabeteskrankheit, ist daher nur auf dem halben Album zu hören – was die Truppe in ihrer Stärke einschränkt: der Symbiose von Q-Tips relaxten, abstrakten Reimen und den wendig scherzenden von Phife. Ein Allstar-Team um Busta Rhymes, Talib Kweli, Kendrick Lamar, Anderson .Paak, Jack White und Elton John verleiht der Platte dafür zeitgeistige Vielfalt. Auch in der Post-Obama-Ära folgt also auf die Frage „Can I Kick It?“ eine klare Antwort: Yes, you can!

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