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Artikel vom Samstag, 30. Juli 2005

Sommergespräch: Teddy Podgorski, 70

Interview mit dem Journalisten & Schauspieler Thaddäus Podgorski

Mit seinem echten Vornamen spricht ihn fast niemand an: Thaddäus Podgorski war immer der „Teddy“ und wird es wohl auch jenseits seines 70. Geburtstags bleiben. Im Österreichischen Rundfunk brachte es der Sohn polnischstämmiger Eltern vom einfachen Reporter bis zum Chef des Hauses. Er erfand den Sendungstitel „Zeit im Bild“ und Formate wie die „Seitenblicke“. Von 1986 bis 1990 war Podgorski ORF-Generalintendant. Als ihn das Kuratorium nicht wiederbestellte, verließ er den Rundfunk und arbeitet seither als Schauspieler und Regisseur an verschiedenen Wiener Theatern.

Mülltrennung im Mugabe-Stil

Mülltrennung – mit Methoden aus der Kolonialzeit.

Das Wort „Säuberung“ hat seine Unschuld verloren. „Murambatsvina“ heißt Säuberung in der Sprache der Shona, und je nach politischem Temperament übersetzt man es heute mit „Müll wegschaffen“ oder „Ordnung herstellen“.

Terror in Europa -Tasten und Zugreifen

Tasten und Zugreifen

Das Netz hat sich zugezogen: Alle vier gescheiterten Attentäter vom 21. Juli sind in den Händen der britischen Behörden. Was werden sie über ihre Hintermänner verraten?

Schimpf und Schande über Jürgen Schrempp

Schimpf und Schande - Jürgen Schrempp wollte hoch hinaus und fiel tief

Am Ende hatte Jürgen Schrempp seinen Aktionären doch noch Freude bereitet. Donnerstag vergangener Woche, kurz vor zehn Uhr Früh, hatte der mächtige Vorstandschef der DaimlerChrysler AG seinen Rücktritt bekannt gegeben. In den folgenden zehn Minuten stieg der Aktienkurs des börsenotierten Autokonzerns um sieben, im Tagesverlauf sogar um bis zu zehn Prozent. Kurz nach Mittag war das Unternehmen damit um 3,7 Milliarden Euro mehr wert als am Tag zuvor.

Luftfahrt: Harte Landung für die AUA

Luftfahrt. Verluste, Auslastungsprobleme und ein halbierter Aktienkurs.

Wenn es spät wird, brennt im Arbeitszimmer einer schmucken weißen Villa am noblen Schreiberweg im 19. Wiener Gemeindebezirk zumeist noch Licht. Auch an Sonntagen. Stunden verbringt Vagn Sørensen wochenends an seinem privaten Schreibtisch, um dort das zu tun, was er auch wochentags macht: Österreichs größten Luftfahrtkonzern Austrian Airlines führen.

Nach den Terror- Anschlägen in London

Auch unter den österreichischen Moslems beginnt das Hinterfragen ihrer Grundsätze

Jeden Freitag, wenn die Sonne am höchsten steht, versammeln sich in der Schura-Moschee am Wiener Praterstern ein paar hundert Moslems, um die Predigt von Scheich Adnan Ibrahim zu hören. Ende vorvergangener Woche hatte er hier eine Fatwa, einen für alle Gläubigen weltweit verbindlichen Befehl, gesprochen: Jeder aufrechte Moslem, der von geheimen Terrorplänen und Anschlägen erfahre, müsse dies unverzüglich den Behörden melden.

Die Zukunft des Fernsehens

Das Ende der Flimmerkiste - Vor fünfzig Jahren begann in Österreich das TV-Zeitalter

Schon der Beginn war standesgemäß. Zum Sendeauftakt vor exakt fünfzig Jahren, am 1. August 1955, erklärte sich das neue Medium kurzerhand selbst zum Thema: „Ist das Fernsehen eine Gefahr für die Presse?“, wurde da gefragt, eine prominente Runde diskutierte angeregt. Kurz darauf: Sendeschluss. Noch war das Fernsehen zwar neu, aufregend, ein unbekanntes Tor zur weiten Welt. Andererseits war Fernsehen aber eben auch: handgestrickt, holprig – und nur wenige Stunden pro Woche zu empfangen.