Sebastian Kurz: Sein beinharter Machtpoker
Profil 20/2017

Sebastian Kurz: Sein beinharter Machtpoker

Die innenpolitischen Turbulenzen der vergangenen Tage sind ursächlich und im Allgemeinen darauf zurückzuführen, dass SPÖ und ÖVP seit einer gefühlten Ewigkeit keine große Koalitionsharmonie bewerkstelligen können – und im Besonderen darauf, dass einer die Konsequenzen daraus gezogen hat: Am Mittwoch erklärte ÖVP-Bundesparteiobmann, Vizekanzler, Wirtschafts-, Wissenschafts- und Forschungsminister Reinhold Mitterlehner, von all seinen Funktionen zurückzutreten. Das allein wäre in der heimischen Parteiengeschichte noch kein unerhörter Vorgang, wenn er nicht die tiefe Strukturkrise der Volkspartei offengelegt und endgültig einen Mann ins Epizentrum der Aufmerksamkeit gerückt hätte, der schon seit geraumer Zeit für allerhöchste spitzenpolitische Weihen gehandelt wird: Sebastian Kurz . Er ließ sich nicht länger bitten und gab am Freitag knapp, aber unmissverständlich seinen Leadership-Tarif bekannt. „Die Republik Österreich steht vor dem größten Umbruch seit der schwarz-blauen Wende im Jahr 2000“, schreiben Gernot Bauer und Eva Linsinger in der aktuellen Titelgeschichte und liefern die Hintergründe für den bevorstehenden Paradigmenwechsel.

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