Schuldfragen
Profil 29/2017

Schuldfragen

Eine wohlmeinende Warnung vorweg: Mord lohnt sich nicht, rein statistisch betrachtet. 95 Prozent der Kapitalverbrechen in Österreich werden aufgeklärt, in der Regel sogar ausgesprochen schnell. Von den restlichen fünf Prozent handelt die aktuelle Titelgeschichte. Wer tötete 1988 einen oberösterreichischen Sportjournalisten? Warum musste 1972 ein Tanzschulbesitzer in Graz sterben? Was war einem niederösterreichischen Pensionisten zugestoßen, der 2009 verschwand und nie wieder auftauchte?

„Cold Case“ heißt ein nicht aufgeklärter Fall im angelsächsischen Kriminalistenjargon; die gleichnamige TV-Serie sorgte von 2003 bis 2010 weltweit für solide Einschaltquoten. (Das etwas betulichere deutschsprachige Pendant „Aktenzeichen XY … ungelöst“ läuft immerhin schon seit 50 Jahren!) Rosemarie Schwaiger durchforstete die heimische Verbrechensgeschichte nach einschlägigen Fällen und rollt die spektakulärsten noch einmal auf. Da Mord niemals verjährt, steigt die Aufklärungsquote dank der rasanten Fortschritte in der Kriminaltechnik irgendwann einmal vielleicht auf 100 Prozent.

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