Warum Frauen anders wählen
Profil 38/2017

Warum Frauen anders wählen

Statistiken können ausgesprochen lehrreich sein, auch wenn die politischen Realitäten sich nicht immer danach richten. Tatsache ist beispielsweise, dass die Frauen die Mehrheit der Wahlberechtigten in Österreich stellen (derzeit mit 51,67 Prozent). Tatsache ist weiters, dass eine schwarz-blaue Regierung, hätten nur Frauen gewählt, niemals zustandegekommen wäre. Stattdessen würden die Geschicke der Republik seit 1999 von einer rot-grünen Koalition geleitet. Kurz nach seinem Amtsantritt sagte Bundeskanzler Christian Kern in einem profil-Interview: „Wir haben bei Arbeitern an Boden verloren, wir haben Defizite bei den Jungen. Wenn wir die Frauen nicht hätten, würde es überhaupt zappenduster ausschauen.“ Die SPÖ muss somit auf die Frauen hoffen, weil sie anders als Männer wählen, nämlich weniger konservativ. Warum das so ist und ob es auch am 15. Oktober so sein wird, beleuchten EVA LINSINGER, CHRISTINA PAUSACKL und CHRISTA ZÖCHLING in der aktuellen Titelgeschichte. Denn laut aktuellen Umfragen kommt Sebastian Kurz bei Frauen sehr gut an, vor allem bei älteren Frauen.

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