Chaostage in der SPÖ
Profil 39/2018

Chaostage in der SPÖ

Man kann der SPÖ weiß Gott nicht nachsagen, dass sie das breite Publikum mit ereignisloser Gleichförmigkeit langweile. Man könnte sie allerdings verdächtigen, es damit ein klein wenig zu übertreiben. Das strategiepolitische Feuerwerk, das die Genossinnen und Genossen in der vergangenen Woche abfackelten, bot, wertfrei betrachtet, durchaus einigen Unterhaltungswert; es war, kritisch betrachtet, aber kaum dazu angetan, das Musterbild einer in sich selbst ruhenden, mit stolzen Visionen und konzertierter Tatkraft gesegneten Bewegung zu vermitteln. Am Dienstag gab Christian Kern bekannt, als Spitzenkandidat bei der EU-Wahl 2019 anzutreten, und überraschte damit nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch und vor allem die eigene Partei, die nun dringend eine neue Führung brauchte. In der aktuellen Titelgeschichte liefern EVA LINSINGER, CLEMENS NEUHOLD und CHRISTA ZÖCHLING eine Chronologie der roten Chaostage, ziehen die wenig ruhmreiche Bilanz von Kerns bisheriger Politkarriere und bewerten das Potenzial seiner voraussichtlichen Nachfolgerin Pamela Rendi-Wagner.

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