Der Zocker: Michael Tojner
Profil 6/2019

Der Zocker: Michael Tojner

Wie wird man einem Mann wie Michael Tojner journalistisch gerecht? Diese Frage stand am Anfang der Recherchen zur aktuellen Titelgeschichte. Der 52-Jährige ist ein Selfmade-Unternehmer par excellence, der aus dem Nichts eine respektable Industrie- und Immobiliengruppe geformt und damit beträchtlichen Wohlstand begründet hat. Zugleich ist er immer für eine öffentliche Kontroverse gut – siehe das umstrittene „Heumarkt“-Projekt in Wien; siehe auch die Auseinandersetzung mit dem Land Burgenland, das Tojner wegen mutmaßlichen Betrugs angezeigt hat (er bestreitet die Vorwürfe vehement). Michael Tojner riskiert, provoziert und polarisiert. „Im Geschäftsleben gilt er als obsessiv, unberechenbar, unbequem, zuweilen unartig; als einer, der Grenzen austestet und Gesetze grundsätzlich nicht als Hürde begreift, eher als Herausforderung. Manche nennen ihn schlicht skrupellos“, schreiben CHRISTINA HIPTMAYR, JOSEPH GEPP und MICHAEL NIKBAKHSH. Eines hasst der leidenschaftliche Spieler und Sportler Tojner ganz besonders: zu verlieren.

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