Wie viel Mörder steckt in uns?
Profil 16/2019

Wie viel Mörder steckt in uns?

Was ihren medialen Umgang mit Tötungsdelikten betrifft, unterscheiden sich ANGELIKA HAGER und SEBASTIAN HOFER recht deutlich: Während Hofer bestenfalls einen Münsteraner-Klamauk-„Tatort“ ohne Gänsehaut übersteht, hat Hager die „Crime“-Hefte des „Stern“ abonniert und pflegt auch sonst einen durchaus libidinösen Zugang zu – fiktionalisierter – Gewalt. Eine echte Expertise in Bezug auf die Frage, wie der Mensch zum Mörder werden kann, lässt sich darauf jedoch schwerlich begründen. Für die aktuelle Titelgeschichte haben Hager und Hofer deshalb fünf ausgewiesene Fachleute konsultiert: eine forensische Gutachterin, einen Krimiautor, einen ehemaligen Strafverteidiger, eine Gerichtsreporterin und eine Moralphilosophin. Sie alle haben seit vielen Jahren sozusagen von Berufs wegen mit Mördern und Totschlägern zu tun. Einfache, allgemeinverbindliche Antworten können zwar auch sie nicht geben, denn „das Böse ist komplex und alles andere als banal“, schreiben Hager und Hofer. So viel aber steht fest: „Jeder Mensch ist zu tödlicher Gewalt fähig.“

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