Die Akte Glyphosat
Profil 31/2019

Die Akte Glyphosat

Kürzlich war in einer Zeitung zu lesen, dass Glyphosat in aller Munde sei. Man sollte diesen Satz wohl eher in seiner übertragenen Bedeutung verstehen, denn wer über ein Herbizid spricht, muss es ja nicht gleich schlucken. Im Falle von Glyphosat, wären damit vielleicht sogar Risiken jener Art verbunden, die dem Weltmarktführer unter den Unkrautvernichtungsmitteln seit einiger Zeit nachgesagt werden. Bis hin zur Krebsprognose reicht die Palette der Verdachtsmomente, weshalb sich eine mächtige Front des Widerstands gegen das Pflanzengift formiert hat, in Österreich zuletzt mit tatkräftiger Unterstützung durch SPÖ, FPÖ und NEOS, die im Parlament ein nationales Glyphosatverbot ab 2020 durchsetzten.

In der hitzigen Debatte um den Unkrautkiller bleiben die Fakten leider allzu oft auf der Strecke, wie ALWIN SCHÖNBERGER in der aktuellen Titelgeschichte ebenso nüchtern wie detailliert darlegt. Er stellt Fragen, für deren Antworten die Erregungspolitiker sich bisher offenbar nicht ernsthaft interessiert haben: Was ist Glyphosat eigentlich? Wie wirkt es? Wo und in welchem Ausmaß kommt es zum Einsatz? Ist es wirklich krebserregend? Gibt es taugliche Alternativen? Und hält das österreichische Verbot dem EU-Recht überhaupt stand?

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