Mythos Burgtheater
Profil 37/2019

Mythos Burgtheater

In seinem Roman „Holzfällen“ (1984) rechnete Thomas Bernhard in der ihm eigenen Gründlichkeit mit Wien ab. Eine „fürchterliche Genievernichtungsmaschine“ sei die Stadt, „eine entsetzliche Talentezertrümmerungsanstalt“. Auch das Burgtheater wurde nicht verschont: eine einzige „Dichtervernichtungsanstalt“. Vier Jahre später bescherte Bernhard dem Haus mit „Heldenplatz“ den wohl größten Skandal seiner wechselvollen Geschichte. Die „Burg“, wie die Wiener ihre erste Bühne gleichermaßen ehrfürchtig und liebevoll nennen, steht im Rang eines kulturellen Nationalheiligtums. Auch wer noch nie einen Fuß in den Prachtbau am Ring gesetzt hat, ist um eine felsenfeste Meinung dazu nicht verlegen. In der aktuellen Titelgeschichte ergründen KARIN CERNY und ANGELIKA HAGER den Mythos dieser unverwüstlichen Theaterinstitution, die unter dem neuen Direktor Martin Kušej ab dieser Woche wieder einen massiven Adrenalinschub erfahren dürfte.

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