Wenn Kinder spurlos verschwinden
Profil 49/2019

Wenn Kinder spurlos verschwinden

Laut Innenministerium gelten in Österreich derzeit 916 Personen als abgängig; rund 500 davon sind Kinder. Die meisten Fälle nehmen früher oder später (meist früher) ein glückliches Ende, weil die Verschwundenen wieder auftauchen. Einige jedoch bleiben lange unaufgeklärt – und davon handelt die aktuelle Titelgeschichte. BRITTA ROTSCH hat vier Geschichten zusammengetragen, die bei allen Unterschieden in Verlauf und Ausgang eine Gemeinsamkeit haben: Sie erzählen von Angst, Ohnmacht und Verzweiflung. Rotsch führte lange Gespräche mit den betroffenen Eltern, denen es alles andere als leicht fiel, ihr bedrückendes Schicksal öffentlich zu machen – auch dann, wenn es, wie in zwei Fällen, zu einem Happy End kam. Anna F. dagegen wurde fünf Jahre nach ihrem Verschwinden tot aufgefunden. Trotz des tiefen Schmerzes spürten ihre Eltern auch so etwas wie Erleichterung, denn die quälende Zeit der Ungewissheit war vorbei: „Ein Grab haben zu dürfen, war das Wichtigste für uns.“

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