Wenn Liebe krank macht
Profil 7/2020

Wenn Liebe krank macht

Anna war 22, als sie ihn kennenlernte. „Ein faszinierender, attraktiver Mann“, erinnert sie sich. Doch das Glück mit dem wesentlich älteren Partner währte nur kurz. Er ertrug es nicht, dass sie eine erfolgreiche PR-Agentur gründete, und versuchte, „sein aufgeblasenes und verletztes Ego“ aufzuwerten, indem er sie bei jeder Gelegenheit herabwürdigte. „Viel zu lange habe ich mich von ihm manipulieren lassen und die Schuld bei mir gesucht“, erzählt Anna, die schließlich die Kraft fand, ihn zu verlassen, was er mit „sadistischen Aktionen gegenüber den Kindern“ quittierte. Heute ist Anna 48 und führt „ein viel freieres Leben“. Sie hatte Glück im Unglück, denn sie schaffte es irgendwann, sich aus einer Konstellation zu befreien, die im zeitgemäßen Trendjargon als toxische Beziehung klassifiziert wird – Gift für die Liebe sozusagen. „Wo verläuft der Grat zwischen normaler Streitkultur und pathologischer Zerstörungswut?“, fragt ANGELIKA HAGER in der aktuellen Titelgeschichte.

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