EM 2016: Favoriten-Patzer bringen Zweiklassengesellschaft

Die Ausrutscher von England und Spanien bringen bei der Fußball-EM einige Top-Favoriten in die Bredouille. Auch Weltmeister Deutschland, Gastgeber Frankreich und Italien droht auf dem Weg zum erhofften Finale trotz souverän absolvierter Gruppenphase ein schwieriger Weg. Alle Topteams befinden sich in einer Hälfte des Turniertableaus.

Die bei dem 24-Nationen-Turnier erstmals zahlreich versammelte B-Prominenz des europäischen Fußballs um Wales, Polen, Kroatien und die Schweiz geht den anderen Weg Richtung Endspiel am 10. Juli im Stade de France.

Eindrücklich belegt wird das von Englands und Spaniens Abschneiden als Gruppenzweite verschuldete Missverhältnis durch den Blick auf die Turniermeriten aller Teams. 20 WM- und EM-Titel holten die Mannschaften in der prominenten K.o.-Hälfte. Im anderen Tableauteil sind es: Null.

Mannschaften oberer Hälfte der K.o.-Phase: Schweiz, Polen, Kroatien, Wales, Zweiter Gruppe E, Sieger Gruppe F, zwei Gruppendritte

Mannschaften untere Hälfte der K.o.-Phase: Deutschland (viermal Weltmeister, dreimal Europameister), Italien (viermal WM, einmal EM), Spanien (einmal WM, dreimal EM), England (einmal WM), Frankreich (einmal WM, zweimal EM), Zweiter Gruppe F, zwei Gruppendritte