Frankreich gelobte Besserung - Pogba unter Beobachtung

Pogba steht unter genauer Beobachtung

Pogba steht unter genauer Beobachtung

Paul Pogba steht vor dem zweiten EM-Gruppenspiel von Frankreich unter genauer Beobachtung. Ebenso wie Antoine Griezmann gab der umworbene Mittelfeldmann der "Bleus" nach dem ersten Auftritt des Gastgebers Rätsel auf. Am Mittwochabend (21.00 Uhr) könnte Frankreich gegen EM-Debütant Albanien bereits das Achtelfinale fixieren. Sogar ob Pogba in Marseille von Beginn weg dabei ist, war aber unklar.

Laut einem Bericht von "L'Equipe" probte Trainer Didier Deschamps im Training bereits ohne den Juventus-Profi und Griezmann. Beide wurden beim mühevollen 2:1 zum Auftakt gegen Rumänien ausgetauscht, der ins Zentrum beorderte Dimitri Payet schoss dann im Finish der Partie den Siegestreffer. Auf den ehemaligen Marseille-Profi dürfte das Offensivspiel der Franzosen auch im Stade Velodrome aufgebaut sein.

Albanien tritt ohne den beim 0:1 gegen die Schweiz ausgeschlossenen Kapitän und Abwehrchef Lorik Cana an - und sieht sich dennoch nicht chancenlos. "In vergangenen Freundschaftsspielen haben wir sie schon geschlagen und unentschieden gespielt. Wir werden versuchen, das zu wiederholen", sagte Trainer Gianni De Biasi. Der Italiener betonte: "Es wird eine harte Aufgabe, aber nichts ist unmöglich."

Sein Gegenüber Deschamps hat an die Albaner nicht die besten Erinnerungen. Im November 2014 trotzten sie den Blauen in Rennes ein 1:1 ab, vor fast exakt einem Jahr gewann Albanien dann in Tirana mit 1:0. Die Niederlage nach einer lustlosen Vorstellung war ein Tiefpunkt in der bisherigen Ära von Deschamps. Auch Payet, Frankreichs neuer fußballerischer Nationalheld, enttäuschte damals.

Der 29-Jährige von West Ham United hat die Sympathien nun auf seiner Seite - auch, weil andere gegen Rumänien ausließen. Die eigentlichen Stars Pogba und Griezmann blieben wirkungslos. Im Lager der Franzosen ist die Zuversicht aber groß, dass beide schnell in EM-Form kommen. "Das war gerade einmal ein Spiel", sagte Mittelfeldspieler Blaise Matuidi mit Blick auf übereilte Kritik am Duo. "Wir wissen, dass er zu Außergewöhnlichem fähig ist", meinte der Profi von Paris St. Germain über Pogba.

Gerade am 23-Jährigen von Juventus Turin scheiden sich die Geister. Wilde Transfer-Spekulationen ranken sich um Pogba, Real Madrid und sein Ex-Verein Manchester United sollen vehement um seine Dienste buhlen. "Er ist einer der fünf teuersten Spieler der Welt, aber nicht einer der fünf besten, zumindest nicht in der Nationalmannschaft", urteilte jedoch "L'Equipe". Für Deschamps war hingegen schon vor dem Start ins Heimturnier klar: "Die Medien erwarten zu viel von ihm."

Das Thema Pogba außen vorgelassen, steht für Frankreich im zweiten EM-Auftritt erneut nur der Sieg zur Diskussion. Wobei allerdings auch die Art und Weise zählt. Gegen Albanien soll die Finesse ins französische Spiel zurückkehren. "Wir müssen mehr Risiken eingehen, unsere Individualität zeigen. Es wird besser werden, da bin ich unbesorgt", erklärte Matuidi. "Wir waren vor dem Spiel gegen Rumänien nicht die Besten, danach sind wir auch nicht die Schlechtesten."