ÖFB-Kapitän Fuchs kann EM-Start nicht mehr erwarten

Fuchs glaubt an den Achtelfinal-Aufstieg

Fuchs glaubt an den Achtelfinal-Aufstieg

Im österreichischen Fußball-Nationalteam steigt die Vorfreude auf die EM in Frankreich. Zweieinhalb Wochen hat sich die Mannschaft bereits gemeinsam auf das Großereignis vorbereitet. "Man kann es kaum erwarten, dass es endlich auch um etwas geht", erklärte Kapitän Christian Fuchs am Dienstag nach der offiziellen Verabschiedung im Bundeskanzleramt.

Das ÖFB-Team reist am Mittwoch mit dem Sonderflug OS 2651 von Wien nach Avignon. Am 14. Juni steht in Bordeaux gegen Ungarn der EM-Auftakt auf dem Programm. "Diese Verabschiedung ist der Startschuss. Jetzt sind die Gedanken voll auf das erste Spiel fokussiert", sagte Fuchs.

Der 30-Jährige, mit Leicester City sensationell englischer Meister geworden, traut der ÖFB-Auswahl einiges zu. "Ich denke, dass wir durchaus ambitioniert sein können. Wir sind eine gute Mannschaft. Ich denke schon, dass wir eine gute Rolle spielen können, und dass wir über die Gruppe hinauskommen werden. Das ist mein Ziel. Wir sind dazu in der Lage."

An dieser Meinung haben auch die jüngsten Testauftritte gegen Malta (2:1) und die Niederlande (0:2) nichts geändert, für die es in den Medien Kritik gegeben hatte. "Es geht in Österreich immer schnell. Wenn wir gewinnen, sind wir die Besten. Wenn wir verlieren oder nicht so gut spielen, wird alles infrage gestellt", sagte Fuchs. "Ich würde mir wünschen, dass die Schlagzeilen vielleicht unterstützender sind als kritisierend."

Die Leistung gegen die Niederlande sei "ganz okay" gewesen. Die Tore hätten gefehlt. "Man muss sagen, dass wir schon eine gute Performance abgeliefert haben und auch ein bisschen unglücklich waren", meinte der Linksverteidiger. Um die Fehler abzustellen, seien noch ein paar Tage Zeit. Fuchs: "Es ist überhaupt nichts in Gefahr."

Mit den Ungarn haben sich die Spieler im Detail noch nicht beschäftigt. Die Gegnervorbereitung dürfte von Teamchef Marcel Koller zwei bis drei Tage vor dem Match geplant sein. Nervosität sei vor dem so wichtigen Auftakt keine zu spüren, betonte Fuchs. Dabei gehen 18 der 23 ÖFB-Spieler in ihr erstes großes Turnier.

Lediglich Ramazan Özcan, Sebastian Prödl, György Garics und Martin Harnik haben wie Fuchs bereits die Heim-EM 2008 bestritten. "Angespannt sind wir überhaupt noch nicht. Es ist nur Vorfreude, dass es jetzt endlich losgeht", erklärte der Kapitän. "Es ist die Erleichterung, dass es nach der Vorbereitung, die wir gemeinsam absolviert haben, jetzt auch bald um etwas geht."

Am 22. Mai waren die Spieler in der Schweiz zusammengezogen worden. Acht Tage später ging es zum Test gegen Malta nach Klagenfurt. Nach der EM-Generalprobe in Wien gegen die Niederlande hatten die Spieler am Sonntag und Montag noch einmal zwei Tage frei. "Das ist zu einem guten Zeitpunkt gekommen. Wir waren ja doch schon zwei Wochen zusammen", erinnerte Fuchs, der Besuch von seiner Frau aus New York erhielt.

Die Spieler nutzten die Zeit, um bei ihren Familien noch einmal den Kopf freizubekommen. Julian Baumgartlinger war zu Hause in Salzburg. "Ich habe ganz gut abschalten können", erklärte der Mittelfeldmann. Die Verabschiedung durch die Regierungsspitze sei ein besonderer Moment gewesen. "Es ist für uns alle das erste Mal, dass wir da sein dürfen. Angefangen hat die Reise aber schon in der Schweiz."