Public Viewing-Aufwärmen beim Eröffnungsspiel

10.000 Fans kamen zum "Public Viewing" auf den Rathausplatz

10.000 Fans kamen zum "Public Viewing" auf den Rathausplatz

Die EURO-Stimmung in Wien ist zur Eröffnung der Fußball-EM nicht schlecht, aber noch durchaus ausbaufähig. Das zeigte ein Lokalaugenschein in den größten und bekanntesten Fanzonen der Bundeshauptstadt. Der Rathausplatz war am Freitagabend mit insgesamt rund 10.000 Fans nicht schlecht besucht, und dort im Unterschied zum Stade de France ziemlich klar in rumänischer Hand.

Voll war es, wie in den vergangenen Jahren bei großen Fußballevents praktisch immer, in der Strandbar Hermann am Donaukanal. Französische, deutsche, ein paar rumänische und viele österreichische Fans wärmten sich für den ersten Auftritt des heimischen Nationalteams am kommenden Dienstag auf.

Am Rathausplatz waren die genauen Sicherheitskontrollen auffallend. Jeder Fan wurde auf verbotene Gegenstände durchsucht. Die Sicherheitskräfte durchsuchten Taschen und Rucksäcke, auch die Fans selbst wurden abgetastet, bevor sie die etwas mehr als 13.000 Personen fassende Fanzone betreten durften. Drinnen erwartete den Besucher etwas von vielen Kinosaisonen wohlbekanntes und -beliebtes: eine riesige Leinwand, auf der schon am Nachmittag die Vorberichterstattung des ORF gezeigt wurde, und zahlreiche kulinarische Stände aus aller Welt. Dass dabei nicht nur Gastronomie der Teilnehmer an der EURO zum Zugen kam, zeigte sich etwa beim Inder und beim Perser.

Farbe zeigten am Rathausplatz die Anhänger der rumänischen Equipe in Blau-Gelb-Rot. Zahlreich waren sie erschienen. "Ich hoffe, wir gewinnen 2:1. Aber man muss Realist sein. Ich glaube, die Franzosen gewinnen 2:1", sagte Adrian beinahe prophetisch zur APA. Seine Freunde stimmten seiner Ansicht wenig erfreut, aber doch, zu.

Kaum freie Plätze gab es unterdessen in der Strandbar, wo sich einige wenige Anhänger der Tricolore mit dem gallischen Hahn auf dem Leiberl als solche zu erkennen gaben, das Gros aber neutral erschien. Eine gewisse Präferenz der Besucher zugunsten des Gastgeberteams war aber zu erkennen. Umso mehr war man positiv vom Willen der rumänischen Elf überrascht, nicht nur möglichst lange ein 0:0 zu halten, sondern selbst ein Tor zu erzielen.

Letztlich war es eine erfolgreiche Aufwärmübung. Am kommenden Dienstag erwarten die Veranstalter einen weitaus größeren Ansturm, wenn das alte Derby der Nationalmannschaften Österreichs und Ungarns wieder aufleben wird. Zwischenfälle gab es laut Polizei am Eröffnungsabend nicht.