Rapids Neo-Trainer Büskens traut ÖFB-Team viel zu

Mike Büskens mit Lob für das ÖFB-Team

Mike Büskens mit Lob für das ÖFB-Team

Der neue Rapid-Trainer Mike Büskens traut Österreichs Team bei der Fußball-EM in Frankreich viel zu. Der 48-jährige Deutsche glaubt nicht nur an das Überstehen der Gruppenphase, sondern auch daran, dass die ÖFB-Auswahl "in den K.o.-Spielen für das eine oder andere Highlight" sorgen wird, wie er bei seiner Antrittspressekonferenz am Donnerstag in Wien betonte.

"Diese Mannschaft hat viel Talent, viel Erfahrung, sie hat Charakter, und sie ist gewachsen in der Qualifikation. Und ich glaube auch, dadurch, dass sie sich das erste Mal sportlich qualifiziert hat für so 'ne Europameisterschaft und dass dieses Land das mitträgt, kann man viel bewegen", erklärte Büskens.

Durch seine Arbeit zuletzt im Sportbeirat beim FC Schalke 04 war der Düsseldorfer auch mitverantwortlich, dass ÖFB-Neo-Teamspieler Alessandro Schöpf seit dem Winter beim Traditionsverein in Gelsenkirchen spielt. Doch nicht nur das "Talent" und die "Vielseitigkeit" von "Schöpfi" haben es Büskens angetan. Er lobte auch "Typen wie Julian Baumgartlinger, der ja wirklich polarisiert, der wichtig ist für die Balance" oder Bayern-Star "David Alaba, mit dieser Qualität auf verschiedensten Positionen in dem sehr jungen Alter".

Daneben nannte er auch noch Zlatko Junuzovic, "Marko Arnautovic, der auch immer mal in der Lage ist, etwas Verrücktes zu machen", und "Marc Janko, der jetzt auch schon einige Stationen im Ausland hatte, wo es auch nicht immer ganz rund lief, aber der auch immer wieder gezeigt hat, dass er Qualität im Abschluss hat". Regelrecht ins Schwärmen geriet Büskens aber bei der Erfolgsstory von ÖFB-Teamkapitän Christian Fuchs.

Der Linksverteidiger hatte vier Jahre lang für Büskens' Herzensverein Schalke 04 gespielt, ehe er vor einem Jahr zu Leicester City in die englische Premier League wechselte und dort mit dem krassen Außenseiter sensationell Meister wurde. "Fuchs hat mit Leicester ein Märchen geschrieben, da kriege ich ein bisschen Gänsehaut, weil das ist das, was den Fußball so geil macht. Dass halt nicht alles planbar ist, dass nicht immer nur die gewinnen, die am meisten im Portemonnaie haben", betonte Büskens voller Leidenschaft.

Leicester sei deshalb das Musterbeispiel dafür, was ein eingeschworenes Kollektiv im Fußball, wie auch Österreichs Team eines ist, erreichen kann. "Das meine ich mit Energie, dass du was entwickeln kannst. Und wenn du diese Geschlossenheit hast, und wenn du diesen Wahnsinn bündeln kannst, dann kannst du viel erreichen. Deswegen wird Leicester Meister, nicht weil die mehr Geld haben als City. Deswegen kommt Atletico das zweite Mal ins Champions-League-Finale, und deshalb spielt Darmstadt ein weiteres Jahr in der deutschen Bundesliga."