Russischer Fan-Chef erneut aus Frankreich ausgewiesen

Der Vorsitzende des Allrussischen Fußball-Fanverbandes, Alexander Schprygin, ist erneut aus Frankreich ausgewiesen worden. Der Russe verließ das Land in der Nacht auf Mittwoch mit einem Flug nach Moskau, wie der Sprecher des französischen Innenministeriums mitteilte. Schprygin war nach den Ausschreitungen von Marseille wegen Störung der öffentlichen Ordnung des Landes verwiesen worden.

Er reiste dann aber erneut ein. Am Montag besuchte er das letzte russische EM-Gruppenspiel gegen Wales in Toulouse und wurde im Stadion festgenommen.

Nach Angaben des französischen Außenministeriums verhängten die Behörden nun ein Einreiseverbot gegen Schprygin. Sein Visum für den Schengen-Raum sei nicht von Frankreich ausgestellt worden. Schprygin gehörte zu einer Gruppe von Russen, die wenige Tage nach der Hooligan-Gewalt rund um das Spiel Russland-England in der Nähe von Cannes festgenommen wurden. Drei von ihnen wurden im Schnellverfahren verurteilt, 20 weitere am Samstag ausgewiesen.

Schprygin gilt mit seinem Fanverband als ein Drahtzieher der Ultras in Russland, dem Gastgeberland der Fußball-WM 2018. Ihm werden auch enge Beziehungen zur rechten Szene vorgeworfen.