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10 Hirnhautentzündung:


„Weshalb ist eine Hirnhautentzündung gefährlich?“

Bei einer eitrigen Hirnhautentzündung gelangen Krankheitserreger aus der Nase oder dem Mund über das Blut ins Schädelinnere und verursachen an den strapazierfähigen Schutzhäuten um das Gehirn (Meningen) eine Entzündung. Mitunter weitet sich auch ein grippaler Infekt zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) aus. Das benachbarte Gehirn bleibt dabei nicht unbehelligt – das Bewusstsein verändert sich, und Krämpfe können auftreten. Meist treten die Symptome innerhalb von Stunden oder Tagen sehr plötzlich auf. Das Kind wird schwer krank, berührungs- und lichtempfindlich. Es leidet unter hohem Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Wenn das Kind im Nacken steif wird, ist dies ein sehr typisches Zeichen für eine Hirnhautentzündung. Bei Säuglingen wölbt sich manchmal die knochenfreie Stelle, die Fontanelle, vor. Bei Neugeborenen fehlen sehr häufig charakteristische Symptome, die an eine Hirnhautentzündung denken lassen. Deshalb sollte ein Neugeborenes schon beim leisesten Verdacht in einer Kinderklinik vorgestellt, untersucht und behandelt werden. Andernfalls kommen alle Medikamente und Behandlungen zu spät. Durch die Infektion kann das Gehirn bleibende Schäden davontragen. Rechtzeitige Impfungen bieten Schutz gegen einige Meningitiserreger. So sollte ein Kind beispielsweise gegen Haemophilus influenzae, gegen Pneumokokken und Erreger der Kinderlähmung, gegen Masern und Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) geimpft werden.