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11 Homöopathie:


„Hilft eine homöopathische Behandlung nicht viel schonender und natürlicher?“

Viele Eltern bevorzugen „sanfte“ Heilmethoden wie die Homöopathie. In dieser Therapieschule versuchen die Behandler, ein Krankheitssymptom wie beispielsweise Fieber durch ein Mittel zum Verschwinden zu bringen, das im Körper in ganz abgeschwächter Form das gleiche Symptom, also Fieber, hervorruft. Die Vorstellungen der Schulmedizin und der Homöopathie unterscheiden sich so grundlegend, dass eine Einigung der zwei Schulen kaum vorstellbar ist. Homöopathische Behandlungen können in vielen Situationen sehr hilfreich sein. Bei grippalen Infekten und vorübergehenden Unpässlichkeiten darf Homöopathie zum Zug kommen. So können überflüssige Medikamente der Schulmedizin und ihre Nebenwirkungen vermieden werden. Eine alleinige homöopathische Therapie kann lebensgefährlich sein, wenn ein Kind an einer eitrigen Hirnhaut- oder Knochenmarkentzündung (Meningitis bzw. Osteomyelitis), an einer bösartigen Erkrankung wie Blutkrebs oder einem Tumor, an einer Gelenksentzündung oder einer Zuckerkrankheit leidet. Solche Krankheiten kann nur die Schulmedizin erfolgreich und sicher erkennen und behandeln.