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18 Plötzlicher Kindstod:


„Ich habe Angst, mein Kind könnte am Morgen plötzlich tot im Bett liegen. Wie kann ich es davor schützen?“

Der plötzliche Kindstod gehört zum Schrecklichsten, was Eltern widerfahren kann. Sie legen einen jungen, vermeintlich gesunden Säugling abends zum Schlafen und finden ihn Stunden später leblos in seinem Bett vor. Der Arzt kann nur noch den Tod feststellen, die Todesursache bleibt ungeklärt. Verschiedene Theorien versuchen den unvorhersehbaren Tod, der am häufigsten zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat vorkommt, zu erklären: verborgene Infektionen, die Unreife bestimmter Hirnzentren, welche die Atmung und die Herztätigkeit steuern, Rückfluss von Magensaft in die Speise- und Luftröhre, Zigarettenqualm. Keiner dieser Erklärungsversuche hat sich jedoch bisher als passender Schlüssel zum Verständnis des plötzlichen Kindstodes herausgestellt. Mädchen betrifft er seltener als Jungen, zwei von 1000 Säuglingen sterben auf so unerwartete Weise in den Industrieländern. Das Risiko des plötzlichen Kindstodes steigt allerdings bei Säuglingen, die in Bauchlage schlafen oder deren Mutter schon während der Schwangerschaft geraucht hat.