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19 Schlaf und Schlafstörungen:


„Wie viel Schlaf braucht mein Kind?“

Das Schlafbedürfnis ist stark altersabhängig. Aber auch gleichaltrige Kinder brauchen oft sehr unterschiedlich viel Schlaf. Schon während der Schwangerschaft spürt die Mutter am Strampeln des Kindes den Schlaf-Wach-Rhythmus. Das Alter, ab dem die Kinder nachts durchschlafen, schwankt sehr stark. Viele Kleinkinder verbringen einen Teil der Nacht gern im Bett der Eltern. Diese Gewohnheit zuzulassen ist eine persönliche Entscheidung der Eltern und hat wenig Einfluss auf das Schlafverhalten. Feste Gewohnheiten und Uhrzeiten fördern das abendliche Einschlafen des Kleinkindes – so zum Beispiel Zähneputzen, Gutenachtgeschichte, -lied oder -gebet. Wenn Kinder die Dunkelheit als bedrohlich empfinden, hilft oft ein offener Türspalt oder Dämmerlicht. Hinter ungewöhnlichen oder hartnäckigen Schlafstörungen stecken gelegentlich auch seelische oder körperliche Krankheiten. Schlafmedikamente sollten Kinder nicht einnehmen. Wenn überhaupt, eignet sich als pflanzliches Mittel Baldrian.