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22 Stillen, Muttermilch, Kuhmilch, Beikost:


„Wie lange und wie oft soll ich mein Kind stillen?“

Muttermilch pur für die ersten sechs Monate ist das Beste, was eine Mutter ihrem Kind mitgeben kann. Das Stillen kann besonders beim ersten Kind in manchen Fällen zu Beginn Mühe und Schmerzen bereiten. Diese Zeit durchzustehen lohnt sich für das Baby aber allemal. Ein großer Vorteil neben vielen anderen: Stillen verhindert oder verzögert Allergien. Allerdings sollte die Mutter darauf achten, während des Stillens so wenig Medikamente wie möglich einzunehmen. Mit der Milch gibt sie viele dieser Substanzen direkt an ihr Kind weiter. Das trifft auch auf Nikotin und Koffein zu – daher gilt für stillende Mütter: nicht rauchen und so wenig Kaffee wie möglich trinken. Die Ernährung der Mutter muss sehr ausgewogen sein, denn nur dann enthält die Milch ausreichend Vitamine. Spinat und Salat sorgen für Vitamin K, Fleisch für Vitamin B12. Vegetarische Ernährung eignet sich nicht für stillende Mütter und könnte für gestillte Babys gefährlich werden. Ein grippaler Infekt der Mutter verbietet nicht, ein Kind weiter zu stillen. Die Muttermilch liefert die entsprechenden Schutzstoffe gegen den Infekt gleich mit. Auch eine Mutter mit Hepatitis B darf, nachdem das Kind geimpft ist, stillen. Mit vier bis sechs Monaten darf das Kind löffelweise erste Beikost essen. Solche Nahrung enthält Ballaststoffe, die den Darm zur Arbeit anregen, und liefert zusätzlich Energie, Eisen und Vitamine. Wiederum kann ein Kind auf Fleisch und Fisch – püriert – nicht verzichten: Der Körper kann Eisen aus Fleisch und Fisch viel besser verwerten als aus pflanzlicher Nahrung. Unverdünnte Kuhmilch eignet sich für Kinder, die jünger als ein Jahr sind, überhaupt nicht. Im späteren Alter wird Kuhmilch besser verträglich und ist ein ausgesprochen wertvolles Lebensmittel.