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25 Zuckerkrankheit – Diabetes mellitus:


„Seit Wochen trinkt mein achtjähriges Kind täglich fünf Literflaschen Wasser leer. Steckt da eine Krankheit dahinter?“

In den reichen Ländern erkranken immer häufiger auch Kinder an der Zuckerkrankheit. Eines der ersten Symptome ist lang anhaltender, übermäßiger Durst. Das Kind trinkt mehr als sonst, auch zwischen den Mahlzeiten, verliert an Gewicht und fühlt sich körperlich abgeschlagen. Die Atemluft riecht wie fauliges Obst nach Azeton. Eine Blutzuckerbestimmung zeigt hohe Zuckerwerte. Im Urin finden sich enorme Mengen Zucker und Azeton. Damit steht die Diagnose eines Diabetes mellitus fest, und das Kind benötigt sofort ärztliche Hilfe. Bleibt die nötige Behandlung mit dem Hormon Insulin aus, entgleist der Stoffwechselhaushalt vollkommen. Das Kind fällt schließlich ins Koma und benötigt die Hilfe einer kinderklinischen Intensivstation. Eine Zuckerkrankheit ist häufig erblich veranlagt, beginnt aber in unterschiedlichen Altersstufen. Auslöser sind beispielsweise hormonelle Umstellungen während der Pubertät, aber auch Infekte und Abwehrreaktionen des Körpers. Heute verfügbare Insulinpräparate, Injektionstechniken und gängige Behandlungsschemata ermöglichen einem zuckerkranken Kind ein weit gehend normales Leben.