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3 Allergie – Asthma – Heuschnupfen:


„Wenn im Frühjahr die Pollen fliegen, hört mein Kind einfach nicht mehr auf zu niesen. Manchmal kann es sogar nicht einmal richtig atmen. Wie kann ich ihm helfen?“

Ständig gelangen körperfremde Substanzen in den Organismus – beim Einatmen und beim Essen, durch Insektenstiche, Hautkontakt oder in Form von Medikamenten. Wenn das Abwehrsystem des Körpers durch wiederholten Kontakt mit einem oder mehreren dieser Stoffe so heftig reagiert, dass die Abwehrreaktion selbst krank macht, dann entsteht eine Allergie. Betroffene entwickeln Asthma oder Heuschnupfen, Nesselsucht, Kontaktekzeme oder Neurodermitis – einen juckenden Hautausschlag. Die Entwicklung einer Allergie lässt sich verzögern, wenn ein Säugling im ersten Lebenshalbjahr ausschließlich gestillt wird. Eine Allergie auf Blütenpollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare, aber auch Luftverschmutzung, kalte Luft im Freien und Zigarettenrauch kann Asthma auslösen. Hält die Atemnot trotz vom Arzt verordneter Notfallmedikamente an, kann ein Asthmaanfall lebensbedrohlich werden. Um herauszufinden, auf welche Substanzen das Immunsystem so überaus sensibel reagiert, kann der Arzt mittels Haut- und Provokationstests die Reaktionsbereitschaft des Körpers auf unterschiedliche Substanzen untersuchen. Je seltener ein Kind mit Allergenen in Kontakt kommt, desto langsamer entwickelt sich die Überreaktion der Immunabwehr.