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7 Ekzem – Neurodermitis – atopische Dermatitis:


„Wie kann ich die Neurodermitis meines Kindes am besten behandeln?“

Das Ekzem ist eine sehr häufige allergisch-chronische Hautkrankheit bei Kindern, die oftmals in der Pubertät oder im Erwachsenenalter wieder verschwindet. Es ist nicht ansteckend, aber durch den Juckreiz häufig sehr belastend. Kinder erben die Veranlagung zu Ekzemen von den Eltern. Welche inneren oder äußeren Reize, beispielsweise Nahrungsmittel, für die Entwicklung eines Ekzems eine Rolle spielen, lässt sich oft kaum herausfinden. Wichtig für die Behandlung ist einerseits regelmäßige Betreuung durch einen auf Allergien spezialisierten Arzt. Trockene Hautregionen sollten Eltern oder die jungen Patienten selbst sechs- bis achtmal pro Tag mit einer fettenden Salbe pflegen. Beim Baden empfiehlt es sich, rückfettende Badezusätze zu verwenden. Baumwollkleidung reguliert die Hauttemperatur viel besser als andere Materialien. Bei nässenden Ekzemherden helfen feuchte Umschläge. Wenn die Haut unter einem akuten Schub des Ekzems leidet, kann der Arzt eine Kortisonsalbe empfehlen. Als Alternative zum Kortison setzen Ärzte seit kurzem sehr erfolgreich Medikamente ein, die direkt die Immunreaktion beeinflussen können. Protopic und Elidel sind die ersten bei Neurodermitis zugelassenen Substanzen dieser Medikamentengruppe.