Ausnahmezustand bei der Viennale

Viennale 2008

3 Als Gegenleistung für ihr stattliches Budget weiß die Viennale ihren Publikumszuspruch jedes Jahr auszubauen.

Den Gebrauch eines Computers verweigert Hans Hurch bis heute, was auf den ersten Blick schrullig anmutet, auf den zweiten aber kein größeres Problem darstellt. Denn rein rechnerisch hat die mit einem Budget von 2,7 Millionen Euro ausgestattete Viennale keine Schwierigkeiten; sie besteht den betriebswirtschaftlichen Lackmustest regelmäßig mit Bravour. Jahr für Jahr kann die Zuschauer- und Auslastungszahl gesteigert werden, von 70.000 Gästen anno 2002 auf 91.700 im Vorjahr (Auslastung: von 69 auf 79 Prozent). Das lässt sich bestens vermarkten (alljährlich wieder: neuer Zuschauerrekord!) und stellt die Geldgeber zufrieden: Die Stadt Wien, mit einer Subvention von knapp 1,4 Millionen Euro schon jetzt der größte Viennale-Förderer (der Bund beschränkt sich auf magere 115.000 Euro), will im kommenden Jahr zusätzliche 100.000 Euro zuschießen.