Der Jahresrückblick des Kultur-Ressorts:
Die Top 5 aus allen Bereichen der Kultur

Die besten Bücher 2008

Die besten Bücher 2008

Platz 3

Uwe Tellkampf – „Der Turm“

„Der Turm“ ist ein dunkles Epos über die letzten sieben Jahre der DDR. Das Radikale an Uwe Tellkamps Perspektive: Von Aufbruchsstimmung ist in seinem Roman keine Spur. Dass die DDR ihrem Ende entgegengeht, realisiert keine der extravaganten Figuren, die nicht so recht in einen Arbeiter- und-Bauern-Staat passen wollen: Tellkamps Personal gehört einer bürgerlichen Eliteschicht an, die dornröschenhaft auf einem Dresdner Hügel in geschmackvollen Villen lebt. Die stakkatoartige Beschreibung von menschenunwürdiger Strafarbeit an den Öfen eines Chemiewerkes gehört zu den stärksten Passagen dieses sprachlich vielschichtigen Romans über ein

gnadenloses

System.