Die netten Jahre sind für Bond vorbei

Auch dem statusbewussten Konsumverhalten eines Roger Moore (kurzes Nippen an der Champagnerflöte, anerkennendes Nicken, haarsträubender Nebensatz) ist er fern: Hier wird gekippt, nicht goutiert. Nach fast fünf Jahrzehnten unbeschwerten Cocktailmissbrauchs endet James Bond also doch noch als Effekttrinker.

Wurde die Neudeutung der alten Bond-Formel in „Casino Royale“ noch spielerisch und mithilfe knisternder Dialoge vollzogen, bleibt Bond in „Quantum“ keine Zeit mehr für schöne Worte (ja kaum einmal für schöne Frauen!): Er muss weiterarbeiten, einen Job erledigen, der sich inzwischen weitgehend darauf beschränkt, sehr viele Faustschläge auszuhalten und notdürftig zu kaschieren, dass ihm das Ganze eigentlich gar keinen großen Spaß mehr macht.