Die netten Jahre sind für Bond vorbei

Weil es sich um anachronistische Qualitäten handelt. Die Aristokratie des Superhelden- und Geheimagentenadels hat abgedankt. Weil sie ihre natürliche Autorität verloren hat. Wenn nicht mehr schlüssig belegt werden kann, wer jetzt die Moral auf seiner Seite hat, wenn die Achse des Bösen in Schlangenlinie verläuft, wenn schließlich die Welt an sich schon zu verkommen scheint, als dass man sie überhaupt noch retten wollte, dann bleibt auch dem gutmütigsten Superhelden nur die Flucht nach vorn: ins Herz der Finsternis.

„Wenn man Freund und Feind nicht mehr unterscheiden kann, ist es Zeit aufzuhören“, meint Bonds Chefin M (Judi Dench) in einer Schlüsselszene. Bond macht trotzdem weiter. Wie lange noch, darüber wird auch der ökonomische Ertrag seiner jüngsten Mission entscheiden.