Die netten Jahre sind für Bond vorbei

Was in der Ära Pierce Brosnan (als 007 war er 1995 bis 2002 am Werk) zu Dutzendware verödete, bekam mit „Casino Royale“ das Flair eines echten, durchaus dringlichen Charakterspiels und näherte sich damit auch dem ursprünglichen Bond-Bild Ian Flemings, der sich seinen Geheimagenten als „einen ­ironischen, brutalen und kalten“ Helden vorgestellt hatte – und nicht als flapsigen ­Gentleman-Playboy mit Dom-Perignon-Jahrgangskalender.